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lautstärke bei live-auftritten

  • dechnikusch
  • 7. November 2002 um 00:38
  • Sound-Klinik
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    • 20. Januar 2004 um 21:03
    • #141
    Zitat von "sachsensound"

    Sound-Klinik:

    Warum bist Du nicht mal auf meinen Beitrag eingegangen mit der Starmania- geschichte? Wie sollen 100% aller Großveranstaltungen in Zukunft beschallt werden? Wenn nun mal 13.000 Teenies 105-110 db (A) verursachen, was will man da bitte machen ? Es gibt auch Leute die machen Tourbetrieb von großen Leuten mit ständig großen Hallen...

    ... daß es Problemveranstaltungen gibt, wo der Umgebungslärm zum Problem wird, ist mir klar.
    Nur kann dies kein Grund sein, Lärmvorschriften wieder abzuschaffen, weil es irgendein Schutzmechanismus gegen beknackte Soundleute geben muß (ich denke auch, daß Du sowas wohl nicht meinst :wink: ).

    Ich kann mir vorstellen, daß Großbeschallungen künftig (noch) teurer werden, weil der Aufwand - nicht nur um Lärmvorschriften halbwegs einhalten zu können - sich vergrössern wird.

    Vorstellbar wäre auch, daß zukünftig - bereits bei kleineren Produktionen/Veranstaltungen - dynamikreduzierende Geräte verstärkt eingesetzt werden, um sich mit dem Programm-Material besser durchsetzen zu können, ohne Mörderpegel fahren zu müssen.
    Ich selbst praktiziere sowas übrigens seit etwa einem Jahr fast auf jeder Veranstaltung (derzeit: Triple-C für Summe ... nach weniger guten Erfahrungen mit einem Ultramizer ... :D ).

    Die Sache mit digitalen Kompressoren bringt - passende Parameter vorausgesetzt - wirklich sehr viel (... und plötzlich ist der Hall wieder zu hören :lol: !).
    Man kommt trotz Umgebungslärm erheblich besser klar. Als ich das Teil das erste Mal in einem Zelt eingesetzt habe, wurden wir von Freunden und Bekannten angesprochen, das der Sound heute aber sehr gut und besonders "klar" wäre ...

    Na, denn - mal sehen, wie es weitergeht.

    Viele Grüsse sendet

  • rockline
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    • 20. Januar 2004 um 22:33
    • #142

    Sound Klinik.....veralbern kann ich mich alleine!

    Ich bin nicht der Obertonmann, aber mit Sicherheit habe ich mit meinen 42 Lebensjahren mehr erlebt als die meisten Jungspunte.

    Ebenso gehöre ich nicht zu denen, die ohne Not Gas geben, um irgendwas vorzustellen. Wenn ich versuche zu beschreiben, dass wir vom Kleinkunstevent bis zum Stadtfest alles betreuen, so hat das einzig den Sinn deutlich zu machen, dass ich auch sehr wohl ganz leise arbeiten kann und das auch mache.

    Ich gebe Dir Recht, wenn du erkannt hast, dass ich so manches an unseren derzeitigen Staatsmännern nicht so gut abkann. Als Unternehmer kannst Du dir sicherlich vorstellen, was mir lieber wäre! Egal, darum geht es nicht - aber um Vorschriften der Gängelung wegen!

    Momentan werden so viele Regeln und Bevormundungen wie nie zuvor aufgestellt - da fällt es mir ganz empfindlich auf, wenn das Thema Lautstärke nun ebenfalls eingeDINt werden soll. Ich bin durchaus für Ordnung - wo es sein muß.
    Aber eines steht doch fest; mit einem durchschnittlichen Pegel von 95dB im Publikumsbereich läßt sich keine große VA durchziehen. Nun bin ich nicht derjenige für den ihr mich haltet, also keiner der extreme Pegel ohne Sinn stellt.

    Aber zu der Anzählung in Bezug auf den "größten und besten" möchte ich euch mit eurer Riesenerfahrung (die Leute die alles besser können) mal sehen, wie Ihr das hinbekommt!

    Ich scheine da nicht über genügend Kompetenz zu verfügen, mir ein Urteil über schwachsinnige Vorschriften, und praktisch realisierbare Konzepte zu erlauben!
    Ich überlasse den Siegern das Feld...gebe mich geschlagen vor so viel Übermacht und Schulterklopfern.

    Lasst uns gemeinsam neue Vorschriften ausdenken! Ich hätte da eine Idee....Audience Blinder - sind soooo hell, da könnte das Auge schaden nehmen! Sollte man ab 2005 nur noch maximal 50% am Dimmer hochdrehen dürfen.
    Nicht schlecht - oder? Spart die Sonnenbrille während der Show......
    Stefan (einer der wenigen, die sich nicht von allem verarsc... lassen)

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    • 20. Januar 2004 um 22:43
    • #143
    Zitat von "rockline"

    Dann möcht ich euch am Mixer sehen, und fein auf 100dB vorm PA Tower achtend....das ist so albern...

    Die Einhaltung der Grenzwerte bei einer konventionell gestackten PA würde bei 90% der Zuschauerplätze zu Pegeln führen, die wirklich albern sind.


    Wenn man aber

    - die Anlage fliegt
    - die Spitzen etwas komprimiert (es soll schon noch Live-Mucke sein)
    - die Bühnenlautstärke auf ein vernünftiges Maß reduziert
    - die Lautstärke auf ein Niveau reduziert, das vor 10 Jahren "state of art" war (sooooo leise war es da doch auch wieder nicht),

    dann verliert die DIN 15905 Teil 5 schon viel von ihrem Schrecken.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • bias79
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    • 20. Januar 2004 um 22:51
    • #144

    Hab gerade aktuell mit dem Problem zu tun. Wir machen am Wochenende eine nicht unbekannte Amiband in deren Rider 120dB at Midposition unverzerrt gefordert sind. Ebenfalls 120dB am Drumfill und 114dB bei den Wedges. Wir haben letztes WE schon aufgebaut und vorbereitet und ich habe erst mal gespürt was 120dB sind!!!!! Ich weiß nicht mal ob wir wirklich die 120 hinkriegen aber so was ist mächtig beknackt. Ob der Pegel auch gefahren wird wird sich zeigen. ich will damit nur sagen das vielleicht mal ein Umdenken in den eignen Reihen stattfinden muß. Und bei uns wird sowas nicht kontrolliert, also können die Gesetze ja wohl kaum zu streng sein. Werde nächste Woche mal berichten wie es war.
    Gruß, bias79

    GHOSTNOTE-SOUND

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    • 20. Januar 2004 um 22:55
    • #145
    Zitat von "sachsensound"

    Dort waren allein vom Schreien der Menschen am F-O-H-Paltz so um die 105-110db (A). Wenn ich dann dort die PA für die vorgesehenen 2 Stunden Show mit 99 db (A) am lautesten Zuschauerpaltz anmache, kann ich auch alles auslassen.

    Dann haben wir etwa die Situation wie damals bei den Beatles, als halt die "PA" nicht lauter konnte. Natürlich ist eine solche Situation unbefriedigend, keine Frage. Wobei wir jetzt den ganzen Komplex "Gehörschutz" noch weit ausser Acht lassen: In der DIN steht so etwas im Moment noch nicht drin, aber es wäre ja eine sinnvolle Regelung (und die Schweizer haben's wohl ähnlich), dass man lauter machen darf, wenn man Gehörschutz austeilt.

    Am Rande: die 110 dB? Peak? RMS? Leq?

    Zitat

    Ich bin eindeutig für eine Kopfhörer Lösung. Jedem Gast einen Kopfhörer in die Hand gedrückt und einen Aufkleber drauf, daß er ihn sich selbst so laut einstellen soll wie er für richtig hält.

    Oder wir fahren eine "genehmigte" Lautstärke über die PA und speisen das Signal gleichzeitig in eine Induktionsschleife (wurde beispielsweise am Kirchentag schon gemacht, für die Leute mit Hörgerät) oder verschicken's über UHF. Wer's lauter haben möchte, bringt seinen Kopfhörer mit.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

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    • 20. Januar 2004 um 22:58
    • #146
    Zitat von "rockline"

    Ihr könnt zu unserer Bude etliche Leute hier aus dem Forum befragen, ob es bislang jemandem auf einer von uns betreuten VAs den Kopf abgerissen hat! Nicht einer wird klagen können.....

    Juristisch gesehen: Jeder wird klagen können. Er braucht sich nur vom Ohrenarzt 'nen Hörschaden bestätigen zu lassen, und wenn der Veranstalter dann keine normgerechte Messung nach DIN 15905 Teil 5 vorlegen kann, hat er ausgesprochen schlechte Karten.

    Zu Deiner Beruhigung: Beklagter wird der Veranstalter sein, nicht der Verleiher.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • rockline
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    • 20. Januar 2004 um 23:00
    • #147

    Micha.....fast die Hälfte aller gut gemachten VAs laufen doch so ab. Auch Sound Kliniks und Dein Vorschlag mit der Kompression ist nichts neues, ist speziell in den Vocals bei großen PAs Pflicht!

    Im Grunde sind das die Gerüste, auf denen eine gut gemachte VA aufbaut. Ich kenne es nur so, nicht ohne Grund haben wir eine hohe Auftragslage ohne klagen von Veranstaltern oder Besuchern! Eine gestellte PA wirkt gegen Zuhörer wie vor die Wand gespielt. Klappt nur zur Not im kleinen Rahmen.....

    Aber auch geflgene PA sind laut, je näher man da vor steht (die Kisten hängen ja nicht 17 Meter hoch) umso größer das Getöse.

    Nun ja.
    Eines verstehe ich grundsätzlich nicht: Warum kam jemals jemand auf die Idee, Musik laut zu machen? Nicht in Bezug auf Überbrückung von Distanzen.....
    Und warum baut die Industrie weltweit (!) laute Sachen? Warum wird einmal jährlich auf der Mayday so übertrieben aufgedreht? Warum sind Bands wie Manowar so laut?
    Da wird es keine Antworten drauf geben....es gibt aber scheinbar ein Bedürfniss nach etwas sattem Pfund!
    Stefan

  • rockline
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    • 20. Januar 2004 um 23:05
    • #148
    Zitat von "ADMIN"

    Juristisch gesehen: Jeder wird klagen können. Er braucht sich nur vom Ohrenarzt 'nen Hörschaden bestätigen zu lassen, und wenn der Veranstalter dann keine normgerechte Messung nach DIN 15905 Teil 5 vorlegen kann, hat er ausgesprochen schlechte Karten.

    Zu Deiner Beruhigung: Beklagter wird der Veranstalter sein, nicht der Verleiher.

    So meinte ich das mit dem "klagen" nicht :wink: ! Sondern so, dass niemand über Ohrenweh jammern mußte. Ich wollte verdeutlichen, dass es "vernünftige" Lautstärke ist, die aber trotzdem nach Gesetzesplan zu hoch ist!
    Stefan

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    • 20. Januar 2004 um 23:06
    • #149

    Ganz allgemein: Dieses Thema wird sehr engagiert diskutiert, das freut mich.

    Es wird manchmal aber auch ein wenig zu emotional diskutiert. Vielleicht sollte man zunächst einmal davon ausgehen, dass keiner der Beteiligten völlig verantwortungslos handelt, dass keiner völlig weltfremde Ansichten vertritt, und dass es halt bei dieser Thematik ein paar verschiedene Wahrheiten gibt, die nicht alle völlig überschneidungsfrei zueinanderpassen.

    Die Problematik ist nun mal vorhanden, und sie bessert sich weder dadurch, dass man den Kopf in den Sand steckt, noch dadurch, dass man sich gegenseitig "anpisst".

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • rockline
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    • 20. Januar 2004 um 23:12
    • #150

    [quote="ADMIN
    Wenn man aber

    - die Lautstärke auf ein Niveau reduziert, das vor 10 Jahren "state of art" war (sooooo leise war es da doch auch wieder nicht),

    dann verliert die DIN 15905 Teil 5 schon viel von ihrem Schrecken.[/quote]


    Hmmm :o ? Was nun...? Vor 10 Jahren war es genauso laut.

    Oder habe ich da was verpasst, und ihr diskutiert hier die ganze Zeit über die Mayday?

    Was ich mit Schrecken kennengelernt habe, sind Geräte die bei 95dB am Mixer Alarm schlagen! Diese Kästchen waren vom Amt (Stadtverwaltung, Ordnungsamt) und gehörten mit ihren Ergebnissen zu der Art "Musik besser auslassen, der Pegel der Menschen im Festzelt liegt schon bei 92dB!" Danke....Geld verdient - Box geschont.
    Stefan

  • sachsensound
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    • 20. Januar 2004 um 23:45
    • #151
    Zitat von "ADMIN"

    Ganz allgemein: Dieses Thema wird sehr engagiert diskutiert, das freut mich.

    Es wird manchmal aber auch ein wenig zu emotional diskutiert. Vielleicht sollte man zunächst einmal davon ausgehen, dass keiner der Beteiligten völlig verantwortungslos handelt, dass keiner völlig weltfremde Ansichten vertritt, und dass es halt bei dieser Thematik ein paar verschiedene Wahrheiten gibt, die nicht alle völlig überschneidungsfrei zueinanderpassen.

    Die Problematik ist nun mal vorhanden, und sie bessert sich weder dadurch, dass man den Kopf in den Sand steckt, noch dadurch, dass man sich gegenseitig "anpisst".

    Das sehe ich grundsätzlich auch so. Ich denke auch das alle die hier bis jetzt mitdiskutiert haben einfach wissen um was es geht. Aber der Schrecken vor der von Stefan erwähnten Box am F.O.H.-Platz macht mir auch sehr große Angst. Alle die mit in Schwarzenberg Waldbühne waren wissen was stellenweise bei der Volksmusik los ist. Ich betreue ja die Band "De Randfichten" nach wie vor. Selbst da waren wir laut Tthorstens Messungen am F.O.H. einfach mal zu laut.
    Die Messungen sind natürlich alle "Peak" gemessen. Das Publikum von der von mir angesprochenen Band sind sehr selten weniger wie 1000 Personen und fast alle kennen den Text und schreien einfach mal mit wie die Wilden. Ich orientiere mich dann immer am Publikum und mache einfach das Signal ein bißchen Lauter wie das Publikum ist. Damit bin ich bis jetzt auch immer sehr gut gefahren.

    Hatte aber auch schon VA`s wo den ganzen Nachmittag nur ein bißchen Pausenmusik lief und ich gerade erst vor der Bühne aus den Boxen 80 dB (A) gemessen hatte und trotzdem ein alter Mann zu mir kam er will mich verklagen. Beim darauffolgenden Akt auf der Bühne wurde durch einen Fremdtech Pegel von 104 db (A) am 45 Meter entfernten F.O.H. gefahren und siehe da der Opa war wieder da und schreit mir ins Ohr das es ja auch so gehen würde und hat laut mitgeklatscht. Musik die man mag muß vielleicht auch laut sein um ein Spaßgefühl zu erzeugen. Schlecht wirds eben nur wenn jemanden die Mugge die da läuft nicht so sehr gefällt. (Nachmittags kam das Signal übrigens von einer Örtlichen Radiostation über die PA.)

    Freue mich auf jeden Fall auf das von Micha vorgeschlagene Thema zum nächsten Forumstreffen.

    MfG

    Mike Schmidt

    http://www.sachsen-sound.de
    0171 / 3674891

  • Markus Verza
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    • 20. Januar 2004 um 23:49
    • #152

    Laut ist ja auch subjektiv. Eine sehr sauber klingende PA ohnen nennenswerte Verzerrung tut noch nicht "weh" obwohl objektiv mächtige Lautstärken erreicht sind. Vor vielen Jahren haben die PA meist deutlich mehr Verzerrungen aufs Parkett gebracht das klang nicht schön aber laut. So mein Eindruck

  • tufkadib
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    • 21. Januar 2004 um 08:19
    • #153

    sachsensound:

    Weil Du die Waldbühne in Schwarzenberg erwähnst: Dort hatte ich vor Jahren bei einer "Oldie-Nacht" oder wie das damals hieß, ein recht negatives Erlebnis. Ich war spät gekommen und hatte nur einen Platz ganz oben, wo die Freßbuden damals standen, ergattern können. Wie sich dann herausstellte, war das auch gut so: der Radau selbst dort oben hat mich fast umgehauen (ich war auch nicht bis zum Schluß dort).
    Ich frag mich, wie es die Leute bei der halben Entfernung oder direkt unten an der Bühne aushalten konnten. Nebenbei war zwischendurch auch mal für eine Viertelstunde Ruhe und finster (Strom weg).

    MfG

    DirkB

  • mischpultschorsch
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    • 21. Januar 2004 um 08:23
    • #154
    Zitat von "sachsensound"

    Alle die mit in Schwarzenberg Waldbühne waren wissen was stellenweise bei der Volksmusik los ist.

    Hatte aber auch schon VA`s wo den ganzen Nachmittag nur ein bißchen Pausenmusik lief und ich gerade erst vor der Bühne aus den Boxen 80 dB (A) gemessen hatte und trotzdem ein alter Mann zu mir kam er will mich verklagen. Beim darauffolgenden Akt auf der Bühne wurde durch einen Fremdtech Pegel von 104 db (A) am 45 Meter entfernten F.O.H. gefahren und siehe da der Opa war wieder da und schreit mir ins Ohr das es ja auch so gehen würde und hat laut mitgeklatscht.

    Genau so sieht es aus! Das erlebt man doch in der Zeltfest-Saison nahezu jedes Wochenende wieder aufs neue:
    Volles 1200er Zelt stehend auf den Bänken, 50-köpfige Blaskapelle (die permanentes fortissimo spielt) auf der Bühne - und 2x8kw im Limit, um (die komprimierte) Summe zumindest im Ansatz so über den Lärm zu bringen, damit Vocals verständlich bleiben bzw. generell der Sound ausgewogen bleibt.
    Aber: Kein Mensch beschwert sich....

    Tags zuvor war aber ne Zelt-Rock-Veranstaltung, die selbe PA war nicht mal am Rande des Limits - und es hagelte Beschwerden...
    Demnach: Laut ist nicht gleich laut !!

  • Sound-Klinik
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    • 21. Januar 2004 um 08:35
    • #155

    ... wir sind jetzt ja endlich an einem Punkt angelangt, wo vielleicht die Chance besteht, endlich realistische Lösungen zu finden (@ Stefan: Sorry für meine etwas sarkastischen Monolog über Deine Fähigkeiten - aber die auf meine "Sticheleien" folgenden Beiträge von Dir waren dann m.E. auch wesentlich konstruktiver :wink: ...).

    Mir ist nicht bekannt, wie weitgehend Veranstaltungstechniker bereits in die Diskussion um zulässige Grenzwerte (für künftige Verordnungen ?) eingebunden sind.
    Teilweise gibt es ja wohl an den Unis und Fachhochschulen Drittmittelprojekte, wo dann - auch im Rahmen von Diplomarbeiten - geforscht wird ... und die Ergebnise dann ggf. in künftige Verordnungen mit einfließen.

    Um eine vernünftige und für alle "Seiten" (er-) tragbare Lösung zu bekommen, muß wohl der Dialog zwischen allen Betroffenen (also auh Veranstaltungstechnikern ...) und den politischen und gesetzgebenden Institutionen verstärkt werden.
    Vielleicht wäre eine (gemeinsame, mitgestaltende !!!) Initiative mit dem Ziel, wenigsten etwas Einfluß auf künftige Entwicklungen auszuüben, ein richtiger Weg ?

    Viele Grüsse sendet

  • mischpultschorsch
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    • 21. Januar 2004 um 08:59
    • #156
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Um eine vernünftige und für alle "Seiten" (er-) tragbare Lösung zu bekommen, muß wohl der Dialog zwischen allen Betroffenen (also auh Veranstaltungstechnikern ...) und den politischen und gesetzgebenden Institutionen verstärkt werden.
    Vielleicht wäre eine (gemeinsame, mitgestaltende !!!) Initiative mit dem Ziel, wenigsten etwas Einfluß auf künftige Entwicklungen auszuüben, ein richtiger Weg ?

    Vor allem ist es wichtig, dass auf Seiten der Veranstalter und Musiker die Sensibilität für diese Geschichte zu wecken.

    Weil sonst dreht man sich insofern wieder im Kreis, als dass die Company oder der Techniker, die diese Pegelvorgaben eben nicht überschreiten werden, den Job im nächsten Jahr los sind..........

  • Sound-Klinik
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    • 21. Januar 2004 um 09:48
    • #157
    Zitat von "mischpultschorsch"

    ...
    Vor allem ist es wichtig, dass auf Seiten der Veranstalter und Musiker die Sensibilität für diese Geschichte zu wecken.

    Weil sonst dreht man sich insofern wieder im Kreis, als dass die Company oder der Techniker, die diese Pegelvorgaben eben nicht überschreiten werden, den Job im nächsten Jahr los sind..........

    Zu lauten Muckern (ich denke, daß Du das wohl auch meinst ...):
    Ich bin ja selbst (seit nunmehr 30 Jahren ... :wink: ) Gitarrist und Basser - und neben der Tätigkeit in zwei halbwegs "regelmässigen" Bands" werde ich gelegentlich auch als Aushilfe engagiert.

    Ich spiele Gitarre über einen Marshall DSL-401 (40 Watt Vollröhre) auch auf Stadtfeste oder in großen Zelten - auf der Bühne brauche ich nicht viel.
    Bass spiele ich über einen Music-Man HD-130 (Röhrenendstufe) mit einer 2 x 10"-Box - und es "geht" !

    Was die Lautstärke auf Bühnen angeht, bin ich schon seit Jahren total konsequent: Wenn ein durchgeknallter Mitmucker mir aufgrund einer Profilneurose zuviel um die Ohren bläst, habe ich keine Hemmungen, nach einigen Verwarnungen in dessen Richtung meine Sachen abzubauen, einzupacken und nach Hause zu fahren (hat bisher immer mit Warnung geklappt) - und bei meiner eigenen Band ist der Mischer "fest in meiner Hand" - daneben liegt dann ein Beil für Finger, die an den Reglern nichts zu suchen haben :D ...

    Viele Grüsse sendet

  • zille
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    • 21. Januar 2004 um 16:31
    • #158

    Ich denke viele wissen auch gar nicht was sie so schreiben..
    Am kommenden Wochenende bin ich als FOH für eine Norwegische Band gebucht, die MORMONES. Hier ein Auszug aus Ihrer Bühnen Anweisung:

    SOUND SYSTEM
    Minimum 3-way high quality, active PA system with sub woofers that must cover all areas with uniform and undistorted sound. There must be a minimum of 4 speakers of 18” each. The PA-system must cover all of the venue with a minimum of 120 db at the mixing board.

    Fragen ?

    gruß zille

  • sachsensound
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    • 21. Januar 2004 um 18:28
    • #159
    Zitat von "zille"

    Ich denke viele wissen auch gar nicht was sie so schreiben..
    Am kommenden Wochenende bin ich als FOH für eine Norwegische Band gebucht, die MORMONES. Hier ein Auszug aus Ihrer Bühnen Anweisung:

    SOUND SYSTEM
    Minimum 3-way high quality, active PA system with sub woofers that must cover all areas with uniform and undistorted sound. There must be a minimum of 4 speakers of 18” each. The PA-system must cover all of the venue with a minimum of 120 db at the mixing board.

    Fragen ?

    gruß zille

    Genau das ist ja das Problem. In so einem Fall bin ich ja eindeutig für Kopf runter wer solchen Mist in die Rider schreibt.

    MfG und schon mal die Ohren zu halten

    Mike Schmidt

    http://www.sachsen-sound.de
    0171 / 3674891

  • mischpultschorsch
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    • 21. Januar 2004 um 18:45
    • #160
    Zitat von "zille"

    SOUND SYSTEM
    Minimum 3-way high quality, active PA system with sub woofers that must cover all areas with uniform and undistorted sound. There must be a minimum of 4 speakers of 18” each. The PA-system must cover all of the venue with a minimum of 120 db at the mixing board.

    Uääähh.....viel Spaß bei dem Job..... :-?

    Man beachte: minimum of 120 db....... :o Wahrscheinlich auch noch´n Clubgig, oder?

    So, aber was macht man in so nem Fall als "verantwortungsbewusster Tech", wie´s von einigen hier so rigoros eingefordert wird? Job einfach ablehnen? Foh direkt vors PA-Stack stellen? Limiter auf 98db einstellen?
    Wenns ggf. halt doch ein Clubgig ist, dann ist es essig mit "dezentraler Beschallung"....

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