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defekter Amp(an alle mit Ahnung)

  • weissnicht
  • 28. November 2004 um 21:06
  • weissnicht
    Beiträge
    962
    • 28. November 2004 um 21:06
    • #1

    Hallo....

    Ich habe folgendes Problem:
    Meine Endstufe ist leider seit einiger Zeite defekt und nun habe ich Zeit gefunden mal reinzuschauen.
    Der Fehler besteht darin, dass zum einen die Signal LEDs volle Austeuerung (auch ohne Signal natürlich) anzeigen und die Endstufe irre heiß wird. Dann greift sofort die Schutzschaltung und schaltet ab.
    Die Transistoren (von mir aus auch Mosfets :wink: ) sind definitiv NICHT kaputt, habe sie alle 12 Stück pro Seite rausgelötet und durchgecheckt.
    Ich habe also mal einfach die Versorgungsspannung der Transistoren abgeklemmt, logischerweise wird die Endstufe nicht mehr heiß und auch die Schutzschaltung greift nicht mehr, die "andere" Elektronik wird über ein seperates Netzteil mit +/- 15 Volt versorgt.
    Ausserdem habe ich alle OPs und überhaupt alles was Beine hat ausgelötet und ausgetauscht/überprüft.
    Leider habe ich keinen Schaltplan und die doppelseitige Platine erleichtert einem auch nicht gerade die Arbeit.
    Inzwischen habe ich eigentlich alles überprüft, bis auf die Ansteuerung für die LEDs und die beiden Limiter Platinen, dadrauf sind nähmlich SMD Bauteile verbaut, dessen Bezeichnung abgeschabt sind :(

    Ich weiß allerdings was die Ursache für den Defekt ist:
    Bei dem Netzteil für die Elektronik ist der der Negativ-Spannungsregler (7915) kaputt gewesen und hat so einen Kurzschluss zwischen der + und der - Spannung verursacht.
    Wenn mir noch was einfällt schreibe ich es :)
    Achja, ich habe auchmal Fotos gemacht, damit man sich vielleicht ein bisschen was unter der ganzen Sache vorstellen kann, ich hoffe darauf das einer von den Profis in Sachen Reperaturen hier eine gute Idee für mich hat :roll:

    Bei den Fotos sind alle Teile die ich geprüft/getauscht habe grün makiert und die Limiter- und den LED Platinen sind rot unterlegt..
    Fotos stelle ich innerhalb der nächsten halben Stunde rein, wenn jemand mir helfen will und vielleicht DetailFotos oder Infos braucht der kann sich gerne melden.
    Schonmal Danke im Vorraus :P

    Gruß
    David

  • Royal Flash
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    800
    • 28. November 2004 um 21:20
    • #2

    Hab zur Zeit n nahezu gleiches Problem bei ner Auto-Endstufe. Komm aber erst frühestens Donnerstag dazu da rein zu gucken. Falls bis dahin das Problem noch nicht gelöst ist, könenn wir ja mal ein wenig korrespondieren. Wobei ich zunächst bei meinem Fall von ner defekten Schutzschaltung ausgehe (Membrane erhalten Gleichspannung) und als Haupturschae nen kurzen im FET.

    Meld mich dann wenn ich was rausgefunden hab.

  • weissnicht
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    • 28. November 2004 um 22:12
    • #3

    So....
    Es handelt sich übrigens um eine Harrison k3000.
    Ist doppelt Mono aufgebaut (im Trafo zwei Wicklungen), also auch zwei Gleichrichter, usw. Nur das Netzteil für die +/- 15 Volt versorgt beide Seiten.
    Den Hersteller gibt es nicht mehr und der alte Vertrieb hat leider auch keinerlei Unterlagen mehr :(

    Bilder:

    http://home.arcor.de/ikno/endstufe/von_oben.jpg
    http://home.arcor.de/ikno/endstufe/von_unten.jpg
    http://home.arcor.de/ikno/endstufe/Detail1.jpg
    http://home.arcor.de/ikno/endstufe/Detail2.jpg
    http://home.arcor.de/ikno/endstufe/DetailNetzteil(15V).jpg

  • Bassti
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    • 29. November 2004 um 08:54
    • #4

    Hmmm, da ist der Teufel mal wieder ein Eichhörnchen...

    Was mich stutzig macht ist dass die Endstufe heiss wird!
    (Auch ohne Last?)
    Das bedeutete ja, dass beide "Seiten" Leitend sind,
    also p- und n-Kanal bzw. pnp und npn?
    Dann is was mit der Vorspannung nicht ok

    Oder wirds nur heiss mit Last?

    Normalerweise halten sich die Verstärkerschaltungen
    durch ihre Gegenkopplung den Arbeitspunkt, d.h.
    wenn da was wurmig ist, dann passierts schnell, dass
    das ganze gegen nen Anschlag läuft

    Hast mal die Signale angeschaut, die in die Verstärkerschaltungen
    reingehen ob da schon der Wurm drine ist?

    Immer vergleichen Links/Rechts


    Hatte auch nen amp, wo ich nie den Fehler gefunden hab...
    Der kriegt ne neue Schaltung -wenn ich mal wieder zu irgendwas komm-
    jetzt is ja wieder Modellbahnbasteln angesagt :D

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • TomyN
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    • 29. November 2004 um 10:20
    • #5

    Hi,

    meine Vermutungen:

    1. Problem/Fehler/Verstellung im Ruhestromzweig (Einstelltrimmpoti tauschen, neu einstellen).
    2. Endstufe Schwingt: - Zobel Glied defekt (R hochohmig), evtl. vorhandene Drossel hat windungsschluss

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
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  • weissnicht
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    • 29. November 2004 um 14:39
    • #6

    Erstmal danke für die Antworten..
    Warum ich so Probleme habe:
    Die Aussteuerungsanzeige zeigt IMMER genau 0dB an, also volle Aussteuerung.
    Das ganze passiert auch wenn ich den "Endstufentrakt" komplett vom Strom nehme, ich hab auch mal testweise auf einer Seite alle Transistoren rausgenommen -- Das gleiche.

    Es kann also eigentlich nur im Eingangs/Signalbereich liegen oder sehe ich das falsch?
    Ich vermute das es die Limter Platinen sind, weil das inzwischen das einzigste ist was ich nicht untersucht habe.. Und die sind auf einer Seite vergossen und von den Bauteilen sind sie Bezeichnungen abgeschabt.
    Ruhestrom werd ich nochmal checken.

    Falls es noch unklar ist:
    Die Endstufe hat den Fehler auch wenn keine Last und kein Signal anliegt. Die Versorgungsspannungen sind *jetzt* auch auf jeden Fall wieder im Lot, aber dadurch ist der Defekt auf jeden Fall entstanden.
    Immoment lasse ich für alle weiteren Versuche übrigens die Versorgungsspannung für die Transistoren abgeklemmt, da ich keinen Bock habe das das ganze irgendwann noch die Transistroen hochjagt, weil sie werden wirklich innerhalb von einer Sekunde ganz erbärmlich heiß, so als wenn es ein Kurzschluss währe (was es aber nicht ist).
    Kann es nicht irgendwie sein, dass der Limiter nen falsches Signal ausspuckt und so der Endstufe "befiehlt" die vollen 100 Volt durchzusteuern?
    Wenn ich irgendwelchen Unsinn rede korigiert mich bitte, einen Fehler in der Art hatte ich bisher noch nicht :roll:

    David

  • TomyN
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    • 29. November 2004 um 16:30
    • #7

    Hi,

    was hast du denn für ne DC am Ausgang, wenn die Leistungstransitoren drausen sind?
    Bleibt er in der Mitte, oder läuft er weg?
    Schon mal den Ko am Fusspunt des Spannunsteilers der Rückkopplung auf Durchschlag getestet?

    Viel Spass

    Tomy

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  • Bassti
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    • 29. November 2004 um 18:51
    • #8

    selbst wenn das Signal am Eingang der Verstärkerschaltung oder davor
    irgendwoher DC-Offset kriegt,
    dann steuert sie Endstufe auch auf Anschlag, wird ohne Last aber
    dennoch nicht heiss!

    Der Fehler liegt vermutlich wirklich bei der Verstärkerschaltung
    wo p und n getrennte wege gehen
    kuck das nochmal genau an!

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • weissnicht
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    • 29. November 2004 um 19:31
    • #9

    Also.... Habe nochmal nen bissl rumgemessen:
    Bei den Leistungstransistoren liegt am "Eingang" einmal eine DC Spannung von 8 Volt an und beim Gegenstück 10 Volt, ich denke das dürfte doch die Ursache sein oder?

  • tufkains
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    • 29. November 2004 um 21:01
    • #10

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (2. Oktober 2008 um 00:24)

  • weissnicht
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    • 29. November 2004 um 21:14
    • #11

    Bleibt nunoch die Frage zu klären, woher das unsinnige Signal kommt.... Direkt von einem Kurzen kann es nicht kommen, da nirgends im Amp 8/10 Volt sind...
    Wenn ich so nachdenke würd ich wohl auf die Idee kommen die Treiber zu überprüfen 8)
    Nur jetzt kommts:
    Ich bin anscheinend zu DUMM um sie zu finden.. Gucke sich mal bitte Wer die Fotos an und sage mir wo sie sind :oops:
    Ich bin auch schon auf die Idee gekommen, dass sie einfach der gleiche Transistortyp sind wie die Leistungstransistoren, aber das kann ich glaube ich ausschließen da sie alle parallel geschaltet...
    Und diese drei Mini-Viecher werdens wohl auch nicht sein....
    Tut mir leid für mein Unwissen, aber bisher hat es immer gereicht wenn ich mal ne defekte Endstufe hatte :roll:

  • weissnicht
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    • 29. November 2004 um 21:16
    • #12

    Achja, was vielleicht noch zu sagen ist:
    Der Verstärker hat eine Schutzschaltung gegen Kurzschluss in der Schaltung (also nicht nur am Ausgang!)...
    Falls weitere Fotos helfen würden sagt einfach :wink:

    Gruß
    David

    Edit:
    ich kann übrigens auch gerne die Bedienanleitung einscannen, wahlweise in Englisch oder Deutsch 8)

  • TomyN
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    • 29. November 2004 um 21:27
    • #13

    Hi,

    stimmen die Spannungen am Ausgang des Opamps im dritten Bild??? 10V könnte von einem defekten Opamp kommen, und schau auch mal das Trimmpoti daneben ganz genau an.

    Die Treibe findest du, wenn du mal rausfindest, wo die Basis der 'Leistungs' Transitoren sind, und dann mal schaust, wo die angeschlossen ist.

    Viel Spass

    Tomy

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  • Bassti
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    • 29. November 2004 um 21:54
    • #14

    Langsam mit den jungen Pferden!
    8V...10V gegen was? Masse?

    2V differenz wären plausibel wenn die Endtransis Darlingten sind
    (wovon ich ausgehe, wenn so viele parallel sind!)

    gegen was haste denn gemessen?

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • weissnicht
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    • 29. November 2004 um 22:07
    • #15

    Habe gegen Masse gemessen...
    Der Op-Amp ist definitiv in Ordnung, habe ihn auch schon ausgetauscht zur Vorsicht...
    Nach dem Poti kann ich morgen mal gucken...
    Dann gebe ich auch mal den Link zum Datenblatt der Transistoren....
    Wie man die Treiber findet weiß ich ja auch eigentlich, es ist nicht so dass ich garkeine Ahnung von der Sache hätte, dann hätte ich mich nicht an was rangetraut was mit 100 Volt Rail arbeitet....
    Nur ich finde die Treiber nicht, weil da einfach keine Transistoren ausser den Leistungstransen drin sind :roll:

  • Bassti
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    • 30. November 2004 um 10:00
    • #16

    Hmmm
    IGBTs?
    Da täten dann so kleine Zwerge zur ansteuerung reichen...

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • weissnicht
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    • 30. November 2004 um 12:56
    • #17

    So, Transistoren sind:

    2SJ 162
    TRANSISTOR AUDIO NF LEISTUNGS MOSFET; Gehäusetyp: TO-3P; Leistung: 100W @ 25°C; Spannung, Uds(V) max.: 160V; Strom, Id Dauer-: 7A @ 25°C; Strom, Idm Impuls: 7A; Transistor type: MOSFET; Wandlerpolarität: P-Kanal; Widerst

    http://www.farnell.com/datasheets/15704.pdf

    2SK 1058
    TRANSISTOR AUDIO NF LEISTUNGS MOSFET; Gehäusetyp: TO-3P; Leistung: 100W @ 25°C; Spannung, Uds(V) max.: 160V; Strom, Id Dauer-: 7A @ 25°C; Transistor type: MOSFET; Wandlerpolarität: N-Kanal; Widerstand, Rds an: 1.7R; Hers

    http://www.farnell.com/datasheets/15703.pdf

    Je Kanal 6 Pärchen, also insgesamt 12 pro Seite.

    Wenn diese Baby-Transistoren da wirklich die Treiber sein sollten liegt es daran auch nicht, die hab ich auch geprüft...

    edit: links

  • Bassti
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    • 30. November 2004 um 16:42
    • #18

    Und du bist sicher, dass da keiner hin ist?

    Wie gesagt die Spannung ohne Endtransistoren / -FETs
    gemessen ist wenig aussagekräftig, weil die sich ja
    über die Gegenkopplung den Arbeitspunkt hält...

    2V Vorspannung sind da auch drin...
    wie hast du die transistoren getestet?

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • weissnicht
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    • 30. November 2004 um 17:39
    • #19

    Einmal habe ich sie auf Durchgang und Schluss gemessen.
    Und dann habe ich sie alle komplett rausgeworfen und der Fehler ist immernoch da...
    Oder was solle ich noch messen? Wie gesagt, die totalle Ahnung habe ich sicherlich nicht..

  • TomyN
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    • 1. Dezember 2004 um 13:52
    • #20

    Hm,

    Spannung kommt auf die Schaltung an. Normale Schaltungen ziehen sich schon über die Emitterwiderstände der Treiber auf 0 V DC. Da kann man dann auch schön gucken, ob alles funzt.
    Wahrscheinlich hat es irgendwo noch nen Widerstand o.ä. erwischt.

    Tomy

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