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Yamaha 01V96 Live ???

  • Venice 2002
  • 11. Januar 2005 um 19:04
  • mischpultschorsch
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    3.503
    • 25. Januar 2005 um 09:12
    • #61

    Die Effekte beim Ohr-Pult haben z.t. eklige Rauschfahnen und sind mir persönlich nicht "dicht" genug. Die 01V96-Effekte klingen durchweg ordentlich - keine große Welt, aber brauchbar.

    ===> Du stellst Deine Monitoramps am FOH auf???? Zudem nutze ich die Auxwege auch hie und da mal für eine Mehrzonenbeschallung, bei der das Amping sinnigerweise in Lautsprechernähe steht. Dann macht der Aux-Eq eben sehr wohl Sinn.

    Wie erkennt man, ob sich es beim verwendeten Ohr-Pult um eines mit neuem (und damit wohl betriebssicherem?) Netzteil handelt? Softwarestand? Seriennummern? Aufkleber am Gehäuse?

  • ton-thorsten
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    • 25. Januar 2005 um 12:09
    • #62
    Zitat

    mischpultschorsch schrieb: ===> Du stellst Deine Monitoramps am FOH auf????

    ....hab ich das geschrieben? eigentlich nicht!! Monitoramps sind auf der Bühne, und jeweils im 4 He Rack mit 1xEQ und 1xAmp. Dadurch bin ich flexibel und kann die Racks für verschiedene Zwecke benutzen. Halt entweder für Monitor oder für kleinere Beschallungen als Hauptamp, oder aber Mehrzonenbeschallung......

    ....ab wann das neue Netzteil verbaut wurde kann ich Dir leider auch nicht sagen, aber alle in 2004 ausgelieferten Pulte sollen laut Behringer-Angabe schon mit neuem verbesserten Netzteil und neuer Software ausgeliefert worden sein. Wie es davor aussah, weiß ich leider nicht.

    Gruß, Thorsten

    Laut kann jeder................!

  • mischpultschorsch
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    • 25. Januar 2005 um 12:15
    • #63
    Zitat von "LordofSound"

    ....hab ich das geschrieben? eigentlich nicht!! Monitoramps sind auf der Bühne, und jeweils im 4 He Rack mit 1xEQ und 1xAmp. Gruß, Thorsten

    Nunja, in der Regel benötigt man den EQ ja nunmal am FOH und nicht auf der Bühne, deswegen die Irritation...

  • rockline
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    4.440
    • 25. Januar 2005 um 14:53
    • #64

    Nachdem Rockline ja nun schon eine ganze Weile so ein 01V96 stehen hat, aber bisher nur im Büro damit ein wenig rumexperimentiert hat, war ich am Sonntag damit auf einer kleinen Baustelle.
    Kleines Swingensemble mit Sängerin!

    Insgesamt gab es 9 Kanäle zu verwalten, also kleine Nummer. Ein Monitorweg reichte ebenfalls hin - alles kein Aufwand.

    Aber: mir ist sofort aufgefallen, dass die Situation auf der Baustelle im Gegensatz zum Büro sehr viel komplizierter ist. Nun habe ich auch Null Routine im Umgang mit solchen Digitalpulten, aber besonders viel Spaß hat mir die ständige Hin und Hersucherei in den diversen Ebenen nicht gemacht. Das fängt schon mit der umständlichen Routerei an (ein Poti gedreht und ein, zwei Tasten gedrückt geht schneller), setzt sich über das Equing und die mühselige Stepperei in den Compressoren fort. Irgendwie dauert so ein Soundcheck die doppelte Zeit des nötigen wie beim Analogpult!
    Ich möchte nicht behaupten das es nicht geht, und das ich das nicht hinbekommen hätte - aber ist schon alles sehr umständlich.

    Sound ist gut, keine Frage! Auch die internen Effekte reichen völlig hin, um eine kleine Baustelle glücklich zu machen. Headroom der Micamps hat mich etwas enttäuscht, davon hatte ich ehrlich gesagt mehr erwartet. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass die Kiste mehr Gainreserven als nötig hat.
    Was ich nicht auf die schnelle finden konnte war die Ansteuerung der internen Effekte mit den Auxbussen 5 - 8. Vom Routing her habe ich das zwar richtig stehen gehabt, konnte jedoch nicht die Effekte damit treiben. Ich wollte das Postfader haben (war auch so geschaltet), aber die Effekte bekamen kein Signal. Egal, habe dann auf Aux Send 3 und 4 umgeroutet und das ganze Prefade gemacht - so ging es dann für doofe auch :D !

    Insgesamt braucht man viel Mut oder entsprechende schlafwandlerische Sicherheit, um mit dem Pult locker arbeiten zu können! So ganz das wahre im Vergleich zu analogen FoH Plätzen ist das nicht.
    Vielleicht sehe ich das in einem halben Jahr anders - im Moment bin ich eher so lala Begeistert.
    Stefan

  • Toff
    Profi
    Beiträge
    349
    • 25. Januar 2005 um 15:08
    • #65

    So, da der liebe Thorsten ja nun drauf hingewiesen hat, und ich selbst schon wüste Andeutungen gemacht habe, hier der kleine Bericht über einen netten Absturz des 01V96 V1:

    Vorgeschichte: Meine erste Begegnung mit dem 01V96 war dann gleich die doch recht exotische Situation, dass ich mit dem Pult, zwei Laptops, zwei WLAN-Karten und einer Desktopspiegelung einen kleinen Job wireless mit der Maus gemischt habe - Pult auf der Bühne, ich nur mit akkubetriebenem Laptop an einem kleinen Stehtisch im Zuhörerbereich (einige Besucher haben mich gefragt, ob ich mich in der Bar nicht lieber amüsieren wolle, anstatt auch hier noch Computerarbeit zu erledigen...). Das hat reibungslos geklappt, ich fand das Ganze damals genial, kam mir unheimlich toll vor und war so richtig begeistert vom 01V96, weil es mittels der Laptop-Anbindung und der Studio-Manager-Software so etwas möglich gemacht hat.
    Ich erwähne das, damit niemand auf die Idee kommt, ich wäre dem 01V96 gegenüber voreingenommen.

    Monate später dann folgende Situation: wiederum kleiner Job, dasselbe Pult, diesmal draussen, diesmal kleines Multicore zur Bühne, tierisch volle Location, circa 500 Zuhörer. Entspannter Job mit Band, die ich im Schlaf mischen kann und auswendig kenne, daher feedbacktechnisch meilenweit von kritischen Feedback-Bereichen entfernt.
    Auf einmal baut sich ein Feedback auf, irgendwo zwischen 1 und 3 kHz. Spontane Reaktion: In das AUX-Send-Layer, die Monitor-Send-Fader minimal nach unten bewegen. Nichts passiert - Feedback wird lauter. Panik meldet sich an - Reaktion: alle AUX-Sends komplett aus, Master komplett runter. Nichts passiert - Feedback mittlerweile auf voller Ampleistung. Letzter Versuch: Alle Kanäle muten - nichts passiert. Die Leute halten sich mit schmerzverzerrten Gesichtern die Ohren zu, die Musiker gucken mittlerweile sehr gequält und haben längst die XLR-Stecker aus allen Mikros gezogen. Volles Feedback, Amps gehen ins Limit, teilweise sprechen Schutzschaltungen an. ENDLICH komme ich auf den richtigen Gedanken und ziehe den Netzstecker des 01V96...
    Tja, der Gedanke, dass ein Pult sich völlig verabschiedet und sehr wahrscheinlich intern in irgendeinem AUX-Return den "eigenen" AUX-Send voll aufgemacht hat, und dann komplett das User-Interface abschaltet, war mir halt neu, so dass ich eben erst nach den oben beschriebenen "analogen" Reaktionen auf die Idee komme, das Pult vom Netz zu trennen.
    Das Ganze war mir sowas von unangenehm - und selten habe ich 500 vernichtende Blicke gleichzeitig geerntet :) .
    Zuhause dann das Pult nochmal angeschlossen, um nachzugucken, ob ich nicht doch irgendeinen Fehler gemacht habe, nichts gefunden, und daraufhin öffentlich die Version verbreitet, dass leider das Pult abgestürzt sei. Trotzdem blieben innerlich Zweifel, bis dann der Kollege, von dem ich das Pult geliehen hatte, mir zwei Monate später von einem ähnlichen Vorfall auf einer seiner Veranstaltungen berichtete - und lapidar (o.k.: und ironisch...) meinte, dass man dann halt alle zwanzig Jobs mal kurz das Pult vom Netz trennen müsse...

    Ich finde das Yamaha Pult nachwievor gut, habe aber wegen des genannten Vorfalles mittlerweile lieber das Behringer DDX dabei - gebranntes Kind halt.

    Bei aller (teils berechtigten) Meckerei bezüglich der Betriebssicherheit gegen das Behringer Pult sollte man bedenken, dass Digitalpulte (noch?) scheinbar generell anfällig für derartige Komplettabstürze sind. Ebentuell liegts ja auch nur an der Preisklasse der hier verhandelten Geräte, andererseits lese man doch den Thread im Profi-Brett, in dem auch von Ausfällen bei größeren und höherpreisigen Konsolen berichtet wird.

    Gruß vom Toff

  • WolfgangK
    Profi
    Beiträge
    531
    • 27. Januar 2005 um 15:05
    • #66
    Zitat von "Toff"

    ... Das Ganze war mir sowas von unangenehm - und selten habe ich 500 vernichtende Blicke gleichzeitig geerntet :) .

    Hi Toff,
    ich möchte da nicht in deiner Haut gesteckt haben, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass ich mich dann am liebsten unsichtbar machen würde, was aber nicht klappt, und ich dann doch wieder Werbung für General Electric mache :oops:
    Wolfgang

    ps: Wie hast Du die Veranstaltung gerettet? Lief das Pult nach dem Ausschalten-Einschalten wieder hoch? Waren die Einstellungen noch erhalten? Hattest Du ein "Havariepult"?

    EDIT: Könnte es ggf. an einer zu langen Verbindung vom Laptop (FoH-Platz) zum Pult (Bühne) gelegen haben? War die Konstellation bei dem anderen Absturz auch so?

    Viele Grüße
    Wolfgang

    Ton: Neuman KM18x, Yamaha DM7, LAB-Gruppen IPX/PLM+, Kling&Freitag CA1215, Line212, SWx15E, ...

    Licht: GrandMA 3 compact, GLP X4, ...

  • Toff
    Profi
    Beiträge
    349
    • 27. Januar 2005 um 18:27
    • #67
    Zitat von "WolfgangK"

    ps: Wie hast Du die Veranstaltung gerettet? Lief das Pult nach dem Ausschalten-Einschalten wieder hoch? Waren die Einstellungen noch erhalten? Hattest Du ein "Havariepult"?

    EDIT: Könnte es ggf. an einer zu langen Verbindung vom Laptop (FoH-Platz) zum Pult (Bühne) gelegen haben? War die Konstellation bei dem anderen Absturz auch so?

    Das Pult lief danach wieder, allerdings musste ich es noch ein weiteres Mal "reseten". Die Einstellungen waren noch da.
    Bei dem Job mit der Funk-(!)Verbindung von Laptop zum Mischpult auf der Bühne ist ja gar nix schief gegangen; bei dem Job, bei dem das Pult abstüzte, war gar kein Laptop am Start, sondern es lief ein gewöhnliches analoges 24-Kanal-Kupfermulticore zur Bühne :wink: .
    Es grüßt der Toff

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