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  5. Licht

Simulation Sonnenlicht durch Xenon-Lampen

  • 4Art
  • 24. Januar 2005 um 10:19
  • 4Art
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    • 24. Januar 2005 um 10:19
    • #1

    Wir haben eine Anfrage für eine Industrie-Festeinstallation bekommen. Dabei geht es darum, Sonnenlicht auf einen Punkt von 1 m2 in einer Projektionsdistanz von 3 - 10 Metern zu simulieren. In Bezug auf das Farbspektrum eignet sich dafür ja Xenon-Licht am besten. Entsprechende Leuchtmittel sind z.Bsp über LMP erhältlich. (500 - 4000 Watt). Nun meine Fragen:

    1. Gibt es tatsächlich keine Möglichkeit, Xenon-Licht elektronisch zu dimmen (und zwar Flicker-Free!).

    2. Welche Lampen würden sich für die Aufnahme von Xenon-Licht eignen? Allenfalls mit mechanischem Shutter, falls elektronische Dimmung nicht möglich!

    Danke! Ach ja: Wie immer bei Industriesachen - das Zeug sollte bis vorgestern angeboten werden, gestern geliefert und heute kam die Anfrage. Also - es eilt ein bissele...

  • 4Art
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    • 24. Januar 2005 um 10:40
    • #2

    Ach ja - die Frage ist möglicherweise etwas - sagen wir mal - sehr speziell. Allenfalls wäre ich auch froh um Hinweise, in welchen Foren ich nachschauen können - aber bitte nicht das Lichtler-Forum. Habe keine Lust, nach der Registrierung jeden Tag etwa 350'000 Mails zu erhalten...

  • Carm
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    • 24. Januar 2005 um 11:04
    • #3

    tja - allerdings finden sich im lichtler-forum eben wirklich einige fachleute die einem da weiterhelfen könnten.

    hier im forum kann ich dir als xenon-fachmann lediglich den user wellenfront empfehlen

    da deine installation offensichtlich (auch) zu forschungszwecken gebraucht wird und du dich scheinbar nicht mit xenontechnologie auskennst würde ich dir empfehlen das entsprechenden fachleuten zu überlassen oder diese zumindest hinzuzuziehen. mit lichttechnik wie sie hier diskutiert wird hat das nur noch wenig zu tun.

  • 4Art
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    • 24. Januar 2005 um 11:08
    • #4

    Eben drum... Leider habe ich bei den hiesigen Vertrieben noch keine entspechenden Fachleute gefunden! (so nach dem Motto: Was haben bitte Autolampen in der Forschung zu suchen...) Wobei ich das ganze eine extrem interessante Technolgie finde und gerne möglichst viel dazulernen möchte.

    Also: Falls Wellenfront den Threat liest, wäre ich froh um Hinweise. Vielleicht gibt's ja auch noch andere User, welche an der Fragestellung interessiert sind.

  • Leuchtturm
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    • 24. Januar 2005 um 11:15
    • #5

    Setz dich doch mal mit den Herstellern von Xenon-Lampen in Verbindung, in Deutschland am besten mit Osram! Die können dir sicher weiterhelfen! Geht es eigentlich um die kleinen Xenon-Lampen, wie wir sie aus Autos und Strobos kennen oder wirklich heftige (wie sie in Kinoprojektoren zum Einsatz kommen).

    Es könnte übrigens gut sein, dass man Xenon dimmen kann, Entladungslampen gibt es ja auch, wo das geht und mein Xenon-Stroboskop kanns auch (da muss es aber nicht unbedingt Flickerfrei sein)

    Grüße

    Andi

    Das Licht am Ende des Tunnels ist auf Kanal 218-232!

  • 4Art
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    • 24. Januar 2005 um 11:22
    • #6

    Ne, es geht definitiv um die grossen Lampen (so à la 3 x 1600 Watt oder 6 - 8 x 500 Watt).

    Der Versuchsaufbau ist eigentlich sehr simpel: In das Labor wird ein Traversen-U gestellt, an welchem die Lampen befestigt sind. Dieses U ist irgendwie (B x H) 6 x 3 Meter gross.

    An diesem werden die Lampen befestigt und projezieren aus einem Abstand von rund 5 Metern auf eine Fläche von 1 m2. Ziel ist es, ein möglichst homogenes Licht von rund 100'000 Lux zu erzeugen.

    Durch das U hindurch projeziert ein Vermessungslaser, der auf einer Schiene montiert ist (also fahrbar) sein Licht ebenfalls auf diese Fläche. Durch die Xenenstrahler (welche ja definitiv durch ihr Spektrum dem Sonnenlicht am nächsten sind) sollen Irritationen des Lasers simuliert werden.

  • hink
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    • 24. Januar 2005 um 11:40
    • #7

    Also in der Forschung heißen die Dinger schlicht "Sonnensimulator", da ergoogelt man auch eine Menge. Sind wohl mit Metallhalegonid Lampen (zB Osram) ausgestattet. Ich kann morgen mal im Nachbarlabor nach einem Hersteller fragen.
    Gruß hink

  • Markus Verza
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    • 24. Januar 2005 um 20:46
    • #8

    Die Lampen die im Spectrum dem Sonnenlicht am nächstem kommen sind die HMI Lampen. Die Xenon Lampen sind zu blau. HMI läst sich bis ca. 50% Dimmen

  • Sven M
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    • 24. Januar 2005 um 22:13
    • #9

    Ich glaube das ist überhaupt nicht so das klassische RnR Licht Gebiet. Bei Bedarf kann ich dir Kontakte in die Solarforschung vermitteln, die müssten wissen wie das geht.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Carm
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    • 24. Januar 2005 um 22:38
    • #10

    wer schonmal space-cannons etc im einsatz gesehen hat dürfte auch wissen dass xenonbrenner eindeutig regelbar (dimmbar) sind. allerdings nicht wie halogen-metalldampflampen über die spannung. xenonbrenner besitzen einen strom-steuer-bereich innerhalb dessen sie regelbar sind.

    xenonlampen verfügen auch über den besten farbwiedergabeindex und die besten spektralen farbeigenschaften aller leuchtmittel weshalb sie eben in forschungsbereich zur simulation von sonnenlicht herangezogen werden. desweiteren folgen xenonlampen im bereich des sichtbaren lichts (ca 380-780nm) am besten dem sog. planckschen strahler (6000k farbtemperatur) womit sie wie mittags-sonnenlicht nahezu reinweiss erscheinen. die farbtemperatur der xenonlampen ist auch unabhängig von dimm- bzw. boost-zustand der lampe.

    im netz gibts einige interessante seiten zu xenontechnik in forschung und medizin die auch die allgemeinen grundlagen (brenner, ansteuerung etc.) behandeln. einfach mal google bemühen...

  • Wellenfront
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    • 24. Januar 2005 um 22:48
    • #11

    Hallo
    MiniXenon LampeninAutos Taucherlampen etc sind eigendlich keine Xenonlampen sondern normale Metalldampflampen.
    Xenongas hat bei diesenLampennur die Funktion beim Einschalten sofort etwas Licht zu erzeugen,bis die Hg verdampfung stattgefunden hat.Der Startvorgang wird auch noch durch ne Verbogende IU Kennlinie unterstützt,daher mehr I bei wenig U
    Sie haben eher ein HMI Spectrum.

    Normale Xenonlampen sind dimmbar in grenzen,da bei zu geringen Strom die Plasmakugel ihren Abstand zur Kathode verringert und das zum Schmelzen des Wolframs führen kann.
    Subjektiv würde ich sagen ,dimmbar auf halbe Lichtleistung.


    Ansonsten gute Idee:-)

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • 4Art
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    • 25. Januar 2005 um 08:18
    • #12

    Herzlichen Dank für die Feedbacks! Natürlich ist mir bewusst, dass diese Art Licht nicht unbedingt etwas mit Veranstaltungstechnik zu tun hat. Auf der anderen Seite kommen die meisten technologischen Entwicklungen für den Privatbereich auch aus der militärischen Forschung :D

    Wenn vor - sagen wir mal 10 Jahren - jemand gesagt hätte, dass LED-Licht sich anfängt auf VA-Bühnen durchzusetzen, hätte man ihn wahrscheinlich auch für verrückt erklärt! Daher macht - im Sinne einer allgemeinen Weiterbildung - auch mal ein Threat Sinn, wo nicht unbedingt über Endstufen und Behringer gestritten wird.

    Wellenfront: Sind Dir Lampengehäuse für mittlere Xenonbrenner bekannt? Das was ich bis jetzt beim googeln gefunden habe, sind lüftergekühlte, abartig teure Industriegehäuse... (+/- 5000 Euro excl. Brenner etc....). Das ist selbst diesem Kunden zu teuer.

    "Subjektiv dimmbar auf halbe Leistung" - also analog HMI etc. Nur - welche Dimmer eignen sich für so was?

  • Wellenfront
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    • 25. Januar 2005 um 09:50
    • #13

    @Verza
    Wer schreibt denn soetwas?
    HMI besser Xenon als Sonnensimulation.......ähhm??

    Ich würde eine Verfolgerspot gebraucht kaufen,son Strong Supertrooper etc.
    Mit einem Reinen Lampengehäuse ist es ja nicht getan.

    Gruss

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • Carm
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    • 25. Januar 2005 um 10:14
    • #14

    also mit nem herkömmlichen dimmer so a la 2kw stufenlinse geht da gar nichts. du brauchst für den brenner einn vorschaltgerät ebenso wie bei allen anderen entladungslampen das zum einen die versorgungsspannung/strom während dem betrieb bereitstellt, die drosselfunktion übernimmt sowie die zündspannung bereitstellt.

    besonderheit bei xenon ist dann noch dass diese brenner mit gleichspannung bei relativ geringer spannung in verbindung mit hohen strömen betrieben werden - du brauchst also auch noch einen entsprechenden gleichrichter.

    von welchen herstellern sowas angeboten wird - keine ahnung. die idee von wellenfront mit dem supertrooper ist gar net so schlecht. oder halt spacecannon gebraucht - da ist allerdings das gehäuse (sofern man die plastiktonne so nennen will) nicht "so toll".

  • 4Art
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    • 25. Januar 2005 um 12:30
    • #15

    Tja, Verfolger mit 2, 3 oder 4000 Watt mit Xenon Technologie gibt's ja ab und zu... Nur: Die Dinger sind ja in Bezug auf Optik für lange Distanzen ausgelegt (ist ja logisch). Da eine maximale Projektionsdistanz nur auf 10 Meter möglich ist, wären halt Geräte mit 500 Watt oder 1000 Watt, welche extrem eng fokussierbar sind, die geeignete Wahl.

    LMP hat auf jeden Fall innerhalb der letzten 6 Jahre noch keine 500 Watt-Xenen-Lampe verkauft... Deshalb konnten Sie mir auch keinen User empfehlen.

    Ich versuche jetzt mal, heute Nachmittag bei Osram etwas herauszufinden. Wenn die schon die Leuchtmittel anbieten, müsste es dazu ja auch Scheinwerfer geben. Komische Sache...

  • 4Art
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    • 25. Januar 2005 um 16:49
    • #16

    http://www.xenotechusa.com/

    Gibts für das einen Vertrieb in Deutschland/Schweiz/Oesterreich???

  • Carm
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    • 25. Januar 2005 um 22:40
    • #17

    kenne die firma leider nicht. aber schreib denen doch einfach ne mail?

    zum thema xenon im showlichtbereich fällt mir ansonsten noch a&o lighting in D ein http://www.ao-lighting.de

  • Markus Verza
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    • 25. Januar 2005 um 22:42
    • #18

    @ Wellenfront
    Besorg dir bitte einmal eine Spektrale Strahlungsverteilung des Tageslicht, einer HMI Lampe und eines Xenon Brenners.
    Dabei sollte dir auffallen das der Xenonbrenner gegenüber dem Tageslicht eine unterschiedliche Verteilung hat. Der HMI Brenner bildet das Tageslich recht genau nach. Für diese Entwicklung hat die Firma Osram im übrigen nach meiner Erinnerung auch einen Oskar erhalten.

  • TBF
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    • 25. Januar 2005 um 22:59
    • #19

    :shock:

    merkwürdig nur, dass für farbreine projektion / CRI erfordernde Anwendungen wie z.b. die "unbedeutende Anwendung Kino kein HMI verwendet wird - hmi hat fast die schrecklichste Spektrale verteilung man beachte kontinuierlich - linienspektrum

    Falls der Threadstarter auch noch wissenschaftliche untersuchungen durchführen möchte ist es insbes. wichtig dass eineGleichstromlampe verwendet wird nichtbei allen aber beivielen Anwendungen- flicker /interferenz

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

  • Markus Verza
    Verifiziert
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    • 25. Januar 2005 um 23:08
    • #20

    Wie soll man den mit einer mit Wechselstrom betrieben Lampe eine Projektion machen. Das geht nicht. Von daher hat dieser Anwendungsfall nie zu Debatte gestanden. Filmaufnahmen, Crashtest usw werden aber fast ausschließlich unter HMI Licht gemacht.

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