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  5. Boxen und Amps

Endstufenleistung vs. Belastbarkeit von Chassis???

  • Hitower
  • 17. Februar 2005 um 13:46
  • Hitower
    Verifiziert
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    1.457
    • 17. Februar 2005 um 13:46
    • #1

    Hi

    Wir hatten heute eine kleine "Meinungsverschiedenheit" in der Schule!

    Es geht um die Anpassung von Endstufen und Lautsprechern!

    Dazu sagt das Schul-Buch "das P.A. Handbuch" von F.Pieper:

    "In der Praxis ist es üblich, die Lautsprecher überzudimensionieren. Deren Nenn- oder RMS-Belastbarkeit muss dabei deutlich über der Maximalen Leistung der Endstufe liegen" (S.227)

    Weiterhin heißt es die Endstufe soll bei Vollast in etwa 60-70% der Leistung des Lautsprechers können!

    Ich hingegen war der Meinung:

    Andersrum: Endstufe soll mehr Leistung haben, als der Lautsprecher vertragen kann

    Im Buch "Handbuch der PA Technik" von R.Beckmann steht dieses auch (S.140):

    "Die Leistung der Endstufe soll der Belastbarkeit von Lautsprechern angepasst werden. Dazu muss die Endstufenleistung der Lautsprecherleistung entsprechen, besser noch etwas darüber liegen...Eine kurzeitige Überlastung mit einem Sauberen Signall zerstört oder schädigt einen Lautsprecher in den Seltensten Fällen. Viel gefährlicher sind Endstufen mit zu wenig Leistung, die dann häufig verzerren."

    Ich bin halt auch der Meinung: Lieber den Amp im Grünen Bereich fahren und wissen was meine Lautsprecher abkönnen, als andersrum...

    Kombination von Outline Topsub Plus (1400W RMS)bzw Victor Live (1400 W RMS) und Outline 6.5 (1700W RMS@4 Ohm) kenn ich und es ist Top...

    Wie ist es bei euch?

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • pm-acustics
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    3.542
    • 17. Februar 2005 um 14:03
    • #2

    Hi

    Du hast recht ! Das erste Buch ist wohl etwas "veraltet"....

    Grüßle

    Sven

    PISA! die Freiheit nehme ich mir ! ;)

  • DJ Detto
    Profi
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    2.178
    • 17. Februar 2005 um 14:10
    • #3

    LOGISCH!!!

    Lieber einen großen sauberen Sinus als ein verzerrtes Rechteck auf die Pappe!!!

    Was habt Ihr da für Bücher..........

    Warscheinlich ein Theoretiker!! 8)

    Detto

    PS Natürlich nicht 2 kW Amp an 500 Watt Pappe - das auch nciht außer man kennt sich aus!!

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • mgt
    Beiträge
    185
    • 17. Februar 2005 um 14:21
    • #4

    Eben, kann mich da nur anschließen.
    Komisch, die Gesetze der Physik sind doch schon immer die gleichen, wie kommt es dann zu solchen Behauptungen??? Sehr seltsam!

  • treibsand
    Verifiziert
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    Marktplatz Einträge
    1
    • 17. Februar 2005 um 14:32
    • #5

    Spätestens seit Controller das Ampsignal vor und hinter dem Amp controllieren sollte sich das mit zuwenig Ampleistung erledigt haben.
    Lieber das saubere Signal bis über die Chassisbelastbarkeit hinaus, als das frühe Clippen/Zerren und den dann begrenzenden Controller.

    Aber auch vor Kauf meines ersten Controllers hab ich lieber zuviel Ampleistung gehabt. Schliesslich stimmt die Angabe auf den Amps (T-amp & Co) weitaus seltener, als das ein Markenchassis bei Max belastung sofort tot umfällt...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Sound-Klinik
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    • 17. Februar 2005 um 15:34
    • #6

    ... allgemein kann man das nicht beantworten.

    Grundsätzlich bekommt der LS - bei einem Musiksignal - nicht die Sinusleistung der Endstufe übergebraten (Dynamik !) ... d.h. die mittlere Leistung, die der Lautsprecher "verbraten" muß, liegt wenigstens um den Faktor 10 unter der max. Endstufenleistung.

    Mit Einsatz von Kompressoren erhöht sich die Leistung am Lautsprecher (weniger Dynamik !).

    Bei Lautsprechern unterscheidet man einmal die mechanische ("zuviel Hub" ...) und elektrische ("zuviel Temperatur" ...) Leistung.

    Bei "richtigen" Hörnern liegen die Probleme eher bei zu hohen Temperaturen und ggf. Abriß (heute seltener) der Schwingspule vom Konus.

    Bei BR- und BP-Kisten liegen die Probleme eher im mechanischen Bereich durch zuviel Auslenkung (zu geringe akustische Bedämpfung ...).

    ... so ... dies nur mal "ganz grob" ...
    :wink:

  • Hitower
    Verifiziert
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    1.457
    • 17. Februar 2005 um 19:23
    • #7

    Hi

    Danke für die meinungen! Mit den Tendenzen hab ich gerechnet...

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • montarbo
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    1
    Beiträge
    758
    • 18. Februar 2005 um 21:03
    • #8

    Außnahme:
    Gitarrenboxen
    :D:D
    Da sind die Verzerrungen ja erwünscht :shock:
    Und die Chassis entsprechend überdimensioniert

    ceterum censeo functionum unum esse utendum
    Im übrigen bin ich der Meinung, dass Funktion One verwendet werden muss.

  • TechNix
    Beiträge
    218
    • 18. Februar 2005 um 22:22
    • #9

    Nun ja, aber ich persönlich würde sagen, so lange man weis, was man tut, und mit seinem Material umgehen kann, ist es wohl relativ Egal, wierum dimensioniert ist, so lange einem das, was raus kommt am schluss reicht.
    Und wenn jemand mit dem totalen Nulldurchblick an den Knöpfen dreht, dann kann man wohl in der einen, wie in der anderen Konstellation die Speaker zu tode Quälen.....

    Möchtegern Hobbykistenschlepper

  • aleister
    Beiträge
    1.657
    • 19. Februar 2005 um 07:18
    • #10
    Zitat

    Außnahme:
    Gitarrenboxen

    Da sind die Verzerrungen ja erwünscht
    Und die Chassis entsprechend überdimensioniert


    von wem hast du den diese weisheit?
    also mein röhrenamp zerrt in der vorstufe- und wenn ich meine endstufe aufreisse, dann fährt sie schön in die sättigung(kompression) hat aber rein garnichts mit verzerrung zu tun. nur schade, dass das dann mit infernalen lautstärken einhergeht :D . aber leider taugen die ganzen powerbreaks nicht sehr viel-klangverfälschung!
    deshalb auch die gitarristennotlüge: ich hab´ doch schon leiser gedreht. :oops:

  • willi2
    Beiträge
    1.089
    • 19. Februar 2005 um 10:59
    • #11

    hi,
    meine erfahrungen - gutes chassis vorausgesetzt:

    RMS Chassis x 2 = RMS Leistung Amp.
    wobei die peakleistung eines amps enscheidender ist den wir verstärken ja musik mit so 10db crest.
    darum funktioniert zB. so ne powersoft digam 7000 im bass wirklich gut.

    Gruß
    willi2
    ... lass mal das mit der richtigen LS Auswahl, Physik brauch mer nimmer, regelt alles unsere Wunderelektronik

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
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    • 19. Februar 2005 um 12:12
    • #12
    Zitat von "willi2"

    ... RMS Leistung Amp ...

    ... komisch ... und ich dachte immer, daß Endstufen mit Sinussignalen gemessen werden, um die max. Leistung bei entsprechendem Klirr zu ermitteln ...).

  • Hitower
    Verifiziert
    Beiträge
    1.457
    • 19. Februar 2005 um 12:18
    • #13

    Hi

    RMS Leistung und Klirrmessung geht nicht so gleichzeitig?

    Bei Sinusmeßungen kenn ich es, aber RMS Messungen kenn ich so auch nicht...

    Wäre aber auch gut, das zu wissen...

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 19. Februar 2005 um 17:22
    • #14
    Zitat von "Hitower"

    RMS Leistung und Klirrmessung geht nicht so gleichzeitig?

    Daß LS Messungen mit Sinus-Signalen etwas heikel sind, würde man spätestens bei der Messung von Mittel-/Hochtönern merken (... und plötzlich ward es still ... :? ).
    Daher mißt man LS üblicherweise z.B. mit rosa Rauschen.

    Bei einer Endstufe ist die maximale Leistung u.a. (... natürlich gibt es auch noch Grenzen beim max. Strom ...) dadurch begrenzt, daß einfach nur eine max. Spannung zur Verfügung gestellt wird ... und kein Spitzenwert eines Ausgangssignal kann diesen Wert überschreiten (sonst gibt es "clipping" ...) geschweige denn überhaupt ganz erreichen (wg. Innenwiderstände z.B. der Transistoren etc.).

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