Moin,
Zitate von Winterheart:
ZitatDas Einzige, was mir auffällt, ist, das sich am Hornmund, ganz oben rechts ein Schnellemaximum einstellt.
habe ich auch gesehen, solche Dinge finde ich irre spannend, das geht nur mit Finiten Elementen, sowas sichtbar zu machen und vielleicht beim Entwurf zu berücksichtigen.
ZitatKannst du mir bitte erklären, an was in den 2 Gifs du genau erkennst, daß es sich um einen Bandpaß handelt?
unter anderem daran:
ZitatWas man aber sehr gut sehen kann ist, das die Geschwindigkeit im Horn zur Anregergeschwindigkeit ca. 90° verschoben ist
Eine Luftsäule die sich aufschwingt ist bei höheren Frequenzen zu träge um noch mitzukommen....das Wesen eines akustischen Tiefpasses, der Hochpass entsteht durch die Rückkammer, welche die Membranschwingung über die bei tiefen Frequenzen zu steife Luftfeder hemmt und das bei tiefen Frequenzen fehlende Aufschwingen der Luftsäule. Somit ist das HD15 ein Bandpass ...
ZitatDesweiteren kann man ja noch gut erkennen, das der 1/4 Kreis als Hornkontur falsch ist, da der Rest der Krümmumg, nahe am Hornmund fast nicht mehr mitwirkt.
Bei der Schnelle nicht mitwirkt, beim Druck schon
gerade deswegen halte ich Deine Arbeit für extrem wichtig, denn Du kannst auch den Übergang zum Raum und die Auswirkungen verschiedener Schnelle/Druck- Zusammenhänge simulieren.
Mit dieser Entdeckung halte ich die hier im Forum auch unter den absoluten Gurus verbreitete Behauptung: "es gibt einen festen Zusammenhang zwischen Druck und Schnelle, nur die Phasenlage entscheidet über Wirk und Blindleistung" für fundiert widerlegt. In der Nähe der Rundung ist zwar relativ viel Druck aber relativ wenig Schnelle....
Der Mensch nimmt über die Körperbehaarung und Kleidung auch Schallschnelle wahr. Ein Mikrofon misst nur und ausschließlich den Druck. Das gereicht nur im Fernfeld, wo Druck und Schnelle immer um 90° phasenverschoben sind zur Beurteilung. Im Nahfeld ist das komplizierter, Phasenlagen, Blind und Wirkleistung gibts elektrisch und auch bei Schall. Das führt dazu, daß Hörner zwar erfahrungsgemäß eine größere Reichweite haben, die einen aber sagen: stimmt nicht, kann nicht sein, hängt nur mit der Stackgröße zusammen, und die anderen: aber ich weiß doch, daß es so ist.
Wie gut ist Deine "Luft" ? Ist die Gasgleichung berücksichtigt ? Extremwerte Vakuum/Verflüssigung ? Kann man auch Stoßwellen, wie sie zum Beispiel Sprengkörper produzieren simulieren ? Die Einflüsse der Nichtlinearität des Gases Luft sind im Lautsprecherdesign bisher nie berücksichtigt !!
Ich erhoffe mir von Deinen Simulationen Aufklärung. Ich bin gespannt.
Gruß