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Rider und die Realität

  • salt
  • 20. Mai 2005 um 11:04
  • ADMIN
    Administrator
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    • 20. Juni 2005 um 00:46
    • #121
    Zitat von "bertZ"

    ADMIN:

    wäre es vielleicht möglich, eine rubrik zu eröffnen, wo man einfach die URL zu seinem rider posten kann, um ihn dann von den kollegen zerpflücken zu lassen, so a la "das fehlt, das kriegst du niemals..." usw.???

    Ich glaube, ein Mangel an Brettern ist nicht das größte Problem des PA-Forums... :wink:

    Einfach in's Praxis-Brett.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • AFi
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    • 23. Juni 2005 um 14:45
    • #122

    Tag.

    Zu allererst möchte ich noch ein paar Worte zum eigentlichen Thema verlieren:

    1) Das Material, dass Ihr aufgetrieben habt, ist soweit für die VA in Ordnung! Das einzige wirkliche Manko sind die Ohringer-Monitore. Leiht Euch etwas Brauchbares dazu und es passt. Mit dem Material im Siderack, auch den Ohringer-Geräten, sollte man im Rahmen dieser Veranstaltung arbeiten können.

    2) Die Dachkonstriktion würde von uns Hauptberuflichen so keiner hinstellen und dafür unterschreiben, das ist klar. Letztendlich liegt die Veranstwortung aber hier ganz beim Veranstalter, der ja wohl auch für die Technik zuständig ist (wenn ich das richtig verstanden habe). Von daher: Wenn er es so machen will oder aus Kostengründen machen muss, soll er es tun. wenn die Geschichte dann von den Behörden in der Form für "in Ordnung" befunden werden, haben wir hier im PA-Forum NICHTS mehr zu melden! Denn auf der einen Seite wollen wir Kontrollen durch die zuständigen Ämter, auf der anderen Seite akzeptieren wir deren Entscheidungen in solchen Fällen dann nicht. Das ist mal wieder widersprüchlich.

    3) Man sollte JEDEN Veranstalter nach bestem Wissen und Gewissen unterstützen und mit Informationen versorgen, vielleicht ist er morgen unser eigener Kunde!?!?

    4) Es gibt ein Budget, für das es gilt diese VA durchzuführen. Mehr ist nicht da, fertig. Natürlich können sich die Pros jetzt wieder hinstellen und sagen "für das Geld machen wir es nicht", "das ist viel zu wenig" etc. Hallo, wo leben wir? Das Schlaraffenland für und VT-Dienstleister gibt es längst nicht mehr, das wollen hier wohl einige nicht war haben! Die Aldi- und Geiz-Ist-Geil-Mentalität drängt keiner durch Blockade-Politik zurück. Wenn's keiner aus deutschland für den Preis macht, macht es eben eine Firma aus dem Ostblock (gerade letztens wieder gehabt). Hoch lebe die EU und die Globalisierung!!!

    Zur Rider-Problematik:

    1) KEIN Veranstalter ließt sich einen Vertrag komplett durch und versteht ihn auch in allen Punkten. Ich stelle diese Behauptung einfach mal auf. Genausowenig wird KEIN Veranstalter einen technischen Rider auch nur im geringsten vollständig verstehen. Behaupte ich ebenfalls.

    2) Der Veranstalter bucht die Band, die als Vertragsbestandteil den technischen Rider dazulegt. Der Veranstalter mietet dann bei einer Ton- und Licht-Company Etwas an (ich sage bewusst Etwas!). In diesem Falle ist nicht die Band der Kunde der PA-Company! Bewahrt mal die Geschäftskette! Der Veranstalter ist Kunde der PA-Company und bekommt das geliefert was er bestellt und auch bezahlt (sehr wichtig!). DIE BAND ist hier in KEINEM Fall Kunde! Warum auch? Sie wird vom Veranstalter gebucht und bezahlt, also ist der Veranstalter Kunde der Band! Dreht Euch die Geschäftskette nicht so, wie Ihr sie haben wollt, das funktioniert nicht. Ich zitiere mal das Management einer bekannten deutschen Band: "Es wäre schön und auch für den Erfolg Ihrer Veranstaltung wünschenswert, wenn die technische Ausrüstung an Ton und Licht unseren Anforderungen entsprechen würden. Sollte das nicht sein, ist es nicht unser Problem, wir blamieren uns nicht vor dem Publikum, sondern Sie als Veranstalter." Als ich dies zum ersten Mal hörte, dachte ich auch, die haben sie nicht mehr alle. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr verstand ich den Sinn und auch die oben schon erwähnte Geschäftsverbindungen (aus betriebswirtschaftlicher Sicht). Da könnte man dann durchaus noch ein paar Parteien einbauen, z.B. das Publikum. Lassen wir das, sollte auch so jeder verstehen, worauf es hinaus sollte. So langsam sollte es JEDEM klar sein, dass die wenigsten Veranstalter eine Veranstaltung durchführen, weil sie sonst nix zu tun haben! Es geht auch hier nur um eines: Geld verdienen! Da sind Veranstalter auch nicht anders als wir Beschaller. Wenn dem trotzdem so wäre, könnten wir unser "amtliches" und "teuer zusammengekratztes" Material auch mal für wenig oder lau hinstellen. Macht ja auch keiner. Also versucht mal, die Veranstalter zu verstehen. DIE sind normalerweise Eure Kunden, nicht umgekehrt! Und auch Veranstalter müssen ihre Familien ernähren.

    3) Wer glaubt, dass ein Veranstalter einen Künstler bucht, weil er ihn und seine Musik/seine künstlerische Darbietung so super toll findet, der glaubt wahrscheinlich auch noch an den Christmann und das Weihnachtskind.

    4) Macht nicht die Companies, und mögen sie noch so klein sein, verantwortlich für die Low-Budget-Mentalität der Veranstalter! Die stellen meistens eben das hin, was sie bezahlt bekommen. Der Veranstalter kann doch gar nicht abschätzen, ob das bestellte Material für den Künstler und die VA genügt. Vielleicht müssten eben mal die Rider umformuliert werden oder einfach in den gastspielverträgen klar gestellt werden, was mit dem Rider und dem darin aufgeführten Material zu geschehen hat!?!? Sobald es dem veranstalter ans Geld geht, denkt er eben darüber nach, was er davon hat, wenn er mehr in "ein paar Boxen und ein paar Lampen" investiert. das hat ja weiter oben schon jemand sehr treffend geschrieben.

    5) Die Party-Nasen können seltenst diese VAs bedienen, werden aber immer wieder herangezogen, um es "zu versuchen". Warum? Überlegt mal. Wenn die "Pros" in ihren Ridern für einen relativ kleinen Act (vom Bekanntheitsgrad) für eine 2.000pax-Gechichte schon Material für Mietpreise um die 10.000,- EUR anfordern, dann macht sich eben der Veranstalter schonmal Gedanken darüber, ob es SEINER Meinung nach überhaupt notwendig ist. Das kann keiner verhindern und es ist sein gutes Recht, denn ER ist ja der Kunde!

    6) Der technische Rider sollte eine Richtlinie darstellen, damit der Material-Lieferant weiß, wo er zu Hause ist! Jungs, Ihr werdet dafür bezahlt, eine Dienstleistung abzuliefern (z.B. ein Konzert zu spielen), Ihr seid nicht beim Wunschkonzert mit Dieter Thomas Heck und könnt eine unendliche Wunschliste abgeben! D.h. der Veranstalter ist EUER Kunde! Und der Kunde ist König, das wird hier doch immer gerne verbreitet...

    7) Anders sieht es aus, wenn der Künstler direkt bei der Company bucht. Dann ist natürlich der Künstler Kunde und kann Forderungen stellen bzw. das bestellen, was er (bzw. seine Techniker) gerne hätte. DANN ist es auch gerechtfertigt, zu meckern, wenn nicht das da steht, was bestellt wurde.

    8 ) Natürlich habe ich auch gerne das Material, das ich "bestelle" bzw. im Rider steht, aber wenn es nicht da ist, dann muss ich mit dem vorhandenen Material versuchen, das Bestmögliche rauszuholen. Ein ANRUF von/mit der betreuenden Technikfirma kann da natürlich Wunder wirken. ABER: Meckert nicht über die "Servicewüste"! Denn eigentlich ist der Veranstalter, der Euch bucht, Euer Kunde, und dann seid Ihr dran mit dem Service! Und dazu gehört für mich auch ein Anruf bei der Technikfirma! Sich hinstellen und alles lammentieren ist einfach, zu einfach. Die ausführende PA-Company ist Euch gegenüber zu NICHTS verpflichtet (außer Ihr bucht direkt bei denen). Inselgerts Erfahrungsbericht ist natürlich der absolute Gau, das wünsche ich meinem argsten Feind nicht.

    9) Was das Gejammer mit der SPX-Speicherkarte angeht (und das kann man ja auf jedes mögliche Gerät übertragen): Wenn es jemand unbedingt braucht, dann sollte er sowieso immer eines dabei haben, falls eben mal keines da ist! Wo ist das Problem, sich ein kleines Rack mit den Geräten ins Auto zu legen, die man auf jeden Fall braucht, man aber nicht sicher ist, ob sie denn auch da sind? Das passt sogar in einen Smart... ;)

    Herrjeh, bei dem Wetter habe ich immer solch "philosophische" Ergüsse... :D :D :D

    Gruss
    Alex

  • oops
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    • 23. Juni 2005 um 19:01
    • #123

    :?: :roll: :?:
    Jungs, Ihr werdet dafür bezahlt, eine Dienstleistung abzuliefern (z.B. ein Konzert zu spielen), Ihr seid nicht beim Wunschkonzert mit Dieter Thomas Heck und könnt eine unendliche Wunschliste abgeben! D.h. der Veranstalter ist EUER Kunde! Und der Kunde ist König, das wird hier doch immer gerne verbreitet...

    ???

    Also versucht mal, die Veranstalter zu verstehen. DIE sind normalerweise Eure Kunden, nicht umgekehrt! Und auch Veranstalter müssen ihre Familien ernähren.

    ???

    Anders sieht es aus, wenn der Künstler direkt bei der Company bucht. Dann ist natürlich der Künstler Kunde und kann Forderungen stellen bzw. das bestellen, was er (bzw. seine Techniker) gerne hätte. DANN ist es auch gerechtfertigt, zu meckern, wenn nicht das da steht, was bestellt wurde.

    ???


    Was das Gejammer mit der SPX-Speicherkarte angeht (und das kann man ja auf jedes mögliche Gerät übertragen): Wenn es jemand unbedingt braucht, dann sollte er sowieso immer eines dabei haben, falls eben mal keines da ist! Wo ist das Problem ?

    ???

    Der Veranstalter bucht die Band, die als Vertragsbestandteil den technischen Rider dazulegt. Der Veranstalter mietet dann bei einer Ton- und Licht-Company Etwas an (ich sage bewusst Etwas!). In diesem Falle ist nicht die Band der Kunde der PA-Company! Bewahrt mal die Geschäftskette! Der Veranstalter ist Kunde der PA-Company und bekommt das geliefert was er bestellt und auch bezahlt (sehr wichtig!). DIE BAND ist hier in KEINEM Fall Kunde! Warum auch? Sie wird vom Veranstalter gebucht und bezahlt, also ist der Veranstalter Kunde der Band! Dreht Euch die Geschäftskette nicht so, wie Ihr sie haben wollt, das funktioniert nicht.

    häääääähhhh ???


    Herrjeh, bei dem Wetter habe ich immer solch "philosophische" Ergüsse...

    ich empfehle in diesem fall schatten ! viiiieeeelll schatten....

    quintessenz:

    ich hoffe, dass ich mit dir & deiner "philosphie" nie zu tun haben werde !

    lieber ne vollpro fahren & ALLES mitbringen. wird zwar der local auf seinem zeug sitzenbleiben, aber das ergebnis ist das erwünschte.

    was den veranstalter betrifft, ist mir doch scheissegal ob er dran verdient oder nicht. is sein biz, nicht meins.

    letztendlich ist das publikum die kundschaft, die es zu befriedigen gilt.

    das das jetzt nich für ne posemuckelhobbydorfkapelle gilt, ist hoffentlich jedem klar.

    p.s.: sehr aggro geschrieben, aber bei sowas fang ich an zu schäumen !!!

    Einmal editiert, zuletzt von oops (23. Juni 2005 um 23:47)

  • AFi
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    • 23. Juni 2005 um 23:42
    • #124

    oops: Das ist ja schon alles klar, aber das Gejammer ist teilweise nicht mehr erträglich. Darum geht's mir. Sicherlich ist es das Biz des Veranstalters und Dir ist es "scheißegal", ob er was verdient oder nicht, aber genausogut könnte der Veranstalter sagen, es ist ihm "scheißegal", ob Du mit dem Material, das er Dir zur Verfügung stellt, zufrieden bist oder nicht. Wäre mal ein Denkansatz, oder? Bedenk mal: Wenn es Dir egal ist, ob die Veranstalter verdienen oder nicht, dann wird es Dir auch egal sein, wenn sie NICHTS verdienen. Wenn sie nichts verdienen, werden sie aber bald keine Veranstaltungen mehr durchführen, denn aus Spaß macht das niemand. Und wenn keine Veranstalter da sind, die Veranstaltungen durchführen, wirst Du auf kurz oder lang WENIGER Jobs haben! Und dann ist das Geschrei groß.
    Es soll auch nicht der Eindruck erweckt werden, dass man besser Alles selbst mitbringt, aber: Wenn ich doch etwas Spezielles benötige (und sei's nur das SPX), dann bringe ich es mir mit. Ich nehme dadurch keinem Local den Job weg, noch sonstwas. Aber ich bringe MIR SELBST ein Werkzeug mt, das es mir einfacher macht, meinen Job auszuführen!
    Das Publikum ist im erweiterterten Sinne die Kundschaft, sehr richtig erkannt, aber wegen dem Publikum muss NIEMAND massenhaft Material anfordern! Die wenigsten Besucher werden hören, ob Du einen Drawmer- oder einen Ohringer-Kompressor verwendest!

    Trotzdem ist das Publikum ganz genau gesehen erstmal der Kunde des Veranstalters (!), nicht Dein Kunde und auch nicht der Kunde der Band. Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass ein Veranstalter die Band bucht und der Veranstalter die Technik bucht.

    Die Grundvoraussetzungen sollten von technischer Seite gegeben sein, keine Frage. Aber wer von sich behauptet, ein guter Tonler zu sein, ein Profi zu sein, dem sollte es auch egal sein, ob ein XL3 oder ein MH4 dasteht, ob es Soundcraft, Midas oder A&H ist. Natürlich steht es jedem frei, sich ob seines "Pro"-Status zu "weigern" mit anderem Material zu arbeiten. Natürlich kann man mit gutem Werkzeug auch besser arbeiten als mit weniger gutem. Aber vielleicht macht das auch den Unterschied zwischen den "Jammerern" und den "Nicht-Jamerern" aus...!?!?!?

    Und logischerweise geht es hier nicht um die Dorf-Kombo. Was es jetzt aber an meinen Statements nicht zu verstehen gibt, weiss ich nicht. Vielleicht interpretier ich die Fragezeichen auch falsch.

    So, gute Nacht dann.

    Gruss
    Alex

  • wora
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    • 23. Juni 2005 um 23:53
    • #125

    es kristallisieren sich zwei ansichten heraus:

    die einen wollen es dem veranstalter recht machen, denn dieser vergibt ja die aufträge und ermöglicht das es konzerte überhaupt gibt.
    das ist zum geld verdienen vermutlich die cleverere denkweise, zumindest suggeriert mir das meine erfahrung.

    die anderen verstehen ihren job eher aus der sicht der kunst.
    für sie ist die zufriedenheit der künstler und des publikums das wichtigste.
    schliesslich ermöglichen sie es erst, das es konzerte überhaupt gibt.


    klar ist:
    ohne kunst gibt es keine konzerte
    ohne veranstalter ebenso
    aber was ist nun wichtiger?


    richtig, es muss ein modus gefunden werden, der beiden "parteien" genug platz einräumt.
    veranstalter müssen verstehen, das eine künstlerische aufführung auch ein paar anforderungen hat die man manchmal nicht mit der "billigbilligbillig-methode" lösen kann und künstler müssen verstehen, das sie nicht auf teufel komm raus alles verlangen können, denn ganz ohne gewinn wird sich (fast) kein veranstalter krumm legen.

    als techniker stehen wir da mal wieder mitten in der schusslinie...

    ich betone nochmals meine forderung, das sich techniker aus dieser sache heraushalten sollten.
    unser job liegt in der hauptsache in der umsetzung der hör- und sichtbareit von kunst für ein größeres publikum. dazu können wir den künstler beraten, wie man das (auch kostengünstig) umsetzen kann.
    als kostengünstig kann sich auch herausstellen, wenn hochwertiges material gefordert wird, denn damit lässt sich meist wesentlich effektiver arbeiten - man benötigt weniger zeit... und zeit ist geld.

    aber der künstler hat dann zu entscheiden was er machen will und der veranstalter hat zu entscheiden, ob sich das für ihn lohnt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • oops
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    • 24. Juni 2005 um 00:11
    • #126

    das "gejammer" resultiert aus der unfähigkeit diverser pa companys !
    ein spx 990 ist kein special !
    der veranstalter ist nicht mein kunde, sondern der artist den ich betreue und dessen publikum ! weniger jobs entstehen dann, wenn eine leistung unbefriedigend erbracht wurde, oder jemand (z.b. ausm ostblock) die angeforderte leistung erbringt, wenns auch billiger ist. wem das nicht passt, der soll demonstrieren gehn, anstatt rumzuheulen von wegen böse künstler und was die immer von einem wollen. wenn es keine veranstalter mehr gibt, wird halt auf eigenes risiko produziert und glaub mir, die stecken sich genug in die tasche. es geht auch nicht um "massenhaft" material, sondern um material mit dem man überhaupt erstmal arbeiten kann, nicht mehr & nicht weniger. die definition gutes material, schlechtes material wird im besten falle im rider beschrieben. jeder seriöse tonmensch wird auch nicht auf die idee kommen sachen reinzuschreiben die er nicht braucht.

    was deinen "ohringer" kommentar betrifft: ICH höre den unterschied und ICH bin derjenige der material für gut oder schlecht befindet. punkt.

    das es zig brauchbare alternativen gibt weiss ich auch, aber selbst da kommen einige ins straucheln...

    dass ich specials selbst mitbringe, verteht sich von selbst.

    die fragezeichen bedeuten, wie du schon vermutet hast unverständniss.

  • oops
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    • 24. Juni 2005 um 00:28
    • #127

    wora

    ch betone nochmals meine forderung, das sich techniker aus dieser sache heraushalten sollten.
    unser job liegt in der hauptsache in der umsetzung der hör- und sichtbareit von kunst für ein größeres publikum. dazu können wir den künstler beraten, wie man das (auch kostengünstig) umsetzen kann.
    als kostengünstig kann sich auch herausstellen, wenn hochwertiges material gefordert wird, denn damit lässt sich meist wesentlich effektiver arbeiten - man benötigt weniger zeit... und zeit ist geld.

    wie kann sich ein techniker aus der sache raushalten und gleichzeitig den künstler beraten ?

    gutes mat, gutes perso, weniger zeit & überschaubare kosten: full ack !!!

    aber der künstler hat dann zu entscheiden was er machen will und der veranstalter hat zu entscheiden, ob sich das für ihn lohnt.

    der künstler ist aber nicht derjenige der weiss wie seine performance technisch umzusetzen ist !? da ist unsere erfahrung und entsprechendes know how gefragt. letztendlich sind wir diejenigen, die dem artist verklickern punkschuppen oder grosses kino...

  • wora
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    • 24. Juni 2005 um 00:50
    • #128
    Zitat von "oops"

    ...wie kann sich ein techniker aus der sache raushalten und gleichzeitig den künstler beraten ?
    ...

    ja, das war nicht ganz einwandfrei von mir formuliert.

    ich meinte einfach das man als tech schaut, wie die künstlerische aussage sein soll und versucht, das umzusetzen. dabei kann man den künstler beraten, aber entscheiden muss letztendlich ER.

    und wenn ER entschieden hat, dann muss es so gemacht werden - egal was der örtliche verleiher darüber denkt.

    falls es zu teuer zu sein scheint, muss sich der verleiher mit seinem kunden auseinandersetzen. es kann nicht sein, das der tour-tech oder möglicherweise sogar die künstlerische aussage darunter leiden muss.


    um nochmal auf das vielzitierte 990er zu kommen:
    wenn man einen bestimmten effekt benötigt, dann gehört selbstverständlich auch das passende gerät dazu.
    ein SPX darf kein problem darstellen, es handelt sich schliesslich um standard-ware.
    wer darüber schon meckert... also ehrlich.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • oops
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    • 24. Juni 2005 um 01:04
    • #129

    yup !

    grob gesagt könnte man das so formulieren: WIR haben statt 80 lampen nur 3, WIR haben statt ausgewogenem sound nur kreisch und fauch zu erwarten.
    es gibt evtl. einen nightlinerparkplatz, der ist aber 3km entfernt. statt brauchbarem catering wird die mitnahme von stullenpaketen empfohlen...

    ich finde gerade im bandkontext ist ein WIR sehr vorteilhaft. die summe aller gewerke macht das ergebnis. dabei gehts doch bei der "künstlerischen aussage", oder ???

    so. genug rumgeätzt... :roll: :roll: :oops:

  • wora
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    • 24. Juni 2005 um 01:08
    • #130

    genau.
    lasst uns wieder zum alltag zurückkehren und zufriedene gesichter erblicken... :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ADMIN
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    • 24. Juni 2005 um 02:09
    • #131

    Kleiner Denkanstoss: In einem Vertrag werden Leistung und Gegenleistung festgelegt, und die Gegenleistung muss sich nicht auf die Bezahlung beschränken.

    Wenn einer Band ohen ersichtlichen Grund die Gage gekürzt würde, dann wäre das meist ein Grund, den Anwalt zu bemühen. Wenn nun andere vereinbarte Leistungen nicht erbracht werden?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Apostoli
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    • 24. Juni 2005 um 04:56
    • #132

    ich möchte hier mal auf einen parallelbeitrag (von oops initiiert) hinweisen...

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=39058&start=30

    was mich bei der sache ein wenig beruhigt, ist dass unsere allgemeinen probleme relativ unabhängig von der liga der künstler ist... wie der teebeutelgerd schrieb hat selbst er mit nem megaseller probleme seinen rider erfüllt zu bekommen.


    und wie schon des öfteren erlebt ist nichtmal die tatsache, dass man mit ner eigenen produktion unterwegs ist ein garant dafür, dass es klappt.

    die probleme verlagern sich nur in richtung infrastruktur...

    "wie ihr braucht sooo viel strom? waaas so viele Hängepunkte? wieso wollt ihr unbedingt eure bühne stellen, wenn unsere doch schon steht? durchfahrtsgenehmigung? sorry, mit dem trailer dürft ihr nicht aufn hof, der ist unterkellert und hält maximal nen 7,5 tonner aus! " usw usw...

    und wenn es für mich bedeutet, dass ich 2 wochen vor eigentlichem produktionsstart jede beschissene location abtelefoniere, mich stundenlang mit irgendwelchen leuten unterhalte, dann muss ich das wohl oder übel machen...

    hat zwei vorteile:
    - ich kann mir ziemlich sicher sein, dass es auf tour dann halbwegs klappt..
    - ich kenne die örtlichen ansprechpartner, habe diverse handynummern von den lokalen kräften und kann morgens ganz entspannt aus dem nachtauto kippen...

    nachteil:
    ich verlagere den stress eigentlich nur in meine freizeit, denn "preproduktion" bekommt man ja leider sehr selten (angemessen) bezahlt....
    aber es ist mir ehrlichgesagt lieber den stress in zeiten zu haben, wo ich - was diese produktion betrifft - nix verbocken kann, als am abend der show eigentlich jeden cue zu verpassen, den es zu verpassen gibt...nur weil ich mal wieder angepisst bin, dass wieder die hälfte nicht geklappt hat....

    - sagt ein müder und gepisster Apostoli, der gerade von ner kleinen rocknrollmukke kommt, die alles andere als gut gekaufen ist. - hat einer von euch schonmal zwei stunden nach den dimmern gesucht? waaaah...

  • AFi
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    • 24. Juni 2005 um 10:08
    • #133

    Moin!

    wora: Joop.

    oops: Falls das falsch rübergekommen ist: Ich wollte nicht Dich und Deine Arbeitsweise bzw. Deine Einstellung zur Problematik nieder machen. Ich akzeptiere Deine Meinung zum Problem, erwarte das aber auch umgekehrt... ;) Und ja, Du hast Recht, als Band-Tech ist die Band quasi Dein Kunde. Aber daran siehst Du, wie verworren eigentlich die ganze Sache ist, wenn man die Geschäftsbeziehungen der beteiligten Parteien (Veranstalter, Künstler, Bandtech, PA-Company, Publikum etc.) mal betrachtet. Dass meine Ausführungen bei Dir dann ganz auf Unverständnis stoßen, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Du musst meine Meinung ja nicht teilen, aber Verständnis dafür solltest auch Du haben, denn auch Dein Job hängt von den genannten Faktoren ab!

    Ich finde einfach, man sollte sich nicht hinstellen und auf stur schalten wie ein kleines Kind, wenn eben nicht das Geforderte da ist, ob jetzt aus Budget- oder aus anderen Gründen. "Nein, ich mische heute nicht, wenn keine XL3 da ist" gehört meiner Meinung nach einfach in den Kindergarten. Natürlich sollte man das vorher schon wissen (z.B. durch ein Telefonat klären). Am VA-Ort Überraschungen zu erleben, ist nicht so mein Ding. Wenn ne plausible Erklärung vorliegt (z.B. das eigentlich versprochene Pult ist am vorherigen Tag abgeraucht und die Company hat mich nicht mehr erreicht), dann drück da auch mal ein Auge zu.

    Fakt ist, und da stimme ich wora zu, dass WIR Techniker zwischen den Fronten stehen. WIR müssen meistens versuchen, es JEDEM Recht zu machen (Künstler, Veranstalter, Publikum), wenn's schief geht, kommt erstmal von jeder Seite Mecker. Irgendwie schon ein Scheiß-Job, oder... 8)

    Um nochmal ganz kurz auf's SPX zurückzukommen: Es ging ja nicht um das SPX an sich, das mag wohl in vielen Sideracks Standard-Ware sein. Es ging mir um die "Specials" (wie es oops so schön nannte), da jemand schrieb, er habe seine SPX-Sounds auf Speicherkarte, findet aber kaum einen passenden Input bei der VA, weil SPX990 meistens nicht da ist. In diesem Fall, wenn die Erfahrung zeigt, dass ein bestimmtes Gerät trotz Rider meistens nicht im Rack ist, kann man ja als Backup ein eigenes mitnehmen. Darum gings mir. Das kann man ja auf jedes x-beliebige Gerät übertragen.
    Aber es soll ja auch "hochwertige" Companies geben, die z.B. ein SPX990 nicht (mehr) im Siderack haben, weil sie subjektiv bessere Geräte drin haben. Soll's ja auch geben, ich finde z.B. SPX990 jetzt auch nicht so toll und würde es maximal für die Drums einsetzen. Wobei ich das 2000er ganz okay finde im Vergleich zum 990. Bitte jetzt keine Diskussion über die "Qualität" des 2000er/990er! Danke!
    Mal noch OT: Passt die Speicherkarte des 990er ins 2000er? Hat das mal jemand probiert?

    So, geh jetzt mal noch gemütlich frühstücken und dann auf Job. Bis die Tage und allen ein schönes (jobreiches) Wochenende... :D

    Grüsse
    Alex

  • guma
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    • 24. Juni 2005 um 11:29
    • #134
    Zitat von "Apostoli"

    und wenn es für mich bedeutet, dass ich 2 wochen vor eigentlichem produktionsstart jede beschissene location abtelefoniere, mich stundenlang mit irgendwelchen leuten unterhalte, dann muss ich das wohl oder übel machen...

    hat zwei vorteile:
    - ich kann mir ziemlich sicher sein, dass es auf tour dann halbwegs klappt..
    - ich kenne die örtlichen ansprechpartner, habe diverse handynummern von den lokalen kräften und kann morgens ganz entspannt aus dem nachtauto kippen...

    nachteil:
    ich verlagere den stress eigentlich nur in meine freizeit, denn "preproduktion" bekommt man ja leider sehr selten (angemessen) bezahlt....
    aber es ist mir ehrlichgesagt lieber den stress in zeiten zu haben, wo ich - was diese produktion betrifft - nix verbocken kann, als am abend der show eigentlich jeden cue zu verpassen, den es zu verpassen gibt...nur weil ich mal wieder angepisst bin, dass wieder die hälfte nicht geklappt hat....

    Vollste Zustimmung Apostoli !!!

    @ AFi

    Das SPX 2000 hat keinen Kartenslot.

    @ All

    Zum "Gesamtdrama" möchte ich noch zwei Punkte ergänzen:

    1.) Wie AFi so richtig bemerkt hat kann man für die Veranstalterseite Folgendes voraussetzen Der Veranstalter weiss in der Regel nicht, was er braucht aber auch nicht, was er nicht braucht ! An diese Stelle setzt in der Angebotsphase ein unguter Prozeß ein , der imo auf das Konto der VT-Firmen geht:

    Entweder geht einer der Mitbewerber nach dem Motto "erst mal den Job kriegen" in einem frühen Angebotsstadium her und macht "ins Blaue" ein zu kleines, aber natürlich extrem günstiges Angebot und benutzt dann die "Riderphase" geschickt, um die Verantwortung für das zu kleine Paket auf die Band abzudrücken, indem er sagt: "Die spinnen ja, das wäre ja eigentlich alles garnicht nötig", liefert dann aber nach und berechnet dann vor Allem auch nach ! (Hat für ihn den Vorteil A: den Job gekriegt zu haben, B: die Kohle gekriegt zu haben und C: nicht schuld zu sein :D )

    Oder er benutzt direkt die "Riderphase" als "Wettbewerbsvorteil" und macht sich den Veranstalter zum Freund, indem er ihn darüber "aufklärt" was er alles nicht braucht. Diese Rechnung geht natürlich auch auf, wenn sich keiner der anderen Parteien beschwert. Natürlich könnte man da sagen: "Wenn das Publikum sich nicht beschwert, ist doch alles richtig gelaufen" ? Die "Publikumsbeschwerde" ist allerdings eine subtile Sache. Sie muss sich nicht unbedingt in "Buhrufen" oder "den Saal verlassen" äussern. Sie kann sich auch "still" d.h. durch schwindende Besucherzahlen einer Location oder sinkende Plattenverkäufe äussern.

    2.) Vergessen wurde bisher auch die Rolle der Agenturen:
    Leider gibt es auch hier aus der "erst mal den Job kriegen Mentalität" den Fall, dass vor allem gegenüber weniger erfahrenen Veranstaltern in der Angebotsphase "vergessen" wird, darauf hin zu weisen, dass sich hinter dem Rider möglicherweise noch eine "zweite Gage" verbirgt. Der Erklärungsnotstand, in den dann die seriöse VT-Firma kommt, ist leicht vorstellbar.

    Hilfreich wäre in beiden Punkten mehr Seriosität und Ehrlichkeit was wohl leider nur ein Wunschtraum bleiben wird. :cry:

  • wora
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    • 24. Juni 2005 um 11:33
    • #135
    Zitat von "AFi"

    ...Bitte jetzt keine Diskussion über die "Qualität" des 2000er/990er! Danke!
    Mal noch OT: Passt die Speicherkarte des 990er ins 2000er? Hat das mal jemand probiert?...


    jaja, schon OK - ich halt die klappe.

    aber das mit der speicherkarte kann ich mir jetzt doch nicht verkneifen:
    das 2000er hat keinen kartenslot, weshalb es aus meiner sicht als standard-gerät uninteressant ist.

    oh... guma war schneller...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • AFi
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    • 24. Juni 2005 um 13:16
    • #136

    wora: Sorry, war wohl bzgl. des Kartenslots bei einem anderen Gerät. Das kann dann nicht passen... :D :D :D Hab die SPXe eben nicht oft, da ich die nicht wirklich mag (siehe oben).

    guma: Zustimmung!!!

    Alex

  • wora
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    • 26. Juni 2005 um 17:52
    • #137

    ach so, übrigens:

    es gibt noch eine variante, die wir bisher nicht besprochen hatten, das habe ich gestern erlebt:

    man schreibt einen rider speziell für ne VA.
    2x keyboarder, 1x gitarre, bass, drum und vocal
    so weit - so gut.

    als man sich zur abfahrt mit der band trifft, erfährt man das der 2. keyboarder einen anderen gig hat und nicht kommt.
    dafür wurde als ersatz noch ein zweiter gitarrist und ein percussionist gebucht.
    die telefon-nummer vom örtlichen beschaller, die auf dem tagesplan steht, stimmt auch nicht.

    da sieht man dann echt schlecht aus, wenn man vor ort erstmal den schönen rider kippen muss...

    gut, das die "örtlichen" sehr nett und verständnissvoll waren und auch genügend mikros und kanäle sowie monitorwege zur verfügung standen! vielen dank nochmal nach lahnstein...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Hubert Barth
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    • 26. Juni 2005 um 19:57
    • #138

    Das Problem habe ich auch öfters wenn die Kollegen mir nicht mitteilen daß sie einen Sub schicken. Hätte deshalb einmal beinahe keine Schlagzeugmikros gehabt.
    Peinlich war mal als ich den Koffer mit den Handsendern vergessen habe, da war ich dann heilfroh daß ich 5 Min. vorher keine Welle gemacht hatte weil was anderes fehlte :oops:

  • oops
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    • 27. Juni 2005 um 00:35
    • #139

    war dieses wochenende auch mit ner aufstrebenden kapelle unterwegs.
    rider wurde erfüllt, obwohl alles ziemlich hippiemässig war...

    die haben auch die geforderten funkhandhelds geliefert, nur leider wars ein kessel buntes der marken...

    musste mir auch erstmal überlegen, wie ich denen sozialverträglich verklicker, dass wir das eigene senderack benutzen.

    muss dazu sagen, dass die band das zeug erst ne woche zuvor gekauft hat...

    der gute wille war ersichtlich, die leute sehr nett und da is mir das dann auch irgendwie doof... :roll:

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