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Pult-Frontplatte lackieren

  • DJ Jerolm
  • 15. Juli 2005 um 16:54
  • DJ Jerolm
    Verifiziert
    Beiträge
    549
    • 5. September 2005 um 11:38
    • #21

    So, der Foren-FTP-Server geht wieder, dann will ich mal meine Platte hier rein stellen und hoffe auf eine rege kleine Diskussion, bevor ich das Ding bestelle...

    Wie gesagt, das Ding wird ein Lichtpult für den DJ-Bereich. Daher unterscheidet es sich von Pulten für Theator o.ä., auf jedem Fall von dem ganzen Standart-Kram den man sonst so sieht.

    Die Pultfrontplatte ist in mehrere Funktionsgruppen eingeteilt, wobei sich die Bedienung auf wenige Tasten mit den wichtigsten Funktionen konzentriert. Jede Funktionsgruppe hat noch eine oder mehrere Tasten "Konfig.", mit denen der jeweiligen Funktionsgruppe das 240x128Pixel Grafikdisplay zugeteilt wird. Dann kann man über die 12 Tasten am Display (mit Piktogrammen für die jeweils zugeordnete Funktion) auch umfangreichere Einstellungen vornehmen. Ziel ist eine hocheffektive sehr schnelle Bedienung. Dazu gehört auch der Drehgeber rechts oben.

    Wesentlicher Bestandteil sind zwei Generatoren mit denen man Lauflichter und geblinke (auch im Takt der Musik) erzeugen kann. Ein Fader für die Geschwindigkeit, eine Tasten für Ein/Aus, Sound-To-Light (Triggerung auf Bass) und "Quelle".

    Links unten ist dann der Bereich mit den Dimmer Subgruppen. Das Pult soll 24 untereinander unabhängige Dimmerkanäle steuern können, also für den DJ-Bereich mehr als genug. Jeder der 9 Subgruppenfader stellt quasi ein Szenenbild mit eben diesen 24 Kanälen dar. Drückt man die "Konfig-Taste" an einem der Fader kann man über das Display die Levels für die 24 Kanäle der jeweiligen Gruppe einstellen. Pro Kanal gibt es zusätzlich die Möglichkeit den Kanal an einen der 8 Ausgänge der beiden Generatoren zu koppeln, oder an einen Ausgäng des über die Taste "Source" gewählten Generators.
    Fader 9 hat zusätzlich eine Flashbutton für Blinder usw.

    Oben links dann eine Sektion mit 8 Känalen zum ansteuern von irgendwelchem Grinsgrams, Nebel, Spiegelkugelmotor usw. Die 8 Kanäle können auf beliebige DMX-Kanäle gelegt werden. Jeder Kanal hat einen Taster für Ein/Aus, sowie ein weiteres Bedienelement. Bei den Kanälen 1 und 3 je ein Poti zum Einstellen irgendwelcher Parameter die auch auf DMX ausgegeben werden können, 2 und 5 mit einem Taster, die übrigen mit einem Kippschalter. Mit der Taste "übrige Kanäle" hat man Zugriff auf die übrigen ca. 470 DMX-Kanäle die dann im Display tabellarisch angezeigt werden.

    Unten rechts findet sich dann noch die Strobo-Sektion. Hier lässt sie wieder Geschwindigkeit, Sound-To-Light, Multiple-Pulse-Per-Trigger, sowie Dauer Ein/Aus, Einzelblitz und Handbetrieb einstellen. Über die Taste "Konfig." bekommt man auf dem Display wieder den vollen Zugriff, z.B. Funktionen wie Gewittersimulation usw.

    Das Stroboskop wird jedoch wider erwarten nicht über DMX betrieben :shock: , da DMX für "Echtzeitblitzen" je nach Anzahl der ausgegebenen Kanäle zu langsam ist. Das Pult ist nämlich in der Lage das Strobo auf einen Trommelwirbel :!: zu Triggern. Der Effekt ist unglaublich geil wenn der Blitz immer exakt dann kommt wenn der Schlagstock (Sorry nennt man das so :?: ) des Schlagzeugers die Trommel berührt...


    Wo ist die Scanner-Sektion :?:
    Tja, das Pult ist natürlich erweiterbar, es gibt einen Anschluss für I2C-Bus, an dem weitere Pulteinheiten mit individuellen Bedienelementen problemlos angeschlossen werden können. Weiter Pulteinheiten könnten heissen: Scanner, Laser, Lichtshowsteuerung über Zeitsignal des CD-Players usw.

    Als Schnittstellen zur Aussenwelt:
    -Stereo-Eingang für Musiksignal
    -RS232 (vielleicht auch USB) für die Datenübertragung mit dem PC
    -DMX Ausgang (galvanisch vom Rest getrennt)
    -I2C-Bus

    Bevor ich die Platte bestelle wollte ich aber noch ein bissl Feedback haben, könnte ja sein das man da noch was verbessern kann.

    MFG
    Daniel

  • tobib
    Beiträge
    58
    • 8. September 2005 um 12:35
    • #22

    Hi Daniel!

    Sieh doch schonmal ganz ordentlich aus.

    Über folgende Dinge solltest Du Dir aber nochmal Gedanken machen:

    - Runde Taster?...also ich find eckige schöner
    - Sind die Taster so klein oder täuscht das (hab mich an einem Schlitz für den fader orientioert...ca.3mm ist der normal)
    - einen Namen hätte das Pult finde ich schon verdient
    - eine Beleuchtung (Schwanenhals) ist auch im DJ Bereich schön

    Ist natürlich alles Geschmacksache. Genau wie ein Soundeingang auf der Vorderseite..kann, muss aber nicht.

    So, jetzt hast Du mal was zum drüber nachdenken :)

    Gruss Tobi

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
    Beiträge
    549
    • 8. September 2005 um 18:22
    • #23

    Hi,

    danke für das Feedback!

    Zitat


    Runde Taster?...also ich find eckige schöner


    Find ich auch, nur sind die eckigen leider deutlich teurer. :cry: Die runden die ich ausgesucht habe sind aber mit dem Finger gut zu treffen wenns mal hektisch zugeht und auch mechanisch stabil und zuverlässig.
    Die Buttons die oft und kräftig genutzt werden (Strobo, Generator-Source, Blinder) sind größer als die anderen und haben eine 1x1cm Tastfläche.

    Wenn allerdings jemand einen Tipp hat wo man die eckigen für Printmontage günstig herkriegt... Immer her damit :)

    Zitat


    - eine Beleuchtung (Schwanenhals) ist auch im DJ Bereich schön


    Oh ja, die hab ich glatt vergessen :oops: , wird nachgerüstet. Ist ja auf dem PC so schön einfach... :)

    Das ganze Pult soll dann so Anfang 2.Quartal 2006 fertig sein. Hab mir soviel Zeit genommen damit es zumindest mechanisch und elektrisch ausgereift wird. Software kann man immer mal ändern, die Anordnung irgendwelcher Tasten nicht... Außerdem bin ich im Moment noch mit SMPS-Amps bauen beschäftigt.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 8. September 2005 um 21:35
    • #24

    und klappts gut damit ? :P
    ich bin schon am mechanischen, das Elektro steht

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
    Beiträge
    549
    • 8. September 2005 um 22:48
    • #25
    Zitat

    und klappts gut damit ?


    [Off Topic on]
    manuela:

    Ich bin am elektrischen, dafür steht das Mechanische :D

    Das ist ein Ampmodul: ftp://paforum@paforum.at/images/DJ%20Je…V8/AmpModul.JPG
    Hab 2 davon, je knapp über 800Wrms an 4 Ohm bei 82V Ub (also nur 2V verschenkt :) ). Funktioniert tadellos bin 100% zufrieden.

    Das SMPS hab ich zur Zeit drin: ftp://paforum@paforum.at/images/DJ%20Je…S_mitPFC_V1.JPG
    Topologie: Boost-PFC, SMPS Vollbrücke
    Zwischenkreis: 400V PFC-geregelt
    Ausgangsspannung:
    2x85V (ungeregelt)
    +/-15V
    2x15V (SMPS und PFC primär)
    Leistung:
    Netz nach Zwischenkreis ca. 1600W PFC-korrigiert
    Zwischenkreis nach Sekundärseite ca. 3500W
    Erwärmung:
    2 kleine Lüfter drauf, volle Pulle -> ca 60°C an den Kühlkörpern. Trafo 50°C.
    Hab auch Photos von dem kompletten Amp mit allem drum und dran, aber leider ist mein Scanner schrott :cry:

    Klang ist gut, sauber, kräftig, präzise. Bin aber nicht zufrieden damit, da man wenn alles ganz still ist und man ein Hochtonhorn mit ordentlich Wirkungsgrad anschließt man noch ein klein wenig Müll von der PFC hört. Außerdem ist der Zwischenkreis ein bissl zu schlapp ausgefallen.

    Abhilfe: ftp://paforum@paforum.at/images/DJ%20Jerolm/MEV8/SMPS_V2.JPG
    Die Platine kommt morgen mit der Post, und in meiner Werkstatt liegt alles für die "OP" :D bereit...
    Daten:
    - 2x85V 3,5kW (hart geregelt)
    - keine PFC (kein Platz mehr), dafür schlanker Zwischenkreis der während der Netznulldurchgänge weit Zusammenbrechen darf und sehr schnelle Regelung die das ausgleicht.

    Für die Zukunft:
    PFC mit resonantem Design (ZVT) => weniger EMV-Probleme
    [Off Topic Off]

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 9. September 2005 um 07:50
    • #26

    bei den Platzverhältnissen kommt mir der Neid, ich hab in der ganz großen 2 Etagen machen müssen Ansonsten obercool 8)
    Zu dem Backround: evtl. hast du den Takt noch etwas zu niedrig, und er darf beim abregeln keine Takte machen die in den hörbaren bereich passen würden, den Rest erledigt eine Abschirmung und ein gepflegter Elkopark. Pack die ganze SNT in Blech ein so wie beim PC üblich. wirkt Wunder.
    Es gibt auch Interferenzmusik. Daher soll man den Systemtakt vom Kanal2 aus dem Kanal1 importieren und keinen eigenen erzeugen, die Differenz liegt sonst im Audiobereich und wird hörbar.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 9. September 2005 um 15:53
    • #27

    Moin zusammen,

    aehem, Systemtakt aus Kanal 1 in Kanal 2 exportieren? Ich denke, Manuela, du gehst von einem Class-D-Amp aus, dem ist aber nicht so. Wenn ich es richtig sehe, ist das Design von DJ-J sein Mosfet-Amp in Class-A/B, versorgt durch ein SNT (richtig, DJ_J)?
    Bei einem Class-D-Amp bräuchtest du wohl kaum 16 Endtransis in TO-247 (8 davon siehst du unter der Platine, die 8 anderen für die andere Rail-Spannung symetrisch dazu auf der anderen Seite).

    @DJ_J: sind deine +-82V Versorgung eigentlich fest (du schreibst was von hart geregelt) oder mit dem Musiksignal moduliert (so à la Labgruppen FPxxx)?

    CU,
    AmpChamp.

    Bunt ist das Dasein und granatenstark
    "There's one more kid that will never go to school, never get to fall in love, never get to be cool!"
    "Yes they're sharing a drink they call loneliness, but it's better than drinking alone."

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
    Beiträge
    549
    • 10. September 2005 um 11:21
    • #28
    Zitat


    aehem, Systemtakt aus Kanal 1 in Kanal 2 exportieren


    Ja, das ist auch bei Class AB sehr wichtig, wenn man z.B. zwei eigenständige SMPS Einheiten hat. Der Oszillator der zweiten wird dann auf die erste synchronisiert, so dass beide mit exakt der gleichen Frequenz laufen. Störungen durch diese Frequenz sind nicht hörbar. Hat man zwei verschiedene Frequenzen, so können viele neue hörbare entstehen, ähnlich wie bei einem Mischer in einem HF-Eingangsteil von irgendeinem Radioempfänger.

    Ja, die 82V sind starr, aber über Trimmer einstellbar. Werde es aber sicher bis auf über 85V einstellen, hängt davon ab wie die Regelung sich verhält. Zwei Spannungen mit unterschiedlicher Belastung über eine PWM Regeln ist nicht ganz unkritisch (Stichwort Lückbetrieb)...

    Wenn das läuft ist mein nächstes Ziel eine Art Hybrid aus Lab-Gruppen FP und QSC PL9.0

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. September 2005 um 11:30
    • #29
    Zitat von "AmpChamp"

    Bei einem Class-D-Amp bräuchtest du wohl kaum 16 Endtransis.

    Gugg mal in meinen :P 16 stimmt genau. 2x8 parametergleich selektierte, thermisch eng gekoppelt (pro Kanal). Also sag niemals nie.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • AmpChamp
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    461
    • 12. September 2005 um 14:29
    • #30

    Manu:

    Zitat

    Gugg mal in meinen


    Durfte ich ja bisher leider nicht...

    Zitat

    Also sag niemals nie


    Für deine 2,5-4kW ok! Aber DJ_J ja von 800Wrms geschrieben und für 800W aus Class-D würdest du keine 16 Endtransis verwenden, oder doch?

    CU,
    Ampchamp.

    Bunt ist das Dasein und granatenstark
    "There's one more kid that will never go to school, never get to fall in love, never get to be cool!"
    "Yes they're sharing a drink they call loneliness, but it's better than drinking alone."

  • manuela
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    9.103
    • 12. September 2005 um 14:54
    • #31
    Zitat von "AmpChamp"

    Für deine 2,5-4kW ok! Aber DJ_J ja von 800Wrms geschrieben und für 800W aus Class-D würdest du keine 16 Endtransis verwenden, oder doch?


    Dampingfaktor.
    Bau eine 200W PWM mit einem Päärchen größere auf, und eine gleichstarke mit einem ganzen Rudel kleinerer das du schön auf Gleichlauf selektiert hast.

    Die mit den kleinen macht genauso ihre 200 Wättchen wie die mit dem Einzelpaar, allerdings wird sie etwas "anders" klingen und auch an 2 Ohm unbeeindruckt sauber spielen während der mit dem Einzelpaar die Luft knapp wird im Kühltunnel.
    Ich hab grade den abgespeckten kleinen im Labor, 4x200W/8Ohm RMS, pro Kanal 2x8 Eumel, PWM, SNT, 1HE
    Wenn der 2 Ohm riecht wird er erst richtig wach, so mag ich das :P
    Somit mein Tip: 2x8 = prima Der DF liegt um 700 (selektierte Gruppe ohne Bügelwiderstände), das macht einen Riesenspaß so.
    Im Übrigen muß auch jede PWM-Endstufe die Rücklaufenergie aus den Stacks wegkühlen, das ist der Großteil der auftretenden Wärme, nicht der sauber laufende Schaltbetrieb vorwärts. Auch da ist die Gruppe hoch überlegen. Erfahrungsgemäß ist der Rückwärmeanteil bei kleineren Stufen höher, warum das so ist weis ich nicht.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
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    549
    • 12. September 2005 um 16:01
    • #32
    Zitat


    Im Übrigen muß auch jede PWM-Endstufe die Rücklaufenergie aus den Stacks wegkühlen


    Nein!
    Die "induktive Blindleistung" aus dem LS kann problemlos zurück in die Elkos des Netzteils gefüttert werden. Die sollten natürlich groß genug sein, so dass keine Überspannungen auftreten.

  • manuela
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    9.103
    • 12. September 2005 um 18:07
    • #33

    Damit macht man dann genau das was die Guten von den Normalen unterscheidet. Die zu verwärmende Energiemenge ist zwar beträchtlich in ihrer Gesammtgröße, jedoch nicht gerade groß in Relation zur Abgabeleistung. Das Ableiten verursacht eine deutliche Zunahme der THD & TIM. Du kannst das ja nur über Dioden bewerkstelligen und die sind grundsätzlich schuldig :D Ein extrem hoher Dampingfakor wirkt dem zuverlässig entgegen, der ist vorhanden. Wäre der Eigenwiderstand der Endstufe zu hoch käm es allerdings zu einer Abwärmemenge die den spaß an der Musik deutlich eingrenzen würde, das Eine ist auf das Andere angewiesen.
    Ich hab es in den Griff bekommen die Nennleistung rauszufahren ohne solche Störfaktoren mit einzubauen, die Kühler sind noch voll im grünen Bereich, auch bei sommerlichen Umgebungstemperaturen.
    Das Netzteil muß eben glashart sein und alles liefern was bestellt wird, dann funzt das. Der Elkopark ist ein Platzkompromiß, die Geräte haben aber reichlich davon, hochstromfeste low-ESR-Typen mit langer Lebensdauer. :D

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
    Beiträge
    549
    • 12. September 2005 um 22:11
    • #34

    Und wie verheizt du wenn die Ausgangsstufe nur schalten kann? :?:

    Dann nochwas damit wir nicht aneinander vorbei reden: Die Lektüre deiner (sehr vielen) Posts mit Infoschnipseln zu dem Amp legt bei mir die Vermutung nahe, dass du keine Rückkopplung eingebaut hast. Normalerweise sitzt ja im Front-End ein Differenzverstärker der Input mit Output vergleicht. Hab aber schon Class D Designs gesehen, die ohne aufgebaut sind...

    Ich persönlich setze auf eine guten Differenzverstärker mit riesiger Differenzverstärkung. Damit mache ich meine Amps knallhart am Ausgang und bügel den bei nicht-Class-D-Amps konstruktionsbedingt größeren Innenwiderstand des Leistungsteils aus. Außerdem wird der Amp seeeehr unabhängig von der Qualität des Netzteils. Solange die angebotene Railspannung größer als die Ausgangsspannung am LS ist läuft das Ganze ohne Qualitätseinbuße und ohne dass man einen Unterschied zu einen guten Netzteil hört. Ich mache meine Netzteile aber trotzdem hart und mit Nichicon Low-ESR und dem Besten von EPCOS :)

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 13. September 2005 um 08:02
    • #35
    Zitat von "DJ Jerolm"

    Und wie verheizt du wenn die Ausgangsstufe nur schalten kann? :?:

    Die Lautsprecher sitzen hinter dem Ausgangsfilter, nicht davor. Daran denk bitte bevor du im Kopf weiter "schaltest". Real betrachtet sieht es nämlich so aus:
    Hinter den Ringspulenfiltern steht genau wie jedem Analogamp auch, ein normales analoges Signal für die Ausgänge bereit. Dein Ringfilter hat allerdings die Eigenschaft für dieses Musik-Signal rückwärts durchlässig zu sein da Musik-Frequenz extrem unterhalb der Schaltfrequenz ist, somit gelangt es direkt an die Endstufen.
    Eine Rücklaufenergie vom Stack kollidiert quasi mit der Vorlaufenergie des Antriebs, theoretisch hebt es sich teilweise auf dadurch. In der Praxis wird sie durch Erbringen zusätzlicher Leistung abgebaut und zwangsläufig verwärmt.
    Selbstverständlich hat der Amp eine Senseleitung liegen und sieht seine Ausgänge. Er steuert somit immer so auf, daß sich ein Soll = IST ergibt und überwindet damit automatisch auch die Rücklaufenergie die man auch als schwankende Lastimpedanz interpretieren darf. Der Signalvergleich erfolgt ja mit dem Eingangssignal, dieses ist von Rückwirkungen nicht betroffen und stellt die Referenz dar.
    Du kannst das im Kopf drehen wie immer du willst, die Rücklaufenergie muß überwunden werden und sie kann sich nur dadurch in Luft auflösen indem man sie verwärmt und rauskühlt :P

    Der Gegenkopplungszweig ist das Herz jedes Amps, er entscheidet zwingend darüber wie das Gerät klingt. Wenn man einen PWM ohne diese Sache aufbauen würde, also "blind arbeitend", dann wäre sein Sound und seine Linearität abhängig von den angeschlossenen Stacks da deren Rücklaufenergie willkührlich rückwirken würde. Das hast du ja bereits gemerkt. Im Gegenkopplungssystem muß zudem noch abgezwiegt werden zum RMS Limiter, eingrenzen der thermischen Maximalleistung auf höchstzulässigen Wert der Pappe, und zum Peak Limiter der die Anlage zügelt bevor es zu Pappenrupfeffekten durch zu hohe Peaks ab einer gewissen Tastzeit kommt. Daraus ergibt sich zudem noch die Kontrolle über die Railspannungen.
    Deswegen ist ja der Rückkopplungszug in diesen Amps teilemäßig größer als der eigentliche Amp, er hats eben in sich.

    Zum Innenwiderstand des SNT.
    Ich liebe Designs mit einem extrem niedrigen Innenwiderstand des SNT. Zudem bekommt jedes Rail noch seinen Elkopark, das müssen Low-ESR-Typen sein die auch enorme Peaks noch sauber zur Verfügung stellen.
    Das Gleiche gilt für die eigentlichen Endstufen, je niederohmiger die sich hinter dem Filter darstellt desto besser ist letztendlich der Sound. Da gehts um jedes Milliohm das sich irgendwie vermeiden läßt, also extrem großen Dampingfaktor.

    Die größten Schwierigkeiten bekommst du aber wenn es um die Auflösung des Amps geht. Die meisten Gegenkopplungssystem tragen dazu bei daß sich diese verringert, es gibt ja auch keine Messwerte die das was ich meine erfassen würden. Ich nenn es Musikalität.

    Ich verlange von einem wertigen Amp daß er bei engestecktem dynmischem Mikrofon ein sauberes unverzerrtes Tonsignal reproduziert, trotz dieses Low Pegels von <1mV muß es pieksauber hinten erscheinen. Wenn er das nochnicht im Griff hat bekommt er das Prädikat "unmusikalisch" 8)
    Ein Verstärker mit hoher Musikalität ist in der Lage bei hohem Gesammtpegel feine leise Nuancen treu abzubilden. In Zusammenhang mit PWM kommt man da mächtig ins Schwitzen, es kostet viel Jupiler, Zeit und Nerven bis er endlich so singt :P

    Steck also erstmal ein 431 rein und sag hallo Amp, gugg dabei auf den Oszi den du am Speakon hast ( Box parallel). Was du dann siehst entscheidet zwischen großer Freude, und "weiterbasteln"

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
    Beiträge
    549
    • 13. September 2005 um 09:26
    • #36

    Ich weiss das der LS hinter dem Ausgangsfilter sitzt, sonst funzt da auch nix, bzw. wegen EMV nix anderes mehr. :D

    So wie du deinen Amp vom Aufbau beschrieben hast stelle ich ihn mir auch vor, nur nicht vom Funktionsablauf.

    Beispiel:
    Rails +/-100V
    LS-Ausgang bei -50,1V
    LS zieht Strom aus dem Amp, also Blindleistung.
    Der Amp will die Ausgangsspannung vergrößern. Also setzt er das PWM-Tastverhältnis auf einen Wert, der z.B. -50,0V entspricht. D.h 1/4 der Periode schaltet das obere Rail an, den Rest das untere. Totzeiten lassen wir mal weg.
    Während das obere Rail schaltet wird eine große Spannungszeitfläche in die Induktivität des Ausgangsfilters geladen, und beim Schalten des unteren Rails wieder entladen usw. So entsteht eine Art Gleichspannung, die dem Tastverhältnis entspricht.
    Da der LS gerade "Blind" als "Generator" wirkt saugt er bei negativer Ausgangsspannung einen positiv gerichteten Strom aus dem Amp. Sprich er schickt Energie in den Amp.
    Wo bleibt die :?:
    Während der 1/4 Periode bedient das obere Rail über die Filterinduktivitäten diesen Strom. Dabei wird Energie in den Drosseln gespeichert. Dann schaltet das obere Rail aus und das untere schaltet durch. Die Drossel will den Strom weiter fließen lassen und "saugt " am Leistungsteil des Amps. Oben ist dicht, bleibt also unten. Völlig egal ob unten nun überhaupt durchgeschaltet ist oder nicht wird nun über die Body-Diode eines jeden Schaltfetties des negativen Rails Strom aus dem negativen Rail gezogen und damit die Spannung am negativen Rail vergrößert, sprich Energie ins Netzteil zurückgefüttert.
    Dieser Class D Amp entspricht dem was man in der Leistungselektronik als 4Q-Steller bezeichnet. Da ist "Generatorbetrieb" ganz natürlich und da kann man sich auch nicht gegen wehren.
    Sowas findet man in jedem Frequenzumrichter für 3p-Asynchronmaschienen.
    Und da kenn ich einen, der eine 300 oder 400kW Asi-Maschine treibt und nur max. 5kW Verluste macht. Und so eine Asynschronmaschine braucht ein Zig-faches mehr an Blindleistung zum Aufbau des Ständerdrehfelds, als der Umrichter an Verlusten macht.

    Zitat


    Steck also erstmal ein 431 rein und sag hallo Amp, gugg dabei auf den Oszi den du am Speakon hast ( Box parallel). Was du dann siehst entscheidet zwischen großer Freude, und "weiterbasteln"


    Am Amp basteln brauch ich nicht mehr :) , nur noch das SMPS ein bissl aufmotzen.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 13. September 2005 um 09:59
    • #37
    Zitat von &quot;DJ Jerolm&quot;

    Da der LS gerade "Blind" als "Generator" wirkt saugt er bei negativer Ausgangsspannung einen positiv gerichteten Strom aus dem Amp. Sprich er schickt Energie in den Amp.
    Wo bleibt die :?: .

    Wenn der LS als Generator wirkt kommt eine Amplitude zurück zum Amp deren Polung erstmal nicht juckt. Sie ist "unerwünscht", somit riecht Gegenkopplung das als Fehlpegel weil es nicht mit Referenz = Eingang übereinstimmt und steuert vom Amp her gegenpolig auf. Das wirkt wie zwei Batterien die verpolt parallel sind, das Resultat ist Wärme. Nennen wirs Verlustleistung. :P Logisch ist das Verlustleistung abgewärmt wird, sie landet im Kühlzug. Für den eigentlichen Amp braucht man fast keine Kühlung, die ist quasi nur zum entsorgen von Verlustleistungen.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • illuminati235
    Beiträge
    630
    • 16. September 2005 um 22:20
    • #38

    ich störe ja ungern eure durchaus sehr interessante diskusion, leider versteh ich auch von dem ganzen nicht aber

    wie lackierte man am besten eine frontplatte? :D :lol:

    vielleicht sollte der tread-starter dem ganzen einen anderen namen geben :wink:

    gruß
    noel

    Gruß
    Noel
    ------------------------------------------------
    Nimmt der Pegel des Meeresrauschens mit 3 oder 6db pro Entfernungsverdopplung ab?
    Ab sofort neu in der Vermietung: 24x MLA Mini

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
    Beiträge
    549
    • 17. September 2005 um 08:32
    • #39

    Sorry, es ist voll ins Off-Topic abgerutscht... :oops:

    Aber sobald mein Amp das neue SNT hat gibt's nen eigenen Thread. Zur Beschaffung und Bearbeitung einer Frontplatte hab ich ja einen hoch-genialen Tipp bekommen: Schaeffer-AG.

    Ein bissl Feedback hab ich auch schon zu meinem Entwurf, könnten natürlich mehr Leute sein die was schreiben, aber eigentlich bin ich ganz zufrieden. :wink:

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    21. September 2026 um 22:21
  9. Suche Lichteffekt

    Schreddl
    21. September 2026 um 12:22
  10. QLC+4 in MagicQ Visualsieren - wie richtig einstellen?

    metal-shot
    19. September 2026 um 17:44

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