Hallo Kollegen!
Ich möchte mir für meine Überlegungen einige Tipps einholen.
Es geht um das Korrekte einrichten einer Delayline unter Berücksichtigung des Haas Effektes.
Hier also mal eine Beispielkonfiguration:
Front PA besteht aus einem Lautsprecher mit einem max. Schallpegel von 130db.
In 8m Entfernung wird eine Delayline aus identischen Boxen (also 130db/max) gesetzt.
Das Delay berechnet sich ja bekanntlich wie folgt: n Meter = 1000/334ms x n
Bei 8m also grob 24ms.
Hinzuaddiert wird nun der Haas Effekt mit ca. 10ms bis 30ms.
Ich entscheide mich für 20ms und so ergibt sich eine Gesamtverzögerungszeit von 44ms.
So weit – so gut.
Nun also zur Pegelanpassung. Hier besagt der Haaseffekt, dass das verzögerte Signal bis zu 10db lauter sein kann als der Pegel der von der Main-PA eintreffenden ersten Wellenfront.
Errechnet werden muss also der Pegel der ersten Wellenfront der Main-PA beim Eintreffen an der Delayline.
Da pro Entfernungsverdoppelung der Pegel um 6db abnimmt ergibt sich folgende Aufstellung:
MAIN-PA: 130db
2m 124db
4m 118db
8m 112db
Der Pegel der ersten Wellenfront der Main-PA beim Eintreffen an der Delayline liegt also bei ca. 112db.
Die Differenz zur Delayline beträt also laut Adam Riese 18db. Da meine Delayline 10db lauter sein darf ergibt sich also eine Abweichung von 8db.
Diese ist nun im Kontroller auszugleichen.
Und hier ist genau der Knackpunkt!
Hat sich in der Praxis bei euch eine andere Vorgehensweise als vorteilhafter erwiesen?
Ist die Absenkung von (in diesem Beispiel) 8db nötig oder tuts auch weniger?
Ich freue mich über Anregung und Diskussionen zum Thema.
Dank & Gruß