Ich habe mich entschlossen ein altes Zahlungsmittel wieder zu reaktivieren, dem WECHSEL.
Kennt oder arbeit noch jemand damit ?
Ich halte dieses Zahlungsmittel für sehr interersannt.
Ich habe mich entschlossen ein altes Zahlungsmittel wieder zu reaktivieren, dem WECHSEL.
Kennt oder arbeit noch jemand damit ?
Ich halte dieses Zahlungsmittel für sehr interersannt.
schau mal hier
http://www.kommundsieh.de/wechsel.html
Hat Dich der CDU-Wahlkampfslogan ("Deutschland braucht den Wechsel") inspiriert? :wink:
Als Gläubiger oder als Bezogener?
Wechsel machen für den Gläubiger ja nur dann so richtig Sinn, wenn man sie weitergeben kann. Nun befürchte ich, dass kaum eine Bank an Wechseln aus unserer Branche interessiert ist.
Andererseits: Lieber einen Wechsel als eine nicht bezahlte Rechnung, der Wechsel ist leichter einzuklagen (und man braucht nicht gleich den Aufwand eines notariellen Schuldanerkenntnisses).
Ich habe vor nicht allzulanger Zeit erst eine Ausbildung im Großhandel gemacht, noch dazu in einem kleinen Traditionsunternehmen (Ja, bei uns werden die Rechnungen noch per Schreibmaschine getippt - eine rein mechanische natürlich... :oops: )
Im Safe ruhen auch noch ein bis zwei ältere Wechsel, die ja gerade in dieser Branche üblich waren.
Auch in der Schule erwähnt man das Thema höchstens noch ganz am Rande in einem Nebensatz.
IMHO ist das auch ganz gut so.
Was für Vorteile erwartest du dir von einer Wiedereinführung?
Ein Wechsel ist nicht mehr so wirklich interessant, weil ihn keiner weitergeben kann und moderne Bankgeschäfte (Liquiditätsabfragen, Onlinebanking und jederzeit verfügbares "Automatenbargeld") ohn überflüssig machen.
Sicherlich ist er leichter Einzuklagen, aber soweit sollte es nach Möglichkeit garnicht erst kommen.
Also ich sehe den vorteil nicht in der weitegabe den Diskontieren des Wechsels sonder in der Wechselstrenge. Wer einen Wechsel unterschreibt bzw es muss ja Querschreiben heißen gibt ein unbedingtes Zahlungsversprechen. Wir dieser Wechsel nicht eingelöst kann man und muss man den innerhalb von 2 Tagen zum Protest einreichen. Das führt dann sehr schnell zu einem Titel. Einen Scheck platzen zu lassen ist ja mittlerweile Alltag und eigentlich folgenlos das ist eben beim Wechsel anders. Ein weiterer Vorteil ist das Zahlungsziel welches fest vereinbart wir. Das gibt die Möglichkeit mit dem Kunden das Ziel verbindlich und rechtskräftig zu vereinbaren.
Meine Meinung zu 90% der "Problem"-Fälle: Wenn ein Scheck platzt, dann wußte das der Aussteller schon bei der Übergabe. Wenn eine Rechnung nicht bezahlt wird (oder erst lange, lange Zeit nach Fälligkeit), dann weiß das der Kunde bereits bei Entgegennahme der Leistung.
Setzt man voraus, daß der Kunde intelligent ist und sich der Strenge des Wechsels bewußt ist, wird er diesen nicht akzeptieren.
Besteht man darauf, bewirkt man eine Selektierung der Zielgruppe. Der automatische Verlust der "Problem"-Kunden könnte sich wirtschaftlich als Gewinn herausstellen.
(Im Rahmen einer strategischen Unternehmensführung sind Konzentrationen sehr interessant und erlauben bei steigendem Umsatz sogar den Verzicht auf Kunden.)
Stephan
Also hab gerade mal in meinen Uralt Unterlagen etwas dazu gefunden...
In einer Fußnote heisst es "Als Zahlungsmittel nur empfehlenswert unter langjährigen Geschäftspartnern"
Für Deine Zwecke ist dann doch ehr die Vorkasse oder Barzahlung zu empfehlen, wenn Du probleme hast von windigen Geschäftsleuten Dein Geld zu bekommen!
Barzahlung und Vorkasse setzen vorraus, daß der Kunde zum Zeitpunkt der Leistungsnahme das Geld bereits hat. Bei mir kommt es oft vor, daß das Geld erst während der Veranstaltung (z.B. durch Eintritt) verdient wird und innerhalb von 10 Tagen nach der Veranstaltung bezahlt wird. Firmen für die mal als Subunternehmer einen ganzen Auftrag übernimmt, bekommen ihr Geld auch erst nach der Veranstaltung (sprich haben es vorher nicht).
Nun ist es natürlich wünschenswert eine Zahlungsweise zu finden, mit der man vorher schon eine große Sicherheit bekommt bzw. schneller bei Nicht-Zahlung zum Titel kommt.
Und das gute alte, bezahlung nach erbrachter Leistung direkt noch am Veranstaltungsort? Gut auch hier wird schmu getrieben, da ist dann plötzlich der Verantwortliche weg oder so, abetr im allgemeinen wir ja eh nur bis zu einer bestimmten Zeit kassiert und danach schue ich immer gerne das ich gleich zur Kasse bete. So habe ich immernoch das Druckmittel die VA zu killen wenn jetzt nachdem ja alle Gäste kassiert sind kein Geld kommt.
Bargeld lacht das ist klar. Wenn du bei einem Veranstalter direkt kassieren kannst gut. Ich mache aber viel Dry Hire da geht das schlecht. Vorkasse ist in den meisten Fällen nicht drin. Der Wechsel ist ein altes Zahlungsmittel unter Kaufleuten welches das Thema Zahlungsziel berücksichtigt. Ich bin der Meinung das deer Wechsel recht gut zu unserer Brache Passt. Wichtig ist mir das es dann keine Diskusionen mehr gibt, es wird Vereinbart das nach 60 Tage der Wechsel fällig ist. Wenn dann nicht pünklich Bargeld (oder Buchgeld auf dem Konto) da ist geht der Wechsel zu Protest. Der Tittel ist dann ganz schnell da. Wer das noch nicht gewust hat weiß es dann. Beim nächsten mal wir der geinen Wechsel mehr Querschreiben oder Zahlen. Im ersten Fall bekommt der auch keine Ware weil die Zahlung dann in jedem Fall notleidend ist.
Markus schrieb:
ZitatDer Wechsel ist ein altes Zahlungsmittel unter Kaufleuten
So ist das, wird aber auch heute noch durchaus praktiziert.
Wo wäre jetzt die Definition für Kaufleute?
Früher hat sich ein ordentlicher Kaufmann, wenn er nicht in der Lage war seinen Wechsel zum Termin glatt zu stellen, die Kugel gegeben.
Auch noch früher und so gab es da den Schuldturm.
Wieviel Kaufleute von all den Kaufleuten bleiben denn da nun noch übrig von den immer noch vorhandenen Kaufleuten?
Mir sind noch eine kleine handvoll ehrenwerte Häuser mit Kaufleuten bekannt.
@ Markus
Im Grundsätzlichen gebe ich Deinen Gedanken völlig recht. Doch was bleibt von all den Gedanken in der heutigen Zeit übrig, bei der gebrochenen Moral der allgemeinen Wirtschaft?
Ich denke mal, 90% wissen gar nicht was es bedeutet, einen Wechsel querzuschreiben. Was aber am Endergebniss nix ändert ...
Gerald1
Das Ergebniss ist das du relativ schnell zu einem Titel kommst und dich nicht noch darüber Streiten must ob die Leistung möglicherweise nicht einwandfrei war.
Das Thema Moral........... schweigen wir lieber. Es ist zum Kotzen.
Ich wüste mal gerne wieviel Geld so im gesamten Wirtschaftkreislauf festhängt und Investitionen hämmt.
Meiner Info nach ist man wenn man als Gewerbetreibender am Wirtschaftleben teilnimmt Kaumann. Die 2 Arten gibt es ja nicht mehr. Somit bist du bei einem quergeschriebenen Wechsel am Fliegenfänger
vereinbare mit den leuten doch, das sie dir einen überweisungsträger ausfüllen oder bankeinzug. mit meinen lieferanten und einigen kunden machen wir das so.
ein wechsel für 500 euro macht meines erachtens nicht wirklich sinn
Zitat von "test"vereinbare mit den leuten doch, das sie dir einen überweisungsträger ausfüllen oder bankeinzug. mit meinen lieferanten und einigen kunden machen wir das so
Nun, wenn das Konto platt ist, führt die Bank weder Überweisungen aus, noch lässt sie Einzug zu oder übersehe ich da was?
Richtig so ist es.
Die Meisten meiner Kunden zahlen Ihre Rechnungen super Pünktlich. Wenn ich aber sehe was sich in 2 Jahren so ansammelt´bekomme ich das Kotzen. Das ist richtig Geld. Klagen kann man bringt viel Arbeit und Kosten.
da geht es uns aber noch richtig gut in der branche