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Zusammenhang Watt - dB/W/m

  • Chrisbö
  • 6. Oktober 2005 um 13:24
  • Chrisbö
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    14
    • 6. Oktober 2005 um 13:24
    • #1

    Hallo
    irgendwann gab es mal einen Thread, in dem ziemlich gut erklärt wurde, wie die Angabe der Watt-Leistung und der dB pro W pro m zusammenhängt, bzw. wie man mit den Werten die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Lautsprechers berechnen kann.

    Leider finde ich den Thread nicht mehr.

    Weiß irgendjemand, wo der sich versteckt oder kann mir das wer erklären?
    Danke
    christopher

  • Oliver
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    • 6. Oktober 2005 um 15:05
    • #2

    Also die Angabe db 1W/1M gibt den Wirkungsgrad des Lautsprechers an, also wieviel Pegel der Lautsprecher in einem Meter Entfernung gemessen bei 1 Watt Eingangsleistung (Bei 8 Ohm 2,83 Volt) erzeugt.
    Für 10dB mehr braucht man die 10 Fache Leistung. 10dB empfindet der Mensch als die doppelte Lautstärke. Der doppelte Schalldruck sind +3db für die man die doppelte Leistung braucht.

    Kannst ja mal auf der Seite schauen und selbst ein wenig rumrechnen.

    http://www.hifi-forum.de/viewthread-42-61.html


    Ausgebildete Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik aus der Nähe von Braunschweig.

  • Volker Holtmeyer
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    13
    • 6. Oktober 2005 um 15:25
    • #3
    Zitat


    Die Angabe "@ 1W/1m" ist die so genannte Empfindlichkeit respektive Sensitivity. Die Sensitivity beschreibt den Schalldruckpegel auf Achse in einer Entfernung von 1 m, wenn an den Lautsprecher eine Spannung angelegt wird, die einer Leistung von 1 W entspricht (z.B. 2,83 V bei 8 Ohm). Die Angabe der Sensitivity beinhaltet somit keine Information darüber, was der Lautsprecher "anderswo" (also außerhalb der Hauptabstrahlachse) macht.

    Der Wirkungsgrad (engl. Efficiency) beschreibt, wie viel elektrische Energie in akustische Energie (eigentlich mechanische Energie) umgewandelt wird - richtungsunabhängig.

    Immer wieder, auch von so genannten Fachleuten, wird die Empfindlichkeit als Wirkungsgrad bezeichnet. Einige mögen das vielleicht als Haarspalterei abtun, es ist aber schlichtweg falsch!

    Mit der Sensitivity und der maximalen Belastbarkeit kann man den maximalen Schalldruckpegel (auf Achse) eines Lautsprechers bestimmen.

    Die Sensitivity beschreibt, wie laut der Lautsprecher bei einem Watt ist. Wir wollen nun also wissen, wie laut der Lautsprecher bei meinetwegen 500 W ist.

    Dazu gilt es zunächst die 500 W bezogen auf 1 W als logarithmisches Verhältnis ("als dB") auszudrücken.

    10 * log(500W/1W) = 27 dB

    Der Lautsprecher ist nun also bei 500 W um 27 dB lauter als bei 1W. Wir brauchen also nur die 27 dB zur Sensitivity zu addieren, um den maximalen Schalldruck des Lautsprechers zu bestimmen

    (Natürlich ist dies nur ein rechnerischer Wert, der streng genommen auch nur in einem bestimmten Frequenzbereich gilt. Um eine praxisgerechte Aussage über den maximalen Nutzpegel eines Lautsprechers zu haben, sollte man die Verzerrungen berücksichtigen, die mit zunehendem Pegel ansteigen und häufig für verschiedene Frequenzbereiche sehr unterschiedlich sind.)

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=32023

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Volker Holtmeyer
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    13
    • 6. Oktober 2005 um 15:36
    • #4
    Zitat von "Oliver"


    10dB empfindet der Mensch als die doppelte Lautstärke. Der doppelte Schalldruck sind +3db für die man die doppelte Leistung braucht.

    Eine Verdoppelung des Schalldrucks entspricht 6 dB!

    Eine Verdoppelung der Leistung entspricht 3 dB, das ist richtig.

    In entsprechenden Untersuchungen wird eine Schalldruckpegelerhöhung von 10 dB in der Tat von den meisten Probanden als "doppelt so laut" empfunden. Ich persönlich kann mit dieser Aussage recht wenig anfangen und finde sie irgendwie schwammig. Ich frage mich immer, wie "doppelt so laut" denn definiet wird - und ob schon mal jemand untersucht hat, ob man auch etwas "doppelt so hell" empfinden kann ... :?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Oliver
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    • 6. Oktober 2005 um 17:21
    • #5
    Zitat von "Volker Holtmeyer"


    Und power compression :wink:


    Ausgebildete Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik aus der Nähe von Braunschweig.

  • Chrisbö
    Beiträge
    14
    • 6. Oktober 2005 um 17:34
    • #6
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Dazu gilt es zunächst die 500 W bezogen auf 1 W als logarithmisches Verhältnis ("als dB") auszudrücken.

    10 * log(500W/1W) = 27 dB

    Der Lautsprecher ist nun also bei 500 W um 27 dB lauter als bei 1W. Wir brauchen also nur die 27 dB zur Sensitivity zu addieren, um den maximalen Schalldruck des Lautsprechers zu bestimmen

    Der Wert dB ist also das Verhältnis des dek. log von einem gemessenen Wert (hier 500W) zu einem Vergleichswert (hier 1W)?
    Oder bin ich da auf dem Holzweg?

    Danke schonmal!

  • N-Dee
    Beiträge
    932
    • 7. Oktober 2005 um 01:26
    • #7

    Jap - ein Bel ist an sich genau eine Zehnerpotez. Ein Dezibel ist daher eine Zehntel-Zehnerpotenz. Deshalb auch das 10*Log :wink: .

    Bei Spannungen gilt 20*Log, da die Spannung quadratisch in die Leistung eingeht (doppelte Spannung -> vierfache Leistung) - aber vielleicht kann das jemand mal genauer aufrollen.

    Greets,
    N-Dee

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • montesuma
    Beiträge
    948
    • 7. Oktober 2005 um 02:12
    • #8

    Hinzu kommt, daß viele Membranen bei maximalen Pegel bereits aus dem Megnetfeld heraus kommen und damit die maximale Leistung nicht wirklich berechenbar ist. Zum Ende hin wird das Leistung/Schalldruck Verhältniss damit immer flacher.

    Dies dient auch zum Schutz der Spule. Sobald sie aus dem Magnetfeld draussen ist, kann sie nicht mehr so leicht überlastet werden.

  • DJ_Uwe
    Beiträge
    791
    • 7. Oktober 2005 um 08:47
    • #9
    Zitat von "N-Dee"


    Bei Spannungen gilt 20*Log, da die Spannung quadratisch in die Leistung eingeht (doppelte Spannung -> vierfache Leistung) - aber vielleicht kann das jemand mal genauer aufrollen.

    Der Strom fließt quadratisch in die Leistung ein

    P= U * I

    U = R * I

    P = R*I * I

    P = R * I²

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  • N-Dee
    Beiträge
    932
    • 7. Oktober 2005 um 09:08
    • #10

    Ich meinte eher:

    P = U * I
    U = R* I
    I = U / R

    P = U² / R

    Ändert man die Spannung bei gleichbleibendem Widerstand, ändert sich damit auch der Strom (im selben Maße!). Verdoppelt man die Spannung, verdoppelt sich auch der Strom ( R = U/I ). Strom und Spannung hängen also zusammen. Wir haben also beide recht. Da wir aber primär mit Spannungen arbeiten, machts wenig sinn, es über den Strom zu erklären :wink: .

    Sollte ich irgendwo falsch liegen bzw. meine Aussagen unvollständig sein, möge man mich bitte korrigieren - ich bin Informatiker und kein Elektrotechniker :D .

    Greets,
    N-Dee

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  • DJ_Uwe
    Beiträge
    791
    • 7. Oktober 2005 um 09:47
    • #11

    Hallo!

    Wenn ich es richtig in erinnerung habe aus meiner Lerzeit hat man 10 oder 100 KV Leitungen entwickelt um den Verlust so niedrig wie möglich zu halten. Und das man dabei die Spannung unten hält ist glaube ich eher unwahrscheinlich :shock:

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  • N-Dee
    Beiträge
    932
    • 7. Oktober 2005 um 10:16
    • #12

    Wo ist das Problem? Angenommen, die Leitung hat immer denselben (Eigen-)Widerstand (Erwärmung etc. mal ausser Acht gelassen) -> selber Spannungsabfall (=Übertragungsverlust). Lege ich eine höhere Spannung an, habe ich anteilsmäßig weniger Verluste.
    So, jetzt wirds mir aber zu offtopic und vor allem zu elektro(technik)-lastig.

    Greets,
    N-Dee

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  • MIG
    Verifiziert
    Beiträge
    151
    • 7. Oktober 2005 um 10:20
    • #13

    Zum Glück gibts verschiedene Gleichungszusammenhänge, um die verschiedenen Aspekte des gleichen Phänomens zu erklären :D

    Ihr habt beide recht und es stimmt auch alles.
    Die Frage ist:
    Was kenne ich?
    Was möchte ich errechnen?

    Bei Lautsprechersystemen interessiert die umgesetzte Leistung in Abhängigkeit vom Chassis (Widerstand) und angelegter Spannung.
    Ersatzschaubild: Spannungsquelle (hier Amp), Leitung (wird vernachlässigt), Verbraucher (LS)

    Bei Überlandleitungen interessiert, wieviel Verlust in der Leitung entsteht.
    Und die ist abhängig vom Strom in der Leitung, der wiederum von der Verbraucherleistung abhängt. Mit der Spannung alleine ist noch nichts gewonnen, weil die auch an der Leitung anliegt, wenn kein Verbraucher angeschlossen ist, d.h. kein Strom fließt.
    Ersatzschaubild: Spannungsquelle (E-Werk), Leitung (Verlustleistungsverbraucher), Verbraucher (Haushalte, etc.)

    Gruß,
    Michael

  • Chrisbö
    Beiträge
    14
    • 7. Oktober 2005 um 11:54
    • #14

    Danke, damit ist meine Frage mehr als beantwortet.
    :D

  • unknown_artist
    Beiträge
    2.849
    • 7. Oktober 2005 um 19:24
    • #15

    holla passend hätte ich da noch was anzubieten: gugge ma da http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?t=40350&postdays=0&postorder=asc&start=45
    Keiner von den Feiglingen :D hat sich getraut mir zu widersprechen...und hier noch mal die gefudelte rechnung...wo liegt der Fehler...das ist hier die Preisfrage :D

    Zitat

    Das System A hat einen Wirkungsgrad von 10%und einen widerstand von 8Ohm(reel is einfacher is schöner). Wir stecken 100W rein. Bekommen 10W akustisch raus.Wird gespeist von einer SPANNUNGsquelle mit 28,3V.
    wir schalten zwei Stücke System A parallel. Der Widerstand des Gesamtsystems halbiert sich(wie gesagt wir gehen von einer ideelen Spannungsquelle aus)-> Stromstärke Iges verdoppelt sich, spannung bleibt identisch.
    An der Parallelschaltung teilt sich die Stromstärke auf->jedes der beiden System A wird weiterhin von 100W bedient->pro Chassis kommen 10W raus. 10W+10W=20W
    Und der unterschied zwischen 10W und 20W sind +3dB(W)...und nochmal +6dB ist die vierfache Leistung.....
    Nichtsdestotrotz rechnen wir weiter. Wir spannen eine Kugel um den kugelförmig abstrahlenden subwoofer:grin: die zufallig 1m² oberfläche hat. Die Schallintensität beträgt also J1=10W/m²beim single und J2=20W/m² bei der parallelschaltung.Jetz berechnen wir den Schallpegel L.
    L1=10*lg(J1/(10^-12 W/m²)=130dB
    L2=10*lg(J2/(10^-12 W/m²)=133dB
    Ich rechne mit Leistungsverhältnissen und nicht mit Stromverhältnissen...
    10*lg(P1/P2). Wenn ich mit Strom/Spannungsverhältnissen rechne dann hab ich 20*lg(U1/U2) dann komme ich auch auf 6dB...nur halt db(V).

    Alles anzeigen

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • wetbf
    Beiträge
    283
    • 7. Oktober 2005 um 21:34
    • #16

    Ganz einfach: Beide Lautsprecher erzeugen ja jetzt Schalldruck am Aufpunkt, in gleicher Phasenlage und gleicher Amplitude. Die beiden Schalldrücke addieren sich....d.h. 6dB mehr am Aufpunkt, genau um Faktor 2.

    wetbf

  • unknown_artist
    Beiträge
    2.849
    • 8. Oktober 2005 um 00:01
    • #17
    Zitat von "wetbf"

    Ganz einfach: Beide Lautsprecher erzeugen ja jetzt Schalldruck am Aufpunkt, in gleicher Phasenlage und gleicher Amplitude. Die beiden Schalldrücke addieren sich....d.h. 6dB mehr am Aufpunkt, genau um Faktor 2.

    wetbf


    soweit war ich auch schon - kann ich auch mal kurz ausführen - Schallpegel eines Ls liegt bei 120dB....
    Schalldruck System 1 : p1= p0*10^(L1/20)=20N/m²
    bie identischer phasenlage und wenn p2=p1 dann ist
    pges=40N/m²
    Damit ergibt sich ein Gesamtpegel von
    Lges=20*lg(pges/p0)=126dB
    Differenz genau 6dB - nicht wirklich überraschend - ist ja auch das was rauskommen sollte- womit die andere frage nicht beantwortet wäre - Wo ist der fehler der anderen rechnung.... :D

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • wetbf
    Beiträge
    283
    • 8. Oktober 2005 um 00:24
    • #18

    Die Schallleistung am Aufpunkt ist ja, aufgrund des verdoppelten Schalldruckpegels, 4*10W und nicht 2*10W. Hier liegt der Fehler.

    wetbf

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 24. Oktober 2005 um 21:48
    • #19

    Versteh ich nich...?

    Da gibts keinen Fehler.
    Bei Leistung und Schalldruck bedeutet +3db eine Verdoppelung des Absolutwertes.

    Strom und Spannung dagegen sind Feldgrößen. Hier bedeuten 6 dB eine Verdoppelung, weil sie im Quadrat in die Leistung eingehen:

    P=U*U/R bzw P=I*I*R

    Das ist 9tes Schuljahr oder so?
    oder hab ich jetzt den Gag verpasst?

    Grüße
    Opi

    Viel wichtiger Ist doch die Frage:
    Ein Amp leistet 150 Watt pro Kanal an 8 Ohm. Ich hab eine 8 Ohm-Box, die mehr kann.
    Was muss die Box vertragen können, wenn ich sie in Brückenschaltung an den Amp hänge?
    :wink:

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • unknown_artist
    Beiträge
    2.849
    • 24. Oktober 2005 um 23:03
    • #20
    Zitat von "Ton_Opa"

    Versteh ich nich...?


    oder hab ich jetzt den Gag verpasst?


    ich hoffe du bist mir nicht böse wenn ich JA sage....Das die Spannung quadratisch in die Leistung eingeht is schon klar..
    Der gag war der...3dB mehr Leistung rein bei der Parallelschaltung(verdoppelt) und 6dB mehr raus(vervierfachung) Schau dir noch ma die rechnung an - ganz so simpel war die sache nicht :D

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

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