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Qualtiät bei PA Systemen

  • karel noon
  • 7. Oktober 2005 um 14:27
  • karel noon
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    • 7. Oktober 2005 um 14:27
    • #1

    Angeregt durch die Diskussion über "tiefenstaffelung" bei verstärkern und einigen gesprchen in den letzten wochen wollte ich mal eine diskussion über die qualitätsansprüche bei PA systemen anregen.
    Es wundert mich schon das es immer noch als gegeben und unveränderbar angenommen wird das PA systeme Schlechter, bzw. nicht so gut wie Hifi systeme sein können.

    Also ich glaube das der unerfahrene zuhörer ein recht darauf hat die höchstmögliche qualität zu bekommen. Abgesehen von schlechten mischern sollte zumindest die PA diesem anspruch genügen.
    Ich spreche hier nicht davon das jedes system so sein muß, aber es sollte doch für jeden die möglickeit geben so ein system einzusetzen.
    Auch in einer kneipe, oder einem kleinen bluesclub, und bei einer präsentation.
    Warum gibt es dann immer noch so viele komentare die genau das gegenteil davon propagieren?
    Es geht mir nicht darum heir eine diskussion über "kabelklang" zu führen, aber auch hier sollten ja gewisse ansprüche erhalten bleiben.

    Sehe ich das also aleinziger so, oder gibt es noch mehr leute die glauben das man den PA systeme noch weiter verbesern sollte?
    Oder gehe ich da zu weit? ist es gar nicht gut zu versuchen einen "hifi-orientierten" sound live zu bekommen?

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Kracky
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    • 7. Oktober 2005 um 14:50
    • #2

    Dann viel Spaß beim verbessern unserer Physik! Vielleicht bekommt ihr das ja hin, wäre ja eine Revolution!

    Wenn ich viel Schall erzeugen möchte muß ich da viel Leistung hineinpacken, damit ich dieses kann brauche ich entsprechende Bauteile die einfach grobschlechtiger sind, sie haben dadurch einen ganz klaren Leistungsvorteil sind aber wie alles was Kraft hat einfach nicht so flink um jetzt nicht gerade träge zu sagen. Die Physik lässt sich nicht ändern, wir haben es im Hifi Bereich mit ganz anderen Werten zu tun als in der Professionellen Beschallung. Ich würde einfach mal sagen hier zählt vorallem erst einmal die Masse und dann kommt die Klasse. Ansätze dieses zu ändern gibt es doch schon, klein und kleinstpappen Hochleistungstopteile, Kleinpappenbässe. Treiber die fast den kompletten Frequenzbereich abdecken usw. Das sind alles ansätze die aber nuneinmal begrenzt sind.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • djobi
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    • 7. Oktober 2005 um 16:24
    • #3

    ok, physikalische Grenzen lassen sich nicht verschieben, aber trotzdem hat sich in den letzten 25 Jahren gerade im Bereich Audio *sehr* viel getan, das muss man hier auch niemanden groß erklären.
    Die Aussagen das PA nicht "klingt" ist IMHO historisch bedingt und sollte inzwischen wirklich überholt sein. Gute PA-Systeme klingen inzwischen auch bei (oder trotz?) hohen Pegeln richtig gut (=hifimäßig).

    PA Technik und High-End-Audio miteinander zu vergleichen ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg, dafür werden mit den Systemen zu verschiedene Ansprüche verfolgt, aber Hifi-Bedingungen (DIN45500, 20-20000Hz bei 1% Klirr) sollte eine gute PA locker erfüllen können.

    Wenn Karel in diesem Zusammenhang über Qualität spricht gehe ich mal von der Klangqualität der PA-Systeme aus.
    Oft mag es einfach nur Unwissen der Käufer (viele kennen ja heutzutage nur noch ihre PC-Brüllwürfel) oder auch eine Budgetfrage sein, aber ich gebe ihm recht das man inzwischen ruhig den Anspruch auf einen guten Klang haben kann - egal ob Musikberieselung im Restaurant oder in der Disco bzw. auf dem Konzert. Technisch machbar ist dies inzwischen ohne grossen (Mehr-)Aufwand.

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • soundworx
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    • 7. Oktober 2005 um 16:48
    • #4

    Es gibt schon einge PA Systeme, die aussergewöhnlich gut klingen (können). Ich hatte schon das Vergügen einige absolut geniale Konzerte zu besuchen, bei denen mich der Sound einfach umgehauen hat.
    Leider hat die Umgebung, in der das System spielt einen riesigen Einfluss auf das akustische Ergebnis. Und Tonis mit schlechter Tagesform gibt es ja leider auch mehr als manchmal.
    Ich würde also sagen, daß es durchaus PA Systeme gibt, die unter optimalen Voraussetzungen traumhafte Ergebnisse liefern, die mit Stereoanlagen durchaus vergleichbar sind.
    Bei Hifi und PA ist aber, wie bereits geschrieben, die Zielsetzung eine ganz andere. Bei High End Hifi z.B. geht es mehr darum, das absolute Maximum an Klangverbesserung ungeachtet der resultierenden Kosten zu erreichen.
    Das ist bei PA ganz anders! Zunächst sind PAs ein Investitionsgut, d.h. es muss sich betriebswirtschaftlich rechnen! Der wichtigste Faktor bei der Weiterentwicklung ist: wie erreiche ich mehr mit weniger Material. Vergleiche auf Konzerten mal die Holzmenge vor 15 Jahren und heute!
    Klangverbesserungen sind natürlich auch erwünscht, diese liegen aber eher in der Gleichmässigkeit und Kontrolle der Abstrahlung bei Benutzung von zig Einzelboxen.

    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • wora
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    • 7. Oktober 2005 um 17:56
    • #5

    natürlich gibt es eine menge an PAs, über die man überhaupt nicht gerne musik hört.
    entweder weil sie schrecklich quäken, weil sie ein sehr unpräzises impulsverhalten haben oder weil sie starke klirranteile produzieren.
    doch diese gehören leider vor allem in VAs mit knappem budget leider zum standard.

    aber es gibt schon auch einige PA systeme, die klanglich problemlos mit guten HiFi komponenten mithalten können.
    in der regel sind die aber leider auch etwas teurer.

    und mal ehrlich: der großteil des publikums hört nur im direkten vergleich einen unterschied zwischen einem guten und einem weniger guten system. und auf welche VA gibt es denn so einen direktvergleich?

    ein richtig schlechtes system hört natürlich auch der laie, aber die meisten leute äussern ihren unmut darüber nicht einmal. warum sollte der veranstalter dann was ändern?

    ganz allgemein kontraproduktiv für einen perfekten sound ist:
    - schlechte akustik = lange nachhallzeiten + starke erstreflektionen der räumlichkeit.
    - durchschnittliche oder schlechte musiker
    - durchschnittliche oder schlechte techniker
    - zu kurze setup-zeiten zum einstellen der anlage
    - zu geringes budget für eine optimale PA
    - zu laute bühne
    - zu laute PA
    - vorgaben vom designer / bühnenbildner
    - vorgaben vom veranstalter

    es muss also nicht immer am lautsprechersystem liegen :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ADMIN
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    • 7. Oktober 2005 um 18:38
    • #6
    Zitat von "djobi"

    aber Hifi-Bedingungen (DIN45500, 20-20000Hz bei 1% Klirr) sollte eine gute PA locker erfüllen können.

    :shock:

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • treibsand
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    • 7. Oktober 2005 um 18:50
    • #7

    Unabhängig davon, welche anderen Ursache ein mittelprächtiger Klang der kompletten "Konzertsystems" (incl. Band/Tech/Raum etc.pp) hat, definiert sich Public Adress doch schon selbst als öffentlich/allgemein.
    Und in der öffentlichkeit/Allgemeinheit dürfte der Wunsch nach einem absolut perfekt klingenden System einfach nicht groß genug sein.
    Selbst im Highest-Fidelity-Sektor finden sich ja auch nur wenige audiophile, im Vergleich zur breiten "Ich-hab-ne-tolle-Schneider-Compact-Anlage"-Masse.
    Mittlerweile klingen alle "modernen" PAs so gut, daß man sie durchaus mit einer HiFi-Anlage von Otto-Durchschnittsverbraucher vergleichen kann.

    Und nicht zu vergessen:
    bei einer VA mit PA-System zählt immer auch das Gesamterlebnis - nie nur der Anlagensound. Bei einer guten Partydürfte die audiophilste Heimanlage auch ihren Klangvorteil verlieren.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • BVC
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    • 8. Oktober 2005 um 00:32
    • #8

    die frage ist doch eher: wofür soll man auf ein konzert gehen wenns da genauso klingt wie zu hause ?
    Grade bei moderner Musik gehts doch auf Konzerten ganz anders zu als auf der CD Mischung (vor allem immer viel mehr untenrum).
    Und davon ab muss ich doch hier als PS10 jünger mal eben diese Box anführen die wirklich sehr sehr ordentlich spielt, die ich bei Aufnahmesessions in der schule schon als abhöre benutzt habe und damit immer sehr anständige ergebnisse erzielt habe (zumindest für die geltenden bedingungen... eine schulaula ist kein studio). Hatte das ganze mal in vergleich zu meiner medium budget - klein hifi anlage von yamaha (kleines SP system dass aber astrein klingt... wenn mans so hört.. deutlich besser als all die aldi anlagen etc.) und diese eigentlich nette hifi anlage war chancenlos gegen die auflösung von der PS10. aber ich glaube da ists dann irgendwann nur noch geschmackssache.

  • milchschnittae
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    77
    • 8. Oktober 2005 um 12:05
    • #9

    entschuldigung aber was hier aufgeführt wird ist teilweise mehr als merkwürdig...

    wer soll bitte definieren wie eine hifi-anlage klingt und was ist überhaupt eine hifi-anlage. geht es da um preise jenseits der x-k euro oder was? Für den einen ist der hier beschriebene "brüllwürfel" vom PC schon eine Hifi-Anlage, was vielleicht daran liegen mag, dass er es nie anders gehört hat. In meinen Augen ist meine Anlage auch eine Hifi-Anlage, das wird ein Nubert Kunde wahrscheinlich wiederrum als kindergarten abstempeln. Genauso wie ein b&w oder ein was auch immer Liebhaber sagen wird, das Nubert kein Hifi mehr ist, sondern Billig-Schrott. Letztendlich geht es hier um verschiedene Geschmäcker und verschiedene Arten von Musik hören. Des weiteren hat eine Hifi-Anlage wie ja auch schon mehrfach erwähnt ein ganz anderes Ziel als eine PA-Anlage: Die Hifi-Anlage soll eine Person in seinen eigenen vier Wänden möglichst perfekt (was in diesem Falle nach seinem Geschmack bedeutet!!!) beschallen. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, dass eine andere Person diesen Sound als schlecht empfindet, weil sie ihm/ihr z.B. viel zu basslastig ist. Die PA-Anlage soll dagegen MEHRERE Personen in FREMDEN vier Wänden beschallen. Dabei treffen etliche Geschmäcker aufeinander. So empfindet der eine die Anlage eventuell als das Toperlebnis seines Lebens, weil ihm der Sound einfach nur passt. Der andere empfindet den sound als unangenehm, warum auch immer. Dabei kann es sein, dass er/sie/es eine b&w-anlage oder aber auch die "brüllwürfel" von "aldi" besitzt. Klang und Sound ist eine individuelle Angelegenheit die meiner Meinung nach nicht allgemein betrachtet werden kann. (an dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ich meine Beispiele BEWUSST überspitzt gewählt habe!!!)

    mfg

    milch

  • Inselgert
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    Beiträge
    717
    • 9. Oktober 2005 um 11:04
    • #10

    die meisten pa systeme sind doch sagen wir mal unter optimalen Bedingungen eigentlich ganz ok!
    Haben aber gegenueber ner Studioabhoere oder ner Hifianlage mit ganz anderen parametern zu kaempfen!
    Faengt schon an bei der Reichweite. Da sind ja werte ueber 30 Meter doch eher an der Tagesortnung!
    Die verbauten Komponenten muessen relativ hohen physischen Anspruechen standhalten, wie stuerze oder nen ganzen tag im Regen haengen.
    Dann sprechen wir ja auch von anderen Schalldruecken die hier auf Dauer produziert werden muessen!
    Wenn man das alles bedenkt finde ich es schon ganz erstaunlich wie gut heutzutage die meisten PAs klingen!
    Das kann man vieleicht eher mit nem Rennwagen vergleichen! Halt pure Gewalt anstatt luxurioeses Cruisen!
    Das was ich so mancher PA Box antue haelt ne Hifi Box keine 2 Minuten aus! Egal wie Teuer! :D

  • kommissar
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    48
    • 9. Oktober 2005 um 14:32
    • #11
    Zitat von "BVC"

    die frage ist doch eher: wofür soll man auf ein konzert gehen wenns da genauso klingt wie zu hause ?

    Das genau ist auch meine Frage. Abgesehen von der Plattitüde, dass auch der "perfekte" Sound Geschmacksache ist, war das, was ich persönlich live als "perfekt" erlebt habe (zum Glück) weit vom Sound mancher CD entfernt.
    Ich denke, was im Fußball gilt, gilt auch hier: "Wichtig is auf'm Platz" (ok, ok, 5 Mark ins Phrasenschwein). Aber dieser "Platz" ist nunmal dermaßen unterschiedlich und derart weit weg von einer HiFi Situation, dass ich den Anspruch persönlich für etwas weit hergeholt halte.
    Das geht schon mit den Störgeräuschen los: Ein Rauschen, das ich zu Hause auf keinen Fall tolerieren würde, höre ich ggf. live schon in einer Entfernung von 1m zur Box nicht mehr.
    Meiner Meinung nach sind die Leistungsanforderungen an PA- und HiFi-Komponenten so unterschiedlich, dass ich mich mit dem Vergleich äußerst schwer tue. Trotzdem sollte in jedem der beiden Bereiche alles dafür getan werden, ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen.
    Und da sind die PA-Entwickler - wie ich finde - auf einem guten Weg.

    Den Rest meiner Gedanken kann ich mir schenken, denn da kann ich mich meinem Vorredner nahtlos anschließen.

    * * * HIER KÖNNTE IHRE SIGNATUR STEHEN * * *

  • sebastian
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    • 15. Oktober 2005 um 17:01
    • #12

    Ob eine Veranstaltung gut ist oder nicht hängt von vielen
    Faktoren ab. Ich war unlängst in Stuttgart auf der Wasn.
    Nach 3 Zelten habe ich dann endlich mein "Seelenheil" im
    4. Zelt gefunden.
    Warum weiß ich nicht, aber da hingen fasst in jedem Zelt
    LA. Geholfen hat es für die Stimmung im Zelt und leider
    muss ich sagen auch für den ein oder anderen Mischermann
    bzgl. des Sounds leider gar nichts.

    Insofern empfinde ich folgendes Statement als sehr praxisrelevant
    für einen guten Sound

    Zitat

    ganz allgemein kontraproduktiv für einen perfekten sound ist:
    - schlechte akustik = lange nachhallzeiten + starke erstreflektionen der räumlichkeit.
    - durchschnittliche oder schlechte musiker
    - durchschnittliche oder schlechte techniker

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