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Delay Drum/Front - nur eine Spielerei?

  • dotvision
  • 5. November 2005 um 18:48
  • dotvision
    Beiträge
    21
    • 5. November 2005 um 18:48
    • #1

    Hallo zusammen

    Es würde mich interessieren, ob es für die Mischer von "besseren Bands" tatsächlich an der Tagesordnung ist, in einer Indoor-Location ein Delay zu benützen, um die Distanz Drumset --> PA gleichzusetzen. Meiner Meinung nach hat man wenn der Sound verschissen klingt andere Probleme als die paar Millisekunden Zeitunterschied und ich kriege eigentlich ohne Delay, dafür mit guten Drum-Mics und Gates immer ein gutes Drum hin. Wie seht ihr das: Möchtegern-Spielerei oder wirklich wichtig?

  • waldmaster
    Beiträge
    8
    • 6. November 2005 um 18:03
    • #2

    ich glaube der Drummer wird ziemlich böse, wenn der Kick leicht verzögert aus dem Drumfill kommt, oder?

  • Andreas Vieten
    Beiträge
    253
    • 6. November 2005 um 18:07
    • #3

    Bei "besseren Bands" kann man von einem separatem Monitormix ausgehen.

  • dasich
    Profi
    Beiträge
    960
    • 6. November 2005 um 18:09
    • #4

    Also das kommt ein wenig drauf an.
    Erstmal hat das überhaupt nix mit besseren Bands zu tun
    und ist auch keine Möchtegern-Spielerei.
    Wenn die Location halt hergibt, das man viel Direktsound von der Bühne hat macht das schon Sinn.
    Selbst bei Sprache z.B. in Theatern hilft das sehr der Verständlichkeit beizutragen.
    Wenn der Sound, wie du sagst veschissen klingt hast du nur ein Problem:
    Was dran ändern. Wenn der Grund für den verschissenen Klang halt u.A. Laufzeiten zwischen Bühne und Front ist, mit allen Sauereien die das mit sich bringt, dann hilft halt nur ein Delay oder vorne so Laut ziehen, bis man die Bühne nicht mehr hört.
    Glaub mir, dann ist das Delay die bessere Wahl :D

    Es grüßt der Stephan

  • dasich
    Profi
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    960
    • 6. November 2005 um 18:18
    • #5
    Zitat von "waldmaster"

    ich glaube der Drummer wird ziemlich böse, wenn der Kick leicht verzögert aus dem Drumfill kommt, oder?

    Zitat von "Fat A"

    Bei "besseren Bands" kann man von einem separatem Monitormix ausgehen.

    Hä? Wenn ich die Front verzöger hat das doch keinerlei Auswirkung auf den Monitor.

    Es grüßt der Stephan

  • Wulfson
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    • 6. November 2005 um 19:57
    • #6

    erst einmal bewegen wir uns bei kleinen locations in einem sehr engem zeitfenster, zweitens müßten dann alle instrumente verzögert werden und das auch noch frequenzabhängig....wer will das denn machen?

  • karel noon
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    • 6. November 2005 um 21:29
    • #7

    theorie und praxis, theorie: ja, alle instrumente verschieden frequenzabhängig verzögern, und eigentlich geht das ja gar nicht weil gitarre links näher am linken zuschauer..... den rest spar ich mir.

    praxis: manchmal wirkt es wunder die backline mal um ein paar "meter" zu verzögern.
    was nutzt mir alle therie, ich habe ein ohr, probiere es, und es geht oder geht nicht. ist aber genauso wenig spielerei wie ein EQ, manchmal brauch man ihn mehr, manchmal weniger.
    wer hören kann ist klar im vorteil :D

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • Volker Holtmeyer
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    • 6. November 2005 um 23:55
    • #8
    Zitat von "Wulfson"

    erst einmal bewegen wir uns bei kleinen locations in einem sehr engem zeitfenster, zweitens müßten dann alle instrumente verzögert werden und das auch noch frequenzabhängig....wer will das denn machen?


    Oh, das würd aber lustig werden! :lol:
    Nein, frequenzabhängig muss das Delay natürlich nicht sein. Mit einem Digitalpult ist aber ein spezielles Delay für jedes Instrument überhaupt kein Problem.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Tobias Zw.
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    • 7. November 2005 um 08:54
    • #9

    Ich verzögere inzwischen in mittelgroßen Venues STARNmäßig die Front zu einem Punkt irgendwo zwischen Drums und Frontmonitoren; vielleicht isses ja nur psychosomatisch, aber ich glaube im Regelfall eine deutliche Verbesserung des Klanges erkennen zu können.
    Soweit, daß ich alle Mikros einzeln verzögere, bin ich noch nicht, obwohl ich als Digitalpultbesitzer da ja eigentlich prädestiniert wäre... Aber dann wird's mit dem Bezugspunkt doch ziemlich knifflig. :wink:

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • gerald1
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    • 7. November 2005 um 12:37
    • #10

    Frequenzabhängige Verzögerung auf der PA ...
    Das überlasse ich mal lieber den Poristen im Studio.
    Auf ein Delay im PA für alles möchte ich jedoch nicht verzichten. Welche Laufzeit hier die korrekte ist, ist von mehreren Faktoren abhängig. Um nur mal die 2, die mir grad so einfallen, zu nennen, wie
    1. Bühnenlautstärke der Backline
    2. Bühnenbreite und
    last but not least - es sei nicht vergessen - das Ohr!
    Mit einem reinen Streckenmaß kommt man natürlich auch nicht sehr weit. Denn bei DSP-Einsatz oder so bzw. AD/DA-Wandlern sind die dementsprechenden Latenzzeiten der Geräte ohnehin mit einem kleinen Delay schon vorhanden. Wie auch immer ...
    Verfügt man natürlich über ein Delay für links / rechts getrennt sind natürlich auch mechanische Aufbauten differenziert möglich. So manche Location zwingt einen, das PA links und rechts nicht in einer Front zu stellen (Mechanik).
    Fazit: Ein Delay sollte an Bord sein. In wie fern dieses zum Einsatz kommt, ist wirklich jobabhängig und läßt sich in der Regel mit ein, zwei Dipps korrigieren oder anpassen.
    Gerald1

  • Wulfson
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    • 7. November 2005 um 15:23
    • #11

    digital pult...da wirds schon schwierig, da ich die dinger nicht anfassen mag. ich hab halt lieber ne konsole zum schrauben in den händen...
    ab welcher raum/bühnengröße macht es denn erfahrungsgemäß sinn, ein delay zu setzen (für welches instrument ist erst mal wurst)? in kleinen säälen bei rnr wird das wohl eher weniger bis gar nix bringen. controller wären kein problem..da sind mittlerweile genug im einsatz 8)

  • Seven
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    • 7. November 2005 um 21:06
    • #12

    Ich würde das weniger von der Größe als von der Lautstärke abhängig machen. Wenn ich technisch die Möglichkeit habe, also Digitalcontroller oder eben Digitalpult, und der BühnenSOUND einen relativ hohen Anteil am Gesamtsound hat, dann würde ich das IMMER realisieren. Ausnahme verwinkelte Irish Pubs oder so. Aber wenn ich klassisch VORNE eine Bühne habe und die Paxe davor, dann eigentlich immer.

    Verzögern theoretisch auf die lauteste Quelle auf der Bühne. Das kann sein, dass Drumkit (bei kleineren Gigs meistens) und bei größeren das Sidefill.

    Ich habe speziell bei kleineren Shows mit Bühne ca 5x4 Meter und Publikum von 200 Pax UND einer lauten Bühne damit RELATIV gute Ergebnisse erzielt. Relativ heisst soviel, wie im direkten Vergleich zu keiner Verzögerung. Ich bekam so jedes Mal die Stimmen deutlich besser nach vorne und sie waren verständlicher und da die Stimmen meistens eben vorne stehen im Mix wird der Unterschied recht schnell deutlich.

    Je lauter die Bühne desto größer ist IMHO der Effekt. Und natürlich ist der Effekt bei größerem Abstand von Band - PA (meist größere Bühne) hörbarer. Allerdings habe ich bei größeren Bühnen auch meist ne größere (lautere) PA, die die Bühne leichter übertönt.

    gruß
    Jan

  • Wulfson
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    • 7. November 2005 um 21:23
    • #13

    dann werd ich das mal testen

  • guma
    Moderator
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    • 7. November 2005 um 21:26
    • #14

    1. genau das

    Zitat von "Seven"

    Verzögern theoretisch auf die lauteste Quelle auf der Bühne. Das kann sein, dass Drumkit (bei kleineren Gigs meistens) und bei größeren das Sidefill.

    und 2. das nicht ganz

    Zitat von "Seven"


    Je lauter die Bühne desto größer ist IMHO der Effekt.

    Der Effekt ist am ausgeprägtesten, wenn die lautesten Quellen auf der Bühne im Auditorium etwa gleich laut ankommen wie über die PA. Das ist eine für "Clubs" häufig vorkommende Situation

    Dann hört man bei fehlender Zeitkorrektur ein "misalignment" zwischen "Original" und "PA-Abbildung" am deutlichsten.

  • Wulfson
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    • 7. November 2005 um 21:33
    • #15

    hmm.deswegen sind wohl bei extrem lauten gitarren diese im vorderen saalbereich eher schlecht bis matschig zu hören...vor die birne klatsch

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