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heavy phasepluggin'

  • martin
  • 1. Januar 2003 um 01:30
  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 1. Januar 2003 um 01:30
    • #1

    Morgen,

    Joo, die Kinder schlafen, ich muss aufs Klo und mach mir dort natuerlich Gedanken ueber PP's.

    Frage, was macht das Ding?

    So seh ich das:

    Wichtig wird er wohl erst bei hoeheren Frequenzen, also ueber den magischen 600Hz die der BMS ermoeglicht. Oder doch schon vorher?

    Ich versuche also von moeglichst jedem Punkt der membran die gleiche Wegstrecke zum hals zu kriegen. UND, stehende Wellen in der Vorkammer im abzustrahlenden bereich zu verhindern. Das seh ich mal als Hauptaufgabe. Und sorry an alle echten Entwickler, das erscheint mir als ein durchaus auch mit Hirnschmalz am Klo oder im Wohnzimmer loesbares Problem.

    Bleibt die frage. Kann ich mit geschicktem Design, die gesamte Strecke im horn angleichen? Normalerweise hab ich ja da ganz ordentliche Wegdifferenzen vom hals zum mund. Wie weit, und kann man das ueberhaupt, kann man da korrigieren?

    Wie kritisch ist der Verlauf im bereich der mundflaeche? Am wichtigsten scheint mir ja eben die Bildung eines moeglichst kleinen Vorkammervolumens bei Ah<Sd zu sein. Gibts einen Punkt im Verlauf wo das nicht mehr so tragisch ist?

    Ganz dummes Beispiel, fuer einen 10" wuerde sich dann bei einer hornlaenge von max. 50cm, eine ausgeschäumte 2 Liter PET Colaflasche als Ausgangspunkt fuer Versuche anbieten. Zumindest in der simu. Wenn, so wie ich jetzt mal mutmaße, der Verlauf im letzten Drittel des Hornverlaufs nicht mehr allzu stark auswirkt.

    Hat das Ding einen Einfluss aufs Abstrahlverhalten, und wenn ja welchen?
    Wo nehme ich das akustische Zentrum des treibers an. Am Mittelpunkt der Dustcap? Oder muss ich den mit ETC Messungen bestimmen? Und dann den PP massschneidern?

    Ist es gut, den PP so zu machen, dass ich praktisch einen Ring der membran freilasse, oder wird das dann de facto zum Ringstrahler, den wohl nicht jede membran ohne weiteres verdaut.

    Also zusammengefasst, reicht es wenn der PP ein kleines Vorkammervolumen mit definierter Ah und definierten Wegstrecken von moeglichst vielen Punkten der membran des Treibers bildet und dann mehr oder weniger willkuerlich ab ca 60% des hornverlaufs verläuft? Oder hab ich nur zuviel gesoffen und sollte das Klo nicht als Ort der Besinnlichkeit nutzen, sondern wofuer es da ist :smile:

    Danke
    martin

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 1. Januar 2003 um 10:55
    • #2

    martin das geht in die richtige richtung

    mann müsste das einfach ma nach messen.


    und ein 12" der falsch rum im horn sitzt wirkt betimmt auch als Phase plug es ist nur die frage, wie stark der sound verfärbt wird.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 1. Januar 2003 um 17:35
    • #3

    und um das weiter su spinnen, ich nehm also 2x 10" steck denen jeweils eine 30cm lange 2liter PET Flasche einen halben cm vor die Dustcap. Simuliere ein Horn mit der reslutierenden Ah, vergroessere das in der Praxis um den Betrag den mir der PP wegnimmt und hab dann praktisch im Hornverlauf bereits den PP beruecksichtigt. Der dann ein ganz sturer zylinder sein koennte. Damit haette ich ja mal die grundlegensten Dinge erledigt.

    Moeglichst gleiche wegstrecke zum hals, AH < Sd, bei minimalem Vorkammervolumen und Refexionen in der Vorkammer erst ab ganz hohen frequenzen.

    Ab dem hals dann entweder sturer zylindrischer Verlauf des PP und entsprechender Verlauf der Hornwaende um das gewuenschte coverage pattern zu kriegen. Oder aber den PP eine invers hyperbolische Kontur geben und so dem Horn de facto eine hyperbolische. Oder wie auch immer.

    Hmm, denkt sich ganz leicht. Hats schon wer probiert?

    Ich muss mir wohl doch noch ein paar 12 oder 10" kommen lassen :smile:

    Wobei, was ist mit dem Vorkammervolumen?? Das aendert sich ja bei so kleinen werten ganz massiv mit dem Hub. So gesehen ist die Simu mit der kleinen kammer nix wert. oder man sieht zu, dass man in beiden Faellen, naemlich max Wert und min wert eine moeglichst gleichbleibende response kriegt. Bei einer gewuenschten oberen trennfrequenz < 1k vielleicht auch nich so ein Problem?

    CU
    martin

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: martin am 2003-01-01 17:39 ]</font>

  • Adam Selene
    Profi
    Beiträge
    2.271
    • 1. Januar 2003 um 18:01
    • #4

    Im Prinzip alles richtig, jibbet aber noch mehr.
    - Da die Membran Prartialschwingungen zeigt, ist es bei höheren Frequenzen nicht egal, wo der PP den Druck abgreift. Siehe auch den PP mit Doppelschlitz von K&F.
    - Mech. kann man das ganze beliebig kompliziert machen, s. die tw. von Nexo (?) verwendeten Labyrinth-PP. So kann man an mehreren geeigneten Orten der M. auskoppeln, und die Wegbedingung einhalten. Eigentlich müsste hier die Schallgeschw. in der M. noch berücksichtigt werden.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 1. Januar 2003 um 18:19
    • #5

    Jaa, DAS geht dann aber wohl nur mit umfangreicher messerei..

    Wobei, was meinst du mit hoeheren Frequenzen? Ich denke immer so an den bereich 600Hz fuer den 4590 (da denke ich sollte ein 10" oder ein 12" noch recht gutmuetig sein, was die Partialschwingungen angeht), oder von mir aus 1200-1500Hz fuer 1,5" HF, dann aber definitiv 10" drunter.

    Ist das in dem bereich schon so ausgepraegt, dass ein Heimwerker PP schon Probleme macht, oder geht das bis dahin? Sprich, macht sich das signifikant (hoerbar) bemerkbar?

    EAW will ich diesbezueglich ja nicht gerade Konkurrenz machen :smile:
    Ich krieg nur schone Kurven, wenn das vorkammervolumen klein ist (eh klar) und wenn Ah nicht unbedingt goesser als Sd ist.
    Und um beides zu haben ist ein PP unumgaenglich...

    CU
    martin

  • tthorsten
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    17.024
    • 1. Januar 2003 um 18:20
    • #6

    der martin hats erkannt


    sokönnte mann es machen

    trotzdem sind 90% aller Phaseplugs irgendwie geformt siehe turbosound bzw. Concert audio


    etc.ppp


    der Gae director plug geht in deine richtung.


    nur wenn ich zu tief trenne hab ich von dem pahse plug evtl keien vorteiel mehr.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Anonymous
    Gast
    • 1. Januar 2003 um 18:30
    • #7
    Zitat


    Wobei, was meinst du mit hoeheren Frequenzen? Ich denke immer so an den bereich 600Hz fuer den 4590 (da denke ich sollte ein 10" oder ein 12" noch recht gutmuetig sein, was die Partialschwingungen angeht), oder von mir aus 1200-1500Hz fuer 1,5" HF, dann aber definitiv 10" drunter.

    10"er mit 0815 PP bis 1.5kHz geht gerade so, bei Pech oder "dumm gelaufen" nicht mal dass. Mir erscheinen Deine Trennfrequenzen recht niedrig, aber das kommt auch darauf an, mit welcher Leistungsauslastung das Material gefahren wird. Geht es "bis hinten gegen" (z.B. Verleih), würde ich höher trennen - oder halt ab und zu mal ´ne neue Schwingeinheit einkalkulieren. Stichwort: Materialermüdung bei Leichtmetall-Legierungen.

    Adam

  • audio-zenit
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    • 1. Januar 2003 um 18:40
    • #8

    Hallo zusammen,
    die PET-Flaschen-Phase habe ich schon hinter mir. Bei mir hat eine 750ml-Pattexdose hergehalten und die Messwerte waren dramatisch besser ( bis zu + 5 dB zw. 800 und 1500 Hz ). Von daher glaube ich nicht, dass Laufzeitkompensation das Hauptargument ist. Wahrscheinlich ist der erhöhte Strahlungswiderstand nicht unmassgeblich beteiligt, aber ich vermute eigentlich als Haupteffekt die Unterdrückung von Stehwellen und daraus resultierenden Resonanzen im Hornhals. aber diese Fragen können letztendlich nur Spezies wie der Ralf Limmer beantworten.
    Faktum ist jedoch, dass selbst meine Pattexdose zu so dramatisch besseren Messergebnissen geführt hat, sodass ich zu der Überzeugung gekommen bin, dass jeder Phase Plug besser ist als kein PP.
    Daher auch meine Suche nach einem Teil von der Stange, die Horngeometrie kann man ja auch nach dem PP konzipieren.
    Gruss Jürgen

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • tthorsten
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    17.024
    • 1. Januar 2003 um 18:43
    • #9

    und warum ist im GAE Hawkwind und im F2 d&B kein Phae plug dirn???

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • audio-zenit
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    • 1. Januar 2003 um 18:46
    • #10

    Ich nehme an, dass da dicke 2-Zöller zum Einsatz kommen, die entsprechend tief angekoppelt werden.


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: audio-zenit am 2003-01-01 18:47 ]</font>

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • tthorsten
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    • 1. Januar 2003 um 19:07
    • #11

    könnte so ne PET flasche mit 1,5l meinem mittelgrossen topteil evtl auf die sprünge helfen ???


    es klingt ja so flach und der sound kommt nicht wirklich aus der box raus.

    und könnte das dann den 2x12" so vile wirkungsgrad verpassen, das ich dne 1" oberton bei 2,5khz anstatt bei 1,5khz ankoppeln kann ???


    warhscheinlcih sochn.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
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  • martin
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    • 1. Januar 2003 um 19:39
    • #12

    Also besser ein Pattexdosen PP als gar kein PP, eine Antwort in der Art hatte ich erhofft :smile:

    Ich glaub auch nicht, dass ich jetzt mit meinen mitteln mehr hinkriege. So wie Adam das beschreibt, das geht wohl nicht mit einem Dutzend messungen und ein wenig rumgebastel am PP.

    Zum tiefen trennen. Beim 4590 @ 600hz kann ja nicht viel passieren denk ich? Speziell wenn er aktiv steil getrennt wird. Und bei den 1,5ern steht dann eh auch immer dabei, was die Leitung vertragen ab 1-1,2khz. Ich verlass mich dann diesbezueglich mal auf Limiter im processor, dass da nix schiefgeht.

    Um ehrlich zu sein, ich hab dem 4590 versehentlich auch schon einen ganz netten 50Hz Brumm entlockt. Bzw die Klirranteile der 50hz, die rein gingen. Das hat er zumindest kurzfristig ueberlebt.

    CU
    martin

  • audio-zenit
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    • 1. Januar 2003 um 19:47
    • #13

    Mein Entwicklungsziel heisst 12" / 1", horngeladen, und auch ich verwende den Oberton D2545 ab 1,5 kHz. Ich würde aber nicht auf die Idee kommen, den 1-Zöller bei 2,5 kHz zu trennen ( jedenfalls nicht akustisch ), auch dann nicht, wenn ich den Bereich 800-1500Hz per PP im Griff habe.
    Gruss Jürgen

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • aw-audio
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    • 1. Januar 2003 um 19:56
    • #14

    womit sollte ich so eine Cola pulle ausfüllen? geht da bauschaum?, weil meine horn tops (dual 12" mit kritichem 800hz übergang) könnten auch gut PP gebrauchen.

    Sollte die Flasche noch speziell geschliffen werden? vorne der ring hinterm deckel?

  • audio-zenit
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    • 1. Januar 2003 um 20:06
    • #15

    Wenn man selbst basteln möchte, gibt es eiförmige Styroporteile verschiedener Grössen im Bastelladen. Sollte vor Ostern kein Problem sein.

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • aw-audio
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    • 1. Januar 2003 um 20:08
    • #16

    wie gross sind die styropor teile, gibts die evt. sogar im internet zu kaufen?

  • audio-zenit
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    • 1. Januar 2003 um 20:37
    • #17

    http://www.bastelinfo.de

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • martin
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    • 1. Januar 2003 um 22:19
    • #18

    @awaudio

    Ganz soo locker wie es vielleicht rueber kam, meinte ich es wieder nicht. Einfach irgendnem Chassis in irgendnem Horn eine Cola Pulle davor zu pappen.

    Wenn dein horn schon fertig ist, dann stoert der PP vielleicht eher. Ausserdem kommt mir eine 2liter PET ein bissl wenig vor fuer nen 12", mit nur 9cm Durchmesser nimmt man da nicht viel. Aber das sollte man zumindest versuchen durchzurechenn oder simulieren.

    Naja, andererseits liegen die Flaschen ja ueberall rum, von daher ein Gratisversuch...

    CU
    Martin

  • tthorsten
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    • 1. Januar 2003 um 22:31
    • #19

    http://melhuish.org/audio/horndesign.htm

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  • audio-zenit
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    • 1. Januar 2003 um 22:31
    • #20

    Ich habe zwar noch mit keinem Simulationsprogramm für Hörner gearbeitet, aber ich bezweifle, dass der Effekt eines PPs hier praxisgerecht erfasst wird.
    Gruss Jürgen

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: audio-zenit am 2003-01-01 22:39 ]</font>

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

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