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Brauche dringend Hilfe!!!

  • xlarge21
  • 2. Dezember 2005 um 12:13
  • xlarge21
    Beiträge
    85
    • 2. Dezember 2005 um 12:13
    • #1

    Hallo Kollegen!
    Ich brauche dringend Hilfe und stelle den Tread deshalb mal zu euch anstatt ein anderes Forum zu suchen :
    Ich spiele ab Montag eine Produktion in einem Studio ein, in dem der Drum-Raum so klein ist, das speziell die Snare-Drum, die ich immer recht ... sagen wir "kernig" :lol: spiele, oberlaut in den Overheads zu hören ist.
    Ich hätte deshalb gern gewusst, ob ich das Problem irgendwie lösen oder verringern kann. (Die Snare-Drum leiser spielen ist zwar ein Lösungsvorschlag, aber keine Option, wenn man den Sound bekommen will, der mir vorschwebt.)

    Die Overheads sind bisher immer Shoeps CMC-5 Mk4g gewesen.

    Danke für alle Antworten, Stefan :D

    _____________________________________
    Selbstmord ist auch kein Aux-Weg!

  • Kai Pirinja
    Beiträge
    348
    • 2. Dezember 2005 um 12:35
    • #2

    Die Becken im ersten Take einfach nicht spielen und später separat auf eine eigene Spur aufnehmen.

    Ich denke, also bin ich hier falsch. 

  • Campfire
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    1.356
    • 2. Dezember 2005 um 12:38
    • #3

    Bin jetzt nicht der Recording-Freak, aber ich würde spontan 2 Sachen ausprobieren:
    1. Mehr Mikros und nah ran an die einzelnen Becken, 2. mit der Abnahme von unten experimentieren (Richtcharakteristik des Mikros..)
    Bei beiden Methoden musst du ev. trotz Studio auf den Räumlichen klang der weiter entfernten Overheads verzichten, da du ja dann mit den Mikros jedes einzelne Becken direkt abnimmst.

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • LC2412
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    71
    Beiträge
    1.186
    • 2. Dezember 2005 um 12:43
    • #4

    versuchen wegzutrennen, wenn man die OHs wirklich nur fürs Blech braucht. Soll ja nur zirpen, oder?

  • Georg_Koeln
    Profi
    Beiträge
    529
    • 2. Dezember 2005 um 12:43
    • #5

    Ich habe auch ein Studio mit einem relativ kleinen Aufnahmeraum zur Verfügung (so ca. 3,50 x 2,75 m). Da ist die Lautstärke der Snare aber nie ein Problem gewesen. Außerdem sollen die Overheads ja das gesamte Drumset einfangen und nicht nur die Becken.

    Ansonsten, wenn die Snare dermassen laut ist, dass sie viel zu sehr raussticht, nimm ein altes Snare-Fell, schneide einen Ring heraus, so dass er auf den äußeren Rand der Snare passt (ein Streifen von ca. 3 cm Breite), dann klingt die Snare gut gedämpft und ne ganze Ecke leiser, aber nicht so leise, dass sie totgedämpft ist. Ist 'n guter Kompromiss (auch für live sehr brauchbar).

    Georg

    We're on a mission from God. - Elwood Blues

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 2. Dezember 2005 um 19:20
    • #6
    Zitat

    . sagen wir "kernig" :lol:

    Offenbar ist Dir Dein Problem der ewig zu lauten Snare bestens bekannt.


    Vielleicht....aber nur ganz vielleicht .....
    solltest Du mal darüber nachdenken, die Klänge so anzubieten, wie Du sie auch auf der Aufnahme hören willst.

    Das Lautstärke-Verhätnis der Instrumente gehört nun mal zur Klangvorstellung dazu.
    Alle Deine Gigs, auch live, werden davon profitieren, wenn Du nicht mehr kernig anbietest - sondern zur Abwechslung mal ausgewogen.

    Hab die Schnauze voll von diesen Piccolo-Rittern, die alles zusemmeln.

    Wenn Deine Spielweise eine Aufnahme nicht möglich macht, vielleicht findet sich ja ein Drummer, der das kann und spielt für Dich :twisted:

    Nix für Ungut... Böse muss auch mal sein....

    Nacheinander Einspielen ist eine gute Möglichkeit. Dauert aber und muss man auch können. Wahrscheinlich kommt mehr Musik bei raus, wenn der Aufnahmefuzzi genau das aufzeichnet, was Du anbietest. Ein Schlagzeug mit einer zu lauten Snare.

    Grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • karel noon
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    • 2. Dezember 2005 um 20:36
    • #7

    Ist vielleicht jetzt blöde, aber ich muß leider in die selbe bresche schlagen.
    für mich klingt das übersetzt so:
    Hallo techniker, ich behersche mein instrument nicht, kannst du das richten?

    ein schlagzeug ist ein akustisches instrument. alle akustischen instrumente haben eines gemeinsam: sie sollen akustisch (also ohne zutun von technik) gut klingen damit sie auch verstärkt oder aufgenzeichnet gut klingen.
    dazu zählen neben stimmung bei einem drumset auch dir richtige kombination der einzelnen komponenten, und der zur musik passenden spielweise.
    bin ich also ein trommler der die becken malträtiert brauche ich evtl. etwas leisere becken. diese liste kann man ewig weiterführen, nur eine technische lösung die auch zu wirklich befriedigenden aukustischen resultaten führt gibt es meiner meinung nach nicht.
    es gibt die oben beschriebenen hilfslösungen, dämmung der frequenzen im raum, damit die snare etwas mehr untergeht, aber "Richtig" wäre etwas anderes.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • Apostoli
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    • 3. Dezember 2005 um 01:56
    • #8

    ich auch!

  • xlarge21
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    • 3. Dezember 2005 um 12:16
    • #9

    Moment, Moment! :evil:

    Ich spiele mein Instrument seit 14 Jahren, habe mittlerweile mein Musik-studium mit Diplom abgeschlossen und kann mein Instrument schon beherrschen!!! :shock:
    Das Equipment ist ebenfalls absolut kein Problem. Die Musikrichtung, die aufgenommen werden soll ist R´nB/Hip-Hop/Pop. Der Sound, den man für solche Charttaugliche Musik als Snare-Drum hört, kann man mit Spieltechnik genausowenig beeinflussen wie mit Stimmung. Um einen gewissen Snare-Drum Sound zu erzielen, muss man auch schon mal hinhauen!!!
    Das ich mich jetzt als Musiker mit dem Problem des Tonis beschäftige, den Sound zu bekommen, der gewünscht ist, das ist schon recht ungewöhnlich! Denn ich bin zum Spielen engagiert und nicht zum Aufnehmen oder Mischen oder sonst was. Ich will sicherlich nicht verneinen das Kollegen sich gegenüber Tontechnikern bzw. Ingenieuren so verhalten wie beschrieben wird, Ich bin sicherlich keiner von denen!!!

    Das Problem ist in dem Studio schon seit langem bekannt und der Toningenieur zuckt regelmäßig mit den Schultern. Ich versuche nun angesichts der oberamtlichen Sounds von Aufnahmen, die ich anderswo gemacht habe (mit der selben Spieltechnik und Ausrüstung), die Produktion besser zu machen, da ich genauso weiß, das viele Tontechniker einen schlechten Sound gerne auf die Trommler oder Instrumentalisten abwälzen !!!

    Allet jute und Gruß, Stefan :):D:D

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    Selbstmord ist auch kein Aux-Weg!

  • monithor
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    • 3. Dezember 2005 um 12:21
    • #10

    ok, also wenn der raum das problem ist muss man doch da ansetzten und wechseln...

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

  • xlarge21
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    • 3. Dezember 2005 um 12:22
    • #11

    Zu dem hat niemand behauptet, ich könne nicht leise oder "ausgewogen" spielen. Ich lade gerne mal zu nem Gig von mir ein. Dann könnt Ihr Euch selbst überzeugen!!! Ich will nur manchmal halt auch die Chance nutzen einen Sound zu bekommen, wie ich Ihn will. Ansonsten ist der Musiker nämlich eine Marionette des Produzenten. Bei dieser Produktion haben wir Musiker allerdings mal n bisserl mehr zu sagen als sonst :lol:

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  • karel noon
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    • 3. Dezember 2005 um 12:33
    • #12

    Hi,
    das macht die sache doch einfacher, man nehme ein meßgerät, schaue sich die störfrequenten der snare an, und dämpfe diese im besagten raum ab.
    Ales andere wird wohl nichts bringen. man könnte es versuchen mit nahmikrofonierung der becken, jedes einzeln, und gates drauf. aber da ist dann viel arbeit beim einstellen gefragt (stichwort sidechain-filter) damit sie nicht auch bei der snare aufmachen.
    oder wirklich die becken getrennt aufnehmen.

    sorry das wir etwas heftig reagieren, aber es ist leider nur all zu häufig das wir techniker das problem der musiker lösen sollen, welches eigentlich gar nicht unseres ist.

    der tip mit dem ring auf dem fell ist auch eine option, wenn der raum wirklich so schwierig ist wirst du evtl. sogar alle optionen (einzelmics, gates, ring und akustische maßnahmen) gleichzeitig einsetzen müssen.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

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  • pke
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    • 3. Dezember 2005 um 12:44
    • #13

    vielleicht nehmt Ihr Euch mal einige Stunden Zeit und versucht mal etwas mit der Overheadpositionierung rum. Mein Tip: möglichst hoch und kein A-B Setup. Overheads kann man millimeterweise ausrichten und plötzlich fängt das Kit an zu klingen. Klingt es immer schlecht, müßt ihr was am Raum oder Drumset machen.
    Unter Umständen kann man die Snare und TomMikros per Delay auf die Overheads bringen. Ist zwar aufwändig aber lohnend.

    Wovon ich überhaupt nix halte ist von nah mikrofonierten Becken. Bei einem Ride mag das ja noch gehen (ist aber wohl für modernere Musik eher unwichtig), aber alles andere schwammelt und phased ja nur, sobald sich die Becken bewegen.

  • Ton_Opa
    Profi
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    490
    • 3. Dezember 2005 um 14:12
    • #14
    Zitat

    R´nB/Hip-Hop/Pop


    Ahso!
    Es geht also darum, einen Sound zu erzeugen, der in Wirklichkeit nicht möglich ist.

    Praktisch wird das so gelöst: (für Loopartiges Gedöns): Max 3Miks. Diesen Mix gnadenlos zusammenkomprimieren, das darf sogar zerren. Gut machen sich auch Mehrbandkompressoren. Und schon ist das Schnaufen des Drummers genauso laut wie die Snare!

    Bei solchen Sachen muss man sich halt ganz vom "echten" Sound verabschieden. Gut ist, was Spaß macht.

    Da soll der Tonmann mal Gas geben! Lass dem mal freien Lauf.

    Schlagzeugaufnahmen in mehere Takes aufteilen ist hier auch der richtige Ansatz. Schon der alte Stevie hat in den 70ern Hihats gedubt.
    Hauptsache ist, da ist einer dabei, der genau weiß, was erhören will und das auch durchsetzen darf. Das ist bei solchen "Designs" das A und O.


    Am besten ein KlangBeispiel vom

    Zitat

    Sound, den man für solche Charttaugliche Musik als Snare-Drum hört

    mitnehmen und den Tonmann fragen:"wie machen wie das?"
    Du musst aber damit rechnen, dass der sagt:"Mit MIDI, geh nach Hause und schick mir einen Programmierer"

    Grüße und viel Spaß wünscht
    Opi

    Grüße
    Opi

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  • Seven
    Profi
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    Beiträge
    4.371
    • 3. Dezember 2005 um 14:37
    • #15

    Oder wie Stewart Copeland.
    Jedes Teil des Kits einzeln mikrofonieren (auch mehrfach) und dann jedes Teil einzeln einspielen. Also ein Take nur Kick, eine Take nur Snare, ein Take erstes Tom, ein Take größtes Crash....

  • xlarge21
    Beiträge
    85
    • 3. Dezember 2005 um 17:35
    • #16

    Alles Klar!!!
    Danke für die Antworten und noch mal zur Klärung : Ich bin studierter Musiker, aber verstehe auch "eure" Seite, da ich selbst seit Jahren an Tontechnik interessiert bin und viele Kollegen dieser Zunft persönlich kenne. Also peace and respect :D !!!

    Für mich erledigt! Danke an alle

    _____________________________________
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