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Midisignal über Multicore

  • sunride
  • 6. Dezember 2005 um 11:53
  • sunride
    Beiträge
    99
    • 6. Dezember 2005 um 11:53
    • #1

    Hat schon mal jemand Midi-Signale über 30m (oder 50m) Multicore geschickt? Funktioniert das noch?
    Ich soll für eine Band nebenbei am FOH ein 16 Kanal Livemitschnitt machen und zusätzlich möchte der Keyboarder mir 2 x Midi über das Multicore zum Mitschneiden schicken.

    Meine Bedenken:
    1. Durch die Länge der Ltg. wird das Signal verschliffen, das es nicht mehr erkannt wird.
    2. Einstreuungen in die anderen Signale im Multicore. (Ok, es sollte so geschirmt sein, das es nicht einstreuen sollte.) Ich hab aber auch schon einmal in einem defekten Multicore durch die kopplung der Out und In-Signale eine Rückkopplung im Ultraschallbereich gehabt. (Du hörst nichts, aber die Amps sind auf einmal voll ausgesteuert.)

    Also, wenn es schon mal jemand probiert hat, wäre ich für einen kurzen Erfahrungsbericht dankbar.

    Grüße

  • horst
    Beiträge
    316
    • 6. Dezember 2005 um 12:03
    • #2

    Hallo
    also ich hab auf der Bühne schon probleme gehabt als ich "nur" mit einem 15m midi kabel gearbeitet hab.

    mit 10m kabel ging es dann aber problemlos.

    so viel von mir

    gruss

    horst

  • LC2412
    Reaktionen
    71
    Beiträge
    1.186
    • 6. Dezember 2005 um 12:15
    • #3

    2. Welcher Amp kommt denn frequenzmäig so hoch und welche aktive Weiche/Controller/Eingangssektion lässt denn sowas noch zu? Was für ein Setup war denn das?

    1. Wenn es MIDI ist, kann der Keyboarder das auch direkt bei sich mitschneiden, ein Sync der beiden Sachen sollte wohl auch später im Studio nicht das Problem darstellen. Oder warum schneidest Du nicht direkt am Multicore mit? Klangregeln und Dynamics kann man später auch noch machen, oder übersehe ich da was?
    Ansonsten kann man das mit dem MIDI sicher machen, DMX klappt ja auch über solche Distanzen und sollte schneller sein (kenne mich mit MIDI nicht so aus, man könnte es sicherlich aber auch mit einem Treiber auf differenzielle Signale bringen und dann symmetrisch wie RS485 übertragen).

  • dasich
    Profi
    Beiträge
    960
    • 6. Dezember 2005 um 12:17
    • #4

    Also mit Midi ist das immer so eine Sache.
    Geht, geht nicht.
    Ich habe das schonmal gemacht, waren locker 50 m und garkein Problem.
    Wobei ich an anderer Stelle auch schonmal mit 20 m echte Probleme hatte.
    Sicherheitshalber würde ich in jedem Fall einen Midi Verstärker dazwischen hauen, leider hab ich jetzt im Netz nix auf die schnelle gefunden.
    Ich kann aber gerne nachreichen wie das Ding heißt.

    Es grüßt der Stephan

  • sunride
    Beiträge
    99
    • 6. Dezember 2005 um 12:27
    • #5

    Hier die Zwischenantwort:

    Der Setup mit der Ultraschallrückkopplung war auf fremden Equipment, kein Controller, aktive Trennung und ich denke mal das sich das irgendwo im Bereich 20...30Khz abgespielt hat.
    Du hast einfach den Master aufgezogen und plötzlich Vollaussteuerung am Pult, Endstufe des Tops volle Leistung und der Limiter am glühen. Aber es war halt nichts zu hören. Lösung: Seperate XLR-Kabel als send und dann war der Spuk vorbei.

    Warum die Midi seperat haben wollen? Die haben nur 16 Kanäle zum Mitschneiden. nach den bisherigen Antworten (geht/geht nicht) denke ich, ich schlage denen lieber vor das Drumset als Subgruppe mitzuschneiden und die Keyboards dann als 4 Audiokanäle. (Vorausgesetzt der Kunde möchte mit sich reden lassen.) Und einen Test kann man ja ggf. wenn Zeit ist auch machen. Wäre allerdings schon recht blöd, wenn es dann beim recorden midimäßig nicht funktionieren sollte. (oder ich dem keyboarder ein paar Midi-Komandos schicke :roll: )

  • mp
    Profi
    Beiträge
    62
    • 6. Dezember 2005 um 14:31
    • #6

    Hallo,

    also technisch dürfte (!) es keine Probleme wegen der Kabellänge geben, da Midi eigentlich elektrisch mit 5V Steuerspannung sehr stabil ist. Ich mache das häufiger, allerdings nur mit Midi-Controllern zur Steuerung von Geräten. Wie es in der Praxis dann mit komplexen Datenströmen aussieht, müsste man in der Tat ausprobieren.


    Grüße

    Martin

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 6. Dezember 2005 um 16:04
    • #7
    Zitat von "MP"

    technisch dürfte (!) es keine Probleme wegen der Kabellänge geben, da Midi eigentlich elektrisch mit 5V Steuerspannung sehr stabil ist.

    Elektrisch ja, vom Protokoll her aber eher nicht. MIDI ist eine serielle Datenübertragung ohne Fehlerkorrekturmöglichkeit seitens des Empfängers, d. h. wenn nur ein einziges Bit verfälscht wird, *kann* das bereits das Aus für die Kommunikation bedeuten. Die Gefahr von Einstreuungen bei 30 und erst recht bei 50 Meter Kabel würde ich als äußerst hoch erachten, wenngleich ich prinzipiell mit DasIch konform gehe: geht, geht nicht, geht, geht nicht... hängt vom Zufall ab. Bei einer wichtigen Aufnahme würde ich auch auf jeden Fall on stage aufzeichnen - 5 Meter Kabel zum Sequenzer (oder was immer auch aufzeichnen soll), und der Drops ist gelutscht!

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