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Shoot Out Bewertungsbogen

  • Volker Holtmeyer
  • 8. Dezember 2005 um 13:09
  • Volker Holtmeyer
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    • 8. Dezember 2005 um 13:09
    • #1

    Ich versuche gerade einen Bewertungsbogen zu erstellen, der die subjektiven Eindrücke bei Vergleichshören von Lautsprechern aufnehmen soll. (Im Grunde so etwas, was mir beim Forums LA Test 2 gefehlt hat.)

    Ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass eine pauschale Bewertung nach dem Schulnotenprinzip nachteilig ist. Hier hat der eine vielleicht eine Spanne von nur 1 bis 3, der andere aber nur 1 bis 6. Konsequenterweise müsste man die Wertungen des einen dann „auseinanderziehen“.

    Besser wäre eine ganz einfache Bewertung mit negativ, neutral und positiv (-/o/+) – frei nach Stiftung Warentest. Entweder mir gefällt z.B. die Tieftonwiedergabe eines Systems oder eben nicht. Oder mir fällt hier nichts Besonderes auf, dann kreuze ich eben „neutral“ an. Oder sollte man hier noch etwas erweitern mit „++“ und „--„?

    Viel wichtiger wären mir aber die Kriterien, nach denen bewertet werden soll. Spontan hab ich mal folgende Schlagworte zusammen getragen:

    - Tiefton (ganz allgemein)
    - Mittelton
    - Hochton
    - subjektive Sprachverständlichkeit
    - tonale Ausgeglichenheit
    - Natürlichkeit
    - Fullrangetauglichkeit
    - Impulstreue
    - Transparenz / Auflösung
    - Performance bei Spitzenpegel

    Also mal ein Brainstorming – was meint ihr, welche Kriterien wären sinnvoll, und welchen treffenden Begriff könnte man jeweils dafür finden?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • dasich
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    • 8. Dezember 2005 um 13:17
    • #2

    was fehlt noch?
    das kommt drauf an, ob du die auch Kisten bezahlen und hängen mußt usw. oder "nur" hörst.


    Also Preis
    Rigging
    Gewicht

    Ich finde das System (-/o/+) gut, da es schneller und einfacher mit der Meinung von Kollegen vergleichbar ist.
    Wenn etwas sehr negativ oder positiv rausfällt kann man ja auch mal ein ++ vergeben.

    Es grüßt der Stephan

  • Seven
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    • 8. Dezember 2005 um 13:19
    • #3

    Skalierbarkeit des Systems

  • Volker Holtmeyer
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    • 8. Dezember 2005 um 13:29
    • #4

    Mir gehts hier zunächst mal nur um akustische Dinge.

    Und wo ich das grad schreibe, fällt mir ein, dass das räumliche Abstrahlverhalten irgendwie mit rein sollte. Was könnte man da machen?

    - Eindruck Diffusschall/Direktschall?
    - Off-Axix-Frequenzgang?
    - nominelle Winkel (h/v) gut eingehalten?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • manuela
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    • 8. Dezember 2005 um 13:32
    • #5

    mir fehlt grade das passende Wort:

    Die Beurteilung darüber welche Fläche das System ohne hörbaren Abfall meistert. Es gibt bekanntlich Systeme die klingen vorne hui und hinten pfui, andere klingen bis in die hinteren Reihen gut und werden einfach nur leiser.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • timotimo
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    • 8. Dezember 2005 um 13:37
    • #6

    Finde aber differenzierte Bewertung (von 0 bis 10 oder 0 bis 100, wenn´s keine Schulnoten sein sollen) hilfreich. Und wenn ich nur Noten zwischen 30 und 60 vergebe, dann waren keine Systeme dabei, die besser oder schlechter waren, meiner Vorstellung nach. Also ein Skalieren auf 0 bis 100 würde dann das Ergebnis verfälschen.

    Edit: Zur Akustik: der "Klang" bezogen auf den Anwendungsfall sollte bewertet werden. Eine Box für Sprachübertragung abgestimmt, muß nicht bei akustischer Musik unbedingt gut klingen, diese auch nicht bei Rock´nRoll....

  • tuppabox2000
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    • 8. Dezember 2005 um 13:58
    • #7

    Es sollten generell nur System verglichen werden, an die ähnliche Anforderungen gestellt werden.
    Was nutzt es, wenn ein System für reine Sprachbeschallung mit einem Rock'n'Roll Hornsystem verglichen werden?
    Deswegen denke ich auch, das die Bewertung mit +, o und - ausreichend sein sollte.

    Weiterhin müsste man auch den akustischen Output (dB) bewerten.


    Gruß
    Frank

  • Seven
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    • 8. Dezember 2005 um 14:42
    • #8

    Also in der Marktforschung verwenden wir meist 7er Skalen.
    also:
    +++/++/+/o/-/--/---

    Allerdings würde ich bei Vergleichstests mit mehreren Systemen eine feinere Skalierung bevorzugen. Denn mit 7 Stufen kann ich imho 10 Systeme nicht differenziert genug beurteilen.
    Alleine bei sehr subjektiven Punkten wie Klang, würde ich dann gerne genauer differenzieren können.

  • karel noon
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    • 8. Dezember 2005 um 15:12
    • #9

    also in anbetracht der tasache das es wahscheinlich in zukunft mehr systeme wie kudo oder compass geben wird die flexible möglichkeiten in der horizontale bieten könnte man das evtl. auch mit berücksichtigen.
    ist zwar nicht zu 100% eine "höreigenschafft", aber nicht ganz unwichtig.
    und bei den bässen würd ich evtl. eine csa-eigenschaft mit einführen.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Volker Holtmeyer
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    • 8. Dezember 2005 um 15:47
    • #10
    Zitat


    Weiterhin müsste man auch den akustischen Output (dB) bewerten.


    Den Job kann ein Messgerät viel besser erledigen, dazu ist eine subjektive Bewertung eher ungeeignet.

    Zitat


    Alleine bei sehr subjektiven Punkten wie Klang, würde ich dann gerne genauer differenzieren können.


    Aus genau dem Grund würde ich eher zu weniger Stufen tendieren - maximal fünf.

    Zitat


    mir fehlt grade das passende Wort:

    Die Beurteilung darüber welche Fläche das System ohne hörbaren Abfall meistert. Es gibt bekanntlich Systeme die klingen vorne hui und hinten pfui, andere klingen bis in die hinteren Reihen gut und werden einfach nur leiser.


    Das meinte ich ja mit "Einhaltung des nominellen Abstrahlwinkels (h/v)".

    Aber mir fehlen auch die rechten Worte ...
    Und genau darum ging es mir ja - die einzelnen Kategorien möglichst präzise zu benennen.

    Schreibt doch einfach mal, was ihr jeweils beurteilen würdet, wenn ihr die Kategorien aus meinem ersten Posting lest.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Seven
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    • 8. Dezember 2005 um 16:54
    • #11
    Zitat

    Aus genau dem Grund würde ich eher zu weniger Stufen tendieren - maximal fünf.

    Was aber nun, wenn du 10 Systeme einordnen willst, die in deinen Augen klar geordnet werden können?

  • Volker Holtmeyer
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    • 8. Dezember 2005 um 17:38
    • #12

    Das ist ja die Gefahr bei vielen Abstufungen. Wenn du also z.B. diese 10 Systeme genau von 1 bis 10 bewertest, bewertet ein anderer diese Systeme vielleicht von 5 bis 10. Obwohl er das System x als am schlechtesten empfindet bekommt es bei ihm die 5, bei dir aber die 1.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • manuela
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    • 8. Dezember 2005 um 18:16
    • #13

    ich trau mir selbst keine Hörgenauigkeit von +/- 5% zu, ihr?

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • timotimo
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    • 8. Dezember 2005 um 19:05
    • #14
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Das ist ja die Gefahr bei vielen Abstufungen. Wenn du also z.B. diese 10 Systeme genau von 1 bis 10 bewertest, bewertet ein anderer diese Systeme vielleicht von 5 bis 10. Obwohl er das System x als am schlechtesten empfindet bekommt es bei ihm die 5, bei dir aber die 1.

    Das ist ja dann eine Frage von absolut und relativ. Sollte man auch vroher klären, ob die Systeme nur untereinander/zueinander bewertet werden sollen, oder aber absolut (wie im Sport die Wertungsrichter auch absolute Noten z.B. 8,5, 8,5, 9,0 vergeben).

  • Thomas
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    • 8. Dezember 2005 um 20:27
    • #15

    ich sehe das genauso wie Voker.
    5 Abstufungen reichen absolut aus.

  • Volker Holtmeyer
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    • 8. Dezember 2005 um 20:34
    • #16

    Weiß nicht - wir haben doch kein absolutes Gehör. Was einem aber sofort gelingt, ist zu sagen, ob einem der Sound gefällt oder nicht. Wenn man auf Anhieb denkt "Mensch, der Tieftonbereich ist aber toll", dann gibt's dafür ein "+". Wenn denkt "wirklich tonal ausgeglichen ist das System aber nicht", dann gibt's dafür ein "-". Und wenn einem zu gewissen Kriterien nichts Besonderes aufgefallen ist, dann wird's eben ein "o".

    In der Regel ist es ja so, dass immer Systeme aus einer Liga verglichen werden. Da sind es ja meist wirklich nur Nuancen, in denen sich die Systeme unterscheiden. Mit den drei Stufen "-/o/+" kann man aber sehr schnell Tendenzen erkennen, wo die Systeme Stärken oder Schwächen haben. Um nichts anderes geht es ja beim gemeinen Shoot Out.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • manuela
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    9.103
    • 9. Dezember 2005 um 07:14
    • #17
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Das meinte ich ja mit "Einhaltung des nominellen Abstrahlwinkels (h/v)"

    coverage + Wurfweite 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • soundworx
    Profi
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    748
    • 9. Dezember 2005 um 09:55
    • #18
    Zitat von "Manuela"

    coverage + Wurfweite 8)

    Wurfweite? Hast Du mal versucht so ein KF750 zu werfen? :shock:
    Ich glaube damit kommen wir nicht weiter... :D:D:D

    Ich halte auch die 5er Skala für geeignet. 3 wären mir zu undifferenziert, 7 Stufen dauern zu lang in der Entscheidung, was nicht vernachlässigt werden sollte.

    Gruß
    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 9. Dezember 2005 um 09:59
    • #19

    nein ich hatte noch nie die Ehre mit KF. Hab mich jetzt grademal wiederwillig dazu durchgerungen ein Geo S anzumieten. Vielleicht kommt KF ja auch in ein par Jahren...

    btw Wurfweite dürfte klar sein, also wie weit es wirft, nicht ich :P

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • mhuth
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    107
    • 9. Dezember 2005 um 10:46
    • #20

    Bei der Skalierung des Bewertungsbogen gibt es folgende Möglichkeiten:

    1. Rating:
    Man ordnet jedem System unabhängig einen Wert zu. Zum Beispiel 1-5, 1-7, 1-9. Wie auch immer. Wichtig dabei ist die Verbalisierung der Zahlen. Bsp: "Inwieweit können Sie folgender Aussage zustimmen: Das System X hat ein ausgezeichnetes Impulsverhalten!" 1=Voll und ganz, 2=weitgehend, 3=teilweise, 4=eher nicht, 5=überhaupt nicht. Wichtig ist eine ungerade Anzahl von Zahlen (3,5,7,9....) damit man die Möglichkeit einer neutralen Aussage hat.

    Nachteil:
    Es gibt eine Tendenz zur Mitte, d.h. die Ergebnisse werde tendenziell gleicher. Je größer die Skale (Bsp: 1-11), desto schwieriger ist die subjektive Einschätzung von Differenzen, aber desto feinerer Ergebnisse gibt es.

    2. Ranking:
    Man beurteilt die Systeme gegeneinander. Also immer zwei Systeme werden nacheinander im Paarvergleich getestet und eine Bewertung über den Unterschied abgegeben. Danach werden die Ergebnisse mit geeigneten Methoden zusammengeführt.

    Nachteil:
    Der Aufwand wird deutlich größer, da alle Systeme untereinander verglichen werden müssen. Aber die Ergebnisse sind aussagekräftiger.

    Das ganze Erhebungssystem ist nicht so ganz einfach und es gibt viele Fallstricke. Sollte Interesse bestehen, kann ich beim nächsten Test gerne mal helfen und das ganze mit geeigneter Software (SPSS, SAS) auswerten. Da würde mein Studienabschluss auch mal in dieser "Welt" nützlich sein.

    Grüße
    mhuth

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