Ich wunder mich gerade, warum einigen von Euch in einem kleine Club nun ausgerechnet das Overhead so wichtig ist?
mfg
Kai
Ich wunder mich gerade, warum einigen von Euch in einem kleine Club nun ausgerechnet das Overhead so wichtig ist?
mfg
Kai
Also, ich finde in einem Kleinen Raum, wo dann wahrscheinlich die Wände noch aus Beton sind, sind die Becken das Lauteste und schlimmste vom Drumset. Da hätte ich gern die möglichkeit, die Becken am Pult leiser statt lauter zu machen.
Warum Overhead? bei Ausgewogenem Spiel des Drummers und gemäßigter Bühnenlautstärke der restlichen Band genügt ein Overhead um das Gesammte Schlagzeug eigentlich gut abzunehmen (mach ich z.B. bei einer Jazzband die ich betreue so).
Bei einer Metallband würde ich das Overhead auch eher als unnötig ansehen....
Generell arbeite ich aber lieber mit etwas mehr Equipment, zumindest was Monitore und Monitorwege angeht, auch in sehr kleinen Locations.
Auf die PA lege ich in kleinen Locations auch oft nicht alle Instrumente, allerdings zum Teil auf den Monitor (z.B. Bläsersatz in einer Reggaeband: in kleinen Locations kaum auf der Front-PA, lediglich etwas Hall (Dann auch pre-Fade) und auf die Monitore
Zitat von "Campfire"Warum Overhead? bei Ausgewogenem Spiel des Drummers und gemäßigter Bühnenlautstärke der restlichen Band genügt ein Overhead um das Gesammte Schlagzeug eigentlich gut abzunehmen (mach ich z.B. bei einer Jazzband die ich betreue so).
Bei einer Metallband würde ich das Overhead auch eher als unnötig ansehen....
Genau wörtlich so, ich danke Dir, es kommt auf den Drummer an.
Zitat von "Campfire"Generell arbeite ich aber lieber mit etwas mehr Equipment, zumindest was Monitore und Monitorwege angeht, auch in sehr kleinen Locations.
Auf die PA lege ich in kleinen Locations auch oft nicht alle Instrumente, allerdings zum Teil auf den Monitor (z.B. Bläsersatz in einer Reggaeband: in kleinen Locations kaum auf der Front-PA, lediglich etwas Hall (Dann auch pre-Fade) und auf die Monitore
Ja, das wollte ich auch noch mal sagen:
Natürlich mache ich es in der Regel auch so, daß ich erst mal alles mikrophoniere und auflege und danach im Mix vielleicht den einen oder anderen Kanal zu lasse.
In der oben genannten Situation war es aber einfach vernünftiger, diesen anderen Weg zu gehen und die Band war mir dankbar dafür.
ich mische oft in clubs bis 300 leute Rockbands und da ist das OH mehr gemutet als offen , falls ich es überhaupt aufbaue.
oft die HH auch nur wegen ein wenig hall dazugeben mit abgenommen.
Becken sind eigentlich schon von natur aus genug prägnant
Hi,
ich hatte auch bis jetzt immer gedacht, dass das OH in kleinen Clubs absolut überflüssig sind ..... Allerdings hat mich ein Techniker ( ein richtig guter ) eines besseren belehrt ...
Das Schlagzeug wurde nicht ( oder nur minimal ) lauter aber als die OH offen waren ging die Sonne auf ... und zwar mega die Sonne auf ......
Der Club war ca 15 x 10 meter groß ....
War eine sehr geniale Erfahrung...
Grüße Michael
Ist ja schön wenn du positive Erfahrungen damit gemacht hast, ABER ...
Zitat
Das Schlagzeug wurde nicht ( oder nur minimal ) lauter aber als die OH offen waren ging die Sonne auf ... und zwar mega die Sonne auf ...
Sagt mir eigentlich nicht gerade viel zu deiner Belehrung ...
Oder doch, hat der Lichtler am Blinder gespielt ? :o
Auf Deutsch, teile doch mal etwas ausführlicher mit, was er dir denn da in dein Ohr gesäuselt hat ![]()
es ist schwer zu beschreiben.
Das Schlagzeig klang viel offener und natürlicher.
Es war als wenn du einen Vorhang aufziehst....
Grüße ....
ich denke, das ist sehr vom raum und vom set abhängig. Allgemein lässt sich da keine empfehlung ableiten. Selbst das Musikgenre spielt da eher eine untergeordnete rolle. Ich kenne auch sehr disziplinierte Speedmetal-Drummer, bei denen es nötig gewesen ist. In einem gut gedämpften raum macht das OH sinn, zumindest was das Ride und HH betrifft. Dass das OH die eigentliche vollabnahme ist und der rest eher Stützmikros, hat imho seinen historischen hintergrund . Mit dem heutigen direkten Soundempfinden tritt das OH zunehmend in den Hintergrund, betreffend v.a. kleine Bühnen und hallige räume. Das knallige eines Tom-Spreads kommt per OH kaum rüber. Die Qualität der Becken ist dagegen dermassen gewachsen, dass es sehr laute ( Zildjan, Paiste und Co...) becken gibt, die bei unsachgemässer bedienung ZU laut sind und das Zusammenspiel zerstören. In den letzten Jahren habe ich selbst auf bühnen bis 8x6 nie OH gestellt, und wenn , dann war der kanal nach 5min wieder zu.
Hast du einen guten Drummer ( Genre egal, wie gemerkt) macht es wiederum mehr sinn (s.o.) Bei Orchester mit Schlagzeug und Bandbegleitung gibt es allerdings wieder die klassische Formation OH und Stützmikros ( insb. basedrum) . Tatsache ist sicher, dass OHs eine gewisse Art von Liveness herüberbringen können, dem stimme ich zu....
gruss,
arnt
Ich hab (in meiner Funktion als Drummer) jahrelang gesucht um mal Becken zu finden, die auch leise schon klingen. Leider sind unter den meisten Drummerkollegen eher die lauteren Becken gefragt. Gibt wohl auch viele Becken die nur laut klingen oder laut viel besser klingen als leise. Die müssen ihren Klang halt auch erst entfalten. Ich spiele übrigens mittlerweile Paiste Line Serie, das leiseste was ich kenne an Crashes. Also mein Sabian HHX Splash is lauter als n 16er Crash aus der Paiste Line Serie.
Als Mixer hab ich auch sehr oft die Overheads zu oder gar net aufgebaut. Grade in kleineren Räumen und auf kleineren Bühnen sind die einfach überflüssig. Musik ist meistens Pop/Rock Krams und auch net unbedingt laut. Aber da ich eigentlich immer Drummer mit Gesangsmikro habe und die anderen Musiker meistens auch alle singen, kommt da schon genug Bühnengerempel mit.
Hi,
bei der Sache von Seven fällt mir noch was ein ...
Die Bühne war extrem breit und kaum nicht tief, sprich über die Vox Mics kan da fast nix rein ....( Drums waren ganz rechts gestanden )
Grüße Michael
ich bin ueberrascht: Nach vielen "Mein Siderack ist das dickste"
Threads sowas!
Die kleinen Clubgigs mit minimalen Materialeinsatz und einer guten, disziplinierten Band sind fuer mich auch die schoensten. Da kommt einfach mehr "Feeling" rueber. Stressfreier ist es meistens auch.
Schlimm finde ich allerdings Coverbands, die eine PA zuleihen und "lieber selber von der Buehne " mischen. Da ist genau das Geneteil zu bobachten: Mit Randvollgestopften Sideracks wird midiprogrammiert versucht den Sound jedes gecoverten Stuecks nachzubauen - geht natuerlich i.d.R. schief. Es ist den Bands auch nicht zu vermitteln, dass es Live nicht klingen muss (kann) wie auf CD und man mit kleinen FOH-Besteck viel mehr rausholen koennte - klar, man hat ja fuer viel Geld tolle FXen gekauft...
Wir hatten mal ein sehr witziges Erlebnis in der Schweiz.
Als wir beim Soundcheck das erste Stück gemeinsam spielten gab es nach 4 Takten einen ohrenbetäubenden Brumm auf der PA.
Anlage ausgemacht, wieder hochgefahren, 2. Versuch, nach 4 Takten das gleiche wieder. Die Jungs vom örtlichen PA Verleih haben sich die Haare gerauft, das Problem war aber nicht zu finden.
Nach 1 Stunde - Krisensitzung der Band, was tun, absagen?
Letzendlich haben wir die komplette Backline abgebaut und *vor* der Bühne wieder aufgebaut, mitten im Publikum.
2 Wedges auf Stativen dienten als Gesangsanlage, Keyboard lief noch darüber. Der Rest spielte über die Backline, ich glaube wir hatten noch ein Solistenmikro für die Bläser, bin mir aber nicht mehr so sicher.
Was soll ich sagen, das Publikum ist hammermäßig abgegangen. Die Band hatte Spaß, und unsere Bandtechniker nen lockeren Job.
Es muß natürlich nicht immer so klein sein, aber dieses mal hat es sich echt gelohnt mal die Zähne zusammenzubeißen und was zu improvisieren.
Beitrag im falschen Brett, daher verschoben:
Tach auch !
So, wie das viele von Euch berichten, kenne ich das auch. Am Anfang hatten wir kaum Geld, um uns solchen Firlefanz wie riesige Sideracks zu kaufen. Wir hatten Jazz in der Aula in Lauda gemischt, da kamen Leute wie Pete York, Giora Feidmann, Barbara Dennerlein, Paul Kuhn etc.
Wir hatten das letzte Powermixer Teil von Yamaha ohne Mute, ohne Subgroups, ohne semi Parametrik sondern lediglich mit Festfrequenzen und Micros, auf denen zwar AKG oder Shure stand, die aber heute kein Mensch kennt.
Da wir gleichzeitig in der Aula auch die schuleigene Big Band betreuten haben wir bald gelernt, den Raum zu kennen und amerikanisch zu mischen. Heißt: ich stelle nicht mein Micro irgendwo hin und schraube so lange am EQ und den Dynamics, bis es einigermaßen klingt, sondern ich nehme mir die Zeit lieber beim Mikrofonieren.
Heute freue ich mich, wenn ich gutes und ausreichend Material habe, wobei auch der eine oder andere Fader des Mischpultes ungenutzt bleiben darf.
Oft liegt es aber auch an der Club Atmosphäre, daß es Spaß macht, ohne Dynamics und mit kleiner PA, vielleicht sogar feste Filter. Wenn dreckig gut klingt, mag ich dreckig.
Man sollte sich bei jedem Teil, das man aus dem LKW holt überlegen, ob man sich oder die Band präsentieren möchte.
Gerade beim Jazz ist das Schwierige oft, daß die einzige Aufgabe ist, den Sound unverfälscht lauter zu machen. Das haben wir oft im Rock Bereich nicht gelernt, nach dem Motto: stell mir ein Kit hin, egal wie's klingt, das bekommt man gerockt.
Und: das schöne bei Jazzern und bei gut eingespielten Bands: sie können einem verständlich machen, was ihnen nicht paßt. Nicht einfach nur: "boah, der Sound ist scheiße"
Grüße,
der Clemens
Stimme in Punkto "Zeitnehmen für Mikrofonierung" absolut mit Clemens überein.
ABER für langes Experimentieren fehlt live (leider) oft die Zeit. Das mache ich meistens nur, wenn ich echte Probleme mit dem Sound hab. Ansonsten richte ich Miks nach eigenen Erfahrungswerten erstmal aus und das funzt dann meist schon ganz gut. Geht sicher besser, aber wie gesagt, die liebe Zeit.
passt zwar nicht ganz zum thema - aber doch irgendwie zur diskussion ...
was haltet ihr von e-drums bei kleinen club-gigs? hat schon jemand erfahrungen damit gemacht ... kommt das gut, oder nimmt das irgendwie die ganze "live-band-atmosphäre"?
Da es mittlerweile echt gute E-Drum Module gibt (TD-20 vor allem) mit echt guten Sounds, sieht das mittlerweile anders aus, als noch vor einigen Jahren. ddrum steht ja immer noch bei ddrum 4, ob noch was nach kommt? Die Sounds sind mittlerweile nicht mehr die Referenz am Markt, aber auch nach wie vor gut und authentisch. Kommt halt auch drauf an, welche Sounds man nimmt. Wenn man die fetten "Rockbombastkits" einstellt, klingt das im Club schon komisch und unecht, liegt halt nicht nur an den Modulen sondern auch am Bedienenden.
Wirklich gute Drummer schaffen es aber auch in kleinen Clubs leise einen guten Sound aus ihrem Kit zu holen ![]()
Hi,
wir spielen zwar nicht in kleinen Clubs, aber in mittelgroßen bis großen Kirchen. Und da haben wir uns 8 Jahre mit 'nem richtigen Drumkit abgemüht und alle unsere in dieser Zeit 3 Schlagzeuger waren richtig gut und konnten auch richtig leise spielen, aber für 'ne Kirche war es dann doch meistens zu laut. Vor 2 Jahren haben wir uns dann das E-Drum-Kit von Roland zugelegt und seitdem haben wir viel weniger Probleme - unser größtes sind andere Schlagzeuger, die nach dem Gig kommen, und meckern, das die Becken dann halt doch nicht ganz wie richtige Becken klingen. Das stimmt zwar, aber die Vorteile (leiser!, verschiedenste Sounds, leichterer Transport) überwiegen dieses Manko bei weitem.
Aber ich glaube der entscheidenste Punkt bei der Frage E-Drum Ja/Nein ist der Drummer. Wenn der nett will, kann das Ding so gut, wie es will, dann klingt es nicht!
Ciao und einen guten Rutsch,
Manuel
ich finde auch das dievorteile von e-drums den nachteilen überwiegen wichtig für mich ist dabei ein halbwegs authentischer sound auf der anderen seite gehen sachen wie unterschiedliche anschlagstechniken = unterschiedlicher sound doch eher weitesgehend verloren und der schlagzeuger muss sich darauf einlassen. meine gemeinde hat leider gerade das e-sert verkauft
war dann trotz dem es nicht genutzt wurde ein schönes druckmittel spielt leise sonst ist das akustik set weg hat bisher ganz gut funktioniert mal gucken wies weiter geht.