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Rätsel der Woche

  • ADMIN
  • 21. Januar 2006 um 20:39
  • ADMIN
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    • 21. Januar 2006 um 20:39
    • #1

    Die Kollegen aus den Profi-Brettern halten sich vorerst mal bitte zurück.

    Folgendes Phänomen: Anlage spielt problemlos. Nun ziehe ich den Netzstecker (normaler Schuko-Stecker) eines Ampracks und der RCD (FI-Schutzschalter) knallt raus, er lässt sich auch nicht wieder einschalten. Erst dann, wenn das Amprack wieder eingesteckt (und die Amps wieder eingeschalten) sind, lässt sich der RCD wieder einschalten.

    Warum ist das so?


    EDIT ADMIN: Ergänzung der Aufgabenstellung: Alles entspricht den Vorschriften.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

    Einmal editiert, zuletzt von ADMIN (21. Januar 2006 um 23:57)

  • HKL
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    • 21. Januar 2006 um 20:43
    • #2

    Wäre auch mal ne Frage für die Gesellenprüfung :wink:

  • mathias k.
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    • 21. Januar 2006 um 21:25
    • #3
    Zitat von "ADMIN"

    Die Kollegen aus den Profi-Brettern halten sich vorerst mal bitte zurück.

    Folgendes Phänomen: Anlage spielt problemlos. Nun ziehe ich den Netzstecker (normaler Schuko-Stecker) eines Ampracks und der RCD (FI-Schutzschalter) knallt raus, er lässt sich auch nicht wieder einschalten. Erst dann, wenn das Amprack wieder eingesteckt (und die Amps wieder eingeschalten) sind, lässt sich der RCD wieder einschalten.

    Warum ist das so?

    Gehe ich jetzt richtig davon aus, dass es sich um eine fiktive Situation handelt oder ist das tatsächlich so passiert?
    Wenn ich so weiter denke, weiss der ADMIN also die Lösung...

    Beginnen wir doch mal systhematisch: wenn das Amprack entfernt wird, muss irgendwie ein Strom fliessen, der den RCD zum auslösen bringt.

    Es könnte also irgend etwas mit der Abschirmung der Signalleitung zum Amprack zu tun haben... und jetzt komme ich gedanklich gerade nicht so recht weiter, das sind sowieso gerade nur wilde Vermutungen

    Grüße

    Mathias

  • Arno
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    • 21. Januar 2006 um 22:28
    • #4

    Sehr lustiges Rätsel. :D

    Eine eher akademische Lösung wäre in meinen Augen dieses:

    1) Der RCD ist ein 3-Phasen-RCD im Verteiler
    2) Nach dem Verteiler ist PE und N vertauscht
    EDIT: PE und N müssen natürlich kurzgeschlossen sein, nicht nur vertauscht!
    3) Die drei Phasen werden vollkommen gleich belastet

    Die symmetrische Belastung der drei Phasen führt dazu, dass auf N kein Strom fließt. Die Vertauschung von N und PE wird so nicht vom RCD entdeckt. Zieht man nun den Stecker vom Amprack raus, liegt keine symmetrische Belastung mehr vor --> auf N fließt Strom --> durch Vertauschung fließt auf PE Strom --> RCD knallt raus.

    Das Ganze kann allerdings nicht des Rätsels Lösung sein, weil man eine so genau symmetrische Belastung (außer mit einem Motor) nie hinbekommt.

    Bis dann... Arno!

    Einmal editiert, zuletzt von Arno (22. Januar 2006 um 01:11)

  • ADMIN
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    • 21. Januar 2006 um 23:56
    • #5
    Zitat von "Arno"

    Eine eher akademische Lösung wäre in meinen Augen dieses:

    1) Der RCD ist ein 3-Phasen-RCD im Verteiler
    2) Nach dem Verteiler ist PE und N vertauscht
    3) Die drei Phasen werden vollkommen gleich belastet

    Och, PE und N vertauscht wäre gar nicht mal so eine akademische Lösung.

    Eigentlich müsste ich diese Lösung gelten lassen, da ich Punkt 2) nicht in der Aufgabenstellung ausgeschlossen habe. Ergänzen wir also: Sowohl die Installation als auch die Geräte entsprechen alle den Vorschriften. (Ich ergänze es gleich noch oben...)

    Am Rande: ob das mit dem doch stark schwankenden Strom eines Ampracks gehen würde...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • hell&dunkel
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    • 21. Januar 2006 um 23:56
    • #6

    - Löst der RCD auch aus, wenn das eingesteckte Amprack komplett groundgeliftet wird?
    - Welche weiteren Geräte werden am RCD betrieben?

    Edit: Lösungsansatz entfernt, kommt später wieder rein.

    Nochmal Edit; da ist meine (falsche) Vermutung wieder:
    Ich greife Mathias´Lösungsansatz auf:

    Mit am RCD wird ein Gerät betrieben, das den Fehlerstrom verursacht.
    Das verwendete Pult läuft nicht über den RCD.
    Wenn das Amprack eingesteckt wird, wird ein Teil des Fehlerstroms über den Schirm der Signalkabels und den PE des Pultes abgeleitet.

    Armin

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

    2 Mal editiert, zuletzt von hell&dunkel (25. Januar 2006 um 00:52)

  • ADMIN
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    • 22. Januar 2006 um 00:01
    • #7
    Zitat von "hell&dunkel"

    - Löst der RCD auch aus, wenn das eingesteckte Amprack komplett groundgeliftet wird?

    Der Groundlift würde hier keine Rolle spielen, es interessiert rein der Schukostecker (und die Netzschalter).


    Da sich Armins Antwort mit meiner überschnitten hat: Alle Geräte entsprechen den Vorschriften, auch alle anderen, also maximal 3,5 mA Schutzleiterstrom.

    ansonsten @ Armin: Die Kollegen aus den Profi-Brettern halten sich vorerst mal bitte zurück.

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  • Arno
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    • 22. Januar 2006 um 00:25
    • #8
    Zitat von "ADMIN"


    Am Rande: ob das mit dem doch stark schwankenden Strom eines Ampracks gehen würde...


    Das meinte ich mit: "Das Ganze kann allerdings nicht des Rätsels Lösung sein, weil man eine so genau symmetrische Belastung (außer mit einem Motor) nie hinbekommt."

    Bis dann... Arno!

  • Crossfader
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    • 22. Januar 2006 um 13:28
    • #9

    Könnte ein zu großer Ableitstrom dafür verantwortlich sein?
    Edit überdacht ;)
    Daran kanns nich liegen

  • djobi
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    • 22. Januar 2006 um 23:06
    • #10
    Zitat von "ADMIN"

    Nun ziehe ich den Netzstecker eines Ampracks

    heisst das ich habe bei dem Setup mehrere Ampracks?

    Dann würde ich vermuten der andere (noch gesteckte) Amp produziert einen Fehlerstrom, der durch den anderen (momentan gezogenen) kompensiert bzw. verhindert wird. Evtl. ein Signal-Strom der übers Pult abfliesst?

    Zitat

    Der Fehlerstrom wird über eine Vergleichsmessung des Hin- und Rückstroms des elektrischen Verbrauchers ermittelt. Entspricht der Rückstrom nicht dem Hinstrom, dann löst der FI-Schutz-Schalter aus

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • ADMIN
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    • 22. Januar 2006 um 23:10
    • #11
    Zitat von "djobi"

    heisst das ich habe bei dem Setup mehrere Ampracks?

    Kann sein, muss aber nicht. Aber andere Geräte sind dann schon noch in Betrieb...

    Zitat

    Dann würde ich vermuten der andere (noch gesteckte) Amp produziert einen Fehlerstrom, der durch den anderen (momentan gezogenen) kompensiert bzw. verhindert wird.

    Das ist schon nahe dran.

    Zitat

    Evtl. ein Signal-Strom der übers Pult abfliesst?

    Nein. Es ist völlig egal, ob das Amp-Rack signalmäßig angeschlossen ist oder nicht.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • djobi
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    • 22. Januar 2006 um 23:26
    • #12

    Also gut .. es laufen ein oder mehrere Geräte, die einen Fehlerstrom produzieren (sonst würde der RCD ja nicht auslösen). Mit Amp passiert dies nicht.

    Muss es denn gerade ein Amp sein?

    Dann vermute ich weiter das du von einem Amp mit konventionellen(Ringkern)Trafo sprichst?

    Und die Spule des Trafos eine Rolle spielt?

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
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  • unknown_artist
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    • 22. Januar 2006 um 23:46
    • #13

    Was liegt den noch auf der Phase auf der der gezogene Amp lag?

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • crossfire
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    168
    • 23. Januar 2006 um 03:36
    • #14

    vielleicht so:

    gehe mal von der netzform tt aus..

    im schukostecker is N und PE gebrückt..
    der betriebserder hat hat einen zu hohen wiederstand zur erde..der strom sucht sich den kürzeren weg den N also über den RCD..
    ein defektes gerät befindet sich am selben RCD was einen strom durch den PE verursacht RCD löst nicht aus weil der strom durch die Brücke im Schukostecker des Ampracks über den N zurück fließt...
    jetzt wird der stecker gezogen...brücke zwischen N und PE ist weg..folglich fließt der strom des defekten gerätes jetzt über den PE zurück..RCD löst aus..

    gut sind natürlich 3 fehler auf einmal

    -brücke in schukostecker des ampracks
    -fehler an betriebserder
    -defektes gerät am selben RCD

    und schukostecker kann man ja auch um 180 grad drehen...


    Ps. bin kein elektriker

  • Apostoli
    Profi
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    653
    • 23. Januar 2006 um 04:03
    • #15
    Zitat von "crossfire"

    gut sind natürlich 3 fehler auf einmal

    -brücke in schukostecker des ampracks
    -fehler an betriebserder
    -defektes gerät am selben RCD

    das würde ja nicht den vorschriften entsprechen.....


    wenn ich die aufgabenstellung richtig interpretiere hat das amprack außer der netzleitung keine weitere gewollte elektrishce verbindung ... ?!

  • manuela
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    • 23. Januar 2006 um 11:43
    • #16

    meine Version 8)

    Das Amp Rack hat eine externe Erdung, zB an Erdspieß oder über den metallenen Bühnenboden bekommen.
    Ein weiterer Verbraucher erzeugt aufgrund Isolationsschaden o.ä. einen Fehlerstrom in PE.
    Wenn nun das Amprack eingestöpselt wird kann dieser Fehlerstrom über die externe Erdung abfließen und ärgert somit nichtmehr den RCD.

    Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • ewok
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    • 23. Januar 2006 um 11:46
    • #17

    meine Vermutung: das Szenario geht nur, wenn entweder weiter entfernte geräte über eine gemeinsame NV-Verbindung masseseitig zusammengschlossen werden oder zumindest die Geräte an verschiedenen RCDs hängen...

    Beispiel: 2 Ampracks, jedes hat einen eigenen RCD.
    Gemeinsam mit FOH & Co fliesst ein Fehlerstrom von 40mA, der sich aber dank gemeinsamer Audio-Masse an vielen Stellen einen Weg in Richtung Erde sucht....

    Entfernen wir mit dem Schuko des Ampracks einen dieser Wege, muss sich der Strom einen anderen Weg suchen und löst jetzt an anderer Stelle (zB zweites Amprack) den RCD aus... :?:

    Tom

    http://www.partyontour.de

  • da_user
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    844
    • 23. Januar 2006 um 11:51
    • #18
    Zitat von "Manuela"

    meine Version 8)

    Wenn nun das Amprack eingestöpselt wird kann dieser Fehlerstrom über die externe Erdung abfließen und ärgert somit nichtmehr den RCD.

    Einer von uns beiden hat jetz nen Denkfehler:

    am RCD is keine Erde angeschlossen, dem ist es schei*egal ob der Fehlstrom über den PE oder ne andre Erde abfließt, der Strom der reingeht kommt auf alle Fälle nimmer raus => RCD macht nen abflug.. oder verenn ich mich jetz da? :shock:

    rechtschriebfehler sind bugs im board

  • ADMIN
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    • 23. Januar 2006 um 12:14
    • #19
    Zitat von "djobi"

    Muss es denn gerade ein Amp sein?

    Würde prinzipiell auch mit anderen Geräten gehen.

    Zitat von "djobi"

    Dann vermute ich weiter das du von einem Amp mit konventionellen(Ringkern)Trafo sprichst? Und die Spule des Trafos eine Rolle spielt?

    Nein

    Zitat von "unknown_artist"

    Was liegt den noch auf der Phase auf der der gezogene Amp lag?

    Spielt keine Rolle. Da kann sonst noch was liegen, muss aber nicht.

    Zitat von "crossfire"

    gehe mal von der netzform tt aus..

    Netzform spielt keine Rolle

    Zitat von "crossfire"

    im schukostecker is N und PE gebrückt..

    Das würde nicht den Vorschriften entsprechen.

    Zitat von "Apostoli"

    wenn ich die aufgabenstellung richtig interpretiere hat das amprack außer der netzleitung keine weitere gewollte elektrishce verbindung ... ?!

    Das Amprack kann weitere Anschlüsse (NF, LS, was auch immer) haben oder auch nicht, diese können mit abgezogen werden oder auch nicht, spielt alles keine Rolle.

    Zitat von "Manuela"

    Ein weiterer Verbraucher erzeugt aufgrund Isolationsschaden o.ä. einen Fehlerstrom in PE.
    Wenn nun das Amprack eingestöpselt wird kann dieser Fehlerstrom über die externe Erdung abfließen und ärgert somit nichtmehr den RCD.

    Ob ein Strom über PE oder einen anderen Erdungs-Weg abfließt, interessiert den RCD nicht.

    Zitat von "ewok"

    meine Vermutung: das Szenario geht nur, wenn entweder weiter entfernte geräte über eine gemeinsame NV-Verbindung masseseitig zusammengschlossen werden oder zumindest die Geräte an verschiedenen RCDs hängen...

    Geräte auf anderen Stromkreisen (nicht über diesen RCD) spielen keine Rolle, NF-Leitungen auch nicht.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • manuela
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    • 23. Januar 2006 um 12:40
    • #20

    super Tread, ich hab was gelernt.

    RCD löst aus wenn I (schwarz) <> I (blau)

    Also noch eine Theorie.

    Der Fehlerstrom eines weiteren Verbrauchers ist nur knapp über dem Auslösewert des RCD. Das nun eingesteckte Amprack erzeugt mit seinen Ringkerntrafos eine induktiv bedingte Phasenverschiebung die die Funktion des RCD soweit beeinträchtigt daß er nichtmehr auslöst. Dazu muß das eingesteckte Amprack auch eingeschaltet sein 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

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