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Geschlossene Bassgehäuse: Tiefenanhebung mit Equal oder ...

  • karl-alfred_roemer
  • 10. Februar 2006 um 22:57
  • FF
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    • 16. Februar 2006 um 11:27
    • #101

    Das ist es ja, ich glaube es nicht, und gehört habe ich es auch noch nicht. Aber wenn ich mir die erzwungene Schwingung ansehe (Modell und Wiki), dann müsste es so sein. Da beisst sich also irgendetwas?

    Im Moment hänge ich da in einer Spirale fest: es interessiert mich, ich lese was darüber, neue Fragen, die Verwirrung nimmt zu und nicht ab, es interesserit mich noch mehr, etc.

    Zitat

    ... ach ja: Eine CB hat auch eine Eigenfrequenz ... :D ... und was passiert hier, wenn die Güte "zu hoch" ist ?


    Äh, es gibt einen starken Überschwinger auf der Resonanz. Hohe Güte geht doch zwangsweise einher mit geringer Bedämpfung?
    Ansonsten, wie stelle ich mir als einfaches Modell eine CB vor? Eigentlich auch ein Gewicht an einer Feder, nur das die Anregung nicht am oberen Ende auf die Feder wirkt, sondern unten unmittelbar am Gewicht ansetzt (das Gewicht ist in diesem Fall nicht mehr der Vent, sondern das Chassis, die Feder steht nach wie vor für das Luftvolumen). Wenn die Anregung ausbleibt, gibt es nur noch die potentielle und kinetische Energie, die "im Gewicht" gerade steckt, die Federhärte D und die Gesamtdämpfung des Systems (Chassis + Verluste + Endstufe). Mist, das schwingt dann in diesem Modell doch auch wieder auf der Reso aus...?

    Ich sehe vermutlich gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, vielleicht kannst du ja mal an ein paar gezielten Stellen abholzen (hoffentlich wird es kein völliger Kahlschlag) :D

    Gruß FF

  • Sound-Klinik
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    • 16. Februar 2006 um 17:37
    • #102

    ... weder bei einer BR noch bei einer CB kann der Resonator "frei" schwingen.
    Wie ich schon sagte: Bei einer BR sind es zwei akustisch miteinander gekoppelte Systeme, wobei der Resonator bei der Abstimmfrequenz das Chassis bedämpft ... und das Chassis "kontrolliert" - da es ja im Resonanzfall bezüglich der akustischen Kopplung eine Kraft entgegen der Bewegungsrichtung der im Vent schwingenden Luft ausübt - wiederum den Resonator.

    Bei einer CB ist - vernüftige LS-Leitungen voraussgesetzt - die Endstufe mit ihrem (hoffentlich ...) niedrigen Innenwiderstand eine wichtige "Bremse" (Stichwort: elektrische Güte ...) ... bei einer BR wird das Chassis ebenso von der Endstufe kontrolliert (d.h. "gebremst" ...) - und dieses wiederum kontrolliert den Resonator ...

    ... der natürlich - da er im Bereich der Abstimmfrequenz Schall-Leistung abstrahlt - einen Strahlungswiderstand erfährt und hierdurch zusätzlich bedämpft wird ...

    ... was dann wieder eine Rückwirkung auf das Chassis hat ... :lol:

    ... und unterhalb und oberhalb der Abstimmfrequenz mag der Resonator nicht mehr ganz so gerne schwingen (d.h. für eine vergleichbar große Amplitude müßte dann mehr Hub vom Chassis aufgebracht werden ...).

    Wenn der Resonator bei erzwungener Schwingung durch eine andere Frequenz wirklich mit seiner Eigenfrequenz (mit-) schwingen würde, dann könnte eine BR-Kiste keinen Ton leicht unter- oder oberhalb der Abstimmfrequenz ohne Schwebung wiedergeben - sowas passiert aber nicht.

    Bei niedriger Abstimmgüte wird der F-Bereich, wo eine Verstärkung durch einen Resonator stattfindet, größer - aber weniger effizient - und auch "trockener" ... bei hoher Abstimmgüte wird der F-Bereich dagegen kleiner - dafür effizienter - und auch "dröhniger" ...

    ... und jetzt schon mal das nächste Stichwort: Transienten ... :)

  • songe creux
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    • 16. Februar 2006 um 19:53
    • #103

    ... vielleicht ist ja auch das ein Ansatzpunkt: "Das xxx-Chassis von xxx wurde gewählt, da seine hohe Membranauslenkung bestens geeignet ist, um die hohe Luftlast in den Einzelkammern kraftvoll zu bewegen." ... gefunden in einem Internetshop, der hier sehr bekannt ist.
    Die "xxx" wurden für die genannten Namen von mir eingesetzt.

  • SRAM
    Profi
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    • 18. Februar 2006 um 19:23
    • #104

    Ich packs mal hier rein. Schön, dass sich mal jemand die Mühe gegeben hat, die Grenzbeziehungen von Small in einen on-line-Rechner zu programmieren:

    http://www.hifi-selbstbau.de/text.php?id=81&s=read


    Gruss SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
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  • FF
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    • 18. Februar 2006 um 21:37
    • #105

    Schöne Seite SRAM, danke für den Link! Was du immer im Netz ausgräbst, da kann ich nur staunen :shock: und mich freuen, dass du es hier reinstellst :D

    Gruß FF

  • FF
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    • 18. Februar 2006 um 22:25
    • #106
    Zitat

    ... und jetzt schon mal das nächste Stichwort: Transienten ... :D

    Ok, Transienten ist der Fachterminus für das, was SRAM neulich mit "Steilheit" bezeichnet hat; sehr schnelle elektrische und/oder akustische Einschwingvorgänge.

    Transienten sind zur Identifizierung von Klängen für das menschl. Ohr extrem wichtig. D.h. Aufnahmen von Instrumenten etc. enthalten T. bereits im elektrischen Signal. Das ist für die Betrachtung von Sub-Gehäusen eher untergeordnet, weil die im Impuls enthaltenen höheren Frequenzen über die Filterung an die entsprechenden Chassis (Mid, High) gegeben werden.

    Transienten können aber auch bei akustischen Einschwingvorgängen entstehen, d.h. wenn der Sub eine extreme Membranbeschleunigung erfährt, entstehen am Subwooferchassis selbst die höheren Frequenzen, die NICHT mit dem anliegenden Signal übereinstimmen. Eigentlich eine Art von Klirr (aber wohl nicht in ganzzahligen Verhältnissen) durch Impulse?

    So weit habe ich es halbwegs kapiert, glaube ich. Nur, warum gibt mir/uns Sound-Klinik diesen Hinweis hier? Sicher nicht, weil es ein interessanter Aspekt ist, es muss also was mit dem Thema des Beitrags zu tun haben...

    Grübel, grübel,..., bin wohl echt schwer von Begriff! Mal gespannt, was zuerst durchkokelt: mein Gehirn oder eure Geduld mit begriffsstutzigen Langsamdenkern wie mir :D Habe immer das Gefühl, dass in den Posts alles Nötige zum Verstehen drin ist, und NUR ICH es nicht erkenne :cry:

    Gruß FF

  • Sound-Klinik
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    • 19. Februar 2006 um 09:14
    • #107

    FF
    ... was meinst du: Klingen zwei unterschiedliche Systeme (z.B. einmal CB und BP ...), bei denen der Amplitudenfrequenzverlauf durch aktive Filterung "gleichgemacht" wurde, "gleich" (d.h. die Minimalphase wäre dann bei beiden Systemen gleich ... nur wie sieht es mit der gemessenen - jetzt mal abgesehen von der konstanten Verzögerung durch die Mikrofon-/Hörentfernung - aus) ?

  • FF
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    • 19. Februar 2006 um 11:12
    • #108

    Na ich würde doch sagen, die klingen unterschiedlich, der Amplitudengang allein macht ja nicht glücklich. Die gemessene Sprungantwort und das kumulative Zerfallsspektrum wird bei verschiedenen Systemen/Chassis nie gleich sein.

    Die Frage ist daher wohl, ob ein LS-System die im Musiksignal enthaltenen Transienten sauber reproduzieren kann. Deshalb halte ich z.B: den oft zur Beurteilung von Subs herangezogenen gestrichenen Kontrabass eher für ungeeignet, da er per se recht langsame/kontinuierliche Ein-/Ausschwingvorgänge produziert - das stellt auch das "lahmste" LS-System nicht vor Probleme.

    Gezupft sieht es da schon anders aus. Am deutlichsten wird so eine Betrachtung aber wohl bei percussiven Instrumenten. Irgendwie gar nicht seltsam, dass die über Hörner u.ä. etc. meist sehr viel realistischer wiedergegeben werden als über BRs. Über die Nichtunterscheidbarkeit von E-Bass und Basedrum bei BR-Systemen lassen sich ja allein hier im Forum unzählige Berichte finden - und eine deiner Hybridkritiken freut sich genau darüber, Bass und Base endlich unterscheiden zu können, wenn ich das noch recht im Kopf habe :wink:

    Gruß FF

  • Sound-Klinik
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    • 19. Februar 2006 um 13:13
    • #109
    Zitat von "FF"

    Über die Nichtunterscheidbarkeit von E-Bass und Basedrum bei BR-Systemen lassen sich ja allein hier im Forum unzählige Berichte finden - und eine deiner Hybridkritiken freut sich genau darüber, Bass und Base endlich unterscheiden zu können, wenn ich das noch recht im Kopf habe :wink:

    ... wenn der "obere" (Nutz-) Bassbereich schnell genug ist, lassen sich resonatorbedingte Kompromisse am "unteren Ende" leichter verschmerzen ... und wenn der Gesamtklangeindruck dann "stimmt" (und das bei moderaten Gehäuseabmessungen und Gewicht), ist dies ein vertretbarer Kompromiss. :D

    Es gibt allerdings auch BR-Bässe, wo E-Bass und Bassdrum unterscheidbar sind (z.B. Krackys BR-Bass ...) - nur sind das dann keine dieser "ich-will-viel-Tiefbass"-Bässe ... :wink:

  • FF
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    • 19. Februar 2006 um 13:37
    • #110

    Ich meinte das auch nicht absolut für alle BR-Systeme, ich bin kein Fan von Dogmen - aber eine Tendenz zum Verwischen scheint bei Resonator-Systemen zumindest vorhanden zu sein...

    Der Unterschied von extrem tief abgestimmten BR-Systmen zu z.B. Krackys BR-Bass lässt sich an der Impulsantwort deutlich ablesen, erstere schwingen sehr viel länger nach. Die erste Flanke der Impulsantwort sieht in der Simu dagegen immer recht ähnlich aus!? Die Unterschiede bei verschiedenen BR-Abstimmungen liegen hier nur im Bereich von ca. 1ms - beim Ausschwingen sind Unterschiede von bis zu 100ms erkennbar.

    Wasserfalldiagramm sieht man idR nur von der Rückseite her (Ausschwingen), vielleicht wäre die Vorderseite (Einschwingen) bei Subs aber auch mal interessant?

    Ein Dirac-Impuls oder eine Sprungfunktion (welches von beiden verwenden Messprogramme eigentlich) müsste doch die Unterschiede der Systeme objektiv darstellen können, weil die Messung dann eben nicht auf einem eingeschwungenen Signal basiert? Oder habe ich da einen Denkfehler drin?

    Gruß FF

  • Sound-Klinik
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    • 19. Februar 2006 um 16:38
    • #111
    Zitat von "FF"

    Ein Dirac-Impuls oder eine Sprungfunktion (welches von beiden verwenden Messprogramme eigentlich) müsste doch die Unterschiede der Systeme objektiv darstellen können, weil die Messung dann eben nicht auf einem eingeschwungenen Signal basiert?

    ... aus einer Impulsantwort (z.B. durch MLS gewonnen) kann man - bezogen auf eine bestimmte Mikrofonposition - das Verhalten des LS-Systems "sehen" (d.h. auch das zeitliche Verhalten ...).

    Mit einer Nahfeldmessung läßt sich auch bei ungünstigeren Messbedingungen eine passable Fensterlänge (im Zeitbereich) realisieren, um dann bei tieferen Frequenzen aussagefähige Daten zu bekommen ...

    ... und bei einigen Mess-Systemen kann man das Wasserfalldiagramm auch drehen ... :wink:

  • Ansch
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    • 19. Februar 2006 um 16:58
    • #112
    Zitat von "FF"


    Ein Dirac-Impuls oder eine Sprungfunktion (welches von beiden verwenden Messprogramme eigentlich) müsste doch die Unterschiede der Systeme objektiv darstellen können, weil die Messung dann eben nicht auf einem eingeschwungenen Signal basiert? Oder habe ich da einen Denkfehler drin?

    Gruß FF

    Ja, viele Messprogramme erlauben es auch mit Impulsen (genäherte Impulse, mehr oder weniger breit und Steil -> obere Grenzfrequenz) zu messen.
    Prinzipiell wäre es egal, ob man Impuls- oder Sprungantworten misst (beide Anredungsformen lassen sich ineinander überführen, die Sprungantwart ist die Summe der Impulsantwort über die Zeit (korrekt: Integral der Impulsantwort...)
    Interpretation von Impulsantworten:
    Was besagt die ansteigende Flanke?
    Was besagt die abfallende Flanke?
    Dazu vielleicht mal Impuls- und Sprungantworten von (idealen) Hoch- und Tiefpässen ansehen, am besten sogar 1. Ordnung.

    Zitat von "Sound-Klinik"


    ... was meinst du: Klingen zwei unterschiedliche Systeme (z.B. einmal CB und BP ...), bei denen der Amplitudenfrequenzverlauf durch aktive Filterung "gleichgemacht" wurde, "gleich" (d.h. die Minimalphase wäre dann bei beiden Systemen gleich ... nur wie sieht es mit der gemessenen - jetzt mal abgesehen von der konstanten Verzögerung durch die Mikrofon-/Hörentfernung - aus) ?

    Wenn die Minimalphase identisch ist, also auch Amplitudenspektrum und Phasenverlauf, sieht die Sprung- und Impulsantwort beider Systeme identisch aus! ...Auch das Group Delay ist identisch!
    Warum sollten sie nun Unterschiedlich klingen (das zeitliche Verhalten betrachtet: Klirr usw. aßer Acht lassend)?
    Und jetzt zerreist mich.

    Viele Grüße
    André

    Achso, letztens habe ich mir das Verhaltenb von ORPZ und BR mal angeschaut (mit Hornresp simuliert (Treiber: Isophon...)) mal sehen, vielleicht stelle ich die Ergebnisse ja mal rein, interessant sind auch die Impulsantworten, wenngleich in Anbetracht der Frequenzgänge nicht anders zu erwarten.

  • Sound-Klinik
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    • 19. Februar 2006 um 17:34
    • #113
    Zitat von "Ansch"

    Wenn die Minimalphase identisch ist, also auch Amplitudenspektrum und Phasenverlauf, sieht die Sprung- und Impulsantwort beider Systeme identisch aus! ...Auch das Group Delay ist identisch!

    ... denkst Du, daß eine CB und ein bolleriger Bandpass - beide Systeme mit entsprechender Entzerrung auf gleichen Amplitudenverlauf getrimmt (... die Minimalphase läßt sich aus dem Amplitudenverlauf errechnen ...) - insgesamt ein identisches Zeitverhalten "hinlegen" ? :)

    (... sofern beide Systeme minimalphasig sind, gebe ich Dir bei der GD natürlich recht ... wie sieht es beim Ausschwingen - d.h. beim Zerfallsspektrum - aus ?)

  • Ansch
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    • 19. Februar 2006 um 18:02
    • #114

    Ja, die CB mit TP-Filterung und der entsprechende Bandpass (nicht doppelt ventiliert) legen ein identisches Übertragunsverhalten hin. Unterschiede (ich denke auf die möchtest Du hinaus) ergeben sich durch höherfrequente Anteile (Störgerausche), die aus dem Loch kommen. Bei der tiefpassgefilterten CB muss ich diese Anteile nachbilden, da sonst die Impulsantwort nicht identisch ist.
    Hä, oder missverstehe ich Dich irgendwie?

  • FF
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    • 19. Februar 2006 um 18:11
    • #115
    Zitat

    Wenn die Minimalphase identisch ist, also auch Amplitudenspektrum und Phasenverlauf, sieht die Sprung- und Impulsantwort beider Systeme identisch aus! ...Auch das Group Delay ist identisch!


    Ich weiß nicht, bin da mathematisch absolut nicht fit genug - aber: stimmt das so wirklich? Ich denke nicht...

    OK, aus Amplitude und Phase lässt sich das Groupdelay berechnen, und aus einer Impulsantwort lassen sich lassen sich wiederum Amplitude und Phase errechnen. NUR - gilt auch die Umkehrung? Zweifel... wer weiss es sicher? So wie es ja auch zu jeder Funktion eine unendliche Menge von Stammfunktionen gibt...

    Zudem kommen beim Zeitverhalten ja noch Faktoren dazu, die in den Formeln direkt erstmal gar nicht erfasst werden, Stichwort Membranstabilität, Material eigene Resonanzen, usw.. Allerdings möchte ich den Thread nicht in diese Richtung umbiegen, denn das ist ja wieder Gehäuseprinzip unabhängig, hilft also nicht bei der DIfferenzierung der unterschiedlichen Systeme.

    Ansch: wie berechnest du aus AMplitude und Phase die Impulsantwort? Du hast geschrieben, du hättest das gemacht für BR und URPS. Hornresponse gibt ja kein Zeitverhalten aus?

    Sound-Klinik schrieb:

    Zitat

    ... aus einer Impulsantwort (z.B. durch MLS gewonnen) kann man - bezogen auf eine bestimmte Mikrofonposition - das Verhalten des LS-Systems "sehen" (d.h. auch das zeitliche Verhalten ...).


    Dann habe ich doch recht, dass genau damit der, nennen wir es mal Klang- "Charakter" eines Sytems am ehesten messtechnisch zu erfassen ist?
    Bsp. Bastelhorn: Single funktioniert es mehr als Röhre, im Stack wird es zum Horn - Frage: zeigt die Impulsantwort den Unterschied? Ein Vergleich wäre interessant.

    Super Thread, höchst interessant!!!

    Gruß FF

  • Ansch
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    • 19. Februar 2006 um 18:28
    • #116
    Zitat von "FF"


    Ich weiß nicht, bin da mathematisch absolut nicht fit genug - aber: stimmt das so wirklich? Ich denke nicht...

    Doch, eingangs (1.Seite) hatte ich doch schon mal geschrieben wie das zusammenhängt.
    Groupdelay ist die Ableitung der Phase nach der Frequenz -> wie stark ändert sich die Phase über die Frequenz, dafür brauch ich nur die Phase (keine Amplitude)

    Zitat von "FF"


    OK, aus Amplitude und Phase lässt sich das Groupdelay berechnen

    ...s.o.

    Zitat


    , und aus einer Impulsantwort lassen sich lassen sich wiederum Amplitude und Phase errechnen.

    Genau, mittels Fouriertransformation.

    Zitat


    NUR - gilt auch die Umkehrung? Zweifel... wer weiss es sicher? So wie es ja auch zu jeder Funktion eine unendliche Menge von Stammfunktionen gibt...

    Ja, mittels inverser Fouriertransformation.

    Zitat


    Zudem kommen beim Zeitverhalten ja noch Faktoren dazu, die in den Formeln direkt erstmal gar nicht erfasst werden, Stichwort Membranstabilität, Material eigene Resonanzen, usw.. Allerdings möchte ich den Thread nicht in diese Richtung umbiegen, denn das ist ja wieder Gehäuseprinzip unabhängig, hilft also nicht bei der DIfferenzierung der unterschiedlichen Systeme.

    Schon klar, deshalb sollte man die Betrachtung ja auch nicht im Grenzlastbereich, für Frequenzen << Durchmesser_Chassis (kolbenförmige Bewegung, keine Partialschwingungen...) durchführen.

    Zitat


    Ansch: wie berechnest du aus AMplitude und Phase die Impulsantwort? Du hast geschrieben, du hättest das gemacht für BR und URPS. Hornresponse gibt ja kein Zeitverhalten aus?

    Mathematisches Verfahren: s.o.
    Habe mir dafür 'n kleines MATLAB Skript gebastelt (die eigentliche iFFT macht 'ne fertige MATLAB-Funktion, die habe ich verwendet.
    Also:
    Sim in Hornresp, Export von Freq., Ampl., Phase in ASCII Datei, einlesen in MATLAB, mit anderem Skript Filter basteln, Gesamtübertragungsfunktion bilden, mit nächstem Skript iFFT, Ergebnis graphisch darstellen, fertig.

  • Hörnli
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    • 20. Februar 2006 um 02:51
    • #117

    Moin,

    doch wieder.

    Ich habe ein wenig gespielt und möchte mit ein paar Gedanken den Praxisbezug einbringen.

    Ich habe eine CB mit BMS 18N 850 gebaut und dessen Simulation mit der eines auch in Frage kommenden "Kracky- style" Basses: 130 Liter, Tuning 45 Hz (Portvolumen abgezogen) 18S 18ND930 (ND- Ausführung des 18LW1300) verglichen.

    Der Frequenzgang des BMS CB zeigt etwa 3 dB weniger um 50 Hz fällt mit 12dB Oktave ab, der 18S BR mit 24 dB. Das Groupdelay des BR ist erheblich größer, logischerweise. Ob eine Anhebung zum Ausgleich der 3 dB weniger bei 50 Hz mit einem Glockenfilter das Groupdelay relevant angleichen würde?

    Was würde mit dem Groupdelay passieren, wenn ich stattdessen den Bereich von 55 Hz bis zur Trennfrequenz mittels Hi- Shelf absenke und den Gain entsprechend erhöhe? der F- Gang wäre wohl gleich, oder? und das Groupdelay? Erhöht in diesem Breich?

    Eine Filterung der abfallenden Flanke der CB von 12 auf 24 dB ist für die Praxis nicht nötig, denn der Hub wird von der Luftfeder bzw. der 12dB Flanke hinreichend Begrenzt.
    Wohl ist aber ein Lowcut bei der BR, der ganz unten ein zusätzliches Groupdelay bringen würde, ist in der Praxis nötig.

    So betrachtet hat der BMS CB schonmal die Nase vorn.

    Schaut man nach dem maximalen Output stehen 13mm realer Hub des BMS, etwa 6 mm des 18S, allerdings mit der Reduktion durch den Port, gegenüber.
    Zumindest mit Riesenports könnte der BR gewinnen, aber groß ist der Unterschied nicht. Der BMS macht den Hub wirklich ohne Gezeter.

    Beim Leistungsbedarf gewinnt der 18S BR.

    Jetzt zur Praxis. Ich konnte den BMS CB bislang nur gegen einen EVX 180A BR vergleichen, mußte also im Kleinlastbereich bleiben, denn der EVX macht in BR ein sattes DC- Offset.

    Da mich die Effekte des Reiduumhörens interessiert haben, habe ich damit gespielt. Ratet mal mit welchen Bass das besser funktioniert? Offenbar hat der CB mit seinem kürzeren Groupdelay die Nase vorn. Oder ist vielleicht garnicht das Groupdelay, sondern das im Kumulativen Zerfallspektrum zu erwartende langsamere Ein- und Ausschwingen um 45 Hz des BR verantwortlich? Solche Versuche klappen natürlich nur mit realen musikalischen Tönen...Bei durchaus ähnlichem Frequenzgang und gleicher Lautstärke klingt die CB subjektiv tiefer. Hebt man nun bei 40 Hz an wirds bei Beiden komisch. Hebt man bei 80 Hz an hört man bei BR 80 Hz, bei CB entsteht der Eindruck daß auch 40 Hz angehoben wurden. FF: :wink:

    Ich sehe kein Argument mehr, auch nicht im Kleinbassbereich nicht, auf BR zu setzen. Ich habe nun einen Bass, der mir keinen akustischen Footprint aufdrückt sehr musikalisch und tief spielt und ohne Lowcut absolut betriebssicher ist.

    @ Ansch: *vor Neugier platz...*

    Zitat

    (nicht doppelt ventiliert)


    Aah, ja. Hier nähern wir uns dem Horn.
    Und bei BR? Auch 2 "Löcher"?

    Gruß

    @ Sound- Klinik:
    Ich wäre sehr zufrieden wenn die theoretischen Betrachtungen nicht immer ungerechtfertigt viel Wasser auf die Mühlen der Dröhnfraktion spülen würden. Das mach mich rasend, wenn jemand meinen praktischen Erfahrungen mit ein paar Formeln widerspricht. Daß ich da nicht mithalten kann ist wohl offensichtlich. Doch wenn ich Erlebtes berichte kannst Du sicher sein, daß ich versucht habe, meine Vorurteile da rauszurechnen.

    Kannst Du Dich noch erinnern an unseren Disput um die "vermeintlich" höhere Reichweite von Hörnern? Ich habe mittlerweile eine vollständige Erklärung dafür, die Deinen physikalischen Betrachtungen nicht widerspricht und meine Erlebnisse, und die vieler Anderer, erklärt:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=409373#409373

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • unknown_artist
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    2.849
    • 20. Februar 2006 um 11:42
    • #118
    Zitat von &quot;Hörnli&quot;


    Schaut man nach dem maximalen Output stehen 13mm realer Hub des BMS, etwa 6 mm des 18S, allerdings mit der Reduktion durch den Port, gegenüber.
    Zumindest mit Riesenports könnte der BR gewinnen, aber groß ist der Unterschied nicht. Der BMS macht den Hub wirklich ohne Gezeter.


    Auch ein Chassis in einer closed Box ist ein Resonator. Ich sehe teilweise erheblich schlimmere Probleme bei einem ultra Langhub Chassis mit bleischwerer Membran. Was da an Energie beim Auschwingvorgang vernichtet werden muss - nicht von schlechten Eltern...
    Hmmm, der Kracky Style Bass war doch erheblich höher abgestimmt wenn ich mich nicht irre...Keine Ahnung wie Onkel MAnfred ihn abgestimmt hat - das wirkliche Problem sehe ich in der WinIsd Fraktion - oder wie bastel ich eine schöne glatte Kurve - optimal wäre es auche ein Br auch 12dB pro Oktave Abfall zu bringen...(0,5*sqrt2 ist doch eine Zahl die immer wieder überraschend ist)

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • Hörnli
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    • 20. Februar 2006 um 19:57
    • #119

    Moin,

    Zitat von &quot;unknown_artist&quot;

    Auch ein Chassis in einer closed Box ist ein Resonator. Ich sehe teilweise erheblich schlimmere Probleme bei einem ultra Langhub Chassis mit bleischwerer Membran. Was da an Energie beim Auschwingvorgang vernichtet werden muss - nicht von schlechten Eltern...

    Probleme? Schlimm?? Ich bitte um Erklärung !

    @ all: Bitte arbeitet weiter an der perfekten Simulation der Wiedergabe von Musik mit Bassreflexlöchern.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • SRAM
    Profi
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    Beiträge
    5.548
    • 20. Februar 2006 um 20:49
    • #120
    Zitat

    Was da an Energie beim Auschwingvorgang vernichtet werden muss - nicht von schlechten Eltern...

    Was aber keine Rolle spielt, solange der angeschlossene Verstärker in der Lage ist nicht nur einen hinreichenden Dämpfungsfaktor, sondern auch die erforderliche gegen-emk zur Verfügung zu stellen.

    Gruss SRAM

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