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erstaunlich...

  • Stan Crown
  • 20. März 2006 um 10:58
  • Stan Crown
    Beiträge
    348
    • 20. März 2006 um 10:58
    • #1

    Ich war am Wochenende auf dem Frühjahrsmarkt.
    Also Freitag und Samstag Abend Zeltfete mit Konservenmucke.

    Ich war als Gast da und technisch absolut unbeteiligt.

    Als erstes fielen mir 2 Fullrangeboxen auf, die mit Gurten direkt an eine Strebe des Zeltdaches gespannt waren. Die Gurte gingen einmal um die Box rum und fertig! (nicht etwa in den Griffen verhakt wenigstens...) und hingen auch nicht senkrecht sondern parallel zum Zeltdach...

    Zur PA am Samstag kann ich nichts sagen, da ich nur Freitag Nacht da war...

    2 Stacks Kling & Freitag Access...zwar mit Gurten festgezurrt, aber durch den Zeltboden extrem am Wackeln. Die Stacks standen vor der Bühne, mitten im Publikum, daneben die 19" Ampracks, mit der Öffnung nach oben (?) und Rückklappe geschlossen für jedermann zugägnlich. Also saßen auf der Bühne dahinter ständig Leute mit Getränken, die über den Racks angestoßen haben oder eingeschenkt haben...

    Bei einem Stack lagen dann aber die Gurte irgendwann daneben, weil zu viele Betrunkene auf der Bühne direkt hinter dem Stack (und über dem Amprack) rumgehangen haben und an der Gurten spielten. Wollte der Sucurity eigentlich Bescheid sagen, aber die haben auch Ihre Gläser aus Karaffen über dem Rack eingeschenkt, von daher zum DJ, der wollte jemanden hinschicken...ist nichts passiert. Da es aber schon spät war und das Zelt ziemlich leer wurde, ist auch nichts passiert.

    Wenn noch viele Leute rumgetanzt und gehüpft hätten, wär ich vielleicht selber tätig geworden...

    ...-> Kommando: "ALLE HÜPFEN"...Ihr hättet mal das Wackeln der Stacks sehen sollen!

    4Punkt-Traverse auf Kurbelstativen, sind so viele Leute über die Ausleger gestolpert.

    Auf der Bühne ein Käfig, in dem aufgelegt wurde, es wurde dann die Bühne mit Gästen gefüllt, die dann auch alle gequetscht um den DJ im Käfig tanzten. Wenigstens war der hinten offen...

    Ein Kumpel von mir rutschte aus und fiel von der Bühne (zum Glück auf einen anderen Kumpel)...aber trotzdem, halben Meter daneben war der Ausleger des Statives...

    Par64 4er Bars jeweils nur mit einem Safety gesichert (ist das okay so?)

    Naja, offene Verteilerkästen draußen vor dem Zelt, mitten in einer großen Pfütze, alle Kabel auf dem Festplatz lose und über alle Wege verteilt...

    Ist es auf Zeltfeten so üblich? Oder war da einfach keine Abnahme?

  • hausmeister
    Verifiziert
    Beiträge
    1.075
    • 20. März 2006 um 12:21
    • #2

    nennen wir es mal den ganz normalen Wahnsinn.

    Sollte natürlich nicht so sein aber sieht man sehr oft .

    Grüße Michael

    Wo is na des Hirn........endlich ONLINE !


    http://www.audio-events.de

    http://www.stage-audio.de
    http://www.pedro-online.de

  • flatmoon
    Beiträge
    245
    • 20. März 2006 um 13:08
    • #3
    Zitat

    Par64 4er Bars jeweils nur mit einem Safety gesichert (ist das okay so?)


    wenn zur normalen befestigung 2 Stahl-C haken verwedet werden, die geschraubt sind, warum nicht?
    Was will da viel passieren, das ne Schraube bricht, gut passiert mal, aber das dann die bar aus dem haken springt? selbst wenn sie das noch geschaft hat, das eine safty reicht dann aus, weill dann steht meist das Zelt nicht mehr.

    Ich bin verrückt, aber was manche hier sagen ist richtig verrückt.

  • a-m-s
    Beiträge
    45
    • 6. April 2006 um 11:02
    • #4

    und was ist mit den PAR's?

  • chrickel
    Profi
    Beiträge
    454
    • 7. April 2006 um 01:28
    • #5
    Zitat von "A-M-S"

    und was ist mit den PAR's?

    Es geht schon wieder los :)

    Wenn die Pars ohne Werkzeug von der Bar zu lösen sind (Flügelmutter oder mit G-Haken), dann müssen sie einzeln gesichert werden. Sind sie fest mit der Bar verbunden (Stopmutter, gekontert, verschweisst oder wasweissich), wird die Bar als Leuchte im Ganzen angesehen. -> Keine Safeties an den Kannen.

    By(t)e,
    Chrickel
    http://www.chrickel.eu

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 22. April 2006 um 00:12
    • #6
    Zitat von "Stan Crown"


    Ist es auf Zeltfeten so üblich? Oder war da einfach keine Abnahme?

    Jedensfalls scheint es ziemlich vielen Vorschriften widersprochen zu haben. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es üblich ist (also von vielen so gemacht wird).

    Mensch, wenn jemand mit abgefahrenen Reifen auf einen Zebrastreifen zufährt, den gerade eine Schulklasse überquert, dann schaut man doch auch nicht weg. Bei dieser Zelt-Veranstaltung gab es offensichtlich auch ein großes Gefahrenpotential. Dann ruft man bitte die Polizei und läßt das ganze in Ordnung bringen / notfalls abbrechen. Hier geht es doch im Zweifelsfall um Menschenleben. Mag sein, dass es keine Rechtvorschrift gibt, die den Gast zum Handeln zwingt. Aber im Rahmen der Menschlichkeit kann man da doch nicht handlungslos bleiben.

    Und wenn es in dem Bereich der Veranstaltungstechnik mehr Zivilcourage geben würde, dann würde sich auch das Problem mit den Billig-Anbietern langfristig lösen. Kein Veranstalter leistet sich mehrfach den Abbruch seiner Va.

    Sorry, wenn das etwas ärgerlich klang. Gemeint war auch nicht der Eröffner des Threads persönlich sondern die Allgemeinheit. Ich verstehe nicht, warum immer erzählt aber nie gehandelt wird.

    Gute Nacht.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • AFi
    Profi
    Beiträge
    119
    • 15. Mai 2006 um 17:06
    • #7

    Stefan: Ganz einfach, weil sich keiner den Schuh anziehen, am Abbruch einer Veranstaltung Schuld zu sein! Und wer soll den Abends am Wochenende von den amtlichen Behördlichen kontrollieren kommen oder gar die VA abbrechen? Vom Ordnungsamt ist zu der Zeit keiner greifbar, und die Grünen wissen doch selbst nicht, was Sache nicht. Die kommen dann schon eher, wenn mal ne Maus zu laut quiekt.

    Natürlich hast Du absolut Recht, keine Frage. Aber eine diesbezügliche Lösung???

    Grüsse
    Alex

  • Stan Crown
    Beiträge
    348
    • 19. Mai 2006 um 14:30
    • #8

    Das Problem zusätzlich ist noch, dass die Polizei nur von Montag bis Freitag da ist. Am Wochenende ist dann die Polizei der umliegenden größeren Städte (Nienburg) mitverantwortlich. Klar kommen die auf Streife an solchen Wochenende mal im Dorf vorbei, aber wegen solchen Sachen Grün-Weiß herbeordern...glaub nicht, dass die a) Zeit haben und b) sich deswegen extra beeilen...

  • rbp-duo
    Beiträge
    247
    • 19. Mai 2006 um 16:55
    • #9

    Wenn was passieren sollte, kommt der Schuldige in Knast und alles ist wieder gut.
    Wenn man absieht von dem einen, der zum Pflegefall wurde und von demjenigen, den man jetzt auf dem Friedhof besuchen kann.
    Hauptsache, keiner ist zum Spielverderber geworden.

  • AFi
    Profi
    Beiträge
    119
    • 22. Mai 2006 um 12:05
    • #10

    Ganz toller Beitrag, Ronny!

    Es geht doch nicht darum, dass keiner was sagen will! Es geht darum, dass Du ohne "offizielle Vollmacht" von z.B. Polizei oder Ordnungsamt schonmal rein rechtlich gesehen gar Nichts bewirken kannst! Höchstenfalls den eigenen Platzverweis. Natürlich gibt es Kollegen, die "Tipps" dankend entgegennehmen (aber das sind dann meistens die im Thema genannten Kiddies, die's eben nicht besser wissen), aber überwiegend wirst Du auf taube Ohren stoßen. Im eigentlichen Sinne auch erstmal zurecht, denn der "schlaue Ratgeber" ist nunmal nur einfacher Gast und hat keine Berechtigung, irgendetwas zu bemängeln, geschweige denn die VA abzusagen! Und die offiziell Bevollmächtigten wirst Du im seltensten Falle am Wochenende zu einer VA bewegen können, um ihrem Job nachzugehen!!!

    Wo also ist Deine Intention???

    Gruss
    Alex

  • montesuma
    Beiträge
    948
    • 22. Mai 2006 um 12:32
    • #11

    Noch eine Möglichkeit:
    Schreib den Entscheidungsträger an, nenne ihm die 1000 Punkte, die gegen die Veranstaltungssicherheit verstoßen haben, schicke ihm ein Angebot von Dir dazu und nächstes Jahr hast Du den Auftrag.


    Aber Stephan hat recht, lieber als schwarzer Peter irgendwie eine Veranstaltung abbrechen lassen, als später in der Zeitung lesen, daß Du Menschenleben hättest retten können. Wenn Du der Polizei sagst, daß Menschenleben auf dem Spiel stehen, dann wird sie dementsprechend reagieren, nachfragen, in den Paragraphen herum stöbern und nachbessern lassen.

  • AFi
    Profi
    Beiträge
    119
    • 22. Mai 2006 um 13:30
    • #12

    Jungs, ich will ja keinem zu nahe treten, aber träumt weiter! Das ist Wunschdenken mit den Offiziellen etc. Die (harte) Realität sieht anders aus.

    Mal davon abgesehen sollten ja die Meisten hier im Forum Besseres zu tun haben, als auf irgendwelchen Veranstaltungen den Besserwisser oder Kontrolleur zu spielen... :roll:

    Gruss
    Alex

  • montesuma
    Beiträge
    948
    • 22. Mai 2006 um 15:14
    • #13

    Ach, wenn ich irgendwo eine schlechte Anlage sehe, dann bemühe ich mich schon um den Auftrag - und wenn nur nach der Party bzw. kurz vorm gehen.

    Sicherheit ist schon ein ganz guter Grund für den Veranstalter zum wechseln.

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 22. Mai 2006 um 21:09
    • #14
    Zitat

    Schreib den Entscheidungsträger an, nenne ihm die 1000 Punkte, die gegen die Veranstaltungssicherheit verstoßen haben, schicke ihm ein Angebot von Dir dazu und nächstes Jahr hast Du den Auftrag.

    Wenn der Schuldige ein Kegelbruder des VA ist, brennt morgen Deine Hütte.

    Oder er geht zu einer Deiner nächsten VAs und guckt da mal.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • rbp-duo
    Beiträge
    247
    • 26. Mai 2006 um 12:34
    • #15
    Zitat von "AFi"

    Wo also ist Deine Intention???


    Meine Kritik bezieht sich darauf, dass man immer so tut, als würden nachträgliche juristische Konsequenzen eine Vorbeugung überflüssig machen.
    Ich habe mal etwas erlebt, da ging es zwar nicht um Leben und Tod, aber es zeigte mir die Absurdität mancher Argumente.
    Funkausstellung, ich wollte die TV-Sendung "Abendschau" live verfolgen.
    Die Telekom, auf dessen Stand diese Sendung produziert wurde, ließ niemanden mehr ein, angeblich wegen Überfüllung.
    Ich sah wiederholt Personen den Stand verlassen, aber der Aufpasser war unerbittlich und riet mir, mich bei der Telekom zu beschweren.
    Das hätte mir natürlich sehr geholfen.
    Mir stinkt sowas schon bei solchen Sachen, und wenn es um Tod und Leben geht, ist es unerträglich.
    Und solche Dinge, wie Platzverweis und Hausverbot sind in manchen Fällen ein Schuldeingeständnis dessen, der es erteilt.

  • AFi
    Profi
    Beiträge
    119
    • 27. Mai 2006 um 14:08
    • #16

    Vielleicht hättest Du dann doch besser Jurist oder Richter werden sollen, denn dann würden vielleicht alle Rechtstreitigkeiten in Deutschland innerhalb weniger Sekunden vom Tisch sein, da ja derjenige Schuld ist, der Deinem etwas konfusen Gerede nicht nachgibt.

    Zu Deinem Beispiel: Auch hier ist nunmal der Sachverhalt so, dass die Telekom als Betreiber des Standes oder der Halle (oder wo auch immer die Sendung stattgefunden hat) während der Mietzeit Hausrecht hat und somit bestuimmen darf, wer den rein kommt und wer nicht. Und wenn der "nette" Türsteher Dir nicht erlaubt, der Sendung beizuwohnen, dann ist das so und dann kannst Du - wie er auch sagte - Dich bei der Telekom beschweren. Und selbst wenn es so ist, dass Personen den Saal verlassen, im Gegenzug aber keine weiteren rein gelassen werden, befolgt der Türsteher nur seine Anweisungen, das ist sein Job und nichts anderes.

    Wie kommst Du denn daher? Bist Du irgendwie ein verwöhntes Muttersöhnchen, der meint alles zu dürfen, nur weiler von Haus aus Sohn ist oder was???

    Und bevor Du das in den falschen Hals kriegst: Es kommen bei einer Veranstaltung so viele Leute, die vorgeben wichtig zu sein, es aber nicht sind. Woher soll man wissen, ob's nicht der 100ste Dummschwetzer an dem Tag ist???

    Gruss
    Alex

  • rbp-duo
    Beiträge
    247
    • 27. Mai 2006 um 20:50
    • #17

    Irgendwann haben wir mal folgende Situation:
    Das Sinfonieorchester wartet auf den Dirigent.
    Dieser kommt nicht, denn er hat eine anregende Diskussion mit jemandem, der ihn nicht reinlassen will.
    Streitpunkt ist, dass der Einlass aus der Identität des Dirigenten das Recht ableitet, sich "Kaiser von China" zu nennen.

  • Micromann
    Beiträge
    1.622
    • 27. Mai 2006 um 22:21
    • #18
    Zitat von "RBP-Duo"

    Irgendwann haben wir mal folgende Situation:
    Das Sinfonieorchester wartet auf den Dirigent.
    Dieser kommt nicht, denn er hat eine anregende Diskussion mit jemandem, der ihn nicht reinlassen will.
    Streitpunkt ist, dass der Einlass aus der Identität des Dirigenten das Recht ableitet, sich "Kaiser von China" zu nennen.

    o das kenn ich nur zu gut kleineres konzert mit stempeln alle die crew sind ham nen stempel bekommen unser foh mensch verschwand nachm soundcheck noch mal essen und kommt 10 min vor der show nicht rein, da er keinen stempel hat und dumemrweise sein handy im koffer am FOH liegt.


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • AFi
    Profi
    Beiträge
    119
    • 29. Mai 2006 um 10:29
    • #19

    Jo, also Jungs, wer sich auf die Stempelgeschichte einlässt und dann nicht fähig ist, JEDEN davon zu unterrichten, dass er VOR Verlassen des Veranstaltungsortes auch einen haben MUSS, der ist doch selbst Schuld. Und ansonsten gibt es ja nicht aus Jux und Dollerei Veranstaltungspässe, Kontrollbändchen etc.

  • just_blue
    Beiträge
    7
    • 29. Mai 2006 um 15:20
    • #20

    mal ne frage, um zum ursprünglichen thema zurückzukommen.

    wie ist das denn eigentlich, wenn man jetzt am we abends auf einer VA ist, als unbeteiligter gast, und - aus welchem grund auch immer - das ganze abbrechen lassen will/muss.

    ich müsste die polizei anrufen, weil vom ordnungsamt sowieso keiner im dienst ist.
    weder vom ordnungsamt noch von der polizei hat irgendjemand auch nur einen blassen schimmer von der rechtlichen lage.
    das kann ja nicht sein, dass dann ich (azubi VT, halbgebildet was VSTättV angeht) dann als berater herangezogen werde, oder?

    was machen die in so einem fall?
    die können doch nicht die VA absagen, wenn sie den gesetzestext nicht kennen.

    das würde in der praxis bedeuten, dass ich bei uns im städtchen eine offizielle VA gar nicht abbrechen lassen KANN.

    hat da jemand erfahrungswerte?

    just_blue

    (konkret hatten wir eine anmietung in unserem kleinen club, unser verantwortlicher Techniker hatte keine böcke sich einzumischen also bin ich zum veranstalter gelatscht und hab ihn darüber aufgeklärt, dass ca 1000 leute in einem club der für 360 zugelassen ist ein grund wären, keinen mehr reinzulassen. das war ihm wurscht. ich hab für den weg von tür bis tresen (normalerweise eine halbe minute weg) eine viertelstunde gebraucht - und das MIT ellenbogeneinsatz.)

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