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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

EV 15b selbst reconen ?

  • vomo
  • 15. Januar 2003 um 17:03
  • vomo
    Beiträge
    11
    • 15. Januar 2003 um 17:03
    • #1

    Hallo Leute,
    ich hab da mal ne Frage.

    Ich besitzte ein paar EV 15B´s, von denen 2 "etwas" defekt sind.

    Der eine ist schon ca. 15 Jahre alt und hat Kontaktprobleme zwischen dem Alu-Schwingspulendraht und der flexiblen Kupferzuleitung.

    Ich habe schon 3 mal den Korb vom Magnet gelöst und mit Silberlack (das Zeug für Leiterplatten) wieder Kontakt hergestellt. Das hält nur für ein halbes Jahr, ganz zu schweigen davon, wie schwer es jedesmal ist, den Korb wieder richtig im Magneten zu zentrieren.

    Den anderen habe ich gebraucht gekauft, der scheint reconed worden zu sein und nun steht die Membrane zu weit hinten.

    Nun die Frage:

    Bei Thomann gibt es recone-Kits für den Treiber
    http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-106418.html?ARTTEXTSPRACHE=D&WAEHRUNG=DM&PRL=

    Schaffe ich es als "erfahrener Bastler" (wie gesagt, ich kriege das Teil auseinander und auch wieder zusammen) den Lautsprecher selbst wieder zu reconen?
    Hat das schon mal jemand gemacht und kann mir Tips geben?
    Ich habe irgendwo gelesen, dass man dafür ne Maschine bräuchte, denke aber, dass es sich da nur um die Fixierung handeln kann?

    Und: Besteht der Unterschied zwischen dem EV15B und dem EV15B PL nur in Membran und Schwingspule? Ist der Magnet der gleiche?

    Vielen Dank für Eure Antworten,
    Volker :wink:

  • Wolfgang
    Beiträge
    1.377
    • 15. Januar 2003 um 19:30
    • #2

    ###

    Gruss
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang (13. Dezember 2004 um 16:50)

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 15. Januar 2003 um 20:10
    • #3

    http://www.kolb-audio.de/audio/knowhow/reconing.htm

    hier gibts ne genaue anleitung....

  • vomo
    Beiträge
    11
    • 15. Januar 2003 um 22:28
    • #4

    Hey Thomas,

    danke für den Link!!!

    DAS was das, was ich gesucht habe!

    Bleibt nur noch die Frage nach dem Unterschied (Magnet / Antrieb) zwischen dem 200W EV15B und dem 400W Power-Line?!

    :lol: Volker :lol:

  • chb
    Beiträge
    895
    • 16. Januar 2003 um 16:50
    • #5

    hallo vomo,

    korb und magneteinheit sind bei beiden gleich, hab mal bei evi in straubing praktiziert und war da auch beim reconen.

  • DSH-Audio
    Beiträge
    1.176
    • 16. Januar 2003 um 16:57
    • #6

    Das kann ich bestätigen, hab gerade 2x 15B und 1x 15L zerlegt zu Hause liegen...
    Gruss Dirk

  • Nuggets
    Beiträge
    68
    • 16. Januar 2003 um 18:16
    • #7

    Hi Vomo!

    Ich hab vor ein paar Wochen (kurz vor Weihnachten) einen meiner EVM 15L/B (der Korb, der Magnet und eigentlich alles bis auf die Membran sind identisch) hab ich einen meiner vier Stück reconed. Praxis:
    Ich muss gleich einmal vorausschicken, daß es nicht so einfach ist, wie es auf der reconing-page beschrieben steht! Man braucht nämlich etwas, mit dem man die VC wieder absolut kreisrund machen kann, sonst kratzts danach. Hierzu ließ ich mir von einem Freund ein Stück drehen, über das die VC gerade noch passt, wenn sie wirklich rund ist.
    Nun werden sich einige Fragen, warum man das braucht; die VC ist doch rund!? Ja, ihr werdet aber das Teil, sofern ihr keine Apparatur zum Reconen habt, ca. 100 mal (ok nicht so oft :D ) in die Hand nehmen, wo ihr sie schlicht und einfach verdrückt. Mit bloßem Auge ist das nicht zu sehen.
    Nächste Hürde : Kleber!
    Nehmt wirklich einen guten Kleber! Von Loctite gibt es sezielle LS-leber (ich glaub Typ 4860), die man bei jedem guten Autoteilehändler bestellen kann. Dabei ist zu beachten, daß ein Zwei-Komponenten-Kleber verwendet werden soll, wenn sonst der Loctite nicht greifbar ist.
    Aufkleben des Spiders auf die VC:
    hier ist auf absolut rechtwinkliges Aufkleben unablässig, um ein späteres Kratzen im Luftspalt zu vermeiden. Am besten ist es, wenn man die VC in ein Rohr stellt, das einen größeren Durchmesser aber eine kleinere Höhe (Höhe der Klebenaht für den Spider), so dass der Spider beim Kleben auf diese Kante (als perfekte Hilfe) aufsitzt.
    Der Rest funktioniert dann nach der anderen Anleitung.
    Ich hab zum ersten mal reconed und den Spider dabei minimal schief aufgeklebt (erheblich bei knapp 1mm Luftspaltbreite!! das mit dem Rohr habe ich leider nicht gemacht), so dass er beim Betrieb ohne Dustcap (mit sehr geringer Leistung ohne Gehäuse zum Testen) ein wenig kratzte. Ich drückte die VC so gut es ging; jetzt kratzt er beim Hub von max +/- 3,3 mm nicht mehr (mit Dustcap).
    Noch ein Tipp:
    Klebt ihr mit einem schnell aushärtendem Kleber (Anheftzeit =< 5 min) solltet ihr unbedingt eine zweite Person zur Hilfestellung bitten. Mir hat mein Vater geholfen, weil es ihn selbst interessierte.

    Ich möchte meinen EVM 15L in eine California einsetzen, wo sich der Kleber erst noch beweisen muss (Loctite 4330). Ich nahm vielleicht fälschlicherweise den, weil ich es noch nicht genau wusste. Bis zur jetzigen Erfahrung kann ich den 130°C beständigen Kleber nur empfehlen.
    Wenn ich einen weiteren EVM 15L reconen werde, werde ich keine Fehler mehr machen. Ihr auch nicht, wenn ihr meine Ratschläge beherzigt.
    ICH SCHEUE DAS RECONEN NICHT (mehr)!!!

    Wenn ihr einen Recone-Satz kauft, dann bei Dirk Hahn in der Speakerboerse (http://www.speakerboerse.de) für max. 90,- Euro. Vielleicht könnt ihr telephonisch handeln.

    Sobald ich meine California fertig habe, gibts im anderen Thread einen Erfahrungswert-Bericht dazu.

    Grüße,

    Martin :D

  • MegaStatic
    Reaktionen
    9
    Beiträge
    140
    • 16. Januar 2003 um 18:50
    • #8

    Nuggets:
    das ist schon richtig, dass bei EV ein Zentrierstück hilfreich ist. Ich selber hab zwei von den Dingern (für 'Kleinserien' ;-).
    Aber es geht auch ohne, wie alle anderen Hersteller beweisen. Man muss halt wirklich sorgfältig und gewissenhaft arbeiten.
    Und eine verbogene Schwingspule bekommst du damit auch nicht wieder rund, das Teil dient eher dazu, die Schwingspule exakt senkrecht in den Luftspalt zu bekommen . . .

    perfekt oder gar nicht!

  • Nuggets
    Beiträge
    68
    • 16. Januar 2003 um 20:13
    • #9

    MegaStatic:

    Ja glaube du verstehst das falsch. Zum eigentlichen Zentrieren verwende ich auch 3-4fach gefaltete Papierstücke.
    Mit dem Referenz-Messingrohr schaue ich lediglich, ob die VC über selbiges darüber zu schieben ist. Das geht eben nur, wenn die VC absolut rund ist. Wenn sie nicht rund ist, "verdrücke" ich sie so, daß sie ohne Reibung wieder darüber geht. Da merkt man erst, wie verzogen manchmal die VC ist!

    Gruß,

    Martin

  • vomo
    Beiträge
    11
    • 16. Januar 2003 um 21:48
    • #10

    Hi Nuggets!

    Danke für den Erfahrungsbericht, wird mir helfen Fehler zu vermeiden!

    Jetzt hätte ich nur noch ne Frage zur California, auch wenns dann jetzt OT wird...

    Du willst den 15L da einbauen? Ich überlege nämlich auch schon, was für ein Horn ich nehmen könnte. Problematisch ist bei mir nur die Qts des 15B von 0,3.
    Dafür bringt der 15L (Qts 0,24) meines Wissen aber auch nicht ganz so viel Bass wie der 15B.

    Hat mal jemand den direkten Vergleich zwischen 15L und 15B im selben Horn und kann was drüber sagen?

    Besten Dank, auch für die bisherigen Antworten,

    Vomo

  • Nuggets
    Beiträge
    68
    • 16. Januar 2003 um 22:05
    • #11

    Vergiss das einfach mit der Güte und dem Basspegel. Dieser Punkt beschäfitge mich auch lange, bis ich von EVI (also der Vertrieb von EV) und anderen Quellen erfuhr, dass die beiden im Bass völlig identisch sind, zumindest im Horn. Ferner ist die California für den L ausgelegt!
    Der L hat eine stabilere Membran und ist somit besser geeignet für Anwendungen mit hohem Strahlungswiderstand (Horn), sprich er muss die ganze! Luftmasse vor sich herschieben/ziehen.

    Also keine Gedanken da drüber verschwenden.

    Nuggets

  • Nuggets
    Beiträge
    68
    • 16. Januar 2003 um 23:14
    • #12

    Ach ja, bevor ich es vergesse:
    Der L ist in den Mitten lauter; der Bass ist, wie gesagt, bei beiden Modellen gleich.
    Du fragtest auch, was der Unterschied zwischen den 200 und 400W-Teilen ist. -Nichts bis auf die Spulen, ganz einfach.
    Aber mal ehrlich:
    Beim reconen habe ich den Spulendraht gesehen. Der und 400W: nie und nimmer!
    Vor kurzer Zeit habe ich einen Konstantandraht bei der Messung für die Facharbeit mit etwa 6V und einem Schutzwiderstand von 5Ohm verheizt, wobei aber der Draht gut zweimal so dick wie der Spulendraht des EVs ist!

    Nuggets

  • Nuggets
    Beiträge
    68
    • 19. Januar 2003 um 16:43
    • #13

    Hi Leute!

    Ich hab heute meinen reconten 15L bei einem Freund in einem BR-Gehäuse gestestet und war sehr erleichtert und zufrieden. Der Kleber hielt (obwohl er, wie gesagt, nicht der ideale ist) und die Spule kratzt nicht. Der 15L hat einen mächtigen Wirkungsgrad, sei es durch die hohe magnetische Flussdichte oder durch den rel. niedrigen Gleichtstromwiderstand.
    Sobald ich ein wenig mehr Zeit habe, wird sofort ein BEC1 aufgebaut. Dort wird er sein ganzes Potential ausschöpfen können. Ich bin wirklich aufs AÜßERSTE gespannt, wie er ein einem BEC1 anschieben wird.

    Nuggets aka Martin

  • rockopa
    Profi
    Beiträge
    490
    Marktplatz Einträge
    1
    • 20. Januar 2003 um 09:55
    • #14

    wenn du unbedingt selbst reconen willst, dann sind die vorausgegangenen Tipps sicher sehr hilfreich. Bedenke, daß du dabei keine Garantie hast; der Verkäufer der kits wird dir bei Reklamationen immer antworten: Montagefehler. Verwende unbedingt auch den original EV-kit mit der VC aus Flachdraht; da gibt auch billigere fakes, damit sinkt die performace aber auf ravemaster-niveau ab. Der 15L hat die leichtere Membran, die scheinbar doch recht stabil ist. Von den Parametern ist der 15L "horntauglicher"

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