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Delay-Line notwendig?

  • Pulenk
  • 10. April 2006 um 14:20
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    Pulenk
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    • 10. April 2006 um 14:20
    • #1

    Ich plane eine Beschallung für eine Theateraufführung in einer Mehrzweckhalle. Die Bühne ist eingebaut und die Halle ist 26m lang u. 15m breit. Die Akustik ist durch viele Holzwände und durch die mit Molton abgehängte Rückwand nicht sehr hallig. Das Publikum sitzt an Tischen, ißt und trinkt nebenbei, so dass schon eine angemessene Verstärkung der Akteure auf der Bühne erforderlich ist. Beide Schauspieler werden mit einem Head-Set (DPA4066F) ausgestattet.
    Die Hauptbeschallung besteht aus zwei PS15, die auf ca. 4m Höhe geflogen werden.

    Meine Frage: Würdet ihr bei diesen Voraussetzungen noch eine Delay-Line (Hätte aktive 12/2er-Boxen) aufbauen?

  • kommissar
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    • 10. April 2006 um 14:42
    • #2

    Wenn es das Budget zulässt würde ich eine Delayline hängen (oder auch stellen).

    * * * HIER KÖNNTE IHRE SIGNATUR STEHEN * * *

  • mringhoff
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    • 10. April 2006 um 14:47
    • #3

    Das würde ich auf alle Fälle machen.
    Theater = Sprache. Und die sollte auch noch im hinteren Bereich verständlich rüberkommen.
    Vor allem, wenn die Gäste auch noch an Tischen sitzen uns essen, gibt das einen nervigen Hintergrundpegel und im hinteren Bereich könnte der Pegel der PS15 schon ziemlich darin untergehen. Und selbst wenn Du es ohne größere Feedbackprobleme schaffst, die PS15 laut zu bekommen, dann danken es die vorderen Leute, wenn es doch nicht zu laut ist.

    Ohne Delay kommen in der Halbzeitpause sicherlich Gäste zum Techniker und sagen: "hinten bitte etwas lauter" und " vorne etwas leiser"... (nur die Wortwahl wird da etwas anders sein. :-))

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    • 10. April 2006 um 16:27
    • #4

    Danke für die schnellen Antworten!

    Wie gesagt, zwei aktive 12/2er sind vorhanden. Ich werde dann also nach ca. 13m noch die Delay-Line aufstellen.

    Dazu noch zwei Fragen:

    1. Ist bei diesem Abstand schon ein Line-Delay nötig

    2. Kann das zur Not ein M3000 von TC (könnte ich kostenlos ausleihen)

  • timotimo
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    • 10. April 2006 um 16:37
    • #5

    Ja, Line Delay ist sehr zu empfehlen, sonst wird es sehr schwammig, verwaschen. Die Front-PS-15 kannst Du ja auch nicht so laut machen, da sie sonst auch stark in die Headsets pusten, also Deine Rückkopplungsschwelle sinkt....

  • guma
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    • 10. April 2006 um 16:39
    • #6
    Zitat von "mringhoff"

    Das würde ich auf alle Fälle machen.

    .... und ich würde das unbedingt auch machen. Neben dem besseren Einfluß auf die Lautstärkeverteilung erreichst duch die Erhöhung des Direktschallanteils auch eine Verbesserung der Sprachverständlichkeit in der hinteren Hallenhälfte.

    Wenn Du ein "nacktes" Delay im M3000 ( ohne crossfx, feedback, mod u.s.w ) programmieren kannst, kein Problem. Bitte das Delay nicht "rechnen" sondern messen !!!!

  • mringhoff
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    • 10. April 2006 um 16:55
    • #7
    Zitat von "Pulenk"

    2. Kann das zur Not ein M3000 von TC (könnte ich kostenlos ausleihen)

    Zur Not auch das SPX990 (ohne Feebackdelay) oder ein Systemcontroller oder ein eigener Ausgang aus einem digitalen Pult (z.B. 01V)...

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  • audiobo
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    • 10. April 2006 um 21:54
    • #8

    guma:

    Meinst du damit generell, "messen statt rechnen"(wobei ich dir natürlich recht gebe), oder nur in Bezug auf eine Eingabe in ms?!

    Umgebungstemperatur (na ja, bei der Entfernung) und die abzügliche Entfernung Delay-Lsp -> Hörpos. muss man schliesslich immer mit einbeziehen und das ist manchmal je nach Pos. und Winkelung des Lsp. sowieso ein Kompromiss.

    Für den Fall, dass kein Messsystem vorhanden ist, empfehle ich einen Taschenrechner und eine CD mit folgenden Titeln:

    1. eine Abfolge von Impulsen (Klicks), die eine klare Signal(Delay-)differenzierung ermöglicht
    2. einen dir gut bekannten (Jazz-Funk-Pop-) Musiktitel mit sehr klarem, guten Schlagzeugsound und vielleicht noch Piano/Saxophon/Vocals, etc.
    3. Sprache: männlich u. weiblich

    Auf diese Weise lassen sich mit 2 gesunden Ohren praktisch sämtliche (relevanten) Verfärbungen erkennen und, wenn möglich (s.o.), beseitigen.

    Ach ja - ein Hochpass auf den Delay-Lsp´s kann noch ganz hilfreich sein, soll ja schliesslich nur der Verständlichkeit dienen.

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    • 10. April 2006 um 23:07
    • #9

    mringhoff:

    SPX habe ich keins zur Verfügung und unser digitales Pult hat leider kein Delay in den Ausgängen...
    Ich werde morgen also mal am M3000 etwas rumspielen.

    audiobo:

    Ich denke auch, mit dem Messsystem "Ohr" ganz gut klarzukommen, außerdem habe ich keinen Zeitdruck bei der Veranstaltung...
    Danke für den Tipp mit dem Hochpass! (praktisch, so ein eingebauter EQ in aktiven Boxen... )

  • audiobo
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    • 11. April 2006 um 13:45
    • #10

    Gern geschehen :D

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    Pulenk
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    • 12. April 2006 um 00:47
    • #11

    So, leider kommen beim M3000 auch bei 0% Feedback noch mehrere leise Echos. Werd mir dann also ein Delay mieten!

    Da man sowas ja öfters braucht, wäre ich auch mal interessiert, ein Delay zu kaufen. Wenn jemand bezahlbare Controller oder EQs mit Delayfunktion kennt, die einen AES/EBU-Eingang haben, bitte hier posten!

  • horst
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    • 12. April 2006 um 11:45
    • #12

    auch wenn gleich das geschrei losgeht aber ich hab für solche sachen noch einen Behringer dsp 8000 oder war das 8024 ?? mit AES/EBU-Eingang rumliegen.Erfüllt seine zweck und war spottbillig zu bekommen.

    gruss

    horst

  • tufkajck
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    • 12. April 2006 um 12:01
    • #13

    Alesis Quadraverb...

  • AMLB
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    • 12. April 2006 um 16:04
    • #14

    Ein Behringer Shark delayed auch ganz ordentlich!

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

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    Pulenk
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    • 13. April 2006 um 16:30
    • #15

    Hab jetzt das Mietangebot für die beiden Headsets mit Funkstrecken und ein Linedelay erhalten - erscheint mir mit aber sehr überteuert. Gibt es im Internet eine Liste mit Verleihfirmen, oder kann mir jemand in München gute Adressen nennen? Will einfach noch ein zweites Angebot einholen!

    Danke,

    Markus

  • donut
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    • 29. April 2006 um 19:17
    • #16

    für 14x27 meter sind zwei PS 15 definitiv zu wenig!

    zum Pegel: für reine Sprache inklusive Headroom reichen 100dB im Publikumsraum.
    die PS15 macht 134dB Peak SPL @ 1m.
    der Pegelabfall auf Distanz beträgt 20 x log (1/27) = dB
    also ungefähr -26dB, das heisst, dass am Ende der Halle noch 108dB ankommen könnten, wenn Du die Anlage ständig Vollgas fährst und die ersten Reihen kein Problem mit dem Pegel hätten.
    im Dauerbetrieb macht die PS15 mit Systemcontroller aber tatsächlich nur 102dB und bei Fullrange Betrieb nur 99db. wenn Du dann vorne angenehme 95-100dB fährst, dann ist es hinten definitiv zu leise!

    zum Abstrahlwinkel: die PS15 macht 55°-100° horizontal udn 55° vertikale Dispersion. Nimm nun mal ein Geodreieck zur Hand, zeichne den Raum einmal von der Seite und einmal von oben gesehen, positioniere die beiden Boxen und zeichen die Abstrahlwinkel ein. Jetzt kannst Du genau sehen, welche Bereiche gut hören werden, und welche außerhalb der Hochtonabdeckung/-Ausleuchtung (Coverage) liegen, und demzufolge unter schlechter Silbenverständlichkeit leiden werden.
    wichtig: die PS15 und die Hörner in den PS15 müssen richtig herum gedreht sein.

    Raumakustik versus Elektroakustik:
    jetzt kommt es noch darauf an, ob und wie das Lautsprechersignal im Zuhörerraum reflektiert und absorbiert wird. In der Praxis verschlechtert sich die Verständlichkeit gegenüber der Theorie immer.


    zu guter letzt sind die beiden Kopfbügel Mikrofone kritisch, was für eine Charakteristik haben die Dinger?


    Bei dem Besteck das Du hast, würde ich die beiden 12"2"er als Nearfill für die ersten 5-10 Reihen vor der Bühnenmitte einsetzen, enweder jeweils neben den PS15 von aussen nach innen abstrahlend, oder als Centercluster von oben. und die beiden PS15 fast schnurgeradeaus vollgas nach hinten blasen lassen.

    --------------------------------------------------------------
    there's nothing important like headroom - exempt from more headroom
    Sound is no matter of taste - but an issue of education and recognition

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