Hallo Kollegen,
eine Sache die mir seit 'ne ganzen Weile durch den Kopf geht...: Wer um alles in der PA-Welt brauch FÜSSE an den Boxen??? Ich selbst hab im Alltag nur Ärger damit, und frag' mich daher: Wozu das Ganze?
1) Gummifüße
- Man könnte hier meinen, dass sie durch ihre relativ weiche Konsistenz der Schwingungsdämfung dienen... Der Effekt ist aber in der Praxis zu vernachlässigen. Das Boxengewicht (Massenträgheit)... ist meist so groß, dass die Füße nix ausmachen.
- Dann könnte man anführen, dass die so schön rutschfest sind - aufeinander gestellte Boxen also schlechter verrrutschen... Toll. Kann man auch lösen, in dem man die Kisten gescheit verzurt. Die Gummis sind viel öfter jedoch von Nachteil! Schon mal jemand 'nen 2x3er Subwooferstack zurechtgerückt/verschoben, dass auf Gummifüßen steht? Nahezu unmöglich!!! Blanke Holzkisten (von mir aus auf Teppich gestellt) machen sich da viel relaxter.
2) Plastikfüße
- Hier ist die reduzierte Schwingungsübertragung auf den Boden schon besser - wenn das allerdings wirklich interessant ist gibts da bessere Techniken.
- Plastikfüße sind immerhin schön glatt, so dass sich ein Stack auch noch akzeptabel verschieben lässt. Stellt man jedoch zwei solche Kisten aufeinander, ist die Punktlast logischerweise viel höher, als wenn die Kisten Holz auf Holz liegen. Die Warscheinlichkeit des Verkratzens damit höher... erst recht wenn die Plastikfüße älter werden und vom Gebrauch "vernarbt" sind.
3) Stapelmulden
- IMHO die bescheuertste Idee der Beschallungsindustrie in den letzten Jahren. Da werden massenweise Beulen in die Holzoberflächen gefräst die de facto nix anderes machen, als das Holz zu schwächen... Und das nur, damit die (glatten) Plastikfüße nicht verrutschen. Das ganze Gemach von wegen "lässt sich ganz schnell stapeln und sitzt immer richtig" ist echt zu albern... als ob ein Techniker nicht genug Auge hätte, zwei Boxenfronten aufeinander zu bringen...
- Größter Nachteil indes: Für wieviele verschiedene Boxen kann man denn in eine Subwooferoberseite passende Mulden fräsen??? Höchstens für zwei...drei, und dann ist die Oberfläche dem Mond schon sehr ähnlich! Renomierte Hersteller rühmen sich jedoch damit, dass man ihre Subs mit allen Tops des Programms kombinieren kann. Toll! Was hat man davon, wenn die hälfte davon (Dank der zerfurchten Oberfläche und den bei kleinen Tops nicht passenden Füßen) darauf nur wie wild herumkippelt???
- Besser noch: Man stelle sich ein Stack vor mit vier 18" Subs (2high2wide) und darauf zwei 2x12" Tops. Nach Stapelmulden müsste man die Tops Flatfront auf die Subs stellen, damit die nicht kippeln. Ist aber völlig Praxisfremd. Was nun? Subs splayen, damit die Tops auch gesplayed werden können?? So'n Käse! Die Subs müssen doch verzurrt werden! Also: Stehen die Tops halt gesplayed auf dem geraden Subwoofer-Stack - und natürlich nicht in den Mulden...
4) Holz-auf-Holz
- Angeblicher Nachteil: Verkratzt leichter. Kann man mit passend geschnittenen Teppichstücken ganz leicht lösen. Ist sowieso immer praktisch sowas aufm LKW zu haben.
- Vorteil: Man kann horizontal wie vertikal absolut dicht stacken, egal wie herum die Kisten stehen, weil ja keine Füße im weg sind und Spalten entstehen lassen.
- Vorteil: Man erhällt auf der Oberseite des Sub-Stacks eine absolut ebene Standfläche für die Tops.
- Vorteil: Durch die große Kontaktfläche sehr rutschfest (gescheiter Lack vorausgesetzt)...
So. Und jetzt nochmal die Frage: WER VON EUCH BRAUCHT ALLEN ERNSTES FÜSSE UND MULDEN???
Oder ist das nur der "professionellen Optik" wegen? :shock:
beste Grüße,
Alex
PS: Kann das sein, dass fast als einziger Hersteller d&b seit Jahren keine Füße und keine Mulden an der Boxen hat? Hab schon öfters mit deren Zeug gearbeitet. Hab Füße nie vermisst...