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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

BR-Bass Gehäuse richtig dämmen ???

  • Stefan B.
  • 21. Juli 2006 um 08:33
  • Geschlossen
  • Stefan B.
    Beiträge
    157
    • 21. Juli 2006 um 08:33
    • #1

    Hallo,

    ich habe das gefühl das meine Selbstbau-BR-Bässe (ca.180 l, RCF L18P300, ähnlich GAE BR118)

    zu viel mit Dämmwolle ausgekleidet sind..... alle innen-Wände (auch die Schallwnad) habe ich damals doppelt mit der Adam Hall Dämmwatte belegt.

    Kann es sein das das evtl. zu viel Dämmung ist und sich der Bass dardurch schwammig anhört ? Einge meinten ich sollte nur die Rückwand dämmen...... oder ist dieser Noppenschaumstoff evtl. doch besser ?
    Weis jemand wie der BR118 von GAE gedämmt ist ?

    Mfg Stefan B.

  • CityDuke
    Beiträge
    1.148
    • 21. Juli 2006 um 08:59
    • #2

    Ich würd an deiner Stelle das ganze Zeug rausnehmen, Dämmwolle hat in einem BR Bass eigentlich garnichts zu suchen!

    Tu immer das Richtige - Das belohnt einige und erstaunt den Rest!

  • tufkajck
    Profi
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    3.334
    • 21. Juli 2006 um 10:22
    • #3

    Es wird nicht die Dämpfung für Schwammigkeit verantwortlich sein, sondern die Abstimmung. Ev. zu kleine Ports. Oder falsches Volumen.

  • Stefan B.
    Beiträge
    157
    • 21. Juli 2006 um 15:01
    • #4
    Zitat von "DJ-Duke1985"

    Ich würd an deiner Stelle das ganze Zeug rausnehmen, Dämmwolle hat in einem BR Bass eigentlich garnichts zu suchen!

    Also doch Noppenschaumstoff oder meinst Du etwa garnichts ?


    Mfg Stefan B.

  • EDE-WOLF
    Beiträge
    1.780
    • 21. Juli 2006 um 15:28
    • #5
    Zitat von "DJ-Duke1985"

    Ich würd an deiner Stelle das ganze Zeug rausnehmen, Dämmwolle hat in einem BR Bass eigentlich garnichts zu suchen!


    warum nicht?

  • mr.minz
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    323
    • 21. Juli 2006 um 17:16
    • #6

    da du den Schall, der eigentlich von der Rückseite der Membran, durch die BR Öffnungen wieder nach vorne gerichtet wird, um somit den Winkungsgrad der Box zu erhöhen, durch die Dämmung abschwächst.

    Etwas Dämmasse auf der Kückwand KANN aber die Box klarer klingen lassen, allerdings immer mit dem Preis dass die Basswidergabe etwas schwächer wird. Teste doch einfach mal aus, wie die Box ohne Dämmstoff klingt. Was kanst du schon verlieren?!

    PS: wie groß sind deine BR Öffnungen? (Durchmesser, Anzahl)

    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann.

  • F.A.Bi.A.N.
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    5.286
    • 21. Juli 2006 um 18:30
    • #7
    Zitat von "Mr.Minz"

    da du den Schall, der eigentlich von der Rückseite der Membran, durch die BR Öffnungen wieder nach vorne gerichtet wird, um somit den Winkungsgrad der Box zu erhöhen, durch die Dämmung abschwächst.


    bist du dir sicher?

  • tufkajck
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    • 22. Juli 2006 um 11:32
    • #8

    So ein Schrott eh.
    Das ist ja nicht zum Aushalten.
    Der Schall wird nicht umgelenkt.
    Wenn es ein Sub ist, der mal so bis 150 Hz maximum laufen soll,
    regt die Membrane des Lautsprechers das innere Volumen zum Schwigen
    an, auf diese Schwingungen resoniert die Luft in den Ports, wenn sie richtig dimensioniert sind. Und diese Luft gibt ihre Schwingung dann an die Luft ausserhalb des Gehäuses weiter, was in Schallabstrahlung resultiert.
    Diese Vorgänge reagieren nicht auf Noppenschaum im Innern oder auf Dämmwolle, da sie sich bei so langen Wellenlängen abspielen, wo diese Materialien sich der Welle nicht in den Weg stellen können(wenn sie nicht grad die Ports verstopfen).
    geht es aber um eine sagenwirmal 2-Wegbox mit 12" Bass und einem Mittelhochtonhorn, wo der Bass bis um etwa eieinhalb Kiloherz überträgt,
    dann ist eine Dämmung im Gehäuse unumgänglich.
    Wichtiger ist aber, dass man auf die Gehäuseinnenmasse aufpasst und da Fehler vermeidet, die dann sehr hörbar sind und schwer wegzudämpfen.

  • wasserkocher
    Beiträge
    477
    • 23. Juli 2006 um 13:22
    • #9

    Jack schrieb

    Zitat

    So ein Schrott eh.

    Hast du dich nicht neulich über den Ton beklagt.

    Fest steht, Dämmaterial hat Einfluss auf die Güte der beider Resonanzen.
    Allen Ungläubigen sei eine Impedanzmessung empfohlen.

    In jeder besseren Simulation gibt es den sogenannten Verlustfaktor.

    Dieser hat ziemlichen Einfluss auf die Basswiedergabe.

    Ansonsten empfehle ich immer, zu kucken wies jemand macht, ders kann.
    Also, wie ist es zum Beispiel beim anerkannt guten 18" von Herwig Rabeneck.

    Grüsse

    solange Fragen nix kostet, sind Antworten nix wert

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 23. Juli 2006 um 13:48
    • #10
    Zitat von "wasserkocher"

    Also, wie ist es zum Beispiel beim anerkannt guten 18" von Herwig Rabeneck.


    da sind alle serien bedämpft; dass die kisten so gut klingen liegt aber vor allem an der sinnvollen (nicht zu hohen, wie so oft am markt...!) auslegung des br-resonanz (das gilt imho für alle kisten bis auf den 2x18" director-bass 8) )... und den schönen rcf-pappen :wink: .

  • mr.minz
    Beiträge
    323
    • 23. Juli 2006 um 14:45
    • #11
    Zitat von "Jack"

    So ein Schrott eh.
    Das ist ja nicht zum Aushalten.
    Der Schall wird nicht umgelenkt.

    habe ich auch nicht behauptet! Im prinzip hast du genau das selbe geschrieben wie ich, nur mit anderen Worten
    Wozu also die Aufregung? :wink:

    Fakt ist, dass auch bei Subs Dämmaterial den "Klang" beeinflusst, probire es aus, auch wenn deine Theorie was anderes sagen mag, verlasse ich mich auf Erfahrungen :wink:

    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann.

  • wasserkocher
    Beiträge
    477
    • 23. Juli 2006 um 16:19
    • #12

    Um aber auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen,

    dass zuviel Dämmaterial den Bass schwammig macht, würde ich erstmal spontan verneinen.

    In 180 l kann ein 18P300 schon ziemlich tief spielen, aber je tiefer, desto schwieriger auch die Box straff zu halten.
    Da wirst du vielleicht doch noch mal ne zweite Kiste bauen müssen, oder auch noch ne dritte.

    Das ganze Spiel heisst ja auch nicht Boxen-Haben, sondern Boxen-Bau.

    Grüsse

    solange Fragen nix kostet, sind Antworten nix wert

  • tufkajck
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    • 24. Juli 2006 um 11:36
    • #13

    Etwas Dämmaterial an den Innenwänden hat keinen Einfluss.
    Erst bei lockerer Füllung sind Einflüsse hörbar. Und zwar nicht in der Theorie sondern aus Erfahrung. Ich sage nochmal, dass die Verhältnisse der Innenmasse einen sehr grossen Einfluss haben.
    Der Verlustfaktor bezeichnet mal was anderes.
    Mich macht wütend, dass hier mit grosser Sicherheit fragwürdiges geschrieben wird.

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 24. Juli 2006 um 21:53
    • #14

    Moin,

    so, auch mein Senf...

    solange das Dämpfmaterial nicht die Ports, das Chassis, oder die ganze Box verstopft, wird es kaum Einfluß auf den Bassbereich haben.

    Doch gebe ich zu bedenken, daß ein Chassis auch Klirranteile produziert, deren Wellenlängen durchaus in die Gehäusemaße passen und stehende Wellen bilden. Auch die Bassreflexöffnungen erzeugen Geräusche, für die entsprechendes gilt. Dazu wird das Gehäuse selbst zu Schwingungen angeregt deren Frequenzen Vielfache des zugeführten Signals sind. Hier setzt die Wirkung des Dämpfmaterials ein, und macht ganz sicher hörbare Unterschiede, allerdings nicht im Bassbereich. Daß selbst geschulte Ohren diese Oberwellenanteile dem Bassbereich zuordnen ist eine vertrackte Geschichte. Eine Dämpfung, sei es durch auskleiden mit Polyesterwatte oder Noppenschaum ist definitiv hörbar....


    .....solange die Tops nicht laufen, oder zu weit weg sind. Darum wird im PA- Bassbereich selten gedämpft.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • F.A.Bi.A.N.
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    5.286
    • 24. Juli 2006 um 22:30
    • #15

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=24879&highlight=klirr

  • tufkajck
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    • 25. Juli 2006 um 09:15
    • #16

    Hörnli
    Uneingeschränkt: Ja!

    Ich war dagegen, dass etwas Watte an den Wänden die Basswidergabe beeinflusst.

  • vondralbra
    Beiträge
    207
    • 26. Juli 2006 um 12:32
    • #17

    Mein Senf:

    Dämmwatte locker eingefüllt, und zwar so, dass die BR-Rohre frei bleiben, erhöht virtuell das Nettovolumen der Box durch Herabsetzung der Schallgeschwindigkeit innerhalb dieser, auch bei Frequenzen die größer als die Innenmaße der Box sind. Die Volumenvergrößerung kann bis zu Faktor 1,2 Ausmachen also 120 L statt 100L ohne Dämmung bei lockerer Füllung. Mehr macht wieder alles zunichte.
    Die Reibungswärme die bei dieser Aktion entsteht schwächt den Wirkungsgrad des Helmolzresonators aber etwas (OK, recht theoretisch und in der Praxis vermutlich unter ferner liefen).

    Aber: Entsprechend müssen die BR-Kanäle angepasst werden, also größere Fläche oder kürzer, um die gesamte Abstimmung zu erhalten.
    Wenn man aber bereits zuvor ideale Volumengröße für den Kompromiss maximalen Pegel zu tiefer Frequenz hatte, dann wird man mit der Dämm-Maßnahme schlicht ein Eigentor schießen da die Balance zwischen Bass und Bassmid verloren gehen kann.
    Wenn die eigentliche Box aber etwas zu wenig Volumen aufweisen sollte um eine vernünftige Abstimmung zu finden, dann ist das allemal ein Versuch wert mit Dämmwolle zu testen. Auch bei Tiefmitteltönern die über 200 Hz betrieben werden bzw. bei sehr großen Gehäusen mit langen Stehwellen.

  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
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    Beiträge
    5.286
    • 26. Juli 2006 um 12:49
    • #18
    Zitat von "vondralbra"

    Dämmwatte locker eingefüllt, und zwar so, dass die BR-Rohre frei bleiben, erhöht virtuell das Nettovolumen der Box durch Herabsetzung der Schallgeschwindigkeit innerhalb dieser, auch bei Frequenzen die größer als die Innenmaße der Box sind. Die Volumenvergrößerung kann bis zu Faktor 1,2 Ausmachen also 120 L statt 100L ohne Dämmung bei lockerer Füllung. Mehr macht wieder alles zunichte.


    hast du dazu (impedanz-)messungen?

  • tufkajck
    Profi
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    3.334
    • 26. Juli 2006 um 12:55
    • #19

    Diese Verluste im Pegel werden so 1-2 dB betragen.
    Das hör ich im Bass nicht.
    Die Volumenänderung, da stimm ich zu und das kann man auch gezielt einsetzen.
    Ich bin für Noppenschaum an den Wänden. Vorallem an der Rückwand.
    Die ist für mich aber gegen Reflexionen der Oberwellen.

  • tufkajck
    Profi
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    3.334
    • 26. Juli 2006 um 12:57
    • #20

    Virtuele Vergrösserung des gehäuses erfolgt auch durch ein etwas undichtes Gehäuse, was bei grösseren Kisten fast immer der Fall ist.
    Deshalb ist die rechnerische Abstimmung nie genau die richtige..

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