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Magic Night - Glücksburg: Funkelndes Feuerwerk & Kindera

  • ukw
  • 24. Juli 2006 um 18:44
  • ukw
    Verifiziert
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    1.566
    • 24. Juli 2006 um 18:44
    • #1

    Ich war gestern Abend auf dieser VA in Glücksburg:
    http://www.gluecksburg-ostsee.de/strandmeile-2006.html

    Was die Pyrotechniker nicht bedacht hatten: Gegen ca 16.00 drehte der Wind von West auf Nord.
    Das von einem ca 100 m vor dem Ufer liegenden Ponton (Schwimmkran) gezündete Feuerwerk wurde vom Wind zum Publikum getrieben (ca 6000 People an Kurpromenade / Strand.
    Goldregen und andere Klamotten fielen noch brennend ins Publikum. Wer nach oben schaute, hatte schnell mall den "fall out" vom Feuerwerk im Auge.
    Hinterher habe ich einige Leute gesehen, die von den Sanis behandelt werden mussten.

    :roll:

    Ist die Reichweite / der nötige Sicherheitsabstand nicht aus
    -der Windgeschwindigkeit,
    -der Flughöhe und
    -dem Abbrandverhalten der Raketen
    genau vorherzusagen?
    Brauch man da mal wieder eine Vorschrift oder können die zuständigen Pyro-Techs das selber regeln?

    VA fand dieses Jahr zum Dritten mal statt. (2004/2005/2006)

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • mogul
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    18
    • 25. Juli 2006 um 14:26
    • #2

    Habe in Veranstaltungssicherheit darauf geantwortet

    MfG

    Thorsten

  • Nischl
    Beiträge
    58
    • 26. Juli 2006 um 14:03
    • #3

    Hi ukw,

    tja, es sieht mal grob so aus:

    -Je nach eingesetztem Effekt wird seit neuem von der BAM eine Qualitätsprüfung für Großfeuerwerksartikel verlangt. Beispiel: Kugelbombe 100 mm, von der BAM ermittelte Steighöhe 140m. Daraus errechnet sich der einzuhaltende Schutzabstand zum Publikum. (Steighöhex 0,8 = 112 m)

    Anmerkung hierzu: Die Rohrlänge hat Einfluss auf die Steighöhe, je länger, desto höher. Eine feste Rohrlänge ist aber nicht vorgeschrieben. Somit sind die Angaben über die Steighöhen eigentlich fürn A.....!

    -Thema Wind: ....bis 5 m/s ist lt. Vorschrift nichts zu beachten. (...ab 5m/s ist nur noch Bodenbfeuerwerk erlaubt.) Seit neuem
    gibt es aber feste Vorgaben, die besagen, daß der Schutzabstand bei höheren Windgeschwindigkeiten zu erhöhen ist.

    Stell Dir mal folgendes vor:Beispiel! Dein Feuerwerk ist fertig aufgebaut. Schutzabstand 150m. Wind 2m/s

    3min. vor Schuß.

    Jetzt frischt der Wind auf 7m/s auf. (erst über 9m/s ist endgültig Schluß)
    Lt SprengG müsste der Schutzabstand um 10% (weiß jetzt nicht genau, müsste erst nachschauen.)vergrößert werden.
    Was macht der Pyro nun?

    Schickt er sein Publikum, in diesem Fall 6000 Leute, um 15 m zurück?

    Versetzt er sein Feuerwerk um 15 m nach hinten?

    Beides ist imhO nicht möglich. Also absagen? Dann gibt?`s keine Kohle, denn es wäre ja unter Berücksichtigung oben genannter Mittel möglich zu schießen. Ein Teufelskreis :( !

    Wie das allerdings ist, wenn der Wind während des laufenden Feuerwerks dreht, weiß ich rechtlich nicht zu beantworten. Kann u.U.sein, daß es der Pyro beim Abbrennen nicht mal merkt.
    ABER:
    Ich vertrete persönlich bei meinen Jobs die Meinung, daß wenn das Publikum durch herunterfallende Teile, oder irgendwelche anderen Umstände gefährdet wird, das Feuerwerk erstmal gestoppt werden MUSS. :!: (und ggf. später fortgesetzt wird.)

    Klar, daß die Show im Eimer ist.
    Alles andere ist (für mein Dafürhalten)verantwortungslos.

    Andere Meinungen willkommen!

    Gruß,

    Nisch`l

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  • ukw
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    • 26. Juli 2006 um 14:48
    • #4
    Zitat von "Nischl"


    -Thema Wind: ....bis 5 m/s ist lt. Vorschrift nichts zu beachten. (...ab 5m/s ist nur noch Bodenbfeuerwerk erlaubt.) Seit neuem
    gibt es aber feste Vorgaben, die besagen, daß der Schutzabstand bei höheren Windgeschwindigkeiten zu erhöhen ist.

    Stell Dir mal folgendes vor:Beispiel! Dein Feuerwerk ist fertig aufgebaut. Schutzabstand 150m. Wind 2m/s

    3min. vor Schuß.

    Jetzt frischt der Wind auf 7m/s auf. (erst über 9m/s ist endgültig Schluß)
    Lt SprengG müsste der Schutzabstand um 10% (weiß jetzt nicht genau, müsste erst nachschauen.)vergrößert werden.
    Was macht der Pyro nun?

    Schickt er sein Publikum, in diesem Fall 6000 Leute, um 15 m zurück?

    Ganau das wäre - mit einer netten Durchsage - überhaupt kein Problem gewesen. + 25 Meter Abstand zumal am Strand nue etwa 1/3 der Zuschauer waren, der Rest war bereits auf der Promenade oder noch weiter zurück (Terasse vom Intermar)
    Dazu eine Durchsage - "Bitte den Strandbereich zügig räumen und bis zur Promenade zurückziehen - dort kriegt jeder ein Eis :lol:"

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • Nischl
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    58
    • 26. Juli 2006 um 18:34
    • #5

    Klar, ne nette Durchsage, das wäre ne Möglichkeit!

    ..und was ich überlesen hab: Der Wind war bereits um 16.00 Uhr so stark.
    Bei so einem Zeitpolster sollte es irgendeine Möglichkeit geben, die Sicherheit zu wahren. Das FW war bestimmt nicht schon um 16.05 Uhr , oder ? :D

    Gruß,
    Nisch`l

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  • Fränkie
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    • 18. Oktober 2006 um 22:17
    • #6

    ich glaube Nischl ist eine Ungenauigkeit unterlaufen, nachdem eine sog. schwarze Bombe) Feurwerksbombe trotz des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes in Publikum gelandet ist, und dann dor seinen effekt entfaltet hat wurde darüber nachgedach wie die s sein kann. es ist der effekt de entsteht wenn an einer sich drehenden Kugel(bombe) die Luft sich auf der einen seite Logischerweise schneller bewegt als auf der anderen ich glaube das heist magnus effekt (habs in Wikipedia nachgeschaut). deshalb ist zumindes in Sachsen ein höherer Sicherheitsabstand vorgeschrieben.

    es giebt auch schiffe die mit dem Prinzi angetrieben werden ich glaub die Alcyone (von Cousteu hatte so einen Antrieb)

    keiner weis wie schnell der wind war und was für Kaliber geschossen wurden von daher ist jede Meinung zu dem angesprochen Fall reine Spekulation.

    also spekuliere ich:

    mit einer 100er Bombe ist es fast nicht möglich bis ins publikum zu kommen, wenn der Wind so stark ist das es trotzdem klappt hättest du das erwähnt es wären 15-20m/s nötig, und da schiest kein Feuerwerker (den ich kenne[kennen will])
    ich spekuliere das der Feuerwerker (wenn er schon einen Ponton hat) größere Kaliber geschossen hat.

    eine 150er Bombe steigt in ca 3 sekunden 150-200m hoch und Goldregen zieht halt sehr weit runter (macht sich super auf feldern kurz vor der Ernte, der Feuerwerker von welt nimmt da lieber silberweiden).
    da schafft mans schon bis ins publikum, die Bombe zerlegt weiter steigt höher und hat einfach länger zeit, dazu kommt der Magnuseffekt...

    für 150er oder gar 200er bomben sind 100m sicherheitsabstand nicht ausreichend.


    das bei einem Feuerwerk was runterfällt weis aber jeder, spätestens wenn er mal mit offenen augen am 1.1. früh durch die Welt geht....

    brennend sollte das nicht sein, deshalb Sicherheitsabstände...

    Der Beruf des feuerwerrkers ist ein sehr verantwortungsvoller, der sehr viel erfahrung voraussetzt. Die muss man manchmal aber auch erst sammeln....

    Es liegt schlicht und einfach in der Verantwortung des Feuerwerkers was er schiest und was nicht.

    Wer drückt bezahlt.

    Fränkie

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • ukw
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    • 19. Oktober 2006 um 00:05
    • #7

    Das Ding ist längst vergessen und verdaut.
    Die Veranstalter haben Kleidungsstücke von Be/ Getroffenen ersetzt und weiter sind mir keine ernsthaften Sachen zu Ohren gekommen.

    Das Ponton lag zu dicht am Ufer. - Ende -

    ... for a few dB's more . . .

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  • Nischl
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    • 19. Oktober 2006 um 08:01
    • #8

    Hi Fränkie,

    "ich glaube Nischl ist eine Ungenauigkeit unterlaufen, "

    Inwiefern? Versteh ich nicht..... :(

    Was mich noch interessieren würde: Wie wird der Schutzabstand in Sachsen berechnet? Kann mir nicht vorstellen, daß da was anders ist. Bitte um Aufklärung!
    Kannst mir ja vielleicht per PN oder e-mail antworten.

    Gruß an Alle,
    Nisch`l

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  • Fränkie
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    • 19. Oktober 2006 um 16:25
    • #9

    nun in der Tat ist es zuminest in Sachsen so das dei Formel kaliber mal 0,8 in metern nicht gilt.

    Nun ist die Ostsee nicht in Sachsen, das wiederum ist eine ungenauigkeit von mir.

    ich such die Abstände mal raus.
    Fränkie

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • Nischl
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    • 26. Oktober 2006 um 21:16
    • #10

    Bin mal gespannt..... :D

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  • Fränkie
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    • 27. Oktober 2006 um 12:16
    • #11

    Verdammt, vergessen :oops: .
    hol ich am Wochenende nach.
    Fränkie

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • Fränkie
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    • 30. Oktober 2006 um 19:02
    • #12

    Ich hab mich also noch mal bei kompetenter Stelle auf den aktuellen Stand bringen lassen.

    Im Moment gelten auch in Sachsen die Sicherheitsabstände in Meter für Buket-Bomben von 80% des Durchesser in mm.

    Für Blitzknallbomben gilt 100%.

    Früher waren die Abstände geringer und sind sozusagen auf die 80% bzw 100% erhöht worden.


    es gab mal ein Rundschreiben aus 1999 da wurdne als Übergangslösung die Abstände genannt die auch in den USA gelten (damaals galten).

    das war für 125 mm 105m sicherheitsabstand
    für 150 mm 125m
    für 200 mm 170m
    für 300 mm 250m
    für 400 mm 320m

    das war so bis 2002 oder 2003 danach hat man sich auf die 80% regel geeinigt.

    Lieber Nischl es tut mir leid ich hab dich zu unrecht ungenau genannt.

    Aber dafür hab ich was dazu gelernt....
    Fränkie

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • Tilly
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    39
    • 31. Oktober 2006 um 17:07
    • #13

    will ich auch mal was sagen...

    so viel wie ich weiß (und da bin ich mir fast 100% sicher!) ist die Geschichte mit den Sicherheitsabständen Landesgesetz, d.h. zwischen NRW und Sachsen gelten (wahrscheinlich) unterschiedliche Richtlinien.

    In NRW ist mir bekannt das sich der Sicherheitsabstand auch folgender Rechnung ergibt:

    Beispiel:

    Wir wollen bei einem Feuerwerk (FW) die Kaliber 65, 80, 100, 125, 150 und zum Finale 200er Kugelbomben schießen.

    Nun wird in der ersten Rechnung das bei dem geplanten FW höchste Kaliber mit dem Faktor 0,8 multipliziert,
    in der zweiten Rechnung wird die vom Hersteller angegebene Steighöhe mit dem Faktor multipliziert.

    Beide Ergebnisse werden verglichen und das höhere wird als Sicherheitsabstand gewählt.

    Also:
    1. Rechnung: 200 (Kaliber d. Größten Bombe) x 0,8= 160
    2. Rechnung: 260 (ang. Steighöhe d. o.g. Bombe) x 0,8= 208

    208 ist das höhere Ergebnis, wir nehmen also einen Sicherheitsabstand von mindestens 208 Metern, ich persönlich würde da ruhig noch 10 Meter drauflegen und dies auch so (z.B. Feuerwehr, THW etc.)bekannt geben.


    Zu der Erfahrung wie es oben steht:

    Pyrotechniker die den Befähigungsschein nach §7, §20 oder §27 SprengG besitzen sollten normal schon recht viel Erfahrung gesammelt haben da Voraussetzung für einen dieser Befähigungsscheine eine dokumentierte Mitarbeit an 26 Großfeuerwerken ist. D.h. sie müssen erst 26mal beim Aufbau, Abbrand und beim anschließenden Aufräumen geholfen haben bevor sie überhaupt zur einer staatlichen oder staatlich-anerkannten Schule zugelassen werden.


    Gruß,

    Tilly

    ...das schaffen wir schon...ich weiß nur noch nicht wie...aber wir haben doch noch 10 Minuten...

  • Fränkie
    Profi
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    • 1. November 2006 um 10:59
    • #14

    ich bekomm in den näxten Tagen den Text wie es genau, in Sachsen, ist.

    Da in der gesamten Bundesrepublik die selbe Physik gilt wie auch in Sachsen oder NRW, dürfte da soooo doll verschiedenes nicht drinn stehen...

    ma gucken.
    Fränkie

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

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