Ich bin in der letzten Woche bei Instandsetzungsarbeiten an einer Gastro-Festinstallation über eine etwas eigenartige Verdrahtung gestolpert.
Für die Stromversorgung der kompletten Anlage incl. Notstromversorgung und Alarm hat der Elektriker seinerzeit von einem ca. 80 Kabelmeter entferntem Verteilerkasten eine extra Zuleitung gezogen, was in der Sache ja auch nachvollziehbar ist.
Allerdings hatte er wohl kein anderes Kabel zur Hand, und so hat er ein übliches 5x1,5mm2 verlegt und für Phase und Null jeweils zwei Adern parallel geschaltet, vermutlich hatte er Bedenken wegen dem Querschnitt/Spannungsabfall.
Sowohl im Verteilerkasten als auch im Anschlusskasten der Anlage waren die parallel geklemmten Adern mit blauem/braunen Isoband umwickelt, so das die Zugehörigkeit deutlich erkennbar war.
Absicherung üblicher 16 A "B" Automat & RCD.
Allerdings bleibt hier der Schutzleiter ja einadrig. ![]()
Natürlich liesse sich argumentieren, das da ausser im Schadensfall nie nennenswerter Strom drüber fliesst, aber richtig ist das doch nicht, oder?