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Bässe ohne Ende

  • Achtuhr
  • 9. August 2006 um 12:13
  • Achtuhr
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    • 9. August 2006 um 12:13
    • #1

    ...sagt mal Leute- ist es Trend, dass bei etlichen VA's -egal welches Genre bedient werden soll,eine Materialschlacht, was Bässe angeht, stattfindet ?Ich war in der letzten Zeit auf einigen Veranstaltungen und es hat mich fömlich umgehauen, davon abgesehen, dass der Ton insgesamt an Tranparenz gelitten hat und ich kurz davor, den Technikern meine Meinung zu sagen.

  • manuela
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    • 9. August 2006 um 12:29
    • #2

    Das erfordert 2 Dinge:

    1.) der Kunde will es ausdrücklich so
    2.) der Kunde zahlts auch

    ist beides der Fall, Wumms :P Und du hast Recht, es kommt zunehmend und öfters vor...

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Achtuhr
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    • 9. August 2006 um 12:58
    • #3

    Transparenz-kann ich auch mit "s" :)
    ...und wenn es sein muss auch Kabel rausziehen!Wenn ich mit meiner Band eine Show fahre und für 5o Leute vor der Bühne 8 X 18" Bässe vorfinde-ob der Kunde das nu so bestellt hat oder auch nicht-das krieg ich kaum noch anders geregelt. Bumms.

  • tufkaklto
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    • 9. August 2006 um 13:09
    • #4

    Tag

    Wie oft kommts vor, das man einfach nicht genug Bass hat.

    Da freut man sich mal, wenn man ordentlich davon kriegt. :P

    Der Rest liegt ja am Bandtechniker :shock:

    und wenn ich mir gewisse Rider anschaue von Bands wie Prodigy, Seeed,
    und anderen, dann ist dort Basslastig ausdrücklich gewünscht und Teil der Musik/Performance

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • Michel
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    • 9. August 2006 um 13:30
    • #5
    Zitat

    ...und wenn es sein muss auch Kabel rausziehen.

    Zitat

    das krieg ich kaum noch anders geregelt

    Sorry, dann liegts aber an Dir. Eine (Deiner Meinung nach) überdimentionierte Anlage stellt eine Option dar. Niemand zwingt dich diese Option auch bis aufs Letzte auszureizen.
    Jedes noch so kleine Pult hat eine einfache Klangregelung und einen Master. Es gibt Dinge wie EQs, LowCuts und Controller.

    Man kann jeden Lautsprecher leise betreiben! Nur wenn du zu wenig stehen hast hast Du keine Optionen mehr.

    Entschuldigung, ich versteh Dein Problem nicht.

    Gruß, Michel

  • Achtuhr
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    • 9. August 2006 um 13:45
    • #6

    Grins-ich hab kein Problem damit eine "überdimensionierte" PA im Zaum zu halten und ein paar der vorhandenen Regeleinheiten zu bedienen-auch ohne wirklich ein Kabel zu ziehen oder irgendeiner Frequenz den Hals umzudrehen.Es gibt für alles ein Maß der Dinge- mir geht es darum festzustellen, ob der Superlativ vom Superlativ noch gesund und sinnvoll ist.Der Umgang damit führt nicht oft zu guten Ergebnissen- stelle ich in letzter Zeit vermehrt fest.

  • manuela
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    • 9. August 2006 um 14:05
    • #7

    zu der Frage mit gesundheitsschädlich:
    jetzt kommt eh gleich unser ADMIN und erklärt das genau.
    Ich seh die große Gefahr für Gehör und somit Gesundheit nicht in den Bässen, sondern im Mitteltonbereich und darüber. Wenn es unten richtig föhnt ist das noch lange nicht unangenehm oder gar schmerzhaft, deswegen kann man auch relativ sorglos die grobe Kelle rausholen wenn starke Subs gewünscht werden. Bei den Topsen ist das aber völlig anders, da ist ein Gehörschaden fast vorprogrammiert wenn man die Pegelgrenzen des Guten Geschmacks deutlich überschreitet. Daraus ergibt sich allerdings auch die Bemessung der Bässe, denn es muß ja auch irgendwie noch zueinander passen. Was auch gern gemacht wird ist das Einsetzen von Infras, oder eben so flächig stacken daß die untere Grenzfrequenz in Bereiche gerät wo man es mehr spürt als hört. Solche Dinge finde ich ausgesprochen lustig, und zudem lukrativ.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Achtuhr
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    • 9. August 2006 um 14:09
    • #8

    Stop-mit gesund und sinnvoll habe ich nicht sagen wollen, dass es gesundheitsschädlich ist, wenn's unten rum mächtig föhnt.Schon klar Manuela-

  • manuela
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    • 9. August 2006 um 14:42
    • #9

    um zu deinem Anfangsthema zurückzukommen, das ist ja auch ne Frage des Standortes in der VA. Man wird sich stets darum bemühen eine saubere Coverage zu realisieren, das funktioniert leider nur ab Mitteltonbereich. Und die zugehörigen Bässe liegen vorn quer oder unter der Stage, hast also vorn einen ganz anderen Druck als weiter hinten. Die Auslegung muß ja zumindest so bemessen sein daß es in der mitte des Feldes ausgeglichen kommt. Daraus ergibt sich vorn eine Überhöhung die sich nur schwer vermeiden läßt :wink:

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Achtuhr
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    • 9. August 2006 um 15:02
    • #10

    Richtig ! Als Gast in einer VA sehe ich immer zu, einen möglichst günstigen "Hörplatz" zu bekommen- wenn ich dann mit dem "A...." an der Wand stehe- als letzte Zuflucht-und mich immer noch alles zudröhnt macht das keinen Spaß mehr.Am FOH steh ich oft genug auf nahezu verlorenem Posten.Und muss mich von diesem lauschigen Plätzchen entfernen , um unsere "Gäste"froh zu machen, die nicht unbedingt optimal stehen.Mit einer der Örtlichkeit angepassten PA ist das kein Akt. Und das sollte die Vorgabe sein und nicht irgendwelche lukrativen Beweggründe oder der Spaß an "NOCH MEHR ist noch BÄSSER"

  • niggles
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    • 9. August 2006 um 18:56
    • #11
    Zitat von "Manuela"

    Das erfordert 2 Dinge:

    1.) der Kunde will es ausdrücklich so
    2.) der Kunde zahlts auch

    ist beides der Fall, Wumms :P Und du hast Recht, es kommt zunehmend und öfters vor...

    Nein, das erfordert noch ein drittes "Ding": Einen (Band-)Mischer der stumpf und/oder gewissenlos genug ist um nicht irgendwann zu sagen "die Anlage muß jetzt aber nicht ausgefahren werden..." Klar macht es Laune auch mal eine Tanznummer bei einer Galashow so zu mischen daß die Bassdrum die Gläser in der ersten Tischreihe scheppern läßt :-D... Aber wenn bei einem größeren (Rock-)Clubgig der Verdeckungseffekt bis rauf in den Gesang reicht und alles nur noch im Brustkorb wummert sollte eigentlich schon lange Schluß sein. Bass ist (leider viel zu) billig geworden, und zwar im doppelten Sinne. Schade um die Musik...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • tufkaklto
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    • 9. August 2006 um 21:36
    • #12
    Zitat von "niggles"

    Das mit dem Verdeckungseffekt , wenn es Bass gibt mußt Du mir bitte sschon genauer erklären !!!!

    Ich würde sagen, das liegt am Techniker, mann kann nämlich sehrwohl viel BASS HABEN UND TROTZDEM DEFINIERT SEIN.
    Außer man kanns nicht mischen.

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  • manuela
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    • 9. August 2006 um 21:56
    • #13

    Das Erdrücken" was er meint kommt gewiß dann vor wenn man die Subs alle auf einem Haufen hat von dem dann das Ganze ausgeht. Ist der Gast nun auchnoch recht nah an diesem Haufen, dann drückt es ihn übermäßig, so wird er das meinen.
    Diese Sache zu umgehen ist ja wieder eine Kostenfrage. Wenn ich auf die bodenkopplung und die damit verbundene Zunahme verzichte und stattdessen die Bässe als Banane fliege, neben den Tops, dann ist die Verteilung aufs Publikum eine völlig andere, man kann es fürchterlich treiben ohne daß das unangenehm wird vorne.
    Leider ist das doch eher die Ausnahme, fast immer ist der Bass "am Boden", und da stehn / sitzen nunmal auch Gäste.
    Wenns nach mir ginge würden die Subs immer mitgeflogen wenn die Tops oben sind. Leider muß man stattdessensingen: wer soll das bezahlen ? :wink:

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  • Seven
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    • 9. August 2006 um 22:08
    • #14

    Zuviel BassRESERVEN kann man eigentlich kaum haben. Die Frage ist doch die Umsetzung.
    Keiner wird gezwungen mit nem Porsche Turbo in ner 30er Zone 120 zu fahren. Wenn es trotzdem passiert ist sicherlich nicht das Auto schuld.

    Probleme gibts aus meiner Erfahrung, ähnlich wie Manuela schon schrieb, dann, wenn genug Bässe vorhanden sind und es Bereiche gibt, die von den Tops nicht ausgeleuchtet werden. Ganz klassisch: Kein Nearfill, Downfill etc.

  • MarkusZ
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    • 9. August 2006 um 22:47
    • #15
    Zitat von "klauston"

    Das mit dem Verdeckungseffekt , wenn es Bass gibt mußt Du mir bitte sschon genauer erklären !!!!


    Beispiel: Ein Sinus 125 Hz mit 100 dB SPL erhöht die Mithörschwelle bei rund 1 kHz immer noch um über 60 dB. Mit anderen Worten: die 1k-Komponente muss schon mindestens 60 dB SPL aufweisen, um nicht verdeckt zu werden.

    Die Beobachtung, dass zuviel Bass zwangsläufig auf Kosten der Transparenz geht, ist nicht nur theoretisch sondern auch praktisch leicht nachzuprüfen.

    Das Problem ist also nicht eine überdiemsnionierte Anlage, sondern das Missverhältnis zwischen Bass- und Top-Leistung; in dem Sinne habe ich die ursprüngliche Kritik von Jimmybeat auch verstanden und kann sie unterschreiben.

    (PS: Bitte nicht jedes oben erwähnte dB auf die Goldwaage legen, ist mehr als grober Anhaltspunkt gedacht)

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • Achtuhr
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    • 10. August 2006 um 08:55
    • #16

    Diese Sache zu umgehen ist ja wieder eine Kostenfrage. Wenn ich auf die bodenkopplung und die damit verbundene Zunahme verzichte und stattdessen die Bässe als Banane fliege, neben den Tops, dann ist die Verteilung aufs Publikum eine völlig andere, man kann es fürchterlich treiben ohne daß das unangenehm wird vorne. Zitat Manuela-

    Manuela-find ich gut, dass Du Dir die Mühe machst, nicht rumzupoltern und seltsame Vergleiche anstellst-so von wegen Porsche und so-sondern vielmehr und durchgängig vernünftige Kommentare ablieferst.
    Geflogene oder günstigst positionierte Bässe ,im richtigen Verhältnis zum Rest der PA, sind einfach der Hammer.
    Letzte Nummer, bei der diese Tatsache deutlichst zu vernehmen war:
    Fanta 4 in der Trier Arena 2005 oder war es 04.
    Zwei fette Säulen mit Bässen-Bumms ohne Ende-überall und keine Probleme - alle Gesänge und Instrumente differenziert zu hören-Dur von Moll zu unterscheiden.Das macht Spaß.
    Nochmal-was bringt ein Monsterstack Bässe -außer Knete-wenn-wie war das- der Porsche mit 500 PS auf regennasser Fahrbahn mit Slicks unterwegs ist.
    Und was bitte, hat bei einem Jazz oder Klassikkonzert derartige Vorgehensweise zu suchen.

  • tufkaklto
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    • 10. August 2006 um 09:40
    • #17

    tagchen

    Zitat

    Beispiel: Ein Sinus 125 Hz mit 100 dB SPL erhöht die Mithörschwelle bei rund 1 kHz immer noch um über 60 dB. Mit anderen Worten: die 1k-Komponente muss schon mindestens 60 dB SPL aufweisen, um nicht verdeckt zu werden

    .

    Ja, ich finde schon, das bei 1khz mind 60db nötig sind, wenn der Bass mit 100db plärrt, oder wollen wir doch die 1khz aauch auf 100db erhöhen, das es passt ?? :?

    Prinzipiell gehe ich schon davon aus, das eine Anlage auch richtig konzipiert wurde mit infill uÄ,um die Mid-Hi situation doch auch überall zu haben, wie es sein soll.
    Und wenn dann noch genug bass da ist, ist doch toll. :P

    Aber wenn ein System nicht stimmt, weil vorne nur Bässe ohne ende gestapelt sind,, und die Tops erst irgendwo zu wirken beginnen, dann würd ich mal eher sagen, das da einer seine PA falsch verbastelt hat und nicht, weil da zu viel Bass da ist.

    Denn das gibts auch umgekehrt.:
    ich hör nur mitten &höhen, weil mit ein top ins ohr plärrt, und den bass nehm ich nicht wahr. :o
    Und bei einem richtigen system, ( bei Fanta 4 ist johann dabei, der weiß was er tut, ist nur als systech mit der band unterwegs I) ist es kein wunder das es passt. dazu noch ein guter techniker- GUT ISSES
    Warum geht das nicht überall so ??

    Wo doch eh jeder weiß wie es geht und man viele gute tips im forum höhrt ( was ja anscheinend sehr verbreitet ist ) sollte es ja eigentlich kein Problem darstellen, ODER ??? :D

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