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A&H ML, GL, MIDAS Venice, Großkonsolen - Dichtung &

  • guma
  • 28. Januar 2003 um 14:13
  • guma
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    • 28. Januar 2003 um 14:13
    • #1

    Liebe Mixerfreunde !

    Habe mit Interesse die Pultdiskusionen der letzten Monate verfolgt.
    Wie einige von euch mitbekommen haben, habe ich gerade ein GL 3300 verkauft und durch ein A&H ML 4000 und ein MIDAS Venice ersetzt.

    Ich betreibe ich seit 9 Jahren ein audiophiles AMEK RECALL in dessen preamps Rupert Neve seine Finger drin hatte, und für das ich mich damals wegen des besseren klangs und der damals einmaligen Automation statt eines preislich günstigeren Yamaha PM 4000 entschieden hatte. Ferner habe ich in den letzten 25 Jahren auf sämtlichen anderen Großkonsolen wie PM 3500, PM 4000, XL3, XL4, Heritage zig mal gearbeitet.

    Zunächst mal eine Frage an die "Altkollegen" wie INSELGERT und WORA:
    Mal ganz ehrlich, seit Ihr euch wirklich sicher, daß Ihr an einem A&H ML schon oft genug gearbeitet habt und wirkliche Vergleichstests angestellt habt um eure Urteile begründen zu können ? hat nicht vielleicht die Erfahrung mit älteren A&H Pulten und ein möglicherweise mieses Audioumfeld ein Vorurteil aufgebaut ??? Oder unterliegen nicht auch manchmal alte Hasen einer gewissen Markengläubigkeit ?

    Ich mußte zusammen mit einer befreundeten sehr großen Beschallungsfirma in unserer Region, die alle teuren Großpulte bis zum PM1D besitzt und ebenfalls ein ML 4000 gekauft hat, in aufwändigen Testsessions und Messreihen folgende Feststellungen machen:

    1. Der ML preamp klingt viel besser als seine GL Vorläufer !
    2. Die ML Klangregelung klingt viel besser als seine GL Vorläufer !
    3. Man hat aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und Sachen wie die unsäglichen Re-an plastik - Insertbuchsen und das unzulängliche Erdkonzept geändert.
    4. Die Unterschiede im Sound der Kanalzüge war für ausgebuffte Profis mit verbundenen Augen nicht zu objektivieren.
    5. Das Abschlußurteil war : ML besser oder gleichwertig PM, kaum hörbar schlechter als Heritage.
    6. Die benutzten VCAs arbeiten gleichmäßiger und rauschärmer als im PM 4000 !!!
    7. Der gewaltige Preisunterschied bei vergleichbarer Qualität und Features erklärt sich durch die semimodulare Bauweise, den Verzicht auf viele Status LEDs ( der schalterstatus läßt sich Dank zweifarbiger Schalter trotzdem gut ablesen) und den technischen Fortschritt ( manche Großpultdesigns sind nun schon ein paar Jährchen alt und bessere und preiswertere Bauteile z.b. bei den VCAs, machen auch Analogpulte billiger.
    8. Durch konsequente Weiterentwicklung hat A&H jetzt ein Stadium erreicht, das alte Hasen bei genauem hinsehen erstaunt
    9. Natürlich werden Leute, die in den letzten Jahren viel Geld für die anerkannten Marken ausgegeben haben, das nicht wahr haben wollen.
    10. In ML Pulten sind Sachen endlich amtlich ausgeführt, die es in älteren Großpulten nicht gibt, wie das LCR-Panning oder das sofort mit unserem ASL intercom perfekt spielende Beltpack inkl. Blinker in der VU-Leiste, und parallelem Audio-Interkombetrieb auf einem Hörer, das bei anderen Pulten nie richtig ging.

    Genug der lobhudelei, Bitte an alle anderen: erst testen, dann maulen.

    Mein Hauptargument für den VENICE kauf war der Größe x Sound x Features-Faktor, der wohl auch die meisten anderen bestochen hat.
    Der preamp Klingt wirklich gut, über die Klangregelung kann man sich streiten ( für mich persönlich könnten die semiparametrischen Mittenfilter eine etwas kleinere Bandbreite haben, d.h. etwas schmaler sein.

    Bis demnächst, Euer GUMA

  • Inselgert
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    • 28. Januar 2003 um 17:45
    • #2

    Na also da will ich mal anfangen!
    Grundsaetzlich gebe ich Dir in allen Punkten recht. Bin auch nicht so fuers maulen sondern eher fuers probieren! Grundsaetzlich habe ich aber mit den alten Konsolen abgeschlossen! Will sagen bei dem trend auf digital umzusteigen ist es nur natuerlich das analoge Pulte jetzt deutlich preiswerter werden und in der qualitaet steigen.
    Nichts desto trotz sind es noch analog pulte und daher eigentlich nicht mehr so zukunftorientiert, also nicht mehr so spannend.
    Persoenlich habe ich total den ueberblick verloren was es jetzt so alles gibt. Momentan mache ich fast alles auf Innovason und Midas pulten. Was fuer mich wenigstens den Vorteil hat das ich sie gut kenne und ich mich auf nem Festival nicht Streiten muss!
    Die neuen A&H kenne ich garnicht und habe die noch nicht gesehen, hier allerdings auch sicher keine negativen Komentare abgelassen. Sondern nur vermerkt das fuer den Fall das ich gefragt werde ich sicher lieber ein Midas oder ein Innovason haette! Es gab mal ein Monitorpult von A&H was ich total daneben fand, das ist allerdings auch schon 4 oder 5 Jahre her. Mir uebrigens persoenlich gefaellt auch ein H 3000 nicht so gut wie ein XL 3. Deswegen ist es noch lange kein schlechtes Pult. Das gleiche gilt auch fuer ein ML oder wie die jetzt heissen. Nur weil ich die nicht kenne muessen die ja nicht schlecht sein. Nur wenn ich mir schon die Muehe mache was neues auszuprobieren dann aber bitte auch was neues und nicht das zigste 48 in8in was weis ich nicht. Sondern dann bitte in was richtig neues wie DM 2000, Innovason oder so. Ich persoenlich sehe im Analogbereich bei Livepulten keinen Handlungsbedarf! Das was ich kenne ist mir in dem Bereich gut genug. Viel wichtiger finde ich im Moment auch Schritte in Lautsprechern und processoren, die bis dato wirklichen Schwachpunkte. Ist doch voellig egal wie ein Pult klingt wenn die Pa Mist ist. Und da gibt es ja wirklich abenteuerliche Konzepte und Sachen. Wichtig finde ich auch Fortschritte im Handling wie Groesse Gewicht Rigging etc, im Vergleich dazu sind doch die Klanguterschiede in Pulten Marginal!
    Nicht zuletzt ein wirtschaftlicher Faktor. Wenn die grossen Verleiher Pulte kaufen, dann tun die das zumeist zu Konditionen bei denen man als kleiner garnicht mithalten kann. Ich kenne ne Company im Norden die hatten mal soviel Rabatt auf PM Pulten das sie die nach 2 Jahren noch zum EK verkauft haben. Dann kann ich mir das Lager auch vollstellen weil jeder Vermiettag reiner Gewinn ist! Und wenn es nur 3 pro Jahr sind.
    Wenn Du jetzt aber nen A&H verkaufen willst ist es schon nach einem Jahr nur noch die Haelfte wert( Das sagt nichts ueber die Qualitaet aus).
    Ich glaube wenn bei mir ein Gig floppt liegt das am wenigsten am Pult sondern vielmehr an mir!
    Was naemlich gerne vergessen wird ist der menschliche Faktor, den ich viel hoeher einschaetze als den technischen. Ich muss nicht jedes Datenblatt kennen um ein guter Mischer zu sein! Andersrum macht viel Wissen um Formeln etc auch noch keinen guten Mischer!

    Ausserdem als kleiner Spass Midas hat die besseren T shirts...

  • guma
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    • 28. Januar 2003 um 20:59
    • #3

    @ Inselgert
    vielen Dank für Deine ehrliche und ausführliche Meinungsäußerung.
    Der Anlaß für meine so aktive Fürsprache für dieses Produkt, liegt wohl in der eigenen Überaschung über die heute mögliche Qualität für diesen Preis. Als vor 3 Jahren der erste ML 5000 hier aufschlug, dachte ich noch: "Das braucht wirklich keiner"

    Zum Thema Digitalkonsolen:

    Als langjähriger Nutzer einer teilautomatisierten Konsole verfolge ich natürlich die Entwicklung mit großem Interesse:

    Das Format ( 24 BIT, 96KHz ) scheint seit kurzem geklärt, es bleiben für mich noch zu viele ungelöste Fragen:

    Zwei von vielen Beispielen:
    Das human interface, die Bedienoberfläche ist weiterhin bei allen bisher am Markt befindlichen Konsolen nicht befriedigend gelöst. Wieviele features im Sofortzugriff, welche weiteren in welcher Menuetiefe ?
    Hier finde ich Innovason zu spartanisch, DM 2000 hat viele für Live unsinnige Features im Direktzugriff, aber andere für Live nötige tief in den Menues versteckt.
    Die sehr unterschiedlichen Bedienoberflächen machen aus Mixern abhängige des jeweilig Ihnen bekannten Produkts, da es noch keine Standards gibt und z.B. ein Innovason user noch lange kein PM1D bedienen kann. Daher das Grauen für Verleiher, die alle Wünsche befriedigen sollen.

    Die richtig guten sind unbezahlbar ( Stagetec AURUS, Harrison )

    Wie sehen bezahlbare Havarielösungen aus ? Denn Digitalpultabsturz sein wirklich schlimm !!!

    Die kleinen sind bisher von Klang und Bedienung her wirklich grausig.
    Und die eingebauten Effekte und Signalprozessoren ? Schön das sie integriert sind, aber wer möchte denn das alles in der jeweiligen Hersteller"qualität" haben ?

    Naja, ein Lichtlein sehe ich am Digitalhorizont, es heißt DIGICO D5, kommt von einer englischen Firma die schon viel Erfahrung mit digitalen Studiopulten hat und könnte auch dem Inselgert gefallen. Sehr praxisnah, Havarieproblem scheinbar gelöst (?) ist aber auch nicht ganz billig. Werde ich mir bald näher anschauen.

    Gruß GUMA

  • wora
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    • 28. Januar 2003 um 21:08
    • #4

    hallo guma.

    leider muss ich auf deinen text folgendes antworten:
    wenn du aufmerksam gelesen hättest, wäre dir aufgefallen das ich nie die klangqualität oder sonstiges der ML konsolen angezweifelt habe, sondern immer nur die der GL teile... der grund: ich hab noch nie eine ML in den fingern gehabt. und einer meiner eisernen grundsätze ist der, das ich nix über geräte schreibe, die ich nicht kenne.
    ok, so weit dazu.

    da ich dich und deine, sagen wir mal "gehobenen", ansprüche an die klangqualität von equipment kenne, freut es mich natürlich um so mehr, das die neuen a&h pulte wohl doch sehr gut sind.
    wie du vielleicht weisst, hatte ich bis letzten sommer ausschließlich mikrofone und ein bisschen sideboard equipment. dann hab ich mir im juni ein gebrauchtes K3 zugelegt.
    a&h kam deshalb nicht in frage, weil mir die alten teile nicht gefallen haben und auch bei den neuen die aux-wege nur in 4er blöcken pre- oder postfade zu schalten sind. aber meine beiden haupt-bands brauchen nun mal 5 bzw. 6 monitorwege... also könnte ich nur das ML4000 oder 5000 kaufen, was mir aber ehrlich gesagt zu teuer wäre. denn meistens arbeite ich ja sowieso auf fremden tischen... übrigens freu ich mich schon sehr auf den nächsten job auf deinem amek!!! (vielleicht sogar in verbindung mit micha´s array... ;) )?

    Inselgert:
    natürlich werden digitale mixer in zukunft immer mehr marktanteil erkämpfen. dahin geht der trend und die techikgläubigkeit der mischerkollegen wird ein übriges dazutun.

    die analoge technik ist weitgehend ausgereizt, das ist klar.
    doch muss sich die digitaltechnik ganz schön anstrengen, bis sie die klangtreue und dynamik der analogen komponenten erreichen kann... und deshalb wird sie erstmal auch sehr teuer bleiben.

    die bedienkonzepte analoger konsolen ähneln sich so stark, das ein schnelles einarbeiten auf ein fremdes pult in der regel doch recht schnell von statten geht. auch eine schnelle bedienung mir der nötigen übersicht ist gewährleistet. also eigentlich ideal für alle jobs, wo fremdes personal die technik bedient. und ausser auf tour kommt das doch recht häufig vor.
    leider ist es doch so, das im moment jeder hersteller von digitalpulten sein eigenes bedien-süppchen kocht und keiner die anforderung "oberfläche für fremdmischer kompatibel" erkennt. dies wird in den kommenden jahren für viele probleme sorgen, da bin ich mir sicher...
    und analogtechnik funktioniert in der regel auch immer, zur not kann man es auch noch selber reparieren...
    als digitales schreckgespenst sage ich jetzt nur: windows... :(

    die bedienungsfreundlichkeit wird der hauptgrund sein, warum sich analoge pulte noch lange halten werden. einen schnellen tod dieser technik wird es jedenfalls nicht geben.
    deshalb macht es auch sinn, immer noch neue analogpulte zu bauen und auch zu kaufen.
    auch aus finanzgründen...
    das ist meine meinung...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • wora
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    • 28. Januar 2003 um 21:15
    • #5

    uups...
    jetzt hat der guma mir dazwischengeschrieben. bin heut wohl wieder etwas langsam ;)
    also, wie ich sehe haben wir da fast die gleiche meinung, was digitalkonsolen angeht. na ja, wenn mann´s logisch angeht, muss man auch zu diesem schluss kommen... 8)

    die innovason finde ich im übrigen das momentan eizig interessante digi-pult. gerade wegen der spartanischen ausstattung und bedienung. das hat man schnell kapiert, so muss es sein... keine ablenkung vom eigentlichen ziel, musikdienlich zu mischen... fast schon analog - wenn die mangelnde übersicht über die auxe nicht wär...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 28. Januar 2003 um 22:01
    • #6

    ... eben, deswegen brauchen die Digitalen zwar einiges weniger an Knöpfen, dafür aber viel Display ( siehe AURUS, DIGICO )...

  • guma
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    • 28. Januar 2003 um 22:09
    • #7

    @ Inselgert. Wiederverkaufswert A&H... Stimmt nicht , bin mit dem erzielten Verkaufspreis des GL 3300 eigentlich ganz zufrieden.

  • Steffen
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    • 28. Januar 2003 um 23:12
    • #8

    Hallo Wora,

    das mit den nur in 4er-Gruppen umschaltbar stimmt nicht,. Wir haben bei uns den "kleinen" ML 3000 und der schaltet : Aux 1-4 in 4er Gruppe
    Aux 5 /6 in 2 er Gruppe, Aux 7/8 in 2-er Gruppe, oder auf Knopfdruck als Stereo-Auxweg mit Aux 8 = Level und Aux 7 = PAN

  • Inselgert
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    • 28. Januar 2003 um 23:32
    • #9

    Na dann ist ja alles gut! Also will ja auch nicht die analogen schlecht machen und die digitalen toll finden! So auch nicht.
    Aber bei digitalen geht noch was bei analogen fast nicht mehr. Das wollte ich damit ausdruecken.
    Deswegen verfolge ich den Markt auch intressiert, was ich von mir bei Analog Pulten nicht behaupten kann. Die benutze ich einfach und dann ist gut. Von daher habt ihr natuerlich alle recht! Ich persoenlich bin ja auch kein Verleiher und habe daher mit den investionen nix zu tun! Sagen wir mal so: Fuer die richtige Gage fahre ich auch mit nem Mitec los!
    Ich wuerde mich nicht hinstellen und sagen die tour mache ich nicht wegen dem Pult, wenn der Kuehlschrank dann leer bleibt. Anders rum fahre ich auch nicht fuer wenig Geld los nur weil es ein Herritage gibt. Da finde ich Bier trinken besser.
    Das einzige was ich zu verkaufen habe ist mein ( beschraenktes ) Wissen und mein Geschmack fuer bestimmte Musikstile!
    Wenn ich mich Musikalisch und Menschlich auf nem Job wohlfuehle kriege ich das auch irgentwie hin! Wenn ich mich nicht wohlfuehle klappt es auch mit V-Dosc und Midas nicht!
    Das ist uebrigens ne Erfahrung fuer die man relativ lange braucht um dann abzustecken wo man lieber mal sagt ich geb Dir mal ne Telefonnunmmer das kann ich nicht gut selber machen! So jetzt wird es erstmal ruhiger da ich mal wieder fuer 15 Tage auf Tour muss. Bin gerade am Socken zaehlen!!

    Beste Gruesse Gert

  • Steffen
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    • 28. Januar 2003 um 23:47
    • #10

    Hi Inselgert !!

    Wo tourts denn hin?? Wünsch Dir auf jeden Fall viel Spaß und wenig Streß

  • willi
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    • 28. Januar 2003 um 23:50
    • #11

    moin,
    zum thema digitalmischbretter möchte ich auch mal meinen senf dazu geben: :wink:
    die digitaltechnik wird in der beschallung natürlich weiterhin vortschritte machen, und das ist auch gut so. die konzepte sind durchaus interessant und entwickliungsfähig. ABER:
    solange mir ein 02r oder ein dm2000 während der show ernsthafte probleme macht und nicht absolut zuverlässig durchläuft ist mir der entstandene kompfort egal und ich schleppe lieber mein xl3 oder sonstiges durch die gegend.
    das manko, das ich den heutigen konsolen ankreide, ist zum einen die uneinheitliche bedienoberfläche und zum anderen fühle ich mich als beta-tester der jeweiligen hersteller, um bugs zu finden, die dann nach dem softwareupdate behoben sein sollen..
    außerdem läßt meines erachtens die benutzerfreundlichkeit doch etwas zu wünschen übrig, da mir zu viele sachen in irgendwelchen untermenüs versteckt sind, während ich bei ´ner analogen konsole nur eine oberfläche und damit immer direkten zugriff habe.
    ich bin dem ganzen aber positiv aufgeschlossen und gespannt, was die zukunft in 5 jahren bereit hält. bis dahin sehe ich aber die gute alte analoge konsole im vorteil..

    http://img118.imageshack.us/img118/6889/bl…lappo3afrq9.gif

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    • 29. Januar 2003 um 01:17
    • #12

    Und auch von mir noch ein paar Anmerkungen:

    1.) Ist die Analogtechnik ausgereizt? Noch nicht ganz. Was man sich noch vorstellen könnte, ist den bei immer mehr Pulten ohnehin vorhandenen VCA dafür zu nutzen, gleich noch einen Kompressor und ein Gate in jeden Kanal einzubauen. Wenn der VCA ohnehin vorhanden ist, verschlechtert das nicht die Audio-Eigenschaften, und die Mehrkosten in der Herstellung liegen im Bereich der Erträglichen, das kommt zwar nicht günstiger als eine normale Menge an Outboard-Dynamics, aber auch nicht teurer, und ich habe dann in jedem Kanal einen Kompressor und ein Gate (und keinen Streß mehr von wegen "wo habe ich jetzt was gesteckt...")

    2.) Wer mischen kann, kann dies auch auf einem einfachen Pult, wer nicht mischen kann, macht mit einem komplizierten Pult eher mehr falsch als weniger. Wichtig ist, dass es funktioniert.

    Die klanglichen Unterschiede zwischen zwei Pulten hört der Profi, manchmal auch nur im direkten Vergleich. Würde es das Publikum hören?

    Letztlich machen wir die Sache für das Publikum, und da fällt nur sehr wenigen auf, in welcher Klasse das Pult spielt, und ob ich da ein PCM 91 oder ein LXP1 habe, wer hört's? Aber wenn ein 2"-Treiber kreischt, oder wenn der Sänger sich austobt und nicht durch eine Kompressor/De-Esser-Kombination abgesichert ist, das fällt auf.

    3.) Digitaltechnik: Wird sich durchsetzen, hat aber noch "Kinderkrankheiten".

    Ich rechne damit, dass irgendjemand 'ne digitale Konsole mit analoger Oberfläche baut. Dazu müssen einfach nur die Drehgeber günstig genug werden... Aber wenn ich bei Festivals dann alle Bands auf ein Pult nehen kann, weil alle Parameter per Knopfdruck wiederherstellbar sind...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

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    • 29. Januar 2003 um 01:23
    • #13

    wow - super!

    hatte schon befürchtet, mit meiner meinung zu den aktuellen digi´s ziemlich allein dazustehen...
    DANKE ! :D

    ich gebe also die hoffnung nicht auf, das analoge pulte auch in 5 jahren noch anzutreffen sein werden.
    hoffentlich ist es dann nicht so, das sich niemand mehr um deren wartung kümmert weil jeder nur noch auf den digis mischen will... :roll:

    willi:
    hattest du tatsächlich schon probleme mit 02R und DM2000?
    sowas darf natürlich nicht vorkommen! wenn das zeug sich durchsetzen will, muss es absolut zuverlässig sein. so wie die meisten analogen eben...

    nochmal zum ursprünglichen thema:
    was ich im zusammenhang mit der ML3000 vergessen hatte: sie hat tatsächlich die möglichkeit, die auxe 5 bis 8 in paaren pre schalten zu können. das ist gut und ich hatte das übersehen. ( Steffen)
    es hat aber leider nur 4 Subgruppen und ich brauche min. 6 davon, wenn ich mal einen bläsersatz dabei habe.
    VCAs brauch ich dagegen nicht unbedingt zum arbeiten, denn sie lassen sich so schlecht inserten... :wink:
    somit ist die kiste für mich leider trotzdem nicht interessant.

    auch die signalanzeige ist mir bei den ML´s etwas zu wenig, da gib es ja nur "signal" und dann erst "-6", "0", "+6" und "pk". wenn dann mal etwas leiser gespielt wird und man möchte wissen, woher das signal kommt (vor allem beim mischen von mehreren keyboard-kanälen), dann muss man trotzdem zum kopfhörer greifen... das kann leider sogar das spirit live besser. ich hab mich halt in den letzten jahren so an ein vernünftiges input-metering gewöhnt und möchte es nie mehr missen.
    nun gut, das ML4000 wär dann schon ein vernünftiger kompromiss... leider hab ich das K3 aber schon.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • wora
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    • 29. Januar 2003 um 01:46
    • #14

    hallo admin,
    du sprichst da zwei punkte an, die die analogtechnik schon kann.
    und zwar guma´s "amek recall".
    da können (per laptop) die VCA´s der kanäle als gate oder kompressor genutzt werden!
    und die ganze kiste ist mit allen einstellungen abspeicherbar... das gibt es also auch mit hervorragend klingender analogtechnik schon (seit 9 jahren).
    na gut, der recall dauert schon ein paar minuten... man bekommt auf dem bildschirm (und über kopfhörer) von pult angezeigt (bzw. gesagt!), welche regler in welche stellung zu bringen sind!
    das funktioniert sogar recht genau.
    aber auf der bühne braucht man ja auch ein bisschen zeit für den umbau...

    ja ja, digital ist das schon etwas einfacher: ->recall scene... "bist du sicher?" ->recall... fertig.

    die diskussion, ob man im publikum hört welche qualität die preamps haben, möchte ich gerne abkürzen:
    und zwar mit inselgert´s worten: "...fahre ich auch nicht fuer wenig Geld los nur weil es ein Herritage gibt. Da finde ich Bier trinken besser..." :wink:
    doch ich gebe auch zu bedenken: wir als techniker haben sicher die besseren ohren als die meisten zuhörer. aber ich würde mir nie anmaßen, im mix einen unterschied zwischen PCM91 und LXP1 herauszuhören... aber wenn es uns keinen spass macht, weil die kiste nen beschissenen eq hat über den man sich die ganze zeit aufregt, dann wird sich das auch auf den sound auswirken, weil man eben weniger motiviert ist...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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    • 29. Januar 2003 um 14:50
    • #15

    @ wora

    Die Comps und Gates im Pult machen ja nur dann richtig Spaß, wenn man "analog" darauf zugreifen kann. Auch das gibt es schon seit Jahren, hat sich aber nicht durchgesetzt. (SC Europe hatte ja zumindest Gates, aber wenn ich mich recht erinnere, sah es da beim Thema Key-Filter schon etwas mau aus...)

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • wora
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    • 30. Januar 2003 um 02:33
    • #16

    ADMIN:
    tja, deine idee mit den adaptiven filtern für die erkennung und ansteuerung der gates wird wohl leider nur in digitalen pulten zum zuge kommen... aber auch da sind wir noch ein stück weit davon weg. obwohl es ähnliche technik im bereich des videoconferencing schon gibt... nur viel zu langsam eben. :-?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 30. Januar 2003 um 10:43
    • #17

    Zitat Admin :

    3.) Digitaltechnik: Wird sich durchsetzen, hat aber noch "Kinderkrankheiten".

    Ich rechne damit, dass irgendjemand 'ne digitale Konsole mit analoger Oberfläche baut. Dazu müssen einfach nur die Drehgeber günstig genug werden... Aber wenn ich bei Festivals dann alle Bands auf ein Pult nehen kann, weil alle Parameter per Knopfdruck wiederherstellbar sind...[/quote]

    Gibts schon ( stagetec aurus, Digico D5 ), kuck Dir mal die Webseiten an, ist aber unbezahlbar.

  • tthorsten
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    • 30. Januar 2003 um 20:52
    • #18

    nette Diskussion hier.


    was ich ja bei den ganzen Digital pulten nicht verstehe, warum

    immer andere Wege gegangen werden müssen.


    warum kann mann von der Bedien und optischen sTruktur her sich nicht an ein bewährtes setup halten.


    im kleine pulte bereich z.b K2 und im gross pulte bereich XL3 oder XL4


    so dass jeder, der an so nen pult ran läuft sich zu Hause fühlt.


    oder warum muss ich ein Digital pult erxt mal LIVE tauglich machen.

    Das fängt mit den fehlenden oder zu wenigen MIC eingängen an
    und geht über die praxis gerechten Setups weiter.

    Dafür hab ich dann unsinnige EQ liberias dirn.

    Es ist zwar nett, das die Pulte Compressoren anbieten.

    leider beitet kaum eines mehr z.b. De´esser oder multiband compression.
    will sagen so eine art high lights. zum kleinen Preis.

    Auch wäre es nett, wenn mann im Hallgeräte bereih dann auch seine top produkte ein bauen würde z.b. im O2R 3x SPX 990 .


    und warum können sie nicht einfach MIDI mässig einheitlich mit einander kommunizieren.


    Warum gibt es nur von einigen Herstellern ordentliche PC fernsteuerungs und Konfigurations softwaren .


    etc. pp

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Fränkie
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    • 31. Januar 2003 um 12:37
    • #19

    soweit ich weiß giebt es für die 02r versch. effekt gerät karten zb von TC.

    Ich hab zwar bis jetzt nur mit dem PM1D zu tun gehabt (als zuschauer) aber was ich da so gesehn hab hat mir recht begeistert ich würde das Pult durchaus für Livetauglich halten.
    Ich hörte von Menschen die So ein Teil am Moni Und am FoH hatten.
    Stell ich mir Gut vor, die besagten Festivals eben.
    Fränkie

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

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  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

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