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Ton beim Film

  • hansmoser
  • 27. Oktober 2006 um 20:42
  • hansmoser
    Beiträge
    65
    • 27. Oktober 2006 um 20:42
    • #1

    guten abend liebes forum


    ich habe folgendes problem


    hab nen job beim film. ich soll einfach nur den Ton aufnehmen. Das ganze ist eine absolute null budget produktion.

    hab das problem das ich ein kleines pult zwischen micro und rekorder hängen muss. hab ein recht nettes richtmikro und jetzt kommt eben die frage wie weiter

    auf was muss ich achten, hab noch nie was mit film gmacht also bin ich ein kompletter anfänger auf dem gebiet

    danke für eure tipps

    Terror ist der Krieg der Armen, Krieg ist der Terror der Reichen.

  • raumklang
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    403
    • 27. Oktober 2006 um 21:01
    • #2
    Zitat von "hansmoser"


    hab das problem das ich ein kleines pult zwischen micro und rekorder hängen muss. hab ein recht nettes richtmikro und jetzt kommt eben die frage wie weiter

    Sinnigerweise nimmst Du dazu als Mischer z.B. einen SQN3 oder SQN4 (TV-Standard).
    Es gab auch noch einen von Sony(?) und von SoundDevices (oder so ähnlich).
    Sollte jeder Equipmentverleih am Start haben.

    Zitat


    auf was muss ich achten, hab noch nie was mit film gmacht also bin ich ein kompletter anfänger auf dem gebiet

    Angeln ist relativ easy, wenn man schon mal ein Mikro in der Hand hatte, geht aber ziemlich in die Arme :)
    Ansonsten: Sauber pegeln (wenn das per Dockrecorder aufgneommen wird: Analog -6dB per Pegelton, digital eher -10dB).
    Pegelton stellt der SQN zur Verfügung.
    Der SQN-Limiter ist relativ gutmütig und narrensicher.

    HTH

  • ohu
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    602
    • 27. Oktober 2006 um 21:16
    • #3

    Ich würde darauf achten, dass vor Szenenbeginn ein Signal (z.b. klassisch per "Klappe") gegeben wird, welches sowohl auf Bild- und Tonspur sichtbar ist - erleichtert die Synchronisation beim Schnitt. :)

  • hansmoser
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    65
    • 27. Oktober 2006 um 21:27
    • #4

    Also das problem werden wir nicht haben da das bild und Tonsignal sowieso synchron auf dem selben band aufgezeichnet werden.


    Also ich hätte es so gemacht. Ich hätte einfach ein normales kleines livepult (mackie) genommen einen compressor dazwischengehängt und vom main out in den digitalrecorder synchron mit dem Bildsignal eingespielt

    ist das möglich ist das ein fehler

    hab mich kurz umgeschaut wegen dem SQN. Sieht ja ganz nett aus. vielleicht bekomm ich ja doch noch so was

    Terror ist der Krieg der Armen, Krieg ist der Terror der Reichen.

  • derautor
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    1.089
    • 27. Oktober 2006 um 21:27
    • #5

    Und natürlich Kopfhörer aufsetzen, damit Du das Aufgenommene simultan gut hörst und das Richtmikro immer optimal ausrichten kannst.

    Und nicht ins Bild angeln :D

    Nervig wirds nämlich, wenn man das Mikro im Bild erst später beim Schneiden entdeckt :oops:

    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Volker Holtmeyer
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    13
    • 28. Oktober 2006 um 03:21
    • #6
    Zitat von "hansmoser"

    Also das problem werden wir nicht haben da das bild und Tonsignal sowieso synchron auf dem selben band aufgezeichnet werden.


    Also Video und nicht wirklich Film!?

    Das mit dem Kompressor würde ich für die Aufnahme lassen. Eine Filmatmo klingt ohnehin "verrauscht". Ein Rauschen durch zu große Dynamik bei der Aufbnahme und anschließende Kompression beim Abmischen fügt sich meist wunder in die sonstigen Umgebungsgeräusche ein, bzw. ist von diesen überhaupt nicht zu unterscheiden.

    Und beim Angeln auch wirklich darauf achten, dass Du angelst! :wink:
    Ich war vor vielen Jahren (weiß noch jemand was eine Nagra ist ...? 8) ) mal in einer ganz ähnlichen Situation und hab mir damals etwas blauäugig gedacht: "Pah, wieso angeln?! Das Mikro hat doch so einen wunderschönen Pistolengriff. Da spar ich mir doch die nervige Angel und schieße doch lieber mit dem Mirko quer durch die Wallachei!" Tja, Pustekuchen, die Szene im Vordergrund hatte ich zwar wunderbar auf Band - die Autobahn in 2 km Entfernung aber leider auch ... :lol:
    Also: Immer schön von oben auf die Szene herab angeln - oder bei Groß- und evtl. Nahaufnahmen auch schon mal von unten.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • slayer
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    1.478
    • 4. November 2006 um 18:55
    • #7

    über atmo aufnahmen der jeweiligen szenen und schauplätze wird sich der schnitt sehr freuen. also immer mal nebenher der kamera sagen das er mal recorden soll...

    guter kopfhörer ist auch sehr wichtig. nach 8 stunden merkt man ob der tragekomfort passt oder nicht - meine empfehlung ist da beyerdynamic

    hauptsarre gitarre !

  • medimax
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    364
    • 5. November 2006 um 11:09
    • #8
    Zitat

    Angeln ist relativ easy, wenn man schon mal ein Mikro in der Hand hatte, geht aber ziemlich in die Arme :)

    Haha! Der war gut. Also wenn Angeln easy ist, dann kann das ja wirklich jeder.
    Angeln ist neben dem Job des Kameramanns einer der Wichtigsten am Set überhaupt. Wenn man den Mund nicht trifft, dann hat man ein arges Problem - und ein Anfänger kann überhaupt nicht einschätzen ob er trifft. Das braucht Routine, einen guten Blick und vor allen Dingen Körperbeherrschung - insbesondere wenn man plötzlich 2 oder 3 Quellen angeln muss (Dialoge u.s.w.) Weiterhin muss man gut mit den Lichtleuten auskommen, die sollten nämlich dafür sorgen, dass es keine Angelschatten gibt. Wenn irgend möglich, versucht angeln und mischen von getrennten Leuten machen zu lassen. Für einen qualitativ hochwertigen Ton ist das unerlässlich. Und wenn was nicht geht, muss man den Mund aufmachen können und auch mal kontra geben, eben wenn man wegen der Lichtverhältnisse nicht an das Objekt der Begierde kommt. Und der Kameramann hat die Aufgabe zu schauen, ob das Mikro im Bild ist oder nicht - der gibt schließlich den Bildausschnitt und die Kante vor.

    VG Sebastian[/quote]

  • oton
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    • 5. November 2006 um 11:20
    • #9
    Zitat von "medimax"

    Haha! Der war gut. Also wenn Angeln easy ist, dann kann das ja wirklich jeder.
    Angeln ist neben dem Job des Kameramanns einer der Wichtigsten am Set überhaupt. Wenn man den Mund nicht trifft, dann hat man ein arges Problem - und ein Anfänger kann überhaupt nicht einschätzen ob er trifft. Das braucht Routine, einen guten Blick und vor allen Dingen Körperbeherrschung - insbesondere wenn man plötzlich 2 oder 3 Quellen angeln muss (Dialoge u.s.w.) Weiterhin muss man gut mit den Lichtleuten auskommen, die sollten nämlich dafür sorgen, dass es keine Angelschatten gibt. Wenn irgend möglich, versucht angeln und mischen von getrennten Leuten machen zu lassen. Für einen qualitativ hochwertigen Ton ist das unerlässlich. Und wenn was nicht geht, muss man den Mund aufmachen können und auch mal kontra geben, eben wenn man wegen der Lichtverhältnisse nicht an das Objekt der Begierde kommt. Und der Kameramann hat die Aufgabe zu schauen, ob das Mikro im Bild ist oder nicht - der gibt schließlich den Bildausschnitt und die Kante vor.

    Volle Zustimmung .... die ganze Sache ist nicht so trivial wie sich das hier manche vorstellen.

    Wenn du es zum ersten Mal machst dann schau das du vorher ein wenig üben kannst, ich wurde auch einmal in so eine Situation "hineingeworfen" und war hinterher doch leicht entsetzt, wie schlecht meine Ergebnisse im Vergleich zum vorher angestellten "Profiangler" waren ...

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • garnier
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    • 21. November 2006 um 20:37
    • #10

    zwichen den zeenen, 30 sec ton recen("hintergrund Geräuche"), Mikro in der selben position als bei der aufnahme ung keiner spricht. Beim schneiden, kann es vorkommen, dass 1 sec kein ton ist, wenn da absolute stille währe, würde es unrealistisch klingen,um einen schnitt unhörbarer zu machen, kann man einen kurtzen fadein fadeout der hintergrund Geräuche machen

  • markus f.
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    326
    • 22. November 2006 um 19:22
    • #11

    Der gängige Signalweg beim EB-Team wäre im groben und ganzen wohl der:

    Mikro -> SQN (o.ä.) Mixer -> Kamera -> Returnleitung (das Signal an der Kamera wird abgehört, nicht direkt nach dem Mixer)-> SQN -> Headphones

    Pegelton vom SQN liegt bei -9dB, an der Cam wird dieser ca. auf -18dB eingepegelt.

    SQN ist zwar schweineteuer (im Kauf), aber gibts wie gesagt ja im Verleih und ist für den Zweck auch durchaus sinnvoll (kompakt/robust/sinnvolle Features).

    Das würde ich mal so als Richtlinie nehmen. Alles weitere ist sicher Übungssache.

  • Michel
    Profi
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    Beiträge
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    Marktplatz Einträge
    1
    • 23. November 2006 um 09:35
    • #12

    Zu diesem Thema gibt es seit Ausgabe 1 eine sehr informative und detailierte Serie in der Zeitschrift Sound& Recording.

    Gruß, Michel

  • medimax
    Beiträge
    364
    • 23. November 2006 um 11:24
    • #13

    Hi!

    Zitat

    Pegelton vom SQN liegt bei -9dB, an der Cam wird dieser ca. auf -18dB eingepegelt.

    Halt! Stopp! Das variiert von SQN zu SQN, da diese von Werk aus in unterschiedlichen Konfigurationen bestellt werden können. Was der SQN als Pegelton ausgibt, steht auf der Unterseite des Gerätes. So gibt es SQN's die geben -8dB als PT raus - es gibt aber auch welche, die geben 0dB raus. Und dann gibt es auch noch den Limitereinsatzpunkt - der ist auch je nach SQN verschieden. Da gibt es keine Grundregeln - da muss man rechnen. Das Einzige was stimmt ist, dass man bei digitalen Kameras auf -9dB(fs) pegelt - um nach oben Headroom zum Clipping zu haben.

    VG Sebastian

  • scanzy
    Beiträge
    782
    • 16. Dezember 2006 um 03:30
    • #14
    Zitat von "medimax"


    Angeln ist neben dem Job des Kameramanns einer der Wichtigsten am Set überhaupt.

    [/quote]

    Richtig. Nur aus eigener Erfahrug: Einem Kameramann wird das "Ähh sorry, das müssen wir nochmal machen!" eher verziehen, als dem Tonmann! :D

    Gruß aus Hamburg

    Markus

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