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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Leistungsverteilung im Frequenzspektrum

  • spaceman
  • 6. Dezember 2006 um 12:14
  • spaceman
    Beiträge
    40
    • 6. Dezember 2006 um 12:14
    • #1

    Hallo,

    ich habe mal gelesen, dass der Mensch für eine subjektiv lineare Wahrnehmung des Frequenzspektrums je Oktave 3db weniger Lauststärke benötigt. (Rosa Rauschen?)

    Wenn das stimmt und unter Annahme idealer, linearer Lautsprechersysteme ergäbe sich daraus folgende Leistungsverteilung:

    Frequenz (Hz) Leistung (Watt)
    30-60 1000
    60-120 500
    120-250 250
    250-500 125
    500-1000 64
    1K-2K 32
    2K-4K 16
    4K-8K 8
    8K-16K 4

    Verteilt man das exemplarisch auf ein typisches 3-Wege System ergibt sich folgendes:

    Bass 30-120Hz ca. 1500 Watt
    Mid 120-2KHz ca. 500 Watt
    High 2-16KHz ca. 30 Watt

    Kann man das so ungefähr als Richtschnur fürs Amping nehmen oder ist das Quatsch. Mich wundert vor allem der geringe Leistungswert für den Hochtonbereich. Wenn man jetzt noch bedenkt, das so ein HT-Horn einen bis zu 18db höheren Wirkungsgrad hat als ein 18er BR müsste es noch drastischer werden.

    ???

    geht es so nicht, geht es anders

  • twin
    Beiträge
    572
    • 6. Dezember 2006 um 12:36
    • #2

    Das ist zwar etwas pauschalisiert, aber gar nicht so unwahr.
    Genau genommen stimmt das sogar relativ genau.

    Gruß
    twin

    http://www.lautsprecher-technik.de

  • ukw
    Verifiziert
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    1.566
    • 6. Dezember 2006 um 12:42
    • #3
    Zitat

    Mich wundert vor allem der geringe Leistungswert für den Hochtonbereich.


    Das ist auch so. Nur :roll: Viele Verstärker machen schon 1-3 db weniger im Hochton. Schau dazu mal in die Datenblätter oder besser noch: Selber messen.
    15 kHz Testsinus an den Eingang legen und dann auf dem Oszi schauen was der Amp draus macht 8)
    20 kHz ist natürlich besser um die "Werksangaben" mal zu prüfen, aber für die Musik ist 15 kHz wichtig. 20 kHz will/ kann keiner hören

    Und der andere Aspekt: Was spart man an Verstärkerleistung mit/ ohne 40 Hz Lowcut :idea:

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 7. Dezember 2006 um 03:17
    • #4

    @ spaceman:
    Über Lautstärkewahrnehmung:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Fletcher-Munson_curves

    Was nun als linear empfunden wird ist extrem von der Musik abhängig und die wiederum von der Mode. Deine Tabelle stammt aus der guten alten Zeit der HIFI-DIN, stimmt also seit Beatles und Stones nicht mehr, und ist seit Depeche Mode, Techno und Schranz endgültig Vergangenheit. Heute wird das letzte Bit immer gesetzt, bei jeder Frequenz... in jedem Moment...

    Bei "moderner" Musik sollte der erreichbare Pegel zwischen 70 und 7000 Hz gleich sein (mein Erfahrungswert als Beschallungsdienstleister für universell einsetzbare Anlagen). Für die Wahl der Endstufe muß man also die Sensivity der einzelnen Wege kennen. Doch die Katalogangaben sind durchweg falsch...

    Ein Lautsprecher hat z.B. mindestens eine Sensivity von 94 dB/1W/1m. Hier ist die niedrigste Sensivity im kompletten genutzten Frequenzband entscheidend, keinesfalls die üblicherweise angegebene höchste Sensivity mit Lügenzuschlag. Für 3 dB mehr brauchts die doppelte Ampleistung, also 97 dB/ >> 2W << /1m , und so weiter, bis zum nutzbaren Maximalpegel. Über den nutzbaren Maximalpegel einer 3 Wege Anlage entscheidet der Weg mit dem geringsten Maximalpegel >> EINER!<< Frequenz, da wo einer der Lautsprecher am schwächsten ist. Der Maximalpegel wird durch die Hubgrenze vorgegeben, bei Hochtontreibern vor allem von der thermischen Belastbarkeit.

    Deine Herleitung ist also nicht richtig..., und die Tabelle möglicherweise doch praxistauglich, je nach Anlage...

    @ ukw: >>Und der andere Aspekt: Was spart man an Verstärkerleistung mit/ ohne 40 Hz Lowcut :idea:<<

    0 (Null) Watt, besondere Musikproduktionen (sehr selten!), und (unsinnige) Entzerrungen ausgenommen. Ich kenne nicht eine Aufnahme, die unter 40 Hz voll ausgesteuert ist.

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • Peerless
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    4.334
    • 7. Dezember 2006 um 10:35
    • #5

    es gibt aber doch auch livemusik ?

    http://www.ae-rental.de

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 7. Dezember 2006 um 11:25
    • #6
    Zitat von &quot;Peerless&quot;

    es gibt aber doch auch livemusik ?


    :?: und Livemischer, wie mich?

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • ukw
    Verifiziert
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    6
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    1.566
    • 7. Dezember 2006 um 11:33
    • #7
    Zitat von &quot;Bernd Häusler&quot;


    :?: und Livemischer, wie mich?

    Eben. :) Bei Live kommt in dem Frequenzbereich nichts. Bei "Konservenmugge" schon.

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 7. Dezember 2006 um 13:56
    • #8
    Zitat von &quot;ukw&quot;

    Eben. :) Bei Live kommt in dem Frequenzbereich nichts. Bei "Konservenmugge" schon.

    Das ist doch Unsinn :wink:

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • Emigament
    Beiträge
    128
    • 7. Dezember 2006 um 18:30
    • #9
    Zitat von &quot;Bernd Häusler&quot;


    Das ist doch Unsinn :wink:

    ist es nicht. schau dir mal bei den heute für hintergrundmusik so beliebten mp3 mal eine frequenzganganalyse an (WaveLab).
    nicht jede anlage verarbeitet livemusik und cd-aufnahmen...

  • audiobo
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    • 7. Dezember 2006 um 19:18
    • #10

    Tach.


    Lass das Wavelab da untenrum mal aus dem Spiel, ist viel zu ungenau. Es erweckt durch die Balkenanzeige den Anschein einer selektiven Darstellung, ist aber in Wahrheit nur ein normaler, relativ breitbandiger FFT-Analyzer (Ich würde aus dem Kopf heraus mal auf eine 2048er Auflösung tippen)

    Ein vernünftig eingestellter Controller sollte eh einen zur Anlage passenden LoCut haben, um die Bässe vor zu grossem Membranhub zu bewahren. Da viele BR-Kisten auf 40-45Hz getuned sind sollte darunter nicht mehr viel passieren (Abfall 24dB/Okt. + LoCut).

    Stärkere Amps im Hochtonbereich haben vor allem den Zweck, die Gefahr einer Verstärkerüberlastung zu minimieren (übersteuerter Amp = Verzerrung = Rechtecksignale mit sehr hohem Energieanteil bis weit über den Hörbereich hinaus -> Überlastung des Hochtontreibers).

    Übrigens könnte ich auch als Livemischer problemlos 30Hz nutzen (ohne Tiefbassgenerator, z.B. 5-Seitiger E-Bass, BD, Synthiesounds), ob´s Sinn macht sei mal dahingestellt.

    Emigament:

    Vielleicht hängt das aber auch eher damit zusammen, dass die meiste gängige Konservenmusik für (absolut tiefbassunfähige) schlechte Kompaktanlagen gemastert wird (->Nutzung von Obertönen, um tiefe Bässe vorzutäuschen), sich auf einer ordentlichen, zur Dynamik fähigen Anlage jedoch einfach nur grottig anhört. Zu hören bei jedem Schlagerbarden und jeder Boygroup die auch "live" auftreten. (Es sei denn da steckt VIEL Geld hinter der Produktion)
    Selbst einige Studiomenschen hören sich mittlerweile lieber ungemasterte Mixe an, wenn verfügbar.

  • ukw
    Verifiziert
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    1.566
    • 8. Dezember 2006 um 00:22
    • #11

    Ja nun 5 Seiter oder Synthie...

    jedenfalls mache es keinen großen Sinn dort Membranfläche und Ampleistung zu verballern und darum wird's in der Regel bei Livemischungen nicht gemacht.

    Wer mag, betrachte mal die CD von Madonna - "Ray of light" im FFT Analyzer, oder Fugees "Score" erstes Lied FFT bei 30 Hz :idea: Na gut.

    Hingegen ist New Order - "Get Ready" unter 40 Hz sauber d.h. mindestens 20 dB unter "Normalpegel" :wink:

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 8. Dezember 2006 um 07:18
    • #12

    Ich entnehme Euren Posts vor allem eines, Angst, nackte Angst, daß irgendein Signal die Spule gegen die Polplatte knallt, oder aus dem Spalt wirft, mit dem finalen Ergebniss, daß die Nullage rein mechanisch keine Bedeutung mehr hat.

    Mögliche Signale gibts viele, Live, wie Konserve. Niemand beschützt die Anlage vor Freaks, welche das WAV erstmal über ein voll aufgerissenes Subharmonics- Plugin quälen, um dann einen MP3 Player damit zu beladen, dessen Inhalt dann auf dem Final Scratch- Schleppi eines befreundeten DJs landet. Shit happens.

    Oder Live, es ist nun wahrlich eine leichte Aufgabe mittels Keyboard 20 Hz Gerumpel zu erzeugen, das den Techniker am Pult mit hell leuchtender ClipLED im Kanal überrascht. Manchmal ist es auch die Windböhe, die das unbedingt nötige Großmembranmikro auf der OA- Bühne überstreicht. Shit happens.

    Sowas trifft natürlich hemmungslos overampte BRs , BP6,... eiskalt. Ein Lowcut reduziert das Risiko, schafft es jedoch üblicherweise nicht aus der Welt. Der Cliplimiter des Amps kommt nach dem Filter, Und manche Controller haben den Limiter unverrückbar als letztes in der Signalkette.

    Ich habe meine Lösung gefunden, ist zwar "etwas" ineffizient, spielt aber auch z.B. 16 Hz Vollpegel ohne Risiko, ohne Lowcut, ohne Controlling, ohne irrsinniges Groupdelay. Die einzige Schutzmaßnahme ist der Cliplimiter des Amps. Ich habe gerade die Clipdance- WM hinter mir, Konserven mit heftigen Downsweeps etc.. Doch 99,99999 % der Spielzeit kein Vollpegel unter 50 Hz. Mit einem Lowcut spart man keine Ampleistung. Über dem letzten Bit kommt nichts mehr :wink: ...wenn man den Zusammenhang nicht zerfiltert... :D

    @ ukw: auf der Ray of Light sind keine voll ausgesteuerten Subsonics, und schon garnicht unter 40 Hz, das tut nur so, William Orbit..., ...das kann er, aber Knarz ist drauf, gleich beim Intro :wink:

    Ah, hier:
    http://www.maxx.com/objects/Applic…esign_Jan03.pdf
    Der Wiliam macht das Old-School...

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • tufkains
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    1.342
    • 8. Dezember 2006 um 11:41
    • #13

    ----

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (25. September 2008 um 22:36)

  • rené m bieler
    Verifiziert
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    347
    • 9. Januar 2007 um 03:42
    • #14

    um auf die tabelle einzugehen.. ja die obere aufteilung ist soweit korrekt.. im hifibereich sagt man , das bei 2 wege konstruktionen der tt 80% der leistung schluckt und der ht die restlichten 20% abbekommt.. der meiste teil der 80 prozent leistung werden im subsonic bereich verbraten ( bis 60Hz )...theroretisch kann man das amping im aktivmodus anpassen und kleinere amp für den hochton nutzen.. bedacht werden muss aber, das kleine amps mit weniger leistungstransistoren das signal zeitlich differenziert abgeben als die größeren und somit ein nicht zu verachtene Phasenverschiebung zwischen den treibern hervorruft..

    deshalb sollte man trotz weniger nutzung der leistung im hochtonbereich identische amps nehmen.

    best regards rené

  • tufkains
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    1.342
    • 9. Januar 2007 um 09:33
    • #15

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (12. September 2008 um 17:05)

  • Little Punish
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    674
    • 9. Januar 2007 um 10:25
    • #16

    spaceman

    Zu deiner Verteilung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der obere
    Bassbereich so um 100 hz wesentlich mehr energie benötigt, als dies
    bei 40 hz mit ähnlicher Lautstärke der Fall wäre.[/u]

    übrig zuverkaufen:
    6x kurzhorn, obertonoem, roh, je 240,-
    10"-1"GFK Horntop,4550 an h1640 je 480,-
    1x dapVision 3500, 590 ,- (mk1-toshiba)

  • Volker Holtmeyer
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    • 9. Januar 2007 um 11:55
    • #17

    Das sehe ich genau so.

    Prinzipiell würde der Leistungsbedarf zu tiefen Frequenzen immer größer werden - wenn wir beispielsweise Rosa Rauschen als Signal hätten. Bei einem typischen Musiksignal nimmt aber die Leistungsdichte nach ganz unten hin wieder ab, da hier einfach zu wenig "passiert", bzw. der Crest-Faktor recht hoch ist.


    Zitat von &quot;René M Bieler&quot;

    theroretisch kann man das amping im aktivmodus anpassen und kleinere amp für den hochton nutzen.. bedacht werden muss aber, das kleine amps mit weniger leistungstransistoren das signal zeitlich differenziert abgeben als die größeren und somit ein nicht zu verachtene Phasenverschiebung zwischen den treibern hervorruft..

    deshalb sollte man trotz weniger nutzung der leistung im hochtonbereich identische amps nehmen.


    Da möchte auch ich widersprechen. In der Praxis nimmt für den Hochtonbereich niemand Amps mit der gleichen Leistung wie für den Tieftoinbereich. Deinen Schluss mit der Phasenverschiebung kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber ich würde mich freuen, wenn Du das nochmal kurz erläuterst.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • rené m bieler
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    347
    • 9. Januar 2007 um 13:19
    • #18

    das macht sich schon bemerkbar.. natürlich kann man mit nem delay arbeiten..aber diese phasenverschiebung im topteil anständig auszugleichen mit nem delay, ist ohne messung kaum anständig möglich..

    wenn man die phasenverschiebung nicht bearbeitet, nervt die klangabbildung schon nach kurzer zeit gewaltig.

    es empfinde nicht nur verschiedene leistung als absolutes "no go", verschiedene fabrikate sind auch blödsinn..

  • rené m bieler
    Verifiziert
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    347
    • 9. Januar 2007 um 13:26
    • #19

    eigentlich reden wir von tops oder? hier ist der unterschied nicht gerade groß von der leistung als zum subbass..der ja mächtig leistung braucht..deshalb sollte man da zwei identische amps nehmen..

    ich gehe von einer schaltung ohne dsp aus ..mit dsp bekommt man natürlich auch nen sofa zum klingen :wink: und aus nem 18" aus 30 liter BR auch echte 35 HZ :D

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