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Meinung: Wie benehmen sich Profis?

  • Mix4Munich
  • 15. Januar 2007 um 21:22
  • treibsand
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    • 19. Januar 2007 um 15:28
    • #21
    Zitat von "oTon"

    Die Nummer klingt nämlich von seiten der Band & Technik derartig schlecht vorbereitet und unprofessionell, das es imho normal (und professionell !!!) gewesen wäre, wenn der Herr etwas Wind gemacht hätte. So eine Nummer kann einem auch persönlich schaden, wenn sie in die Hose geht.


    Der gute Mr. Donelly wird sicherlich ziemlich genau wissen, was er kann und wo er steht. Mit seiner Bühnenerfahrung geht's nicht mehr darum, an der Spitze zu stehen und eine "dahingerotzte" Show an Sylvester macht dem Publikum sicherlich mehr Spass und ihm weniger Magenprobleme, als auf Details zu insistieren. Es geht bei Ihm ja weniger um Show, als um das Handwerk - welches er ausserordentlich gut (professionell?!?) beherrscht.

    Bei vielen anderen steht die Show (als legitimes Stilmittel) im Mittelpunkt. Da können kleinste Abweichungen vom Plan schnell zu Kathastrophen werden. Dementsprechend angestrengt sind der/die Künstler dann bei der Arbeit und dementsprechend mehr müssen sie tun, um die Patzer anderer zu überspielen. Dann etwas zickig zu sein ist sicherlich nicht anzukreiden, denn auch soetwas kann professionelles Arbeiten sein...

    Wenn eine "verlauste Coverband" auf Omi's 75tem rummeckert, weil das Bier im Backstage 2° zu warm ist, sollte sie
    1. darüber nachdenken, wer sie ist, wo sie hin will und wo sie sich befindet
    2. nicht unbedingt auf dem Prädikat "professionell" bestehen.

    Professionell sein heist IMHO, seinen Lebensunterhalt auch morgen noch damit betreiten zu können.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • karel noon
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    • 19. Januar 2007 um 16:06
    • #22

    Die frage ist:
    Meinung: Wie benehmen sich Profis?

    die antwort ist ähnlich kur und einfach:

    Manche gut, und manche schlecht :roll:

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Seven
    Profi
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    • 19. Januar 2007 um 16:12
    • #23

    Wie sollten sich denn Profis (auf beiden Seiten) verhalten wenns mal nicht läuft und dafür relativ klar die Gegenseite verantwortlich ist?

    Hinterher meckern?
    Klein beigeben?
    Gar nix sagen?
    Sich hintenrum beim Veranstalter beschweren?

  • timotimo
    Profi
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    • 19. Januar 2007 um 16:32
    • #24

    Nein, wie ich oben schon geschrieben habe, bis zu einem gewissen Punkt die Gegebenheiten akzeptieren und das Beste rausholen. Aber auch (hinterher) klarmachen, daß das nicht die idealen Voraussetzungen waren. An einer gewissen Stelle dann aber sagen: Stop! Aber bei allem freundlich, nicht persönlich, und nicht zickig.

  • TON UND LICHT
    Beiträge
    173
    • 5. Februar 2007 um 22:20
    • #25

    Habe selbst auch die Erfahrung gemacht, dass je unprofessioneller die Bands ist, desto schneller wird es mit ihnen unangenehm bei Abweichungen von ihrer Planung. Das bezieht sich jetzt speziell auf die letzten Unipartys die ich betreut habe.
    Die Bands die eh einen guten Sound hatten, waren wesentlich entspannter als die Bands die wie ne bessere Schülerband gespielt haben. Das fing mit nem Rider an:
    Main PA 4kW, 4 Mon-Wege mit jeweils mind. 500W etc.
    Der Raum in dem sie spielen sollten fasste so 60-80 Personen, aber hauptsache ich schicke da mal nen fetten Rider rüber und hab von Nix ne Ahnung, aber davon viel!
    Früher als Hand bei Volksmusik VAs hier im Norden war es total entspannt mit Gottlieb Wendehals etc zu arbeiten. Die haben dem Tech halt vertraut, waren meist im Zeitpaln etc.

    Generell behaupte ich, macht es mehr Spaß mit Profis zu arbeiten, da das Klima im Großen und Ganzen entspannter ist, die Zicken und Macken von Superstars mal außen vor!

    ..... und immer sachlich bleiben.......!!!!

  • DJ Detto
    Profi
    Beiträge
    2.178
    • 8. Februar 2007 um 20:21
    • #26

    Ich sprech mal wieder in Bildern:

    Man nehme einen drittklasigen "möchtegern" Rennfahrer und setze Ihn in ein DTM Auto um ein Rennen zu fahren. Oder man nehme einen prof. Formel I Fahrer.

    Der Formel I Pilot ist souveräner, weil er weniger Stress hat, der "Rennfahrer" wird mit einer Problemsituation konfrontiert, derer er aus welchen gründen auch immer nicht gewachsen ist. Meistens versuchen diese Menschen dann Ihr Unvermögen durch verbale Atacken zu kompremieren.

    ein echter Profi bleibt auch in Stresssituationen gelassener. Ähnliches Beispiel eines Arztes im Rettungswagen oder in der Notaufnahme im Vergleich zu einem "frischen" von der Uni.

    Ich hoffe, man versteht mich. Oder anders: Ein Profi bleibt cooooool weil er halt eine Menge erfahrung mitbringt und so eine gewisse innere Ruhe ausstrahlt - erst recht wenn es nicht rund läuft.

    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • sensible-error
    Beiträge
    89
    • 28. Februar 2007 um 22:32
    • #27

    wissen nach meiner Erfahrung genau,was sie wollen - und bringen von Anfang an saubere und vor allem verlässliche Pegel.
    Die in diesem Forum oft gescholtene Band Knorkator habe ich zum Beispiel als Monitormixer als ausgesprochen angenehm in Erinnerung: Die Jungs haben eine dezidierte Vorstellung dessen, Was Sie im Monitor Wie laut brauchen - das führt dazu, daß ein Soundcheck mit ihnen vergleichsweise lange dauert (ca. zwanzig Minuten), im Ergebnis aber der Monitormix nach den ersten drei Songs Bestand hat und im konkreten Fall war besagte Band die mit Abstand leiseste an diesem Abend auf der Bühne .
    Solange man konkrete Anforderungen/Notwendigkeiten technisch einigermaßen adäquat bedient und die Musiker sehen, daß engagiert und kompetent gearbeitet wird, gibts nach meiner Erfahrung selten Stress.
    Überzogene Rider werden nach sachlichem Telefonat im Vorfeld schnell auf's Wesentliche reduziert - verständlich, wenn Bands aus konkreter Lebenserfahrung davon ausgehen,dass ihre technischen Anforderungen oft nur zu sechzig Prozent erfüllt werden, bekommt deren Rider Blähungen.
    Bezüglich der Eingangs geschilderten Situation (Ein Mon-Weg für Alle) bekomme ich schon etwas Bauchschmerzen - Die "Compliance" des Stargastes ist hier wohl auch einer gewissen Portion Gutmütigkeit und vielleicht einem gewissen Desinteresse geschuldet.
    Größere Probleme habe ich regelmäßig mit Vertretern diverser Kulturämter, welche nach wie vor selbstherrlich feste Verträge mit Bands der 25k-Tagesgagen-Klasse schliessen, ohne deren Rider überhaupt zur Kenntnis genommen zu haben, um dann zu meinen, 16m -Bühnen incl. Allem sollen doch bitteschön für drei Tage nicht mehr als 5000 € kosten dürfen..., weil's das Budget nicht mehr hergibt...noch ärgerlicher: Dieses Phänomen schlägt jedes Jahr wieder ein! Bei der Planung einer Abi-Abschlussfeier sind solche Fehler verzeilich...im konkreten Fall bekommen drei Personen Beamtengehalt, um seit nunmehr fünf Jahren ein-und -den selben Fehler immer wieder zu machen...
    Ich wünsche mir für (verfremdet!) "Totfurt an der Oder" eigentlich nichts sehnlicher, als daß die Beamten für Kultur ersetzt werden durch Beamte MIT Kultur!
    Aber irgendwie scheints ja schlüssig, bezogen auf die Qualität der Politiker hier

    ...."bitte auf meinen Monitor Alles, mit viel HALL""...

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 28. Februar 2007 um 22:47
    • #28

    Volle Zustimmung!

    [OT] Vor allem das mit dem 5000-Euro-Budget (habe da ne Anfrage liegen, sollen Angebot für 16 m-Bühne mit Technik machen, dabei steht der Headliner und seine Anforderungen noch gar nicht fest! Und unser informatives Angebot im 5-stelligen Bereich war Ihnen schon zu teuer... Also bleibt die Anfrage da mal schön liegen....) [/OT]

  • voetter1
    Beiträge
    638
    • 6. März 2007 um 21:11
    • #29
    Zitat von "test"

    einen guten musiker erkennt man daran, das der soundcheck kurz ist.


    Oh Mann - so einen Mist hab ich selten gelesen.
    Sorry, aber das ist tatsächlich so.

    Ich kenne einige richtig gute Musiker - und deren Können hat garnichts mit der länge des Soundchecks zu tun.

    Musiker sind auch nur Menschen - wobei ich weiss dass der Albie Donnely ein äusserst freundlicher Zeitgenosse ist - ein Freund meinerseits veranstaltet alljährlich ein Boogie&Blues Festival in Kitzbühel - und er war letztes Jahr als Musiker da - und wenn einer gut aufgelegt ist kommt er souverän mit jeder Situation zu recht und wenn er schlecht geschlafen hat, oder sonst was dann gibts Stunk.

  • peavey
    Beiträge
    39
    • 22. März 2007 um 02:06
    • #30

    Nun muss ich doch noch meine Geschichte loswerden.
    Ich war Tech der Vorband einer weltbekannten Reggae-Band. Am Konzerttag bekam ich ein Anruf vom Veranstalter, dass der Tech dieser Band krank sei und ob ich so nett wäre, sie zu mischen. Dumme Frage. Klar werde ich……..
    Dummerweise hatte ihr Driver sich grauenhaft verfahren und sie kamen nicht mehr rechtzeitig zum Soundcheck.
    Meine Vorband Gig beendet. Während Umbau meinte ein DJ die PA auf ihre Belastbarkeit testen zu müssen. Main-Act ihr Material auf die Bühne geprügelt und wir begannen den Soundcheck. Coolerweise spielten die Musiker gleich zum Sound des DJ’s. Kein Schwein im Publikum hat was vom Soundcheck bemerkt, der nicht länger wie 10 Minuten dauerte! Einer fragte mich sogar, ob denn die Band keinen Soundcheck machen wolle! Ich: Bereits geschehen! Naja. Er hat dann mit grossen Augen seine Tüte zwischen den Fingern angeschaut und meinte, dass er vielleicht doch nicht so viel kiffen sollte!!!!
    Licht aus, Band on Stage und hammergeile 100 Minuten-Show. Kein Gemecker, kein Jammern. Dafür ein herzliches Dankeschön danach im Backstage!
    Das sind Profis und so machts Spass.

  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 22. März 2007 um 11:16
    • #31
    Zitat von "peavey"

    Nun muss ich doch noch meine Geschichte loswerden. Ich war Tech der Vorband einer weltbekannten Reggae-Band. Am Konzerttag bekam ich ein Anruf vom Veranstalter, ... Das sind Profis und so machts Spass.


    Oberkrasse! Das muss ja richtig Spass gemacht haben (naja, im Nachhinein zumindest). Darf man erfahren, wer die Band war? Ohne Werbung o.ä machen zu wollen, meine ich - einfach nur, weil die Jungs so obercool drauf waren.

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • peavey
    Beiträge
    39
    • 22. März 2007 um 15:43
    • #32

    Ja klar darfst du:
    Das war Groundation aus den USA.......anscheinend in der Sparte Reggae weltbekannt. Ich kannte sie nicht!!!! Spielen sehr speziellen Sound!
    Und cool waren sie definitiv!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Noch zwei weitere Einzelheiten:

    Der Sänger sang sehr rhythmisch. Ich hatte die Idee, dass ich mit ihm ein Delay-Battle beginnen könnte. Sprich er gibt was vor und ich folge mit dem Delay. Traute mich anfangs nicht. im letzen Drittel des Gigs begann ich teilweise dem Gesang mit gezielten Delay Akzente zu setzen. Ich bemerkte wie er mit meinen Echos zu spielen begann. Schlussendlich hatten wir unser Battle. Voll geil!!!!

    Im Backstage fragte mich der Mann an der Trompete, was er da für ein Mik vor seinem Blech hatte! Er habe einen hammergeilen Sound gehabt. Sehr weich aber trotzdem sehr durchsetzend.
    Peinlich war nur, dass ich nicht wusste was es für ein Mik war, da ich ja nur FOH machte und der Moni-Mann alles aufstellte und ich keine Zeit hatte zu studieren, was für Gear on Stage war…….Man beachte: 10 Minuten Soundcheck für eine Band mit 3 Bläsern, Piano, Perkussion, Drum, Git, Bass und 3 Vocals!

    Wie gesagt: Das nenne ich professionell!!!!
    Ich habe gesprochen!!!!

  • hausmeister
    Verifiziert
    Beiträge
    1.075
    • 26. März 2007 um 13:38
    • #33

    na dann auch mal ne kleine geschichte von mir ..

    va mit samba mucke .. 2 Band . eine profitruppe mit drums , bass , git , perc und sängerin. eine amateurgruppe mit 3 sudo trommlernn , 3 oder 4 perc, git , mandoline , sax und sängerin und drei von den perc haben auch noch gesungen.

    soundcheck für die amateurgruppe ca 2 stunden. bla bla bka . die gruppe war da schon net doll aber das sound ging so .. monitoring ok . alles beim soundcheck durcheinander etc.... jeder spielte was er wollte und wann er wollte ... gäähnnnnnnnnnn

    dann die profi combo. alles aufgebaut. der drummer setzte sich mal hin und legte ein wenig los. Grooving ohne Ende .. ein wenig grobsoundcheck dann nochmal alles einzeln, den Bass dazu, den Gesang, die Perc, die git. alles durch in 20 minuten und cooler sound. na ja nur ein wenig leise wie halt immer bei den saal gigs.....

    dann fing die amateur combo an . alles doppelt so laut wie vorher . der git voll besoffen und hat irgendwas gespielt .. erstes zeichen von der bühne die monitore lauter ( war vorher scho a brett ) .. na gut wenn es den sein muss ( kurz vor feedback ). immer noch net besser .. ich hab in den monitormix reingehört .. so hätte ich auch net spielen können. es ist mir unbegreiflich wie man aus dem takt kommen kann wenn man 30 cm neben der trommel sitzt . chaos nur müll von der bühne .. etc etc..
    danach die andere combo. ganz guter sound alles locker grooving pur..

    in der pause kamen die amateurcombo nochmal ... ende von lied war das die monitoranalge für die saalbschalung gelangt hätte . es war nur noch gesang sax und git offen . die perc waren immer noch zu laut . ... ein spaß ...

    die profis noch 20 mal bedankt das die zusammenarbeit noch so gut war etc.

    von den amateuren kam 3 tage später ein mail das die technik eine katastrophe war vor allem die monitore etc ..

    soviel mal zum unterschied zwischen profis und möchte gerne profis ...

    grüße michael

    Wo is na des Hirn........endlich ONLINE !


    http://www.audio-events.de

    http://www.stage-audio.de
    http://www.pedro-online.de

  • mikee mike
    Beiträge
    1.329
    • 26. März 2007 um 16:50
    • #34

    Wie oft habe ich schon von kleinen lokalen Bands im nachhinein erfahren, dass angeblich der Monitorsound ach so leise und schlecht war. Über die Performance von jugendlichen (14 aufwärts) Bands, die frisch angefangen haben, muss man glaube ich kein Wort verlieren. Erst recht nicht wenn ausgerechnet der kleinste der Truppe, noch nicht im Stimmbruch, highway to hell anstimmt (Kein Scherz). Aber gut, jeder verdient eine Chance, und wenn es noch ein Auftritt für Gemeinnützige Zwecke ist, kommen eben auch mal aus Budgetgründen Jugendbands zum Zug.

    Wenn diese sich aber im Nachhinein über die ach so miese Technik beschweren (4 HK VT115X als Monitor für 5 Personen auf einer 6x6 Bühne) fragt man sich dann doch ein bisschen was hier falsch läuft.

    Das große Grinsen kam mir allerdings dann, als ich erfahren habe dass Ihre Gagevorstellungen seit ihrem ersten Auftritt für lau leicht gestiegen sind. Da bezahlt doch tatsächlich die Nachbarsgemeinde über 400 € für einen Auftritt. Dass man so dem Größenwahn verfällt dürfte wohl klar sein. Den Fehler den die Gemeinde dabei allerdings begeht ist der, dass die, nicht wie wir, vorab schon mal im Probelokal vorbeigeschaut haben. Die wissen glaube ich nicht was sie erwartet :twisted:

    Die Erfahrung von meinem Vorposter kann ich bestätigen. Je professioneller und reifer die Band, desto weniger Beschwerden (respektive keine) über den Monitorsound nach Gigende.

  • peavey
    Beiträge
    39
    • 27. März 2007 um 23:23
    • #35

    Meiner Meinung nach sind die blutjungen Anfänger noch einfach zu handhaben. Die schlimmsten sind die, die 3, 4 Gigs hinter sich gebracht haben und sich bereits als kleine oder auch grossen Stars sehen. Aber am ALLERSCHLIMMSTEN sind Girl-Bands mit 3, 4 Gigs. Singen mit feinster Stimme aus 30 cm Entfernung in ein SM 58 und wundern sich, wenns pfeifft.

    Ein Jung-Gitarrenheld meckerte mehrmals lautstart über die PA, dass er seine Gitarre zu wenig auf dem Monitor sei. Er könne sie nicht mal in der Song-Pause hören......so leise sei sie!!! - Naja. Ich sprang dann auf die Bühne uf steckte mal das Kabel ordentlich in die Klampfe!!!! Sachen gibts!!!!!!

    Aufgrund solcher Geschichten habe ich mir eine kleine aber solide Stammkundschaft angeschafft. Habe echt keinen Bock mehr auf solche Sachen!!!!

  • sunride
    Beiträge
    99
    • 28. März 2007 um 09:55
    • #36

    noch schlimmer sind "Profis" (Sänger einer Rockkapelle) die einem 10 mal erzählen sie hätten jetzt den 750igsten Auftritt hinter sich und dann ein uralt Powermixer auf die Bühne schleppen und meinen sie regeln Ihren Monitor selbst, natürlich für die Band mit.
    (Die Bandmitglieder waren alle mehr oder weniger Neulinge und für die war der Sänger noch der Held.)
    Auf die Frage was er den regeln möchte, wenn er von mir nur Aux1 u.2 haben will, kam nur die Antwort: Alles, er habe EQ usw. und er macht das immer so. Punkt!
    Nachher hat sich die "Kapelle" bei mir beschwert sie hätten sich nicht gegenseitig hören können. Ich habe dann auch nur höflich auf den Sänger verwiesen und angemerkt das mit 2 Monitore vor den Füssen des Sängers (aber beide Wege da drauf!) und einer beim Schlagzeuger das Monitorsetup des Sängers noch einmal zu überdenken wäre...
    Immer schön höflich und sachlich bleiben, auch wenn´s schwer fällt ist da die Devise und Folgeaufträge gabs jetzt auch.
    (Vielleicht bau ich einfach mal mein Monitoring auf und lass die Sicherung des Powermischers des Sängers verschwinden. Einmal über ein normales Monitoring gespielt, sollte überzeugen.)

  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 30. März 2007 um 14:45
    • #37

    Ha, einen hab' ich auch noch, ist mir vor rund 15 Jahren passiert:

    Blutjunge Heavy-Truppe, einer der ersten öffentlichen Gigs dieser Combo. Beim Soundcheck der einzelnen Instrumente waren die Jungs durchaus kooperativ. Dann der Gitarrist (aufgerissener Marshall-Halfstack mit Hybrid-Amp, Bässe und Höhen aufgeleiert, Mitten komplett rausgedreht): "Ich hör' mich nicht!" Aber macht mit seinem Amp einen Riesenlärm von der Bühne. Ausserdem stand der Amp durchaus so, dass er ganz gut beschallt wurde, auch nicht allzu nah dran. Die Monitore konnten das bei dem Pegel auch nicht ausgleichen (war auch eher Amateurmaterial, was wir da am Start hatten). Also Ursachenforschung auf der Bühne. Aha, keine Mitten im Sound. Mitten aufgedreht, Gitarrist glücklich. Guckt auf seinen Amp, "Hey, mein Sound ist ja ganz verdreht!" Mitten wieder raus und "Hey, ich hör' mich nicht!"

    - Aha, aber mit Mitten hörst Du Dich.
    - Yepp.
    - Und den Sound eben fandest Du auch ganz okay, oder?
    - Yepp.
    - Also, dreh die Mitten wieder rein.
    - Nö, ist ja nicht mein Sound.

    Hab' ihn dann vor die Wahl gestellt, entweder mit Mitten, und er hört sich, oder er zieht sein Ding ohne Mitten durch und hört sich nicht. Er hat dann tödlich beleidigt die Mitten lauter gemacht.

    Heute hätte ich so jemandem einfach am Misxer die Mitten im Sound aufgedreht und das ganze dann laut auf seinen Monitor gegeben, aber das Material, um sich gegen einen Marshall-Halfstack durchzusetzen, hatten wir damals nicht. Es ist als Dienstleister ja auch nicht die feine englische Art, jemandem (einem Kunden!) gegen seinen Willen etwas aufzuzwingen. Heute (mit etwas weniger hitzigem Temperament) würde ich dem Kunden VORSCHLAGEN, die Mitten dezent anzuheben, weil er es mir so einfacher macht, dass er sich gut hört. Und ausserdem, bei dieser merkwürdigen Bühnenakustik braucht er doch sicherlich ein paar zusätzlöiche Mitten für die Deutlichkeit in seinem Sound? :D Wenn er nicht mitspielt, mache ich ihn dann auf gewisse Grenzen der Physik aufmerksam und erzähle ihm kurz etwas über das menschliche Hörvermögen.

    Ausserdem kannte ich damals jenen fantastischen Artikel noch nicht (es stehen auch noch andere tolle Artikel dort): http://www.justchords.de/reality/walter…r/disaster.html

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • tufkaklto
    Profi
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    1
    Beiträge
    7.116
    • 1. April 2007 um 15:32
    • #38

    Hallo

    Muß ich auch wieder vorholen

    Hatte gestern einen Monitorjob, wo unter anderem Sweet spielten.

    So ein Arschlochhaftes Verhalten eines Gitaristen habe ich eigentlich noch nie erlebt.

    kommt zum Linecheck nicht auf die Bühne, beschimpft mich sofort, ohne das noch was war mit "fucking monitorguy " und bricht in der ersten Nummer ab, um seinen Monitor einzustellen.

    Publikum hat zu pfeiffen begonnen, worauf er nur meinte " if you have Problems, kill the Monitortech " :shock: :shock:
    Und das Publikum hat er auch mitbeschimpft.

    Das Lustige war, das in seinem Monitor genau das drin war, was er wollte, nämlich seine Stimme und seine Gitarre und sonst nix.
    Wir haben auch mit Veranstalter den Wedge weg überwacht ( und ja, er hatte den richtigen Weg ) Seine Beschwerde war, er hört so viel Drums, das er nicht spielen kann.
    Sogar sein Backliner hat mir bestätigt, das das nicht stimmt und das dieses Verhalten anscheinend normal ist. Auch der Veranstalter kannte dieses Verhalten schon von anderen Shows.

    Ich muß gestehen, ich hätte schon Lust gehabt, einfach das Pult zu muten.
    So etwas muß ich ir nämlich nicht mehr gefallen lassen.
    Aber dann hätts einfach die Falschen erwischt, die das ausbaden müßen.

    Ich hatte so einen Hals und hab ja noch vesucht, den Typ nach der Show zu treffen.
    Die waren sogar noch alle im selben Hotel wie wir.
    Alle der Band waren heute frühstücken, nur der Git Arsch nicht.
    Und ich wär ihm so gern unabsichtlich mit vollem Gewicht und meinen S3 auf die Zehen gestiegen.
    Menschen gibts, die braucht die Welt nicht :?
    Das einzige, was die machen ist, warme Luft zu produzieren und die Umwelt zu belasten.

    So, das mußte raus.
    Aber irgendwann trifft man jeden wieder :P

    Das waren definitiv keine Profis im Verhalten

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • michael pillkahn
    Beiträge
    313
    • 1. April 2007 um 15:53
    • #39

    wenn das nächste mal wieder ein solcher kommt, nimm seine wedge, geh auf's klo und lass ihn da spielen, dem FOH mann sagst du das er die kannäle muten kann und gut.
    Wenn einer Müll produzieren will, da kann er das auch gleich fachgerecht entsorgen.
    Mich wundert es nur das die Band den Gitarristen überhaupt noch halten kann...

    *** Michael Pillkahn ***

    Unglücklich über meine Beiträge? dann schreibe mir, ich freue mich dich kennen zulernen.

    Hinweis: Bei langen PN's bitte Zeilenumbrüche verwenden, ab 50 Wörten wird es sonst zu unübersichtlich.

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 1. April 2007 um 20:47
    • #40

    Hey Klaus, mach dir nix draus. Du beschreibst gut warum ich auf einer Veranstaltung mit Sweet nicht arbeiten würde.

    Einem Freund von mir haben Sweet mal Prügel angedroht, da war es glaub ich der Drummer, weil er den ganzen Abend meinte sich nicht gut genug zu hören.

    Dabei ist mein Freund wirklich kein Anfänger am Monitortisch und das Material war auch gut brauchbar.
    Also, Sweet= NoGo..

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

    Einmal editiert, zuletzt von Sven M (1. April 2007 um 22:35)

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