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Verbesserung der Wirtschaftlichkeit Eures Unternehmens

  • Mix4Munich
  • 24. Januar 2007 um 15:56
  • DJ Detto
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    2.178
    • 1. Februar 2007 um 00:36
    • #21

    @ mringhoff

    Grundsätzlich gebe ich Dir recht. ABER es kommt nur auf die Eigenkapitalrentabilität an!! 8) Ich will wissen was MEIN Geld einbringt!!!!

    Wenn ich MEHR Kohle auf der Bank (durch Zinsen) erhalte, dann verkauf ich den ganzen Scheiß und leb von den Zinsen. Es ist nur, dass durch zu tun meiner Arbeit ich immer besser abschneide als die Verzinsung im Kapitalmarkt. Scheisse muss ich eben weiter arbeiten 8)

    Der angespr. Leverage Effekt ging auch eher in Richtung Tamaris.

    Es macht schon Sinn, sich durch Fremdkapital Material anzuschaffen, aber bitte im gesunden Maße!!!! Auch ich habe Fremdkapital.

    Mal ein blödes Beispiel was ich durchgerechnet habe:
    Kauf eines Anhängers um eine dritte mob Disco (MD) zu transportieren.

    Das wie und warum steht hier nicht zur Diskussion (unternehmerische Entscheidung) !!!

    Der Kaufpreis beträgt 500 Euro und der Zinssatz 10% (alles gerundet) macht bei 12 Monaten 50 Okken Zinsen - kann glaube ich jeder nachvollziehen.

    Welche Möglichkeiten habe ich nun?
    1. Der DJ geht mit einer "Fremdanalge" raus und ich bekomme eine "Vermittlung" ODER der DJ geht mit MEINER ANLAGE raus und ich bekomme MIETE und VERMITTLUNG.

    Wenn ich nun mit der dritten MD diese zusätzlichen 50 Euro erwirtschafte - und das muss ich als Unternehmern im VORFELD planen und abschätzen ( also nicht würfeln!!) dann lohnt sich der Einsatz von Fremdkapital. Von daher werde ich das wohl im April - wenns wieder richtig losgeht mit dem Geschäft auch so machen. Warum nicht mit eigenen Mitteln? Aus diversen anderen Gründen. Klar könnte ich die 500 auf den Tisch legen - aber will ich einfach nicht. Zinsen kann man auch absetzen!!

    Das Gegenbeispiel: Ich kaufe mir 4 MHs mit Controller für 4.500 Euro zu 10% auf 2 Jahre macht ganz ganz grob 4.500/24 = 187,50 und 10% Zinsen = 450/12 = 37,50 also runde 225 Euro pro Monat. Wenn ich diese nun komplett fremdfinanziere - muss ich schon sehr optimistisch denken - also ich als DJ. Das wäre der totale Blödsinn. Ich bekomm 4 Wackeleimer mit Controller und Operator für 300 Okken die Nacht. Entweder der Kunde zahlt das oder er hat keine Wackeleimer - PUNKT.

    Bei mir gilt: Alles was nicht 10 mal im Jahr gebraucht wird, wird gemietet.

    Ich hoffe, es wurde jetzt klarer

    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • manuela
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    • 1. Februar 2007 um 07:08
    • #22
    Zitat von "Arno"

    Was soll seine Frau mit einem Behringer-Gerät anfangen? :oops: :D


    Es zum selben Tarif vermieten wie das dbX (wenn sie nicht aussieht wie ein Pferd klappt das.)

    Ich glaube, daß die meisten Firmen durch 3 Dinge den Bach runtergehen:
    a.) sie klammern sich an nur einen Geschäftsbereich und geraten ins Schleudern wenns in diesem zu einer Flaute kommt.
    b.) Zu viele Fehler bei der Risikoeinschätzung, Defizit durch unbeglichene Forderungen.
    c.) zuwenig Speck und Rücklagen (Überschuldung und die damit verbundenen Fixkosten und Zinsbelastungen, man sollte sich schon Gedanken darüber machen wann wieviel entnommen werden darf :wink: )

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • mringhoff
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    5.262
    • 1. Februar 2007 um 07:30
    • #23
    Zitat von "DJ Detto"

    ABER es kommt nur auf die Eigenkapitalrentabilität an!! 8)

    Genau darin liegt die Gefahr, sich mit dem Leverageeffekt zu betrügen:
    Viel Fremdkapital und wenig Eigenkapital kann bei gut laufendem Geschäft dazu führen, eine gigantisch gute Eigenkapitalverzinsung zu erhalten. Das ist natürlich schön. Genauso schön, wenn ich bei einer malaysischen Frachteranleihe 25% Zinsen bekommen würde...

    Das Risikomanagement spielt für jeden verantwortungsbewussten Unternehmer eine große Rolle. Wenns also mal nicht gut läuft, ist nämlich die Eigenkapitalrendite noch viel schneller dahin, ja sogar negativ, was dann die bisherige Verzinsung gleich wieder auffrisst und schon die ein oder andere - anfangs gutgehende - Firma schnell das Genick gebrochen hat.

    Zinsen kann man zwar als Kosten ansetzen, aber sie sind und bleiben Kosten.
    Die preiswerteste Finanzierung ist immer noch die mit Eigenkapital.

    Sollte aber die Umsatzerwartung mit Neuanschaffungen hoch sein und das Eigenkapital nicht ausreichen, spricht natürlich nichts dagegen, diese Basis mit einem Fremdkapitalanteil zu schaffen.

    Wie Du schon angemerkt hast, ist die Mischung wichtig. Jeder muss das selbst entscheiden, wie risikofreudig er ist, bzw. welche unternehmerische Ausgangssituation und Zukunftsprognose dies unterstreicht.

    Und keiner ist Hellseher, keiner weiß, wie die Umsätze nach einer gewissen Zeit laufen, wenn weiterhin Zins- und Tilgung für das Fremdkapital aufgebracht werden müssen.
    Aber das macht ja auch einen Unternehmer aus. Eine Portion Verantwortungsbewusstsein, eine Portion unternehmerisches Risiko und eine gesunde Einschätzung des Marktes etc. gehört neben fachlicher Qualifikation einfach dazu...

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  • DJ Detto
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    • 1. Februar 2007 um 10:49
    • #24

    @ mringhoff

    sorry, aber wir haben wohl aneinander vorbei geredet. Natürlich gehe ich davon aus, dass das Eigenkapital viel größer ist als das FK. Sagen wir mal 80 zu 20, oder noch besser.

    Zum Unternehmer habe ich mal einen schönen Satz gelesen:

    Ein UN ist ein Visionär!!! Soll heißen er muß Visionen haben :)

    find ich gut den Satz - Ansonsten VOLLE Zustimmung. Aber eben eine "gesunde" Beimischung von FK kann dem Umsatz / Gewinn gut tun - musas aber nicht.
    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • Mix4Munich
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    788
    • 5. Februar 2007 um 03:51
    • #25
    Zitat von "Arno"


    Was soll seine Frau mit einem Behringer-Gerät anfangen? :oops: :D

    SCNR. :D


    Gerade eben würde sie es mir wahrscheinlich über die Rübe ziehen ... Und das wäre schlimm, denn ich habe noch so einen alten Behringer-Exciter, hat ca. 15 Jahre auf dem Buckel, ist gebaut wie ein Panzer und wird wahrscheinlich noch tausend Jahre funktionieren. Wenn sie mir DEN überzieht, dann gut' Nacht, Forum! Aber das ist ein anderes Thema.

    Wie ich sehe, ist hier noch reichlich weiter diskutiert worden - hurra! Fremdkapitaleinsatz (und ich habe gelernt, was der Leverage-Effekt ist), Soft Skills (wer bekommt den nächsten Job? Der nette DJ von der letzten Party!) und diverses mehr. Jetzt noch ein paar Gedanken von mir nebst einer Weisheit von meiner Frau (Ihr wisst schon: der Business-Coach).

    Apropos nämlich Fremdkapitaleinsatz und Leverage-Effekt: Ich habe September bis November eine Monitoranlage, die passende Endstufe, drei Sennheiser-Funken, ein Gate und einen digitalen Multitracker angeschafft. Auf Kredit, d.h. Fremdkapitaleinsatz nun ca. 20%. Ich habe dabei an die Elimination eines Engpasses gedacht (PA hui, Monitor bis dato pfui, d.h. die ganze Anlage war nicht so zu vermieten wie es die Front-PA hergegeben hätte, da die Monitore immer zu Abzügen in der B-Note geführt haben). Nun ist die gesamte Anlage höherpreisig zu vermieten bzw. der Multitracker ermöglicht mir das Anbieten einer weiteren Dienstleistung, und die hat ziemlich eingeschlagen, das wird sich ruckzuck amortisieren.

    Vor diesen Investitionen lag meine Eigenkapitalverzinsung pro Jahr um die 25% bis 30%. Nun dürfte sich das eher bei 60% bis 70% einpendeln (wenn die Termindichte im zweiten Halbjahr ähnlich ist wie in den ersten sechs Monaten dieses Jahres). Da ich aber gerade eine weitere Band als Kunden akquiriert habe und eine meiner anderen Bands diese Woche mit einem professionellen Booker in Kontakt bringe, dürfte das hinhauen.

    Und nun die Weisheit der besten Ehefrau von allen: Das Abzahlen der Investitionskredite als "Spiel" (im übertragenen Sinne) zu betrachten. Jeden Monat ist das erste Ziel, die Raten für die Kredite reinzubekommen. Alles darüberhinaus ist Gewinn (im Sinne des Spiels). Das nimmt dem ganzen die Verbissenheit. Und interessanterweise funktioniert es. Darüberhinaus (oder deswegen?) entwickelt sich das Geschäft prächtig, ich bin schon jetzt bis zum Sommer so mit Terminen zugepflastert, dass ich jetzt schon weiss, dass ich mein Minimalziel bis einschliesslich Juli immer erreichen werde! (und wie gesagt, auch die Zeichen für die zweite Jahreshälfte stehen gut)

    (EDIT: Ich gebe zu, dass ich erst jetzt in Termen von Eigenkapitalverzinsung, Leverage-Effekt und Fremdkapital denke. Mir ging es um das Beseitigen eines Engpasses und dadurch die Möglichkeit, höherpreisig zu vermieten. Ich habe mir meine Auftragslage angesehen und entschieden, dass es möglich ist, die Kredite zu bedienen, solange sich die Lage nicht entscheidend verschlechtert. EDIT ENDE)

    Eine weitere Entscheidung, die ich schon vor längerer Zeit getroffen habe: Nur Ton anbieten, kein Licht! Nachdem aber nun die Lücken beim Ton größtenteils geschlossen sind (einen Doppel-CD-Player, ein paar Mics und vier Cases hätte ich noch gerne - Gesamtpreis ca. 2.000,- bis 2.500,- EURO), denke ich für die Zeit nach deren Anschaffung nun auch über den Kauf einer minimalen Lichtanlage nach, da eine meiner Bands immer mal wieder danach fragt. Die Kosten dafür liegen bei ca. 1000,- EURO und dürften innerhalb von anderthalb bis zwei Jahren wieder drin sein (Ersatz von Leuchtmitteln inclusive). Größeres wird zugemietet bzw. über Partnerschaften bedient.

    Soviel heute von meiner Seite. Keep writing!

    Frage ans Plenum: Habt Ihr Euch bewusst zu Einschränkungen irgendwelcher Art entschlossen? Z.B. nur Licht, kein Ton (oder umgekehrt)? Oder nur DJ-Equipment, keine Live-PA (oder umgekehrt)? Und wenn ja, warum: Einfach aus persönlicher Neigung, wegen eines speziellen Talentes oder um das Profil der eigenen Firma zu schärfen?

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • mringhoff
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    • 5. Februar 2007 um 09:07
    • #26
    Zitat von "Mix4Munich"

    Habt Ihr Euch bewusst zu Einschränkungen irgendwelcher Art entschlossen? Z.B. nur Licht, kein Ton (oder umgekehrt)? Oder nur DJ-Equipment, keine Live-PA (oder umgekehrt)? Und wenn ja, warum: Einfach aus persönlicher Neigung, wegen eines speziellen Talentes oder um das Profil der eigenen Firma zu schärfen?

    Würden wir das machen, würde uns immer ein Teil des Umsatzes wegbrechen. Ich könnte gar nicht sagen, was besser oder schlechter läuft. Manchmal braucht ein Kunde das so und manchmal anders.
    Ich vermute sogar, daß wir einen Kunden vor den Kopf stossen würden, wenn wir nur einen Teil anbieten würden. Da müsste ich entweder permanent vom Kollegen zumieten oder der Kunde müsste sich selbst um den anderen Teil kümmern, was wohl eher daraus hinauslaufen würde, daß er bei einer anderen Firma alles mieten würde, damit er nicht zwei Firmen aufsuchen muss.

    Falls Du mehr in Lichttechnik investierst, dann wirst Du auch aktiv mehr anbieten und das wird auf Dauer auch zu mehr Umsatz in diesem Bereich führen...

    Reine Lichtfirmen oder reine Tonfirmen gibt es auch recht selten, was jedoch häufiger zu beobachten ist, daß Kollegen einen "alles-aus-einer-Hand"-Service anbieten. Licht, Ton, Video, DJs, Bands, bishin zu diversen Eventprodukten und -dienstleistungen...

    Aber ich denke mal, daß sich das auch irgendwie ergibt. Wenn Kunden laufend nachfragen oder Du gerade einen guten Kontakt in dieser Richtung hast, dann macht man das einfach mal und beobachtet, wie sich dieser "Geschäftszweig" entwickelt.
    Wenn sich ein Bereich langfristig nicht rentiert, dann sollte man das auch wieder beenden. Ein "Bauchladen" zu führen bedeutet nicht nur, daß es eventuell unrentable Bereiche gibt, sondern es führt auch teilweise zu einem Imageverlust. Die "wir-können-alles-Firmen" werden einfach weniger als Fachfirma wahrgenommen...

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    • 5. Februar 2007 um 10:57
    • #27

    Eine Spezialisierung im Innenverhältnis kann durchaus Sinn machen, diese sollte gleichwohl nach außen hin durch eine Partnerfirma (Fremdleistung) ergänzt werden, damit die Interessenten nicht zum Vollsortimenter laufen. Klar wünscht sich der Endkunde für sein event einen Ansprechpartner, hat i.d.R. aber nichts gegen ein Unternehmerkonsortium.

    Wenn man sich nicht spezialisiert, wird man wohl meistens nur von allem ein wenig und das nicht mal sehr hochwertig anbieten können. Wenn man stärker in eine Richtung geht, bspw. Bildübertragung, wird man schneller auf diesem Gebiet ein anerkannter Fachmann.

    Über eine Investition in eine Lichtanlage (?) im Wert von 1 TEUR würde ich aber nicht länger nachdenken, das liegt ja eher im Hobbybereich.

    Im übrigen reden die Kunden ein wichtiges Wort bei der Planung mit: Als wir kurz davor standen, 5-stellig in intelligentes Licht zu investieren, kam ein Dauer-Auftrag eines Industriekunden herein, für den wir umplanen, und noch viel zusätzl. Ton anschafften. Es hängt eben von den Jobs ab.

    Wer sich eher unsicher ist, sollte mal 1 Jahr lang die gewünschte Technik dryhirern, dann reflektieren, und im Folgejahr neu entscheiden, ob Weitermieten oder Finanzieren sinnvoller erscheint.

    Ich halte es auch für wichtig, zu entscheiden, welche Jobs man möchte (realistische Betrachtung: Kann man diese Jobs ausführen?), um dieses Ziel zu verfolgen. Andere Jobs dafür ruhig mal sausen lassen.

  • Online
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    • 5. Februar 2007 um 15:40
    • #28

    das letzte halte ich für einen ganz wichtigen punkt: es ist wichtig eine realistische selbsteinschätzung zu haben. es ist besser, eine produktion nicht zu machen, statt sich dann völlig zu überfordern und dann mal so einen kleinen regress zu bezahlen!

    http://www.crystal-hannover.de
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    • 5. Februar 2007 um 15:54
    • #29
    Zitat von "test"

    ...das letzte halte ich für einen ganz wichtigen punkt: es ist wichtig eine realistische selbsteinschätzung zu haben. es ist besser, eine produktion nicht zu machen, statt sich dann völlig zu überfordern und dann mal so einen kleinen regress zu bezahlen!

    Richtig aber irgendwann ist es in der anderen Richtung auch zuviel.
    Aktuelles Beispiel: zwei Anfragen für Hallenbeschallung
    - Erste Hallenveranstalter wollten für eine Kappensitzung pauschal brutto max 300 Euro zahlen für Licht, Ton, Techniker, Auf/Abbau, Transport, Durchführung
    - Zweite Hallenveranstalter wollten für eine Kappensitzung an 2 Tagen plus zusätzlicher Generalprobe pauschal brutto max 500 Euro zahlen für Ton, Ton in einer Nachbarhalle, Techniker, Auf/Abbau, Transport, Durchführung

    Nach meiner Selbsteinschätzung sind beide Absagen gerechtfertigt, da z. B. ich selbst bei Freundschaftspreisen im Dry Hire über die Pauschalpreise käme. Entweder wollen die eine professionelle Veranstaltung machen oder sollen sich einen Hobby-Musiker holen, der damit wieder überfordert ist.

  • ret
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    • 6. Februar 2007 um 15:33
    • #30

    Wenn man sich schon einen entsprechenden Kundenstamm erarbeitet hat, muss man ja auch nicht auf diese Art von Veranstaltungen aufspringen. Ein Vollerwerbler wird es sich nicht leisten können, einen Job für so wenig Euronen zu machen. Ein Nebenverdienstler, der nicht unbedingt darauf angewiesen ist (so wie ich ;-)) legt sich dann mal lieber am Wochenende auf die Couch mit ner Tüte Chips und sieht fern. Und der Hobby-DJ von nebenan freut sich, weil er ja "soviel" Geld verdienen kann. Soll der's dann doch auch machen... ;) Über die Qualität braucht man dann aber nicht länger nachdenken.

    Ich halte es so, dass ich meine Anschaffungen meistens sehr auftrags- und kundenorientiert mache. Wenn ich um meine Stammkunden bedienen zu können kein Midas XL irgendwas benötige, brauche ich es mir nicht kaufen (außer, ich will es unbedingt haben - spielen, spielen, spielen... :D). Für die handvoll Veranstaltungen, bei denen ich sowas bräuchte, gibt es ja Leute, bei denen man sowas zumieten kann... ;)

    Und auch die Softskills sind meines Erachtens wichtiger als irgendwelche Herstellernamen oder Materialschlachten. Auch ich arbeite lieber mit netten, hilfsbereiten Leuten zusammen, die bereitwillig die beste Lösung für ein gegebenes Problem zu finden versuchen, als mit einem "ich weiss immer Alles besser, ihr geht mir auf die Nerven, ich bin schlecht drauf und hauptsache, ich bekomme nachher mein Geld"-Mensch. Der Kunde muss sich gut aufgehoben fühlen, dann klappt das mit dem Nachbarn... 8)

    Und ansonsten auch immer dran denken: Einen Kunden längerfristig zu halten, ist schwieriger, als zehn Kunden kurzfristig in die Kartei aufzunehmen...

    Grüsse
    RET - Thomas

    Wer Ironie und Sarkasmus in meinen Beiträgen findet, darf diese gerne behalten... ;)

  • tufkasg
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    • 7. Februar 2007 um 05:19
    • #31

    nun den höchsten stellenwert hat wohl die Dienstleistung an sich .
    sprich absolut service orientiert.

    Top Personal

    Beim material kommt es darauf an was du für einen Anspruch hast und ob sich dieser mit dem deiner Kunden deckt !

    Zb. man braucht kein dB system für die schülerparty , da reicht was günstiges völlig aus ! Desweiteren braucht du auch nicht so hohe Preise aufrufen wie bei teuren Systemen. was dir die Schüler danken werden.

    Anderes ist natürlich wenn du die industrie mucke bedienen möchtest dort definiert der Kunde / Branche den Standard.

    und zu schluss wachse mit deinen Fähigkeiten und überstürze nicht ,
    denn Fehler verzeiht der Kunde nicht .

  • mringhoff
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    • 7. Februar 2007 um 08:48
    • #32

    Sehr schön fand ich auch die "alternativen" Tipps für Unternehmer vom Forumsuser "ukw":
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=480929&highlight=#480929

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  • Mix4Munich
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    • 7. Februar 2007 um 15:48
    • #33
    Zitat von "mringhoff"

    Sehr schön fand ich auch die "alternativen" Tipps für Unternehmer vom Forumsuser "ukw":
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=480929&highlight=#480929


    Genau, da steckt eine Menge Weisheit drin. Und Witz! Allerdings ist es auch ein sehr konservativer Ansatz, ein Unternehmen mit Null Risiko aufbauen zu wollen. Ich bin sehr dafür, alle Risiken zu minimieren, wo es nur geht, glaube aber auch, dass es heutztage einfach keine Art mehr gibt, 100% ohne Risiko sein Geld zu verdienen - nicht mal als Angestellter! Wenn Siemens und die Telekom entlassen wie die Weltmeister, wenn die meisten Leuten mit besser bezahlten Jobs gerade mal einen Monat Kündigungsfrist haben, dann heisst es manchmal einfach "Augen zu und drauf los".

    Gerade gestern Abend hat mir ein Bekannter erzählt, dass er sich vor vier Jahren selbstständig (so schreibt man das jetzt!) machte - und angefangen hat, ein Haus zu bauen und zeitgleich mit seiner Frau ein Kind in die Welt zu setzen! Ob das nun riskant ist oder mutig, er hat's geschafft und lebt heute ganz gut von seiner Selbstständigkeit. Er hat sich allerdings auch acht (sic!) Standbeine aufgebaut! Das ist seine Art der Risikoabsicherung, wenn ihm eine Säule wegbricht, kann er immer noch die anderen sieben intensivieren.

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • f8274
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    • 7. Februar 2007 um 16:00
    • #34

    Acht Standbeine...und wann schläft dieser Supermann mal? :roll:

  • mringhoff
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    • 8. Februar 2007 um 09:05
    • #35

    Wir haben sogar mehr als 8 Standbeine (sprich Kunden) :)

    Eine Risikodiversifizierung ist natürlich wichtig, wenige Großkunden sind gefährlicher als viele kleine, auch wenn die mehr einbringen und effektiver sind.

    Zitat

    Allerdings ist es auch ein sehr konservativer Ansatz, ein Unternehmen mit Null Risiko aufbauen zu wollen.


    das geht auch gar nicht. Man hat immer jede Menge unternehmerische Risiken. Risiko entspricht nicht nur Fremdkapital.
    Auch das Risiko Eigenkapital zu verlieren ist nicht vernachlässigbar.
    Aber unter dem Strich muss man es so sehen: Von nichts kommt nichts. Wer wenig (kein) Risiko auf sich nehmen will, für den ist eine selbständige Tätigkeit sowieso nicht geeignet.
    Und keiner würde Risiko aufnehmen, wenn er nicht für sich einen Vorteil daraus sehen/erhoffen würde. Sei es einen höheren Verdienst oder Spass an der Arbeit etc.
    Es ist halt überall so: höhere Chancen bergen höhere Risiken, geringeres Risiko bedeutet auch geringere Chancen.
    Schraubt man an der einen Schraube, bewegt sich die andere anderstrum.

    Nun muss jeder selber wissen, wieviel Risiken er eingehen bzw. wieviel Chancen er nutzen möchte.
    Da spielt einerseits die persönliche Riskobereitschaft, als auch das entsprechende finanzielle Polster eine Rolle...

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  • Philou
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    • 10. Februar 2007 um 14:20
    • #36

    Hallo Mix4Munich,

    über dieses Thema habe ich mir bisher nie große gedanken gemacht. Wie die meisten habe ich auf Schulfesten angefangen, und wie es so läuft, bin mittlerweile bei der 10.000-er Beschallung.
    Ich mache das wie Du, nebenberuflich, deshalb war es für mich nie wichtig, ob ich jetzt einen Job mache oder nicht, was aber nicht heißt, dass ich, wie so viele in unserer Gegend, alles für die Hälfte dessen, was es wert wäre mache.
    Dazu kommt, dass ich weniger aus Berechnung, sondern mehr aus überzeugung nur amtliches Material verleihe!
    Sicher hat jeder von uns ein Thomann-Mikrofon im Lager, das man dem DJ mitgibt, bei dem man weiß, wenn der blau ist, lässt ers öfter fallen..

    Aber in letzter Zeit mache ich mir mehr Gedanken zu der Sache, weil bei mir die Grenze zwischen Neben- und Hauptberuflich erreicht ist. Das ist für mich die wirklich schwierige Entscheidung. Wegen Zukunft tendiere ich mehr zur Nebenbei-Firma, ist sicher und weniger stressig. Allerdings fallen die richtig schönen Jobs dann flach! Ein zweiter Grund sind die vielen Billig-anbieter hier im LKR, die mich manchmal echt nerven kosten!

    Vielleicht solltest du auch mehr in die Richtung denken, Nebenbei und sicher oder volles Risiko und Hauptberuflich.

    Viel Hilft Viel

  • Seven
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    • 11. Februar 2007 um 23:21
    • #37

    Wie das zu sehen ist hängts an vielen Ecken und Enden und ein Buch "100 Seiten zum sicheren Geschäftserfolg" gibts eben leider nicht.

    Ich würde verstärkt Wert auf Sachen legen, die ich ohne finanzielle Leistung erbringen kann:
    - Freundlichkeit auch nach der x.ten Stunde und nach Beschimpfungen oder sonstwas
    - Hilfsbereitschaft vor Ort auf der Baustelle
    - Mein Equipment optisch und technisch 100% in Schuss halten (Es gibt zuviele in unserer Branche die genau das eben nicht tun)

    Wichtig auch:
    Die eigenen Grenzen erkennen und zugeben. (Sich selbst und Kunden gegenüber)
    Die richtigen Partner haben. (Die einem dann bei VA jenseits genannter Grenzen helfen können)

    Grade wenn ich wachsen will, sollte ich in diesem Dienstleistungsbereich doch Wert auf die DIENST-LEISTUNG an sich legen. Das Equipment dazu gibts an jeder Ecke mehr oder weniger günstig.

  • mischpultschorsch
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    • 12. Februar 2007 um 09:16
    • #38

    Wie hier schon mehrfach geschrieben:
    Schwarze Kisten mit Labels von "amtlichen" Firmen hinstellen und irgendwie laut machen - das können viele.
    Den Kunden mit Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und seriösem Auftreten überzeugen - das können deutlich weniger.

    Und genau da ist das Potential, aus dem man langanhaltende Kundenbindungen aufbaut.
    Ich will nicht gebucht werden, weil ich das höchstwertige Material anbiete, weil da bin ich mit anderen Anbietern vergleichbar.
    Ich will gebucht werden, weil meine Kunden von meiner Dienstleistung überzeugt sind und ein "Rundum-Sorglos-Paket" haben wollen.

  • Philou
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    • 12. Februar 2007 um 12:17
    • #39
    Zitat von "mischpultschorsch"


    Und genau da ist das Potential, aus dem man langanhaltende Kundenbindungen aufbaut.
    Ich will nicht gebucht werden, weil ich das höchstwertige Material anbiete, weil da bin ich mit anderen Anbietern vergleichbar.
    Ich will gebucht werden, weil meine Kunden von meiner Dienstleistung überzeugt sind und ein "Rundum-Sorglos-Paket" haben wollen.


    Hi,
    Wenn das bei dir in der Gegend klappt, super. Kundenfreuntlichkeit und Servce gehören meines Erachtens sowieso zum A und O!

    Nur ist es bei uns so, freundlich sind offensichtlich alle, den die die das billigeste Angebot/Material haben, sind irgendwie immer die allerfreundlichsten! Zumindest bekommen die den Auftrag! Und wenige derer Kunden wissen um die Qualität der arbeit, bzw. wissen, dass es auch besser geht!

    Viel Hilft Viel

  • ret
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    • 12. Februar 2007 um 12:55
    • #40

    Philou:
    Wie mischpultschorsch schon geschrieben hat: Laut und hell machen können viele! Da wärst Du nur einer von Vielen. Aber warum soll der Kunde ausgerechnet bei Dir buchen? Und warum dann zu einem höheren Preis? Wenn Du das für Dich selbst mal rausgefunden hast, was Dich von anderen unterscheidet, und Du den Kunden/Interessenten das auch so verkaufen kannst, wird keiner mehr über den höheren Preis diskutieren! Falls Du nur solche Kunden hast, die den billigsten Anbieter buchen, hast Du eindeutig die falschen Kunden. Oder der Kunde hat versagt... :D

    Gruss
    RET - Thomas

    Wer Ironie und Sarkasmus in meinen Beiträgen findet, darf diese gerne behalten... ;)

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