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Zusammenarbeit zwischen Band- und Technikern vor Ort.

  • cashman7
  • 10. Februar 2007 um 23:28
  • cashman7
    Beiträge
    39
    • 10. Februar 2007 um 23:28
    • #1

    Hallo an alle,

    ich betreue als "Tontechniker" eine integrative Big-Band. Wir sind ca. 30-40 Musiker (Drums, Lead Guitars, Bass, Keys, Holz- und Blechblasinstrumente, u.v.m.).
    Wir werden sehr häufig eingeladen und dadurch lerne ich, lernwilliger Voll Amateur, sehr viele P.A. Profis kennen.
    Das Technikangebot- von HK Lukas bis Nexo LA, Yamaha Power Mischer bis M7 CL 48, ist breit gestreut.
    Natürlich trifft das für die Mics vor Ort ebenso zu.
    Ich möchte Euch an dieser Stelle meine Erfahrungen mitteilen.
    DO. Fritz Hensler Haus. Nexo LA, Yamaha M7 CL 48, GAE Monis alle Mics, die ich mir gewünscht hatte. Vor uns eine sehr bekannte Jazz Combo mit Unterstützung eines Symphonie Orchesters.
    Vor Ort Haustechniker, die wissen was sie tun. Freundlich, unterstützend- Profis.
    Andere VA in Hannover. Kirche. VA hat eine Company beauftragt. Gutes Equitment. Mitarbeiter total überfordert. Mein Angebot: Ihr macht den SC und ich fahr die Show.......Mitleidiges lächeln. So hat es sich dann hinterher auch angehört.
    Ich habe den Eindruck, das Band Techniker nicht besonders gut angesehen sind und alle über einen Kamm geschert werden.
    Ich begleite "meine" Band, weil ich Spaß daran habe. Ich weiß, wo meine Grenzen sind und lerne sehr gerne Neues dazu. Manchmal habe ich allerdings den Eindruck, dass ich als "Aussenstehender" nicht ernst genommen werde. Geht es anderen Band Technikern ähnlich....?

    Gruß Norbert

  • tufkaklto
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    • 11. Februar 2007 um 08:56
    • #2

    Wenn ich so rauslese, das Du die Band betreust, aber beim Soundcheck den örtlichen fanlässt, vermute ich mal, das Du noch etwas unerfahren bist.
    Wenn ich recht habe, dann kannst Du das nur komunikativ mit dem örtlichen pulttechniker auf amicaler Basis abklären.
    Es kann natürlich auch passieren, das die örtlichen Verleiher gar keinen Tontechniker, sondern nur Auf und Abbauer schicken, weil ja mit der Band ein "Tontechniker" mitkommt.
    Ev ist ja auch der örtliche Tontech mit deiner Microfonierung nicht einverstanden ( ich kenn die nicht, werf das nur mal als Argument rein )
    Und will deswegen nicht.
    Wenn Du bei mir freundlich kommst, und alles gut läuft, hätt ich kein Problem damit. War auch schon öfters so.
    Wenn der Bandtech ein eher arroganter oder so ist, dann lass ich Ihn doch etws auflaufen mit dem argument : Du bist der Bandtechniker.
    Eingreifen würd ich dann nur, wenn an der PA was kaputtgehen könnte.

    In Deinem Fall:
    Ev schon vorher mit der örtlichen Kontakt aufnehmen, alles nett abklären, dann sollte es im Normalfall kein Problem sein.

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  • manuela
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    • 11. Februar 2007 um 09:20
    • #3
    Zitat von "Cashman7"

    Mein Angebot: Ihr macht den SC und ich fahr die Show.......Mitleidiges lächeln. So hat es sich dann hinterher auch angehört.
    Ich habe den Eindruck, das Band Techniker nicht besonders gut angesehen sind und alle über einen Kamm geschert werden.

    Hallo,
    ich finde das sollte man abklären bevor es losgeht. Selbstverständlich passierts auch oft genau andersrum, man hat alles wunderschön eingepegelt, die Vorgruppe klang klasse, im Prinzip könnte es nun losgehen, und dann kommt der Bandtechniker und verdreht sämmtliche EQ auf der FOH Konsole, ändert womöglich noch Delaylaufzeiten um und nähert sich dem Rack mit den Controlern (is bei mir tabu, es sei denn der ist Ton Ing.)

    Man kann einfach sagen: Der Bandtechniker kennt seine Band, ihre Wünsche, ihre Art, ihren idealen Sound. Kann die VT Firma nicht, sie ist ja nur gebucht. Da hat er also durchaus seine Aufgabe.
    Das setzt aber vorraus, sich mit der Technik die dort rumsteht auch bestens auszukennen, und genau da gibts nun solche und solche Bandtechniker. Entsprechend muß man sich dann einigen, denn der Mann von der VT Firma weis gewiß sogar ganz genau was er zu tun hat damit die PA richtig gut läuft für die Gäste. Wenn ein Bandtechniker nichtmal weis wie man das Pult einstellt oder IEM macht vorne, dann soll er eben erstmal lernen und dann nochmal von vorne.

    Zusammengefaßt: Pauschale Aussage geht nicht, kommt auf den Menschen an und seine Qualifikation - das gilt für beide Seiten. Ideal ist natürlich die Gegenseitigkeit, das ergänzt sich dann. Das wichtigste ist stets die gelungene Show, egal wie das zustandekommt.

    Und was ich sogar HASSE, wenn der Veranstalter ausdrücklich keinen Tonmenschen bucht weil ja ein Bandtechniker dabei ist, und dieser dann so ratlos ist daß man ihm assistieren soll / muss / :twisted: .... tut man es reißt das ein und wird immer so gemacht, und tut man es nicht klingts dann auch so, meist Kunde futsch. (wie mans auch macht, verkehrt ist es aus einer Sicht immer) :wink:

    lG Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

    Einmal editiert, zuletzt von manuela (11. Februar 2007 um 09:34)

  • tufkaklto
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    • 11. Februar 2007 um 09:32
    • #4
    Zitat

    Und was ich sogar HASSE, wenn der Veranstalter ausdrücklich keinen Tonmenschen bucht weil ja ein Bandtechniker dabei ist, und dieser dann so ratlos ist daß man ihm assistieren soll / muss / ....

    Und da wird die Rechnung schon teurer ( muß dann halt die Company mit dem Veranstalter regeln ) :P:P:P
    Oder das ist der Moment, wo ich mich mal schön doof stellen kann, ( geht leider nur, wo man mich nicht kennt , leider sehr selten ) :D:D:D

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  • niggles
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    • 11. Februar 2007 um 12:15
    • #5
    Zitat von "Manuela"


    Und was ich sogar HASSE, wenn der Veranstalter ausdrücklich keinen Tonmenschen bucht weil ja ein Bandtechniker dabei ist, und dieser dann so ratlos ist daß man ihm assistieren soll / muss / :twisted:

    Was gibts da zu hassen? Genau jetzt ist deine Stunde gekommen, falls die Band nicht grade vom anderen Ende der Welt stammt und vielleicht auch noch einen einigermaßen fähigen Tourmanager hat. In dieser Situation einen besseren Sound zu fahren als es der Bandtech je zustande gebracht hat endet im besten Fall mit einem Anruf ein paar Tage/Wochen/Monate später. Inhalt in etwa: Wir sinds endgültig leid uns mit dem planlosen Kumpel unseres Schlagzeugers am Pult rumzuplagen, hast du Zeit für und Bock auf ne (Deutschland-/Europa-/USA-/Russland-/Japan-)Tour...?

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Seven
    Profi
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    • 11. Februar 2007 um 12:35
    • #6

    Hab da auch so meine Erfahrungen gemacht:

    Hessentag 2006 und ich sollte auf einer Bühne "meine" Band machen. Enger Zeitplan. Ich mich vorgestellt während die Band davor spielt. Erzählt was so musikalisch als nächstes passiert etc.

    "Ja machen wir. Lass uns die Bühne klar machen zusammen und dann lass ich dich drehen"

    Die Bühne gemacht und dann kein Wort mehr von seiner Seite. Ne er lässt keinen Tech ran, sehr strenge Auflagen in Punkto Lautstärke und das ginge nicht.

    Aha machst du ohne Messinstrumentarium. Ja blablabla.
    Naja ich denke mir, machst kein Stress und keine Szene, die Band kommt auch mit klar. Machst halt Zuschauer und guckst eben was der Profitechniker so veranstaltet.
    Naja er fuhr die PA (4 mal Line 212-60 und 4 B10 für 350 Pax bei eher ruhiger Musik und sitzendem Publikum eher Richtung Anschlag (Wie war das mit den Auflagen?)


    Zur Diskussion freigeben möchte ich ein Zitat aus einem Rider einer Band die einige aus dem Forum wohl kennen: "Der bandeigene FOH Techniker muss bei Bedarf vollen Zugriff auf das Systemcontrolling haben"

  • Sven M
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    • 11. Februar 2007 um 12:53
    • #7

    Hallo Seven, das der Bandtechniker vollen Zugriff auf alle Controller hat sehe ich mit gemischten Gefühlen.
    Wenn ich FOH Betreuung und System Tech mache bin ich gerne bereit auf Kritik des Bandtechnikers einzugehen was mein System angeht. Aber dabei beurteile ich letztendlich immer noch was passiert und was nicht. Ich denke wenn man miteinander redet und versucht ein Optimum herauszubekommen ist das am besten.
    Bandtechniker dürfen bei mir immer gerne ans Pult, ich greife auch keinem darein, nur wenn ich merke das er absolut schwimmt.
    Aber wenn einer schon unsicher ankommt und mich den Soundcheck "seiner" Band machen lässt kann das schon als eine Lehrstunde durchgehen (man machts gemeinsam wenn viel zeit ist)
    Ansonsten darf man das alles nicht so eng sehen...ist aber auch in der oberen deutschen Liga lockerer als bei den mittelmäßig bekannten Gruppen, wo die Techs meist noch etwas beweisen müssen.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • kiki
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    670
    • 11. Februar 2007 um 13:01
    • #8
    Zitat von "Seven"

    Zur Diskussion freigeben möchte ich ein Zitat aus einem Rider einer Band die einige aus dem Forum wohl kennen: "Der bandeigene FOH Techniker muss bei Bedarf vollen Zugriff auf das Systemcontrolling haben"


    Dazu kann ich schildern, wie es bei uns läuft.
    Es ist IMMER ein eigener Techniker von uns vor Ort und eigentlich sind die Controller tabu, jedoch erkennt man gerade bei Controllern sehr schnell, ob der Bandtechniker fähig ist (zumindest in Signaltheorie, akkustik etc.). Wenn er mir oder halt dem Tontechniker sauber und freundlich erklärt, er bräuchte bei der Frequenz ne steile absenkung aufgrund irgendeiner bösen resonanz oder ein anderes Delay, weil schlagzeug weiter vorn steht oder oder oder.... lässt sich über alles reden.(wozu haben die teile den 1001 Speicherplatz).

    Wenn allerdings die antwort kommt, die anlage/der bass/irgendwas klingt scheiße und er möchte mal probieren, dann kann der TL/Veranstalter/Manager Kopfstand machen oder was auch immer, das Passwort bleibt bei uns.(Steht bei uns im Vertrag, dass Controllersetings tabu sind)

  • manuela
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    9.103
    • 11. Februar 2007 um 13:39
    • #9
    Zitat von "Seven"

    Zur Diskussion freigeben möchte ich ein Zitat aus einem Rider einer Band die einige aus dem Forum wohl kennen: "Der bandeigene FOH Techniker muss bei Bedarf vollen Zugriff auf das Systemcontrolling haben"

    Wenn keine EQ verbaut sind vor den Controlern weil die ja welche mithaben (sowas solls auch geben...) hab ich dafür sogar Verständnis. Aus diesem Grunde wird die Band das wohl auch so verfasst haben. :wink:
    Sind die zum Arbeiten nötigen Sachen alle vor den Controlern vorhanden entfällt auf jeden Fall der Bedarf. Will er nun trotzdem dann ist es davon abhängig ob er das auch nachweislich kann. Hier im Forum gibts locker ein Dutzend Tonleute denen man das ohne mit der Wimper zu zucken anvertrauen kann, beim Bandtechniker der Hinterländer Dorftrottel ist es aber leider nicht möglich. So meinte ich das :D

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • cashman7
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    39
    • 11. Februar 2007 um 17:32
    • #10

    @Klauston,
    wie ich bereits in meinem Posting geschrieben habe, halte ich mich für einen lernwilligen Voll Amateur und sage das auch dem Techniker vor Ort. Bis zu einem Midas Verona mache ich den SC selber.
    Meistens treten noch andere Gruppen vor uns auf. Die Zeiten für den SC sind entsprechend eingeteilt.
    Bei größeren Pulten und dem M7 fehlt mir einfach noch die nötige Erfahrung. Funktionieren würde es- allerdings brauche ich länger und die Zeit würde dem wichtigeren SC verloren gehen. Die Mikrofonierung habe ich bis jetzt immer mit den Techniker vor Ort zusammen gemacht.

    Was der VA mit der PA Firma verabredet ist leider nicht immer das, was zuvor mit uns besprochen worden ist.
    Bei den PA's halte ich es wie mit meinem Computer: never change a running system. Kleine Korrekturen am Master EQ finde ich o.k.
    Ich gehe immer davon aus, dass die vom VA beauftragte Verleihfirma und deren Mitarbeiter ihr "Holz" am Besten kennen.
    Natürlich bin ich freundlich und versuche auf dem kommunikativen Weg mit den Technikern vor Ort klarzukommen :D

    Schönen Sonntag noch wünscht

    Norbert

  • Ton_Opa
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    • 12. Februar 2007 um 11:43
    • #11

    Kein Mensch wird in einen Kontroller fassen wollen, wenn das System anständig klingt und über genug Leistungsreserven verfügt.

    Leider sieht man aber mit der gleichen Häufigkeit, wie man stumpfsinnig falsches Stacking findet, auch dämliche Kontroller-Settings, oder Kontroller die einfach gelockt sind - weil Kontroller eben "tabu" sind.

    Gelockte Kontroller sprechen für mich eigentlich nur von mangelndem Fachwissen der Person, die ihn gelockt hat.

    Ich habe in solchen Kontroller-Settings unsymmetrische Filterkurven gefunden, die vom letzten Gig stammten und einfach vergessen wurden.

    Bei mieserem modernerem Material trenne ich gerne die Bässe tiefer als das der Hersteller vorsieht und fahre gern so viel wie möglich Fullrange.
    Darüber kann man diskutieren - das möchte ich aber auf einem Gig nicht - das hat seinen Grund und das sollte den örtlichen Dienstleistern als Argument genügen.


    Ich werde kaum eine Stadtfest-Bühne oder eine Festival-PA so umschrauben, wenn ich nur mit einem GIG da anreise. Wenn aber ein örtlicher Verleiher für meinen Gig das Material stellt, erwarte ich, dass meinen Wünschen entsprochen wird.

    Wenn mir jemand sagt, ein Kontroller sei "tabu", dann gucke ich den von oben bis oben an und versuche, mich mit einem Gang ins Catering zu beruhigen, damit es nicht zu Gewaltausbrüchen kommt.

    Wenn mir ein örtlicher Babysitter sagt, ein Controller sei gelockt und er kenne das PAsswort nicht, dann versuche ich nächstes Mal einen anderen Verleih an den Start zu bekommen und ziehe meinen eigenen Controller aus der Innentasche. "Gut, dann nehmen wir eben meinen..."

    Wenn mir einer sagt:" Ja, meine Anlage ist linear, die ist eingemessen und..."
    Dann habe ich erst recht keine Lust mehr und vermeide weitere Gespräche mit der Gestalt, aus der diese Worte quellen.

    PAsswörter sind was für Bankangestellte - wollten wir nicht Ton machen?

    Dazu möchte ich noch einmal betonen, dass ich faul bin. Ich werde jeden Kontrollereingriff vermeiden, wenn ich nicht ahnen würde, dass dort wesentliche Performance-Steigerungen machbar wären. Diese Kontrollerkonflikte treten nur dann auf, wenn die Anlage sowieso zu klein oder zu billig ist - und in solchen Fällen trifft man eben leider auch oft auf so dämliches Gehabe, wie Kontroller zu locken oder das mieserable Klangbild eine Anlage in einer Diskussion rechtfertigen zu wollen.

    Auf richtigen Bühnen ist der Kontroller überhaupt kein Thema - der funktioniert eben - und ich will gar nicht wissen, was das für einer ist.

    Grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • derautor
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    • 12. Februar 2007 um 12:46
    • #12
    Zitat

    Ihr macht den SC und ich fahr die Show.......Mitleidiges lächeln. So hat es sich dann hinterher auch angehört.

    Vielleicht solltest Du bzw. Deine Band etwas selbstbewusster auftreten und zur Bedingung (Vertrag) machen, dass die Show vom eigenen Tech gefahren wird. Ich kenne viele Künstler, da geht das gar nicht anders, da reicht bloßes Mischen einfach nicht, weil zur Show auch Einspielungen, spezielle Effekte ect. gehören.

    Zitat

    Ich habe den Eindruck, das Band Techniker nicht besonders gut angesehen sind und alle über einen Kamm geschert werden.
    Ich begleite "meine" Band, weil ich Spaß daran habe. Ich weiß, wo meine Grenzen sind und lerne sehr gerne Neues dazu. Manchmal habe ich allerdings den Eindruck, dass ich als "Aussenstehender" nicht ernst genommen werde.

    Kommunikation im Vorfeld ist das Wichtigste. Versuche, den vor Ort zuständigen TL oder besser gar den Tonmensch direkt an die Strippe zu bekommen. Bei entsprechender Vorabsprache (die ebnet den Weg, und Du kannst gleich auch ev. Probleme mit Digitalpulten zur Sprache bringen) wird Dir kaum ein Profi den Zugriff aufs Pult oder seine Hilfe verwehren. Ein echter Profi ist eben Dienstleister und zählt auch die auftretenden Acts zu seinen Kunden.

    Arrogante Kollegen wie oben beschrieben zählen nicht dazu. Hier hilft es ungemein, wenn dann auch mal die Band dem eigenen Tech den Rücken stärkt ("so können wir aber nicht arbeiten").

    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • tufkaklto
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    • 12. Februar 2007 um 15:25
    • #13

    @Ton Opa:
    Fast 100 %ige Zustimmung.

    Zitat

    Wenn mir einer sagt:" Ja, meine Anlage ist linear, die ist eingemessen und..."
    Dann habe ich erst recht keine Lust mehr und vermeide weitere Gespräche mit der Gestalt, aus der diese Worte quellen.

    Hier kann es ja sein, das sich echt wer die Mühe gemacht hat, die Bässe mit den Tops in eine Linie zu bringen, die In/Nearfills exact anzupassen.

    Da würd ich mir das schon erst genau anhören, bevor ich urteile.
    Kommt zwar nicht extrem oft vor, aber es gibt schon Personen, die wissen was sie tun ( diese erkennt man aber meistens sofort )

    Zitat

    Zitat:
    Ihr macht den SC und ich fahr die Show.......Mitleidiges lächeln. So hat es sich dann hinterher auch angehört.


    Vielleicht solltest Du bzw. Deine Band etwas selbstbewusster auftreten und zur Bedingung (Vertrag) machen, dass die Show vom eigenen Tech gefahren wird. Ich kenne viele Künstler, da geht das gar nicht anders, da reicht bloßes Mischen einfach nicht, weil zur Show auch Einspielungen, spezielle Effekte ect. gehören.

    Ich habe das Anfangs so verstanden, das Cashman7 den Örtlichen gebeten hat, den SC zu fahren und dann mischt er.
    Stellt sich gerade so heraus, das dieser den Bandtechniker nicht ans Pult ließ.
    Das wäre für mich ein absolutes No Go.
    Ich glaube,d as ich da von meinen Bands auch die nötige Rückendeckung hätte, da diese sonst nicht auftreten würden. :shock:
    Und falls nicht, habe ich mein Arbeiten für die Band damit eingestellt.

    Eigentlich ist es üblich, das ein Bandtech ans Pult darf ( zumindest unter Profis )

    greez

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  • sunride
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    99
    • 12. Februar 2007 um 15:42
    • #14

    Ich bin meistens auch "nur" als Bandtech unterwegs, hab aber gottseidank (fast) noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.

    Beim Eintreffen stell sich meistens sehr schnell heraus wie kompetent der vor Ort Techniker ist und dann kann es durchaus sein, das ich auch sage: Mach Du den SC. Ich kenne halt nicht jedes Pult und vorhande Micro in- und auswändig. Ich greife dann aber ein, wenn ich den Sound anders haben will oder mir die Mikrofonierung nicht so toll erscheint.

    Die Show fahr ich dann selbstverständlich selbst und die meisten Vor-Ort Techniker sind dann auch froh wenn sie mal 1-2 Std. weg können.

    Allerdings bekommt man auch manchmal Dinge geboten, die gehören verboten. Gerade bei Stadtfesten. Wenn der Vor-Ort Techniker mir nicht sagen kann, wie die Effekte verkabelt sind bzw. sie überhaupt nicht verkabelt sind. (Allerdings statt sich jetzt hier aufzuregen, sollte man versuchen das gemeinschaftlich schnellst möglich zu beseitigen.)


    Wie gesagt, Kommunikation ist der Grundstein. Und das wissen um seine eigenen Fähigkeiten in Relation der Fähigkeiten anderer.
    Komm ich als Bandtech zu einer Veranstaltung wo der Verleiher den Job bekommen, weil er im selben Schützenverein ist, kann ich damit rechnen, das ich noch eine komplette "Fehleranalyse" machen muß, bis die Sache spielt. Komm ich hingegen auf ein renomiertes Festival o.ä. ist meistens der Vor-Ort Techniker der fähigere Mann. (Ausnahmen gibts immer.)

    Um noch mal auf den Bezug zum Anfangsthread zu kommen:
    Es gibt schon scheinbar bei den Verleihern die goldene Regel: Alle Bandtechs sind Dorftechs, aber das kann man auch sehr schnell revidieren, wenn man entsprechend kompentent ist.
    Aber ist es auch nicht so, das man sein Auto nur ungern anderen überläßt? Ich hab vor langer Zeit als FOH´ler in einem Verleih gearbeitet und kenne daher natürlich auch die andere Seite. Und da hatte ich auch immer ein ungutes Gefühl, wenn ein Bandtech kam. Ok, da war ich jünger und da hat man vielleicht noch nicht die Erfahrung oder Menschenkenntnis und hält sich auf "seinem" Equipment eh für den König. (Überspitzt gesehen!)

  • Kracky
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    • 12. Februar 2007 um 17:41
    • #15

    Also wir hatten schon einige Termine in diese Richtung und ich gebe ehrlich zu, ich halte mich nicht für den Mischpultgott und wenn ein zuständiger Bandtech da ist darf der sogar liebend gerne hinter das Pult. Er kennt den Sound der Band, er kennt die einzelnen Stücke und im Normal fall kennt er sich auch soweit mit PA-Technik aus das ich da keine Bedenken habe. An meinen Controller geht keiner weil dort nur das Grundsetup der PA drin ist, hierfür haben wir nen MasterEQ, das muß zur Anpassung reichen. Natürlich merkt man sofort wenn man es mit einem dann etwas überfordertem Kollegen zu tun hat und man greifft unterstützend ein, aber ich schlage mich wirklich nicht drum Bands oder Abnahmen zu machen die mir persönlich unbekannt sind.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Sven M
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    2.530
    • 12. Februar 2007 um 21:36
    • #16

    Ich finde man erreicht durch Zusammenarbeit immer das beste Ergebnis.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

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  • bias79
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    • 13. Februar 2007 um 01:06
    • #17

    Bin zu 90% auf PA-Betreuer Seite. Ein Bandtech macht immer den Soundcheck und fährt die Show. Die Mikrofonierung machen wir nach seinen Vorgaben. Dann wird noch alles kurz gezeigt und stand by zugeschaut. Controller sind auch bei uns gesperrt weil wir schon wenn möglich die Zeit nehmen und messen etc.. Ich hab noch keinen Gasttech gesehen der dann mal schnell die Delayzeiten um 0,5 ms korrigiert hat. Die meisten machen zweimal zisch in ein 58er und kurbeln wild am Front EQ. Da heißts dann ungefähr Einstellung merken und durch. Kaputt geht nix weil ja Controller gesperrt. @ Ton_ Opa: deine Erfahrungen scheinen ja durchweg neagtiv zu sein. Man sollte immer beide Seiten betrachten. Was is außerdem mit fixen Controllern ala d&b. Aufschrauben...?

    GHOSTNOTE-SOUND

  • wora
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    • 13. Februar 2007 um 05:02
    • #18
    Zitat von "Seven"

    ...
    Zur Diskussion freigeben möchte ich ein Zitat aus einem Rider einer Band die einige aus dem Forum wohl kennen: "Der bandeigene FOH Techniker muss bei Bedarf vollen Zugriff auf das Systemcontrolling haben"

    nun ja, in der regel fasse ich keine controller an.
    aber manchmal kann es durchaus nützlich sein.
    so hatte ich kurz vor weihnachten im disneyland paris eine band zu mischen. ist stellte fest, das die meyer-PA im tanzbereich vor der bühne viel zu leise war. es gab auch ein center-cluster, das man trotz "hand hinter´m ohr" überhaupt nicht gehört hat. ich bat die kollegen die front im verhältnis zu den delays lauter zu machen, insbesondere das center cluster.
    antwort: "sorry, we have no password"... naja, immerhin sprach man nicht ausschliesslich französisch.
    ich konnte machen was ich wollte, auch mein kunde konnte die franzosen nicht umstimmen.
    so zogen wir den gig halt irgendwie durch, mit der gewissheit im nacken das auch der große geschäftskunde diese location in zukunft nicht mehr buchen wird weil auch ihm zuvor schon die hochnäsigkeit der technikcrew negativ aufgestoßen war...

    zum thema "man wird als band-tech nicht ernst genommen" kann man nur sagen:
    "es ist mal so - mal so"
    es gibt durchaus professionell arbeitende firmen, die sich rührend um einen kümmern, sogar perfekt vorbeschriftete pulte und vorbereitete subcores auf der bühne habe ich schon vorgefunden!
    ja, sowas gibts tatsächlich !!!

    dann gibt es die fraktion, die den job ohne große lust durchziehen, aber einigermaßen kooperativ sind und man doch noch vernünftig arbeiten kann.

    und am untersten ende sind dann solche "firmen", die meinen sie wären die besten und du bist nur ein depp und dich das auch sehr deutlich spüren lassen. oder die, die einfach gar keinen plan in der tasche haben, dies aber durch eine gehörige portion selbsbewusstsein überspielen und hintenrum nen scheiss über dich erzählen... ja sowas gibts leider auch.

    dummerweise weiss man meistens vorher nicht so genau, welche klientel dir auf dem nächsten gig bevorsteht... also bleibt eigentlich nur eins: leg dir ein dickes fell zu und überzeuge deinen kunden von deiner arbeit.
    denn er wird dich in zukunft wieder buchen, nicht die hochnäsigen arschkrampen, die dir das leben schwer machen...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • E&E
    Profi
    Beiträge
    108
    • 14. Februar 2007 um 09:09
    • #19

    Unser Grundsatz im Umgang mit Bandtechs lautet: Wir sind alle Kollegen!

    Wenn wir ein Stadtfest oder Festival mit Technik ausstatten, so versuche
    ich immer, die Bandtechniker in einem telefonischen "Vorgespräch"
    kennen zu lernen. Sei es um Details und Wünsche zu klären oder um
    Riderfragen anzugleichen.

    Sehr oft entwickelt sich aus einem solchen Anruf ein längerer, interessanter 19" Talk.

    Wenn der gute Mann dann auf der Baustelle eintrifft, so ist man dann eben kein Fremder mehr.
    Arroganz egal von welcher Seite ist in unserem Job ja eh so fehl am Platz wie das Hirn von Paris Hilton...

    Ein fähiger Tonmensch von unserer Seite ist logischerweise Usus.

    Wenn man dem Kollegen Bandtech dann noch einen Kaffee oder eine Tasse Bier in die Hand drückt, so sollte
    einer fruchtbaren und für alle Beteiligten guten Zusammenarbeit nichts mehr im Weg stehen.

    Gruß

    E&E

    Ich bin ein netter Kerl! - Und wenn ich Freunde hätte, könnten diese das bestätigen...

  • Stan Crown
    Beiträge
    348
    • 14. Februar 2007 um 10:46
    • #20
    Zitat von "E&E"

    Arroganz egal von welcher Seite ist in unserem Job ja eh so fehl am Platz wie das Hirn von Paris Hilton...

    Gibt es das?

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
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