Hallo,
Ist es realistisch, daß durch alternde Magneten Leistungsverluste bei Treibern entstehen?
Habt Ihr Erfahrungen in dem Bereich gemacht? Wechselt Ihr in bestimmten Zeitabständen Treiber aus?
Greetz
Hallo,
Ist es realistisch, daß durch alternde Magneten Leistungsverluste bei Treibern entstehen?
Habt Ihr Erfahrungen in dem Bereich gemacht? Wechselt Ihr in bestimmten Zeitabständen Treiber aus?
Greetz
Ja, das ist ein bekanntes Problem, das Magnetmaterial hält leider nicht ein Leben lang und verliert mit der Zeit definitiv seine Kraft und wo kein starker Magnet da keine starke Bewegung. Gerne sieht und hört man dieses Problem von den Bässen der HK-R-Serie und da hilft wirklich nur Speaker austauschen. Aber der Gesetzmäßigkeit unterliegt jeder Lautsprecher.
Halte ich nicht für das große Problem. Vielleicht schaut ja einer der alten Füchse (ich bin kein alter F..) vorbei und hinterlässt ein Statement dazu.
Oder man macht mal eine Messung an alten Speakern ... Meine Isophon mit Ferritmagnet haben wohl kaum Probleme damit (habe ich zumindest noch nicht bemerkt)
Bei Alnico weiß ich's nicht
Bei Neodym kann ich nicht prüfen (weil keinen alten Tieftöner mit Neo im Regal)
zum Treiberwechsel: Membranaufweichung und/oder Sickenprobleme (Einspannung generell) sind ein häufiger Austauschgrund. Altersbedingte Magnetschwäche als Grund für einen Treibertausch habe ich noch nicht gehört.
Huhu@all
Ein geschwächter Magnet bedeutet dann:
a) Es muß weniger Energie aufgewendet werden, um die Pappe anzutreiben.
b) Die Impulsfestigkeit geht flöten (schwammiger Sound)?
c) Der Wirkungsgrad nimmt ab. (geht nicht mehr so laut?!)
Noch ein paar Dinge die mit einem geschwächten Magneten einhergehen?
Thx.
Jo die kompletten tsp ändern sich, was zu fehlabstimmungen führen kann.
Zitat von "Phönix"
a) Es muß weniger Energie aufgewendet werden, um die Pappe anzutreiben.
Muss da nicht mehr Energie aufgewendet werden? Der magnetische Gegenpol hilft doch, daß der elektrische Gegenpol sich besser nach aussen abstößt...
@Monti
ZitatMuss da nicht mehr Energie aufgewendet werden? Der magnetische Gegenpol hilft doch, daß der elektrische Gegenpol sich besser nach aussen abstößt...
nach genauerer Überlegung hast Du recht, man müßte mehr "Gummi" geben, um bei einem schwächeren Magneten die gleiche Auslenkung zu erreichen. Das geht dann solange gut, bis die Spule räuchert.
Erreicht man eigendlich noch die max. Auslenkung, wenn man einen ca. 20 Jahre alten Magneten mit einem neuen vergleicht?? Vorrausgesetzt man gibt auf die ältere Pappe mehr Dampf, oder ist es so oder so nicht mehr zu packen??
Nach meiner Information gibt es zwei unterschiedliche Arten von Speaker Magneten einmal der Künstliche und der natürliche Magnet wobei ich denke das der in der Natur vorkommende Magneten nur noch in sehr hochwertigen Speakern oder gar nicht mehr verwendet wird.
Der „Magnetzerfall“ unterliegt einen natürlichen Logarithmus ich glaube gelesen zu haben alle 5 Jahre ca. 15 % dabei ist aber zu bedenken das nur ein Bruchteil des Magnetes für den eigentlichen Lautsprecher verwendet wird b.z.w. dessen Magnetischen Eigenschaften, so würde ich sagen das sich ehr die Schwingspule als der Magnet sich verabschiedet.
Fakt ist, eines der wichtigsten Kaufkriterien z.B. bei der genannten R-Serie. aber auch bei anderen ältern Bässe sollte sein, das man sich das ganze vor dem Kauf genau anhört, nicht wenige Coverbands haben sich billig ne R-Serie geschossen um dann zu merken da kommt nichts im Bass, dann werden nochmal 1-2 Bässe unters Top gepackt und das Ergebniss ist immernoch nicht zufriedenstellend, dabei sind ganz einfach die Speaker ausgelutscht und das Magnetmaterial dieser PD gibt anscheinend auffällig schnell nach.
OK Krack, das betriff jetzt speziell einzelne Speaker (Typen) oder Serien.
Man kann aber nicht generell sagen, dass ein 20 Jahre altes TT Chassis einen derart schlappen Magneten bekommt, dass man damit nur noch 800 Liter CB bauen kann, oder?
Anders gesagt, ich habe das Lego meiner Kindheit an meine Kinder weitergegeben... diese kleinen Magneten - rot und blau- mit denen man die Wagons der Legoeisenbahn verbindet... die haben auch nach 33 Jahren noch genug Kraft, um den ganzen Zug zusammenzuhalten. :lol:
Hi,
wir haben interessehalber letztes Jahr eine Meyersound UPA 1P Baujahr 1996 bei Meyer messen lassen.
Fazit 0,5 dB weniger als beim Kauf, sonst 1A.
Bleib die optische Kosmetik die immer mal refreshed werden sollte...
Gruß Simon
ich hab noch ein Uralt-System der Fa Klangfilm GmbH (Kino-PA mit Breitbandsystemen). Diese wirklich sehr alten Kisten (aus der 100W-4-Röhrenzeit) können noch immer unglaublich laut und schön sauber.... was die Vermutung nahelegt - soviel kanns damit nicht auf sich haben.
Es ist durchaus so das man bestimmten Lautsprechen dieses nachsagt, jeder Lautsprecher bzw. jedes magnetische Material unterliegt einem Zerfall aber festgelgt kann man das schlecht sagen.
@ siga:
Deine Aussage ist doch mal etwas handfestes zur Orientierung. Ich meine 0,5dB nach 10 Jahren.
Icch hätte mit einem höheren Wirkungsgradverlust gerechnet.
Es kommt sicherlich noch darauf an, welche Qualität die Magneten der einzelnen Treiber haben. Gibt es soetwas wie eine Magnetgüte??
thx
Nach meiner Kenntniss werden gerade Feritten unter hoher Temperatur magnetisch "weich", also "oft getretene" LP machen dann irgendwann schlapp. Würde auch das von Manuela beschriebene Phänomen der 100V Speaker erklären - bei Hochohmigen Anlagen wird regelmässsig eher der Übertrager in die Sättigung gefahren, als daß auch nur eine Schwingspule jemals die 50 Grad Celsius--Grenze sieht. Wie es bei Neodym aussieht, kann ich nicht sagen, würde aber vermuten, daß aufgrund der notwendigerweise geringeren mechanichen Toleranzen mit mindestens vergleichbarer Erwärmung zu rechnen sein wird...man kann allerdings alte Magneten wieder aufmagnetisieren, funktioniert nach meiner persöhnlichen Erfahrung selbst mit komplett montierten Speakern...leider hat der einzige Mensch, der das wirklich kann, seine Magnetisiermaschiene zu Wendezeiten verschrottet....
gerald
Da fällt mir als aufmerksamer Radiohörer gerade Folgendes ein:
http://www.wdr5.de/service/servic…ge/860541.phtml
Gruß Ulf
Zitat von "sensible-error"Nach meiner Kenntniss werden gerade Feritten unter hoher Temperatur magnetisch "weich", also "oft getretene" LP machen dann irgendwann schlapp. Würde auch das von Manuela beschriebene Phänomen der 100V Speaker erklären - bei Hochohmigen Anlagen wird regelmässsig eher der Übertrager in die Sättigung gefahren, als daß auch nur eine Schwingspule jemals die 50 Grad Celsius--Grenze sieht. Wie es bei Neodym aussieht, kann ich nicht sagen, würde aber vermuten, daß aufgrund der notwendigerweise geringeren mechanichen Toleranzen mit mindestens vergleichbarer Erwärmung zu rechnen sein wird...man kann allerdings alte Magneten wieder aufmagnetisieren, funktioniert nach meiner persöhnlichen Erfahrung selbst mit komplett montierten Speakern...leider hat der einzige Mensch, der das wirklich kann, seine Magnetisiermaschiene zu Wendezeiten verschrottet....
gerald
Die Temperatur der Schwingspule ihat direkt keinen Einfluss auf die Magnetkraft. Heiße Spulen haben einen höheren elektrischen Widerstand - das hat direkt Auswirkungen auf die Antriebskraft und somit auch auf die Güte des Lautsprechers. Erst wenn eine heiße Schwingspule den Magneten erwärmt oder gar erhitzt hat, kann es zu einer Entmagnetisierung kommen.
Da ein Neodymmagnet weniger Volumen und Masse hat, wird er im Vergleich zum Ferrit schneller und stärker erkitzt. Das ist ein Grund dafür, dass an Neo Chassis Kühlrippen angebracht werden.
Siehe auch: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=54223