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Klimawandel , ist er wirklich so schlimm ?

  • sven heinze
  • 8. April 2009 um 13:51
  • Kracky
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    • 13. April 2009 um 14:18
    • #41

    Wo wir dann wieder bei den Sprüchen der Waffenloby angekommen sind, jede Waffe ansich ist nicht gefährlich, erst durch den Bediener wird sie das! Blupp!!

    Aber zum Thema, es ist sicher richtig, Atomenergie ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber diese nun mit Gewalt auf der einen seite des Rheins still zu legen damit auf der anderen Seite ein neues gebaut wird über das wir keine Kontrolle haben und von dem wir dann teuer den Strom einkaufen ist ebenso nonsens. Wichtig wäre das man solche Technologien einfach entsprechend weiter entwickelt um eben das Sicherheits- und Entsorgungsproblem in Griff zu bekommen, ebenso wie es wichtig ist andere Technologien zu erschließen und eines sei mal sicher, dieser Unsinn mit der Subvention von Solarpanelen auf dem Dach wo nun jeder glauben gemacht wird, er würde dadurch reich, das wird uns auch nicht retten! Wir wissen alle fosile Brennstoffe werden irgendwann ausgehen, warum hat sich noch niemand daran gemacht andere Brennstoffe zu etablieren, Brennstoffe die man problemlos herstellen kann? Richtig, weil es immer noch zu teuer wäre und die Entwicklung deshalb nicht sinnvoll erscheint, es muß wirklich erst soweit kommen das die fossielen Brennstoffe ausgehen bis man hier die Augen auf macht und mal anfängt zu denken. CO² unter der Erde in Erdschichten ein zu lagern, das z.B. halte ich für Wahnsinn, wer weiß den bitte was wirklich passiert mit so einem Speicher wenn er den mal voll ist? Macht es da dann vielleicht "Peng" und mit einem Knall ist die ganze Sch... wieder freigesetzt? Ich muß ehrlich sagen, gerade dieser Opel Ampera hat mich wirklich beeindruckt, den für den durchschnittsbürger wäre das wirklich eine akzeptable Lösung, nur ob die jetzt zu spät kommt und ob andere Autobauer dieses so aufgreiffen wer weiß. Und wenn der jetzt noch anstatt mit Benzin mit Alkohol fahren könnte was ja nicht so schwirig sein sollte wäre die Idee ansich doch richtig nett.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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  • ljbigfish
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    • 13. April 2009 um 15:12
    • #42
    Zitat

    Wichtig wäre das man solche Technologien einfach entsprechend weiter entwickelt um eben das Sicherheits- und Entsorgungsproblem in Griff zu bekommen, ebenso wie es wichtig ist andere Technologien zu erschließen und eines sei mal sicher, dieser Unsinn mit der Subvention von Solarpanelen auf dem Dach wo nun jeder glauben gemacht wird, er würde dadurch reich, das wird uns auch nicht retten!

    Ich hab da von Solarzellen sowas komisches gehöhrt, dass die angeblich mehr Strom zur Herstellung brauchen, als die in ihrer durchschnittlichen Lebenszeit gewinnen können sollen. Ist da was dran? weiß da jemand näheres?

    Gruß Simon

  • Sound-Klinik
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    • 13. April 2009 um 18:43
    • #43

    Weder Kernenergie (Entsorgungsproblem ist praktisch nicht lösbar ... auch die Technik selbst ist nicht sicher beherrschbar !!) noch das Verbrennen fossiler Stoffe (Kohle, Öl etc.) sind mittel oder langfristig eine Lösung. Ob Kernfusion (eine bisher nicht beherrschte Technologie) ein Weg ist, wird sich zeigen.

    Als Alternativen sehe ich derzeit nur regenerative Quellen (Wind-, Sonnen- und Gezeitenkraftwerke). Erdwärme ist, was die Auswirkungen auf die Umwelt angeht (wenn keine starken Wärmequellen wie in Island genutzt werden können) nicht genug erforscht.

  • tufkadib
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    • 13. April 2009 um 19:37
    • #44
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Als Alternativen sehe ich derzeit nur regenerative Quellen (Wind-, Sonnen- und Gezeitenkraftwerke). Erdwärme ist, was die Auswirkungen auf die Umwelt angeht (wenn keine starken Wärmequellen wie in Island genutzt werden können) nicht genug erforscht.

    Wasser ja, Sonne auch (zum Erwärmen von Wasser), aber Wind -nein danke. Mittlerweile haben wohl auch einige Leute die Nase voll von den Windmühlen, in Schleswig-Holstein konnte ich einige Schilder "Stoppt den Öko-Wahn" bewundern. Mittlerweile gibt es eine beträchtliche Anzahl von Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen.
    Erdwärme kann kritisch werden, wenn zuviel Wärme abgezapft wird. Ruckzuck steht das Häuschen dann auf gefrorenem Boden.

    Mittlerweile ist man aber an was ganz anderem dran: Öl-/Kohleentstehung aus Pflanzen im Zeitraffer. Im Labor klappt das schon.

    Ich würde mich nicht irre machen lassen: es ging immer weiter und es ging auch aufwärts.

    MfG

    DirkB

    P.S.: ich frage mich immer, was die Grünen antreibt, gerade wo die Natur sich so undankbar verhält: der Wald ist noch da, Öl/Gas auch, Trinkwasser gibt es auch noch, die Erde ist weder ein sonnendurchglühter Wüstenplanet noch eine eisstarrende tote Kugel. Dafür husten Vulkane die Idylle voll Feinstaub... :wink:

  • treibsand
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    • 13. April 2009 um 19:57
    • #45
    Zitat von "LJbigFISH"

    Ich hab da von Solarzellen sowas komisches gehöhrt, dass die angeblich mehr Strom zur Herstellung brauchen, als die in ihrer durchschnittlichen Lebenszeit gewinnen können sollen. Ist da was dran? weiß da jemand näheres?

    Tja. Traurig, aber wahr.Das Problem an der ganzen Energiegeschichte ist ja, dass Homo Sapiens

    Zitat von Wikipedia"

    (lat. für „der weise, kluge Mensch“)

    mittlerweile so viel Enegie verbraucht, dass er garnicht mehr über die tatsächliche Energiegewinnung nachdenkt.
    Früher fraß er Früchte und gelegentlich ein Wildschwein, dann verbrannte er Holz, um das Fressen warm zu bekommen und mittlerweile hängt da eine ganze Kette dran, bis das Schweinesteak auf dem Grill liegt.
    Die Summe der Energie, die zur Herstellung einer Solarzelle benötigt wird, liegt ja nicht nur im Solarzellenherstellerwerk...
    Der Quarzsand muss vom Strand geholt werden, gereinigt und zur Solarzelle gepresst werden. Dafür braucht es aber ein paar Fahrzeuge (welche auch erst hergestellt werden wollen), ein Werk (der Beton dafür wird auch von irgendwo, wo er produziert werden muss, zum Werk gefahren). Die der Fabrik genutzten Ressourcen (Wasser, Luft Energie) müssen auch aufbereitet und nach der Solarzellenherstellung gereinigt werden.
    Dann muss die Solarzelle an ihren Bestimmungsort und da aufgebaut werden. Dazu fahren auch wieder ein Haufen Monteure mit Werkzeug (welches produziert werden muss) durch die Gegend.

    Wer jetzt aber auf Atomkraft setzt:
    Gleiches Spiel!!!
    Der Atommeiler muss nämlich auch erst gebaut und später Rückgebaut werden. DAS rechnet aber die Atomlobby nicht ein, weil nämlich: die Atommeiler wurden mit viel Steuergeld finanziert... :oops:

    Was wirklich passiert, wenn der Mensch (im Gegensatz zu Wikipedia verzichte ich auf den Zusatz 'weise, kluge') mit regenerativen Energien in die Natur eingreift, werden wir erst in Jahrzehnten merken.
    Zurückdrehen lässt sich die Schraube aber nicht.


    Der richtige Weg kann nur Energiesparen sein! Und auf Technologien setzen, wo eben nicht innerhalb von kurzer Zeit Spätfolgen denkbar sind ( Googlestichwort: Atom'end'lager ASSE), sondern wo sich unsere Nachfolger langsam an die Umstellung gewöhnen können. Atommüll in die Sonne schiessen kostet mehr Energie, als das AKW produziert und eine Challanger- oder Columbiakathastrophe mit mehreren Tonnen Atommüll... :evil:

    Aus der Erde austretendes CO2 ist auch kein Spass für die Anwohner. Unsichtbar, geruchlos, tödlich).

    Pflanzenöl als Energieträger? Super. Aber irgendwo muss auch noch Lebensmittel produziert werden...

    Ich bin kein Fan von Kohlekraft, aber im Gegensatz zu Atomkraft merkt 'homo sapiens' wenigstens direkt, was er anstellt...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • ometa
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    • 13. April 2009 um 22:52
    • #46
    Zitat von "DirkB"


    Erdwärme kann kritisch werden, wenn zuviel Wärme abgezapft wird. Ruckzuck steht das Häuschen dann auf gefrorenem Boden.


    Jetzt lach ich aber. Und das herzlich! :lol:

    http://www.nachdenkseiten.de

  • treibsand
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    • 14. April 2009 um 00:07
    • #47

    Ja.
    Lach mal...
    Aber wer zuletzt lacht........... :lol:
    Kennst du die Flgen, wenn in grossen Stil Erdwärme abgezapft wird? Sicher wird nicht die Erde unter der Hütte wegfrieren - aber es ist trotzdem eine "unnatürliche" Energieverschiebung - wie alles andere auch. :?

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • tufkafh
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    • 14. April 2009 um 00:21
    • #48
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Das ist ja beruhigend zu hören.
    Genaugenommen ist sogar eine Wasserstoffbombe eine völlig ungefährliche Sache, da die Fusion ja schließlich (nachdem eine Stadt weggeblasen wurde) wieder - der Physik sei Dank - von selbst wieder zum Erliegen kommt. :grin:

    Ja, aber es ist eigentlich nicht machbar, dass eine Fusion, die kontrolliert abläuft expandiert.

    Nehmen wir mal an, das Magnetfeld, dass das ganze eindämmt, versagt.

    Dann expandiert das Plasma zwar, aber dabei erliegt auch die Fusion.

    Wie weit sich das ganze dann ausbreitet kann ich nicht vorhersagen, aber da der Druck für die Fusion, ebenso wie die nötige Temperatur einfach nichtmehr zustande kommt, kann da noch so viel Brennstof (Deuterium oder Tritium) in der Nähe sein, passieren wird da nichts, evtl. wird etwas davon verdampfen. Aber weder Deuterium noch Tritium sind besonders gefährlich. Immerhin kommen beide (wenn auch in geringer Menge) im Wasser vor.

    Wenn das ganze dann noch von Europäern zum laufen gebracht wird oder zumindest irgendwelche Deutschen im Team sind, wird dass ganze sowieso derartig abgesichert, dass da überhaupt nichts passieren kann.

    Mfg Flo

  • Sound-Klinik
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    • 14. April 2009 um 09:35
    • #49
    Zitat von "Florian Hartl"

    Ja, aber es ist eigentlich nicht machbar, dass eine Fusion, die kontrolliert abläuft expandiert.
    Nehmen wir mal an, das Magnetfeld, dass das ganze eindämmt, versagt.
    Dann expandiert das Plasma zwar, aber dabei erliegt auch die Fusion.


    Wie der "magnetische" Käfig in einem funktionierenden Fusionsreaktor aussehen wird (vermutlich irgendwas "torusmässiges"), weiß derzeit keiner. Auf jeden Falls ist das Plasma SEEEEHR heiß und sollte nicht mit den Wänden des Behälters in Kontakt kommen.

    Zitat von "Florian Hartl"

    Aber weder Deuterium noch Tritium sind besonders gefährlich. Immerhin kommen beide (wenn auch in geringer Menge) im Wasser vor.


    Aber in einer (nichtbrennbaren) Verbindung mit Sauerstoff ! :wink:

  • FF
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    • 14. April 2009 um 14:34
    • #50
    Zitat von "LJbigFISH"

    Ich hab da von Solarzellen sowas komisches gehöhrt, dass die angeblich mehr Strom zur Herstellung brauchen, als die in ihrer durchschnittlichen Lebenszeit gewinnen können sollen.

    Zitat von "treibsand"

    Tja. Traurig, aber wahr.


    Nein, eindeutig falsch - urban legends. Dabei handelt es leider um ein hartnäckiges Vorurteil. Zudem wäre die Aussage pauschal sowieso nicht haltbar, da es einen Unterschied macht, ob die Paneele in der Sahara oder am Nordpol aufgestellt werden.

    Tatsache ist, das Photovoltaik in den Anfangstagen extrem teuer war und sich wirtschaftlich für allgemeine Anwendungen nicht rechnete; daher das Nischendasein z.B. in der Raumfahrt. Heute ist das anders, die Herstellungskosten sind extrem gesunken, für Privateleute lohnt sich der Einbau natürlich auch bzw. vor allem aufgrund der hohen Subventionen (hier völlig wertfrei erwähnt, da auch andere Energieformen stark suventioniert werden/wurden, z.B. Kernkraft).

    Photovoltaikzellen erzielen über ihre Lebensdauer ein Vielfaches der Energie, die zur Herstellung verbraucht wird. Für Wohnhäuser sind meist aber Sonnenkollektoren zur Warmwassererzeugung die bessere und wirtschaftlich sinnvollere Alternative, da diese weniger vom direkten Sonnenlicht abhängig sind und auch bei Bewölkung und Streulicht gute Werte aufweisen; bei leichter Bewölkung bricht der Ertrag aus Photovoltaik dagegen extrem ein.

    Zur Erdwärme: im Prinzip handelt es sich um ein Tauschgeschäft, bei dem mit Einsatz von elektrischer Energie für Pumpen, Kompressoren und Wärmetauscher Wärmeenergie aus tieferen Schichten "gewonnen" wird. Der unmittelbare Temperaturgewinn beträgt nur wenige Grad, durch Kompression und Dekompression (ähnlich wie beim Kühlschrank) wird die Spreizung soweit erhöht, dass ausreichend hohe Maximaltemperaturen bereitgestellt werden können. Als Daumenwert kann man rechnen, dass ca. 20-25% der "gewonnenen" Wärmeenergie als elektrische Energie ins System gesteckt werden müssen - das Tauschgeschäft geht also auch finanziell idR auf. Als Plus kann die Erdsonde im Sommer als Kühlung mitgenutzt werden.

    Problematisch ist weniger das Abziehen von Energie aus der Tiefe, als das Einbringen des Solewassers in nicht ausreichend untersuchte Untergründe, wie das Beispiel Staufen gezeigt hat; so etwas darf nicht passieren.

    Es geht in der Diskussion leider viel zu sehr darum, wie die Energie erzeugt wird, als vielmehr wo und in welcher Größenordnung. Von Seiten der Stromkonzerne und in der Politik wird hier gerne nur im Bereich der Großkraftwerke verglichen, aber die Zukunft muss und wird in kleineren dezentraleren Energieerzeugern liegen. Großindustrie macht da Sinn, wo durch das Zusammenfassen von Prozessen die Produktivität und Effizienz steigt und der Einsatz von Ressourcen verringert wird. Ein Auto baut sich am Fließband in der Fabrik eben effizienter als daheim im Keller.

    Bei der Energie verhält sich das anders: nahezu jeder popelige Gasbrenner im Badezimmer hat bereits einen besserren Wirkungsggrad als ein großes AKW, von Leitungsverlusten mal ganz zu schweigen. Das hinkt jetzt noch, weil einmal Strom, das andere Mal Wärme generieert wird, aber: durch Kraft-Wärme-Kopplung (Wärme und Strom) können am Bedarfsort Wirkungsgrade von 90% und mehr erreicht werden und der verlustreiche und teure Transport der Energie über weite Strecken wird hinfällig bzw. stark reduziert. Das macht definitiv Sinn!

    Sparen ist ein weiteres Thema mit enormem Potential: ein Einfamilienhaus aus den 80ern verbraucht rund das 5- bis 10-fache eines modernen Wohnhauses an Energie, die nutzlos durch die Gebäudehülle verheizt wird. Das kann man tun, muss man aber nicht ;)

    Holz als Brennstoff erfährt seit einigen Jahren eine Renaissance. Hinsichtlich der CO2-Bilanz ist das unkritisch, da die Menge an jährlich nachwachsendem und wiederaufgeforstetem Baumbestand größer ist als das, was pro Jahr verheizt wird. Nicht zu vernachlässigen ist bei der Holzverbrennung die Feinstaubproblematik, wobei die aktuelle Filtertechnik dieses Problem ganz gut im Griff hat. Zudem ist der technologische Fortschritt auf diesem Gebiet zur Zeit recht groß.

    Ohne Anspruch auf Vollständigkeit,

    Gruß FF

  • Kracky
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    • 14. April 2009 um 17:28
    • #51
    Zitat von "FF"

    Holz als Brennstoff erfährt seit einigen Jahren eine Renaissance. Hinsichtlich der CO2-Bilanz ist das unkritisch, da die Menge an jährlich nachwachsendem und wiederaufgeforstetem Baumbestand größer ist als das, was pro Jahr verheizt wird.

    Also ich kenn da nen Förster, der erzählt mir das ein Baum viele Jahre braucht bevor er überhaupt als Nutzholz verwertet werden kann und wenn du den Fragst ob es überhaupt möglich ist in gleichem Maß Baumbestand aufzuforsten wie dieser verbrannt wird dann kannst du dir sicher sein das er irgend einen Satz mit Milchmädchenrechnung los lassen wird.

    Fakten, wieviele Festmeter Holz verbraucht nur ein einzelner Haushalt übers Jahr. Ob das nun Holz ansich, oder Pallets sind ist erstmal unwichtig. Und wieviele nutzbare Festmeter Holz wachsen in einem Jahr nach? Nein die Rechnung funktioniert nicht weil du immer um die 10 Jahre warten mußt bis das Holz soweit gewachsen ist das es nutzbar ist. Aber kein Wald hier liefert soviel Brennholz das du 10 Jahre Zeit überbrücken kannst, das Nutzholz ist in wenigen Jahren weg und die Aufforstung noch nicht nutzbar. Würde ein Baum nach ein, zwei Jahren wieder die gleiche Menge an nutzbaren Holz liefern, ok. Aber die Natur spielt da nicht mit.

    Ach ja und es gibt inzwischen genügend Forscher die behaupten Aufforsten sei auch schlecht für den Klimawandel, das richtige Rezept wäre Wälder nicht abzuholzen!

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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  • Reini
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    • 14. April 2009 um 18:23
    • #52

    schnellwachsendes Hartholz und kann im 3-jährigem Rythmus geerntet werden

    http://paulownia.de/Werbung.html

    Nachteil, ist die Wurzelbildung

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • FF
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    • 14. April 2009 um 18:32
    • #53

    @ Kracky: selbstverständlich dauert es Jahrzehnte, bis der einzelne Baum, den dein Förster umhaut, nachgewachsen ist. Schneller geht es nur in Asterix Trabantenstadt... :wink:

    Aber jeder Baum vergrößert unabhängig von seinem Alter jedes Jahr seine Holzmasse, frisch gepflanzte ebenso wie alte Bäume. Niemand spricht davon, alles abzuholzen und von 0 an wieder anzupflanzen, die Mittelung macht´s. Eine Zahl von X Bäumen mit durchschnittlichem Alter wächst im Jahr um Y Festmeter. Jetzt kann man einen gewissen Prozentsatz von X fällen und wieder anpflanzen, ohne dass das DUrchschnittsalter und damit der nachwachsende Anteil Y nennenswert fällt. Pflanze ich genau diesen Prozentsatz an gleichen Sorten wieder an, halte ich den Bestand auf gleichem Niveau. Pflanze ich mehr an, forste ich auf. Genau das passiert in Deutschland seit mehreren Jahren. Die Sortenmischung muss/soll sich dabei nicht einmal verändern.

    Neben meiner beruflichen Beschäftigung mit dem Thema habe ich auch eine Förster in der Verwandschaft :grin:

    Gruß FF

  • Kracky
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    • 14. April 2009 um 18:45
    • #54
    Zitat von "FF"

    @ Kracky: jeder Baum vergrößert unabhängig von seinem Alter jedes Jahr seine Holzmasse, frisch gepflanzte ebenso wie alte Bäume. Niemand spricht davon, alles abzuholzen und von 0 an wieder anzupflanzen, die Mittelung macht´s :wink: Die Sortenmischung muss sich dabei nicht einmal verändern.

    Gruß FF

    Das sage ich ja auch nicht, nur die Masse der uns zur Verfügung stehenden Bäume ist nicht so groß als das diese ausreichen würde um zu warten das neu aufgeforstetes Holz erntereif ist. Es läuft zwangsläufig auf 0 Raus und das ist jetzt schon ein Problem laut Förstern seit diese Palletsoffensive die letzten Jahre um sich grieft. Wie soll das aussehen wenn wir alle darauf zugreifen?

    Reini, ich lese da aber was von 10-12 Jahren Erntereife?

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  • Reini
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    • 14. April 2009 um 19:03
    • #55
    Zitat von "Kracky"

    Reini, ich lese da aber was von 10-12 Jahren Erntereife?


    die Paulownia Faustralia weiter unten auf den Bildern nach 3-Jahren (20-35cm im Durchmesser) erntereif.
    Daraus werde Hackschnitzel gemacht die dann letzendlich Strom erzeugen....... die Abwärme fliesst in die umliegen Häuser und ins Industriegelände als Heizungsersatz

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Kracky
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    • 14. April 2009 um 19:48
    • #56

    Da lese ich: Erntemodus : Ernte nach 6 – 8 Jahren = 3,5m X 4,0m
    nach 10 – 12 Jahren = 4,0m X 4,5m

    Ich lese da was von pflegebedarf in den ersten drei Jahren aber Erntereif?

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  • Reini
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    • 14. April 2009 um 20:04
    • #57

    so richtig tief habe ich mich in diese Materie nicht eingearbeitet, da es vom Wurzelwerk her nicht für mich in Frage kommt.
    Allerdings ist beim Kollegen der Großteil der Stromproduktion darauf aufgebaut; und laut seiner Aussage ist die Paulownia alle 3 Jahre erntereif, so dass praktisch jede 3 Pflanze pro jahr geerntet wird....

    was da steht ist der Pflanzabstand je nach Erntemodus...

    egal, ich werde berichten wenn das ganze dann in Produktion ist.

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • FF
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    • 14. April 2009 um 21:37
    • #58
    Zitat von "Kracky"

    Das sage ich ja auch nicht, nur die Masse der uns zur Verfügung stehenden Bäume ist nicht so groß als das diese ausreichen würde um zu warten das neu aufgeforstetes Holz erntereif ist.


    Das ist nicht korrekt. Seit Jahrzehnten ist die jährlich nachwachsende Holzmenge in Deutschland deutlich größer als der Einschlag, je nach Quelle zwischen 30-40%, und die Waldflächen sind seit dem Krieg in Deutschland kontinuierlich gewachsen - mit Ausnahme einzelner Jahre mit extremen Sturmschäden (Lothar und Kyrill); die Gesamtbilanz ist dennoch deutlich positiv.

    Du rechnest einfach falsch: Mengen bezogene Nachhaltigkeit ist gegeben, wenn die Summe der neu gepflanzten bzw. von selbst nachwachsenden Bäume plus die Menge an nachwachsendem Holz im verbleibenden Bestand größer ist als die Summe der geschlagenen oder von selbst abgestorbenen Bäume.

    Gruß FF

    P.S.: je nach Verwendung hat Holz für die CO2-Bilanz darüber hinaus noch positives Potential. Bauholz z.B. dient auch als langfristiger CO2-Speicher - zusätzlich zur Lebensdauer des Baums selbst kommt noch die Lebensdauer des Gebäudes dazu, in dem das Holz verbaut ist, da der Verrottungsprozess und damit das Freiwerden des im Holz gebundenen CO2 erst nach Abriss des Gebäudes bzw. Ausbau des Holzbauteils beginnt. Jeder m³ verbautes Holz vergrößert damit die insgesamt gebundene CO2-Menge.

    Baut mehr W-Bins! :grin:

  • treibsand
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    • 14. April 2009 um 22:29
    • #59

    Wenn du schon die Nachhaltigkeit ins Spiel bringst:
    zwecks CO2 Reduzierung wäre es ja schön, wenn die Holzmenge insgesamt wachsen würde. Also nicht nur nachhaltige Wirtschaft, sondern auch eine deutliche Vergrösserung der Forste weltweit!

    Komischerweise ist zwar in den Industrieländern teilweise langfristiges Denken angesagt - aber irgendwoher kommen immer noch HolzIMPORTE. Und solange der Regenwald deutlich schrumpft bzw. die bewaldete Fläche weltweit abnimmt, ist deine Rechnung für die Füsse...
    Es werden ja aus den Flächen - vor allem in Südamerika - die Energiebedürfnisse in anderen Regionen quersubventioniert. Auch Nahrungsmittelimporte müsstest du einrechnen.

    Wenn du mir oben vorwirfst, ich verbreite eine urbane Legende (mach ich übrigens absichtlich), dann musst du aber auch mal den gesamten Text lesen. Unsere Energiebilanz bedarf DRINGEND einer globalen Betrachtung, bevor die dritte Welt unseren Stand erreicht. Das Klima verhält sich nämlich auch global, wenn ihr schon über Klimawandel diskutieren wollt.
    Den gesamten Umfang unseres Handelns können wir genausowenig absehen, wie die Gründe für einen (nicht zu leugnenden) Klimawandel.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • FF
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    • 15. April 2009 um 08:35
    • #60

    Stimmt. Und weil man auf die anderen 200 Nationen ja sowieso keinen Einfluss hat, lässt man es am besten gleich. Ich muss jetzt in den Obi, ich brauche noch eine neue Stihl für meinen Brasilienurlaub im Sommer...

    Gruß FF

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