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Backline an 220V Trenntraffo

  • Chriss
  • 24. Mai 2007 um 22:17
  • Chriss
    Gast
    • 24. Mai 2007 um 22:17
    • #1

    Leider kommt es ab und zu mal vor (gott sei dank seeehr selten) das über das vom Veranstallter gestellte Stromnetz storungen in die Tonanlage einstreuen. Eigentlich sind davon meist nur Gitarrenverstärker und keyboards betroffen. Di Boxen und ähnliches im Signalweg hilft natürlich nichts da das Störsignal schon bei der Signalquelle auftritt. Gitarrenamp brummt auch wenn keine Gitarre angeschlossen ist.
    Für solche Fälle hat uns leider immer nur ein Aggregat geholfen.
    Und jetzt meine Frage ..würde ein 220V Trenntraffo ebenfalls diesen Effekt erziehlen. Wie siehts mit der Erdung aus..

    -Chriss

  • peter2802
    Verifiziert
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    • 25. Mai 2007 um 07:11
    • #2
    Zitat von "Chriss"

    .... Wie siehts mit der Erdung aus..

    Sollte wohl kein Problem sein, da Du hinter dem Trenntrafo (wie der Name schon sagt) vom eigendlichen Netz "getrennt" bist.
    Für Gitarristen schon nicht schlecht!!
    Ich war vor 15-20 Jahren öfters mit dem NDR auf VAs, sobald deren Ü-Wagen vor Ort war haben die Kollegen immer vor jeden Amp, etc. einen eigenen Trenntrafo angeschlossen.

    Ich kenne auch eine PA-Firma, die hatten damals in Ihrem Strom-Rack einen fetten Trenntrafo der nur die Backline versorgte. Ich weiß aber nicht, ob das heute noch Sinn macht ????

    mfg.
    Peter

  • Online
    Insomnia
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    463
    • 25. Mai 2007 um 07:33
    • #3
    Zitat von "peter2802"

    Nach einem Trenntrafo hast Du keine Erdung mehr!
    Der Sinn vom Trenntrafo ist, eine potentialfreie Spannung zur Verfügung zu stellen. Die Erdung vom Eingang darf nicht zum Ausgang durchverbunden sein.

    Und mitllerweile haben wir 230 Volt :lol: :lol:

    Aber zur ursprünglichen Frage: es kann helfen, muß aber nicht.
    Aber wenn Dir das Ding nicht zu schwer ist, kann es sicher nicht schaden einen zum Ausprobieren dabei zu haben.

    Gruß
    Insomnia

  • bemi
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    1.755
    • 25. Mai 2007 um 07:54
    • #4

    Kommt auch drauf an, was die Stoerungen verursacht. Irgendwelche Spitzen oder Brutzeln geht auch ueber den Trafo fast unveraendert durch ...

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • bwaack
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    250
    • 25. Mai 2007 um 08:26
    • #5

    Der Trennrtrafo macht die Leitungen der Netzversorgung potentialfrei, was in seinem besonderen Fall das Risiko eines tödlichen Elektrounfalls verringert, und den Schutzleiter in seiner Funktion überflüssig macht. Deshalb sind die Ausgänge eines Trenntrafos meist ohne Schutzkontakt ausgeführt.

    Das hilft immer dort gegen Störgeräusche wo auch der fachgerechte Einsatz einer DI-Box geholfen hätte, und dort, wo hochfrequente Störungen auf dem Schutzleiter herumtoben, die dort nicht hingehören. Letzteres ist äußerst selten der Fall.

    Verstärker, die schon ohne angeschlossene Quelle (und auch ohne Eingangskabel) brummen, sind meist selbst nicht ganz in Ordnung.

    Ich halte es für unwahrscheinlich, dass du häufiger auf Stromnetze triffst, für die ein Trenntrafo die einzige Lösung ist. Häufiger sind Situationen, in denen solche Störungen tatsächlich über Funk oder Induktion (bei angeschlossener Gitarre) eintreten. Hier hilft ein Trenntrafo meist nicht und kann die Störgeräusche sogar erhöhen.

    Keyboard-Brummen lässt sich immer durch den Einsatz von DI-Boxen in den Griff kriegen, von den wenigen Ausnahmen einiger altertümlicher E-Pianos oder Clavinets abgesehen.

    Häufigste Ursache für Brummstörungen sind Brummschleifen, die sich durch DI Boxen unterdrücken lassen.

    Grüße
    B.

  • cheesy
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    579
    • 25. Mai 2007 um 08:50
    • #6

    Moin,

    ich bin mir nicht sicher, aber ich habe noch so im Hinterkopf, das beim Verwenden von Trenntransformatoren das Anschließen vom mehreren Geräte (also 3-fach Steckdosen, ganze Backline etc.) garnicht zulässig ist. Ausnahme: wenn eine Netzüberwachung (Isolierüberwachung) installiert ist. Diese zeigt an, wenn ein Gerät einen Defekt (Erd-Schluß oder Gehäuse-Schluß) hat. (--> IT-Netzart, hat nichts mit EDV zu tun ;)

    Aber wie alle anderen auch sagen, eine gute DI-Box ist leichter, billiger und funktioniert i.d.R. genauso gut (und das Signal ist symetrisch).

    Gruß
    <cheesy>

  • buzz
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    1.248
    • 25. Mai 2007 um 09:22
    • #7

    Cheesy hat es erfasst:

    wenn an einen Trenntrao sekundärseitig mehr als ein Gerät angeschlossen wird, sind sehr gefährliche Situationen möglich.
    Daher sind in derartigen Fällen z.B. Isolationsüberachungsgeräte unbedingt notwenig.

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • tufkadib
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    2.687
    • 25. Mai 2007 um 14:03
    • #8

    Hallo,

    Zitat von &quot;cheesy&quot;

    ich bin mir nicht sicher, aber ich habe noch so im Hinterkopf, das beim Verwenden von Trenntransformatoren das Anschließen vom mehreren Geräte (also 3-fach Steckdosen, ganze Backline etc.) garnicht zulässig ist.

    es ist zulässig, aber es muß ein erdfreier Potentialausgleich zwischen den Gehäusen der Geräte da sein.

    MfG

    DirkB

  • andy006
    Verifiziert
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    • 25. Mai 2007 um 18:49
    • #9
    Zitat von &quot;bwaack&quot;


    Häufigste Ursache für Brummstörungen sind Brummschleifen, die sich durch DI Boxen unterdrücken lassen.

    :shock: :shock:

    Wenn wir bauen dann sehen wir zu das wir keine "Brummschleifen" einbauen und wenn es nicht vermeidbar ist dann gibts eine Trick7-kiste um die Störspannungen zu eleminieren und nicht mit der DI-Box zu werkeln weil das geht nur in den Fällen wofür die DI-Box gebaut wurde.

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 25. Mai 2007 um 19:45
    • #10
    Zitat von &quot;bemi&quot;

    Kommt auch drauf an, was die Stoerungen verursacht. Irgendwelche Spitzen oder Brutzeln geht auch ueber den Trafo fast unveraendert durch ...

    Ich nenne als mögliche Alternative den guten alten Umformer ( E-Motor mit nachgesetztem Generator), kenn das aus der Fa., diese Geräte erzeugen den Strom komplett neu und kennen von daher auch keine Spitzen, kein Bruzzeln und sonstiges. Im Leistungsbereich <5kW durchaus noch transportierbar. Sicherheit, siehe Buzz, das Gerät macht erdfrei.

    Nachteil: nicht völlig lautlos, raus damit wenn nötig 8)

    lG Manuela.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • buzz
    Profi
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    1.248
    • 25. Mai 2007 um 19:52
    • #11

    Als alter Hobbyschweisser habe ich die mechnischen Umformer kennen und lieben gelent - so einen sauberen Schweissstom bekommt man auf keine andere (bezahlbare) Weise...

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz (der, als bekenneder Werkzegfetischist, seinen Schweissgeneator nur für sehr viel Geld hergeben wird...)

    Hier geht's weiter...

  • de-sigie
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    • 31. Mai 2007 um 00:07
    • #12

    zur di-box: überlgt doch mal kurz was eine di box wirklich tut...die wandelt impedanzen und hat nebenbei noch einen groundlift...das ist noch lang nicht galvanisch getrennt...
    ich empfehle trafos im audio-signalweg. wenns im gitarrenboard schon auftritt auch gerne mal in der line ausführung und OHNE impedanzwandlung

  • andy006
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    • 31. Mai 2007 um 15:09
    • #13
    Zitat von &quot;de-sigie&quot;

    zur di-box: überlgt doch mal kurz was eine di box wirklich tut...die wandelt impedanzen und hat nebenbei noch einen groundlift...das ist noch lang nicht galvanisch getrennt...
    ich empfehle trafos im audio-signalweg. wenns im gitarrenboard schon auftritt auch gerne mal in der line ausführung und OHNE impedanzwandlung

    ÄÄHHMMMM Deine DI-Boxen haben keinen Trafo??? :shock: :shock:

    Bei mir kommt immer ein trafosymmetriertes Signal raus - zumindest bei den DI's!

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • Schrumpeln
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    908
    • 31. Mai 2007 um 15:42
    • #14

    zumindest bei den passiven Varianten. Bei aktiven DI Boxen ist nicht immer oder besser gesagt recht selten ein Trafo mit drinnen.

    Einmal editiert, zuletzt von Schrumpeln (31. Mai 2007 um 16:41)

  • tufkaklto
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    • 31. Mai 2007 um 15:49
    • #15

    Ich hab mir Neutrik Trenntrafos besorgt und in kleine Gehöuse eingebaut.
    Weil eben DI nicht immer helfen. Und eben auch der Groundlift nicht unbedingt die Lösung sein muß.
    bwaack hat da mal eine sehr interessante Abhandlung zu Masse geschrieben :D

    Viele Brummereien kann man im Vorfeld schon eliminieren,wenn man sich Gedanken zum Verkabeln macht.

    Einen Trenntrafo würd ich als Lösung für absolute Notfälle sehen, schön wenn man sowas hat.
    Wenn allerdings solche Probleme auftreten, hat man vermutlich irgendwo im Vorfeld schon was falschgemacht ( oder wer anderer )


    Nur als Beispiel: Video und Ton, das ist so ne Sache. Da kommen viele her und schauen, das Video mit dem Beamer wo anders auf dem Strom hängt. Der Video Fritze hängt dann seine Beamer an irgendeine Steckdose. Und zieht kabel zum FOH
    Dann sitzt die Video Regie beim FOH und schickt Dir auch noch ein Signal.
    Super Brummschleife kreiiert :shock:
    Hätt ich das Video von Haus aus in meine Stromverteilung einbezogen, dann hätten wir die gleiche Erdung, beim überlegt verkabeln keine Potentialunterschiede und alle wärn wir glücklich.

    Das nur als Beispiel, da das viele kennen.
    Wenn ich mir bei der Backline auch genau überlege, wo ich die hinhänge, dann ist das auch so.

    Die Verwendung von trenntrafos sollte eher die letzte Notlösung sein.
    Und nicht ein Standard

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  • Schrumpeln
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    • 31. Mai 2007 um 16:47
    • #16

    Wenn die Trenntrafos nicht so schwehr wären, dann könnte man die ja als Notfall-Reserve gerne mitschleppen, aber Kupfer wiegt helt eine Menge.

    Ich habe auch schon das ein oder andere mal zum Trenntrafo gegriffen, wenn der Fender Bassman oder irgen ein alter Amp brummen wie verrückt und es ist einfach nicht weg zu bekommen. Bei so mancher Musik kommen ja auch ruhige Stellen vor und dann sollte es auch auf der Bühne leise sein. Da hilft einfach keine DI. Aber ein Trenntrafo kann abhilfe schaffen.
    Meistens hat man ja nur einen Verstärker den man verartzen muss, wenn es mehrere sind hat man meist was anderes falsch gemacht, oder die Band sollte mal mit ihrem Equipment zum Service-Doctor gehen. :roll:

  • tonmischer
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    205
    • 31. Mai 2007 um 22:33
    • #17

    moin,

    ich hatte mal ein keyboard auf tournee, das wie verrueckt gebrummt hat. den fehler habe ich nicht rausgekriegt, geholfen hat ein Insert-Kabel, von dem das Ring-Signal auf die D.I.-Box gesendet wurde.
    Keine Ahnung wieso sowas geht. Weiss momentan gerade nicht, welches Keyboard es war... Bezeihnung wird nachgeliefert.

    lg

  • tonmischer
    Beiträge
    205
    • 31. Mai 2007 um 22:44
    • #18

    na also, hab nachgefragt, das war ein
    Yamaha PSR 450. greetz

  • habu
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    59
    • 1. Juni 2007 um 13:01
    • #19

    Hallo Gemeinde,
    ich lese jetzt schon einige Jahre hier mit und habe leider noch nicht viel hier gepostet, da auch einige von mir sehr geehrten Kollegen oft schon die Antworten gegeben haben die ich auch gegeben hätte. Also habt bitte etwas nachsicht mit mir.
    Nun zum Thema ich halte es eigentlich schon immer so, dass ich meine Stromverteilung so konzipiere, das die Backline von mir mitversorgt wird.
    Das hat den großen Vorteil, das wir das gleiche Potenzial haben. Als kleinen nebeneffekt weiß ich auch immer sofort wo die Sicherungen bzw. die RCD´s sind wenn mal was ausfällt. Damit sollten eigentlich keine Probleme mer auftauchen die sich nicht mit einer DI -Box oder einem Line- Übertrager in den griff bekommen lassen. Fals es dennoch zu Brumm kommen sollte ist höchstwahrscheinlich das Gerät selbst deffekt.
    Dass soll jetzt nicht die absolute Wahrheit sein, aber ich habe die Letzten ca. 18 Jahre so keine größeren Probleme gehabt.

    Gruß Hans Buschbach

  • tufkaklto
    Profi
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    1
    Beiträge
    7.116
    • 1. Juni 2007 um 14:07
    • #20

    DAnke, genau das wars, was ich auch vermitteln wollt.
    8)

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