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Problem mit langer NF-Leitung

  • bastler
  • 9. Juli 2007 um 12:12
  • bastler
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    • 9. Juli 2007 um 12:12
    • #1

    Ich hatte am Wochenende ein Problem mit einer recht langen NF-Leitung, aber zuerst mal was zum System.
    Für eine Stadionbeschallung hatte ich an 3 Positionen mit relativ großem Abstand Beschallungssysteme aufgebaut.
    An Position 1 war ein HK Amprack mit 2 VX 2400 AMps eingesetzt, an 2 und 3 je ein Dynacord Cobra 4 Amprack mit je 2 L2400.
    Das 1. Amprack war dabei ca. 50m das 2. 150m und das dritte ca. 270m vom Pult entfernt. Die NF-Verkabelung wurde wegen der langen Wege mit 2x 0,5 mm² XLR-Kabel durchgeführt.
    Die Stromversorgung wurde entgegen der NF-Verkabelung verlegt, d.h. das 3. Amprack war am nächsten am Hauptverteiler, dann kam das 2., das 1. und am Schluss das Pult. Die Kabelquerschnitte der Stromkabel für die PA waren ausreichend, 16 mm² vom Verteiler bis zum 2. Amprack, ab da 10mm² bis zum 1. Rack und weiter mit 6 mm² bis zum Pult.
    Außer den Ampracks hingen keine größeren Verbraucher an der Leitung, die Spannung wurde auch wärend dem Betrieb gemessen und war in Ordnung.

    Bei geringem bis mittleren Pegel funktionierte das System tadellos, doch als es während der Veranstaltung lauter wurde fing plötzlich das letzte System in der Kette an zu verzerren. Ich habe keine Erklärung dafür, das Problem konnte ich durch den Einsatz eines Line-Trafos in der NF-Leitung unmittelbar vor dem letzten Amprack beheben, allerdings ist mir die Ursache nicht ganz klar.

    Vielleicht kann mir von euch ja jemand weiterhelfen.

    Gruß
    Michael

  • derautor
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    • 9. Juli 2007 um 13:37
    • #2

    Hast Du die NF sternförmig verlegt oder von Rack zu Rack durchgepatcht?

    Schwer zu sagen, was das war. Vielleicht Oszillation in der Eingangsstufe aufgrund hoher kapazitiver Belastung durch die lange Zuleitung?


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • bastler
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    1
    • 9. Juli 2007 um 13:42
    • #3
    Zitat von "derautor"

    Hast Du die NF sternförmig verlegt oder von Rack zu Rack durchgepatcht?

    Die Leitungen waren von Rack zu Rack durchgepatcht.

  • Audiowerk
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    2.757
    • 9. Juli 2007 um 20:59
    • #4

    Durchgepatcht? Das letzte Rack hatte also knapp 500 Meter Kupfer bis zur Quelle? Hm, Symmetrie hin oder her, aber auch ein 2V-Signal aus einer guten Pultvorstufe fängt irgendwann an zu zittern, wenn es gegen 500 Meter Kapazität antreten muss...

  • tufkaklto
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    7.116
    • 9. Juli 2007 um 21:59
    • #5

    Es ist die Länge und Menge der Ansteuerungen in Kombination.
    Ein Line Treiber dazwischen würde da sicher helfen

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • tufkail
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    288
    • 9. Juli 2007 um 22:08
    • #6
    Zitat von "starstage"

    Durchgepatcht? Das letzte Rack hatte also knapp 500 Meter Kupfer bis zur Quelle? Hm, Symmetrie hin oder her, aber auch ein 2V-Signal aus einer guten Pultvorstufe fängt irgendwann an zu zittern, wenn es gegen 500 Meter Kapazität antreten muss...

    Stimmt. Enstreuengen von jeglichem Hoch- und Niederfrequentem Schrott, welcher in der Nähe arbeitet sind nicht unerheblich. Es gibt doch irgendwelche Kästchen, die z.B. für längere Guitarren-Kabel das Signal auf möglichst niederohmige Impedanzwerte heruntertransformieren. Irgendwo in der Mitte könnte man einen kleinen Vorvertärker oder so zwischennschalten, und am Ende dann wieder hochtransformieren.
    Hab mich jetzt zwar mehr oder weniger fachwidrig ausgedrückt, aber vielleicht fallen einem oder anderem die richtigen Fachnamen für das beschriebene Zeug ein.

  • treibsand
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    1
    • 10. Juli 2007 um 00:13
    • #7
    Zitat von "klauston"

    Es ist die Länge und Menge der Ansteuerungen in Kombination.
    Ein Line Treiber dazwischen würde da sicher helfen


    Das wäre auch meine Vermutung. Wenn du die Inputs der einzelnen Amps in den Racks dann auch noch parallel schaltest, bekommt der Ausgangstreiber im Pult schnell das kotzen. Das merkst du dann nach ein paar hundert Metern...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • bastler
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    1
    • 10. Juli 2007 um 08:38
    • #8
    Zitat von "treibsand"


    Das wäre auch meine Vermutung. Wenn du die Inputs der einzelnen Amps in den Racks dann auch noch parallel schaltest, bekommt der Ausgangstreiber im Pult schnell das kotzen. Das merkst du dann nach ein paar hundert Metern...

    Wenn die Ausgangstreiber in die Knie gehen müsste das Signal doch an allen Ampracks schlecht sein, oder nicht?
    Die Inputs der einzelnen Amps waren natürlich nicht parallel geschaltet, davor war ja jeweils noch ein Systemcontroller je Rack.
    Und es waren auch keine 500m Kabel sondern 270m.

    Gruß
    Michael

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 10. Juli 2007 um 13:09
    • #9

    So ganz trivial ist das Problem nicht, da nur ein Rack betroffen war. Schwierigkeiten des Ausganges würde ich nicht annehmen, dann wären alle Racks betroffen gewesen. Außerdem sollte man von ernstzunehmenden Ausgängen erwarten können, daß sie einige Kabelkapazität treiben können, ohne irgendwelche Nebeneffekte (Frequenzgangbeeinflussung, Verzerrungen, Schwingen) zu erzeugen.

    Ich könnte mir eher vorstellen, daß es irgendwelche von außen eingestreuten Störungen waren, die nur das letzte Rack betrafen und auch nicht auf der Leitung zurück ins nächste Rack kriechen konnten.

    Schlußfolgerung: Übertrager an den Eingängen, die Eingänge zusätzlich bandbreitenbegrenzt, lösen eine Menge Probleme. :)

    MfG

    DirkB

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