Was benutzen die „Stars“, dass die Orginalaufnahmen so gut klingen?? Ich meine natuerlich die Gesangstimmen? Und genauer: es klingt bei jeden Anlage gut – die Proportionen zwischen Gesang und Musik sind immer optimal… Und die Dynamik ist meistens auch super… Kann man so etwas auch beim live singen erhalten?? (abgesehen davon, dass mann eine gute Stimme braucht…) Macht es vielleicht der Compressor??
Mit freundlichen Grüßen - Christoph
Was braucht man, damit die Gesangsstimmen live so gut... .??
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krzysztof schwierz -
14. Juli 2007 um 13:11
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Zitat von "Krzysztof Schwierz"
Was benutzen die „Stars“, dass die Orginalaufnahmen so gut klingen?? Ich meine natuerlich die Gesangstimmen?
Ein Studio. Möglichst eins mit guter Akustik, damit die rohen Gesangsaufnahmen nicht den Raumeindruck einer Telefonzelle mitbringen.
Auf einer Bühne mit (lauter) Liveband wirst du so etwas nie hinbekommen. Warum sonst wird wohl im Fernsehen und bei vielen Präsentationen und Galas fast ausschließlich mit Halb- und am liebsten gleich mit Vollplayback gearbeitet..? -
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...ich spiele auch in einer Blaskapelle, da ist die Dynamik, vor allem bei Wettbewerben sehr wichtig...

PS. benutzt vielleicht jemand den Kompressor im Korg PA1X?? Ich habe dieses Instrument, bin mir aber nicht so sicher, ob ich den KOmpressor richtig einstelle... ??
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Krzysztof das kommt doch eher umgekehrt zum Sinn.
Sofern dein Mic am Instrument befestigt ist hält sich das ja noch in Grenzen, bei Stativen siehts dann krass aus ... deswegen ja der Kompressor, um die Lautstärkeunterschiede einigermaßen auszuregeln, was nichts anderes ist als eine Verringerung der Dynamik. Und übertreibst du es damit dann redet dein Techniker von "totkomprimiert"
lG Manu
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Irgendwie kommt mir bei der Diskussion der alte Witz (ist es wirklich einer?) in den Sinn:
Tontechniker zum Schlagzeuger: "Spiel doch mal mit ein wenig mehr Dynamik!"
Antwort: "Wieso? Ich spiel doch schon so laut ich kann!" -
Hmmm.... "Kompressor, um die Lautstärkeunterschiede einigermaßen auszuregeln, was nichts anderes ist als eine Verringerung der Dynamik" - Du hast ja eigentlich voll Recht - die die leisesten Toene werden lauter und die zu lauten werden abgesenkt... - so etwa?? aleso wird die Dynamik, wie Du schreibst verringerd...
Also kann die Antwort fuer mich so lauten: Kompressor kann gut sein, aber was zu viel ist, kann nicht einmal ein Schwein auffressen
??
mfg - Christoph -
Zitat von "Krzysztof Schwierz"
Du hast ja eigentlich voll Recht - die die leisesten Toene werden lauter und die zu lauten werden abgesenkt...
genau das schrieb ich hier im Forum auch mal, und hatte sofort laute Widersprüche

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"genau das schrieb ich hier im Forum auch mal, und hatte sofort laute Widersprüche "
...wissen wohl nicht alle, das ganze Zeit FORTE nicht = dynamisch ist

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Aber Dynamik ist bei aktueller Unterhaltungsmusik kaum bekannt.
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Zitat von "Krzysztof Schwierz"
die die leisesten Toene werden lauter und die zu lauten werden abgesenkt... - so etwa?? ..
fast -
eigentlich werden nur die lauten Töne nicht mehr ganz so laut... aber das genügt ja schon, um die Dynamik abzusenken.
Mit den leisen Tönen passiert so erstmal nichts. Aber die Schallspitzen werden reduziert und das trägt insgesamt zu ein etwas leiserem Gesamtempfinden bei, weshalb man dann das ganze in der Summe wieder etwas lauter dreht (meist am "Output-Gain" des Kompressors). -
Der Vollständigkeit halber muss man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Kompressordesigns unterscheiden: Es gibt natürlich auch welche, die die Dynamik in beide Richtungen bearbeiten. Will heißen, überschreitet das Eingangssignal den Threshold, senkt der Kompressor ab, fällt der Eingangpegel stark ab, verstärkt der Kompressor nach, um möglichst immer kontanten (hohen) Ausgangspegel zu liefern.
Letzteres hat bei Extremeinstellung nicht selten gewaltige Rauschfahnen zur Folge, deshalb finden solche "Sustainer" eigentlich auch nur als reine Effektgeräte, z.B. für elektrische Gitarre (Boss CS-3 ist ein gutes Beispiel) Verwendung.
Im Studio- und PA-Wesen aber wird, wie mringhoff schon schrieb, mit dem Kompressor üblicherweise nur abgesenkt, nicht angehoben, und der Pegelverlust mit dem Output-Regler ausgeglichen.
es grüßt
derautor
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...also kann man einen Konpressor bei einer bestimmten aufstellung auch als einen Limiter benutzen??

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Genau richtig. Ein Kompressor mit einem Ratio von 1:unendlich ist ein Limiter. Wobei jetzt bestimmt die Diskussion anfängt: Was ist ein Limiter? Da gibt es auch verschiedene...

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Zitat von "Manuela"
genau das schrieb ich hier im Forum auch mal, und hatte sofort laute Widersprüche

... die Du mithilfe eines Kompressors bestimmt gleich wieder leiser gemacht hast. Oder etwa nicht?
Viele Grüße
Jo -
Zitat von "Krzysztof Schwierz"
... die leisesten Toene werden lauter und die zu lauten werden abgesenkt... - so etwa?? aleso wird die Dynamik, wie Du schreibst verringerd ...
Leuts, Ihr macht Euch das zu einfach!
Durch einen Compressor und/oder Limiter verringere ich die TECHNISCHE Dynamik. Also senke die lauten Stellen im Pegel ab und (wenn ich am Gain oder Output Volume des Compressors anhebe) hebe die leisen Stellen an, so dass die Unterschiede zwischen leisester und lautester Stelle deutlich geringer werden.
Das gibt dem Künstler aber die Möglichkeit, die MUSIKALISCHE Dynamik zu erhöhen. Soll heissen, er/sie kann flüstern und wird immer noch gehört. Er/sie kann brüllen, und die Anlage operiert pegeltechnisch trotzdem im grünen Bereich. Ohne einen Compressor müsste der Künstler vielleicht die Dynamik seiner Darbietung einschränken, sonst würde er bei leisen Passagen nicht gehört oder würde mit lauten Passagen die Anlage beschädigen.
Warum wir pegeltechnisch reduzierte Signale trotzdem als laut wahrnehmen: Die Wahrnehmung von Dynamik hat ja (mindestens) zwei Komponenten - einmal der reine Pegel, einmal das Obertonverhalten. Ein Beispiel: Schlage eine Pianotaste sehr sanft an - der Ton ist leise und auch hat nicht allzuviele Obertöne. Nun schlage die Taste immer lauter an - der Ton wird (a) lauter und (b) obertonreicher. Durch (richtigen) Einsatz eines (guten) Compressors verringerst Du die Lautstärkeanhebung, lässt aber das Verhalten der Obertöne nahezu unangetastet. Das Gehör kriegt mehr Obertongehalt mit und zieht daraus den Schluss "es wird lauter". Isses aber gar nicht, oder zumindest kaum. Yo, so is das.
Viele Grüße
Jo