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das sm57 und seine popularität

  • hardgated
  • 10. Oktober 2007 um 00:56
  • wurzlsound
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    • 9. Mai 2008 um 03:26
    • #81

    Ahoi...

    Auch wenn diese Diskussion schon etwas älter ist, gebe ich nun auch noch meinen Senf dazu. Irgendwie bekommt man beim lesen hier im Forum meistens den Eindruck, daß jeder immer die optimalen Bedingungen vorfindet wie zum Beispiel sauber gestimmte Drums, 1A klingende Sääle und disziplinierte Musiker.

    Das SM 57 benutze ich für Snare, Toms und alle Stromgitarren. Es zickt nicht, es ist robust, man benötigt keine verbogenen EQ-Einstellungen, es rockt mit seinem Eigensound und es wird nicht so oft geklaut wie ein Neumann :D:D:D Gut gestimmte Schlagzeuge im Rock n Roll Betrieb kommen mit nem SM 57 richtig gut rüber... allerdings klingen schlechte Drumkits auch mit Neumännern nicht besser.
    Für akustische Geigen ist es mit Sicherheit nicht die erste Wahl obwohl ich auch schon Country-Western Fiddles damit erfolgreich rübergebracht habe.
    Meine Kunden wollen nicht wissen welche Mikros ich mitbringe... meine Kunden wollen eine problemlose Veranstaltung mit nem guten Sound und den bekommen sie auch. Wird wohl am SM57 liegen :lol:

    Gruß Tom :D

    Tom Pawlowski
    Laerfeldstr. 39
    44803 Bochum
    0234 355475
    0171 3105237

  • tufkaklto
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    • 9. Mai 2008 um 08:16
    • #82
    Zitat

    Das SM 57 benutze ich für Snare, Toms und alle Stromgitarren. Es zickt nicht, es ist robust, man benötigt keine verbogenen EQ-Einstellungen, es rockt mit seinem Eigensound

    an den Toms kommt bei mir ein 57er normalerweise gar nicht mehr hin.
    Gitarre auch nicht.
    Ausser es is nix anderes da und ich hab meine mics nicht mit.

    Da gibt es schon sooo viel esseres in der Zwischenzeit.
    Und gerade beim 57er muß man meiner Meinung nach an genannten schon eher sehr zum EQ greifen

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  • guma
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    • 9. Mai 2008 um 08:57
    • #83

    Suppi, ein Thread von gestern, für die "Standardmeinung" :D

    ... keine verbogenen EQ- Einstellungen ??? :D:D

    ... und robust ? :D:D:D

  • Online
    niggles
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    • 9. Mai 2008 um 09:22
    • #84
    Zitat von "guma"

    ... und robust ? :D:D:D

    ...sagen die, die entweder nix anderes kennen oder nur mit der eigenen Band unterwegs sind. Die anderen wollen die Teile nur noch ungern an den Toms haben, nachdem der eine oder andere Schlagzeuger mal eins von der Plastikkappe befreit und vielleicht sogar mit einem zweiten Treffer komplett ins Jenseits befördert hat. Auch Legenden haben ihre Grenzen...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Lamia
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    • 9. Mai 2008 um 15:51
    • #85
    Zitat von "niggles"

    Auch Legenden haben ihre Grenzen...

    Das müsste eigentlich in die Zitatsammlung aufgenommen werden.
    Wirklich schön gesagt.

    - Alex -

  • christopher hafer
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    • 9. Mai 2008 um 19:52
    • #86

    Sehr redundante Diskussion.
    Aber ein Punkt scheint hier unter zu gehen:
    Das SM57 (o.ä.) ist meist ein Stützmikrofon im extremen Nahbereich der Schallquelle. Dort ist es oft nicht nur extrem laut, dort klingt es auch nicht!
    Hat schon mal jemand sein Ohr da hingehalten wo das 57er hängt?
    Hallo, versteht mich jemand? Na, geht doch. :D

    Was nützt dort also ein besonders "gutes" Mikro? Wenig.
    Das 57 klingt wie ein 57, wer es bestellt will diesen Sound - oder kennt nichts anderes - oder ist sich sicher das es eh nix anderes gibt.

    Immerhin war das 57er stilprägend über 40 Jahre. Auch in Studios wurde damit mehr aufgenommen als sich mancher hier vorstellen kann.

    Es gibt auch genug (überflüssigen) Dissens über das "beste" BD-Mikro, warum sollte es bei SN/Git/... anders sein?

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • guma
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    • 9. Mai 2008 um 21:52
    • #87
    Zitat von "Christopher Hafer"

    Sehr redundante Diskussion.


    ... wobei die Redundanz einfach daher rührt, dass Leute, die schon länger im Forum lesen und etliche sm57 Threads hinter sich haben, dieses:
    " wir wolln unsern Kaiser Willem wieder ham" Ding nicht mehr hören können. Auch hier würde das Nutzen der Suchfunktion helfen, diese endlose Wiederholung zu vermeiden.

    @ Christopher

    Es ehrt Dich, wenn Du in dieser Richtung noch 'unverbraucht' bist.

    Zitat von "Christopher Hafer"

    Das SM57 (o.ä.) ist meist ein Stützmikrofon im extremen Nahbereich der Schallquelle.


    Äh, ja, im pa-forum gehts um das Beschallen. Da haben wir es zwangsweise mit wenigen Ausnahmen mit Nahmikrophonie zu tun. Da wir aus erahnbaren Gründen kein Hauptmikrofon haben, haben wir in der Regel auch kein Stützmikrofon dazu.

    Zitat von "Christopher Hafer"

    Hat schon mal jemand sein Ohr da hingehalten wo das 57er hängt?
    Hallo, versteht mich jemand? Na, geht doch. :D

    Mmh, da ist er wieder der latente Intelligenztest für die Gemeinde. Ich habs kommen sehen. Um ganz direkt die unglaubliche, brutale Wahrheit zu sagen:
    Ja, eine Mehrheit der Anwendergemeinde versteht Dich !!!

    Zitat von "Christopher Hafer"

    Was nützt dort also ein besonders "gutes" Mikro? Wenig.

    Diese Meinung teile ich überhaupt nicht. Dass es 3 cm von einer Lautsprechermembran ungemütlich sein kann, ist noch lange kein Grund dort kein gutes Mikrofon hinzustellen.

    Zitat von "Christopher Hafer"

    Das 57 klingt wie ein 57, wer es bestellt will diesen Sound - oder kennt nichts anderes - oder ist sich sicher das es eh nix anderes gibt.

    Das ist zwar wahr, aber muß man es deswegen für alle Ewigkeit genau so machen ???

    Zitat von "Christopher Hafer"

    Immerhin war das 57er stilprägend über 40 Jahre. Auch in Studios wurde damit mehr aufgenommen als sich mancher hier vorstellen kann.

    Der zweite Teil des Intelligenztests. Ja, einer erschreckend hohen Zahl von Forumsanwendern ist auch dieser Sachverhalt entweder schon bekannt gewesen oder etwa ein dutzend Mal in diesem Forum um die Ohren geschlagen worden, sodass man dieser grausamen Wahrheit kaum entrinnen konnte. Trotzdem gibt es ein trotziges und wachsendes Grüpplein, die das Kupplungspedal des VW-Käfer einfach leid sind.

    Zitat von "Christopher Hafer"

    Es gibt auch genug (überflüssigen) Dissens über das "beste" BD-Mikro, warum sollte es bei SN/Git/... anders sein?

    Für 'überflüssig' legst Du Dich aber mächtig ins Zeug. :wink:

  • wora
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    • 11. Mai 2008 um 22:19
    • #88
    Zitat von "Wurzlsound"

    Ahoi...

    Auch wenn diese Diskussion schon etwas älter ist, gebe ich nun auch noch meinen Senf dazu. Irgendwie bekommt man beim lesen hier im Forum meistens den Eindruck, daß jeder immer die optimalen Bedingungen vorfindet wie zum Beispiel sauber gestimmte Drums, 1A klingende Sääle und disziplinierte Musiker. ...


    ja natürlich, du etwa nicht? :D

    Zitat von "Wurzlsound"


    Das SM 57 benutze ich für Snare, Toms und alle Stromgitarren.

    Snare und Git kann ich ja noch nachvollziehen... aber toms???
    ich dachte die zeiten wären schon längst vorbei?!
    für toms gibt es bei mir seit vielen jahren ausschliesslich clipmikros, ausnahmen mache ich ab und an mal an der standtom (aber auch dann kein 57er!).
    meine ablehnung an den toms gegen herkömmliche, stabförmige mikrofone rührt vor allem daher, das man mit der anbringung sehr limitiert ist und die richtcharakteristik des mikros nicht so gut ausnutzen kann.
    ausserdem sieht sowas dort - mit verlaub - scheisse aus ;) im studio kann man sowas vielleicht noch machen, aber auf ner livebühne hat das 57 bei mir absolutes tom-verbot.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • MRspeaker
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    • 12. Mai 2008 um 19:48
    • #89

    Wieso meint ihr das ein Mikro nur weil es einen verbogenen Frequenzgang hat und nicht up-to-date ist, gleich runter von einem Rider soll?

    Ich betreue unter anderem eine Liveband, deren Songs weitgehenst aus den 70ern kommen etc.
    Die Band hat eine eigene gut 15 Jahre alte gepflegte PA, und ich muss sagen der Sound passt genau zu den Songs die dargeboten werden, und ich bin der Meinung das sich diese Band auf modernem Holz mit Linear-Mikrofonen wenn ich das so nennen darf sicher einen hauch zu spitz anfühlt.

    Also ich halte nicht immer das beste Mikro für die beste Lösung.
    Zudem ist es halt standart, jeder weiß was passiert wenn man es nimmt und jeder ist irgendwo ein Stück zufrieden.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • tufkaklto
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    • 12. Mai 2008 um 21:27
    • #90

    In Deinem Fall ist es ja genau das, was Du willst.
    Damit ist es für Dich das beste Micro.
    Und wenn es den Sound macht, den Du haben willst, ist es auch das RICHTIGE Micro.

    Stimmt ja auch.

    Zitat

    Also ich halte nicht immer das beste Mikro für die beste Lösung.
    Zudem ist es halt standart, jeder weiß was passiert wenn man es nimmt und jeder ist irgendwo ein Stück zufrieden.

    Naja, so viele wollen es auch nimmer.

    Ich kenn genug Rider, wo schon was Anderes drinsteht.
    Und weil man nicht immer das gewünschte bekommt, nehmen sich viele Bands schon ihre eigenen Mics mit.

    Und weil es so viele Techniker gibt, die das auch nicht verstehen wollen, werden die Bands, die Ihre eigenen Sachen mitnehmen, weil sie nicht mehr diskutieren wollen, immer mehr :D :?

    Man nennt sowas Dienstleistung.
    Wenn wer was haben will, kriegt er es auch ( wenns bezahlt wird., wenns nicht bezahlt wird, wirds automatisch wieder mitgenommen :D )

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  • MRspeaker
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    • 12. Mai 2008 um 22:09
    • #91

    Ich halte es persöhnlich aber auch für sinnvoller wenn Bands ihre eigenen Mikros mitnehmen, denn eigentlich sollte der Künstler seinen Sound am besten kennen und die meiste Zeit haben, ein eigenes Mikro auszuprobieren.

    Das geht doch viel besser als wenn ich mir als kleiner Tech eine vielleicht schlechte CD reinschieben muss (wenn es das überhaupt gibt) und dann erraten muss welche Mikros und Pulteinstellungen sinnvoll erscheinen.
    Ich mein, wer die Band nicht kennt, steht ja mit den Mikros genauso ratlos da wie gewisse Soloparts von denen man noch nicht weiß wann sie laut werden sollen, oder oder.....

    Und wenn man solche Bands hat, bei denen man keinen Schimmer hat wie es abläuft, und das passiert trotz moderner Kommunaikationsmöglichkeiten dennoch häufig, dann greift man halt zu einem SM57 und die Sache ist gegessen. zumindest lassen sich die Jobs stressfrei abliefern.

    Beispiel; kleines Festival, ein paar Bands spielen kostenlos und sie sind ein Zusammenschluss aus anderen Bands und jeder der Zeit und Lust hast und kostenlos für den Veranstalter spielt kommt auf die Bühne....
    Ich denke jeder kennt diese Situation.

    So, nehm ich nun für die Vocals ein SM58 oder ein e865?
    Ich nehm dann ganz klar ein sm58.
    Denn ich weiß nicht was mich erwartet, also kanns ja so wichtig auch nicht sein g**.

    Und so seh ich es mit dem sm57 auch.

    Auch wenn mehrere bands auf der Bühne sind, und die Umbauphasen kurz werden sollen. Auch da lieber standart und alles gleich durchziehen.

    Alles in allem ist das SM57 nicht sehr teuer und genau dort macht es dann auch Sinn es zu nutzen.
    Wenn ich teurere Mikros nehme, dann will ich auch wissen das sie würdigend genutzt werden und es auch Sinn macht sie zu nutzen.

    http://www.audio2.eu
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  • wora
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    • 12. Mai 2008 um 23:28
    • #92
    Zitat von "klauston"

    ...
    Ich kenn genug Rider, wo schon was Anderes drinsteht.
    Und weil man nicht immer das gewünschte bekommt, nehmen sich viele Bands schon ihre eigenen Mics mit.

    Und weil es so viele Techniker gibt, die das auch nicht verstehen wollen, werden die Bands, die Ihre eigenen Sachen mitnehmen, weil sie nicht mehr diskutieren wollen, immer mehr :D :? ...

    wie wahr, wie wahr!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • christopher hafer
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    • 14. Mai 2008 um 00:55
    • #93

    Irgendwie muss ich da doch noch was zu schreiben, es hilft ja alles nix:

    Zitat von "guma"


    Äh, ja, im pa-forum gehts um das Beschallen. Da haben wir es zwangsweise mit wenigen Ausnahmen mit Nahmikrophonie zu tun. Da wir aus erahnbaren Gründen kein Hauptmikrofon haben, haben wir in der Regel auch kein Stützmikrofon dazu.

    Sehr interessant, wirklich.... :roll:
    Aber da gibt es eben unterschiedliche Ansätze. Beim Drumset kann man ein Snare oder Tommikro durchaus als Stütze betrachten - und man sollte es sogar. Die Snare z.B. kommt über sämtliche Mikros, vor allem die OHs. Je nach Mixtechnik hat das SN-Mikro vielleicht nur 50% Anteil am Pultsound, mal abgesehen von dem was bei kleineren Venues noch von der Bühne kommt. Umso unerheblicher ist der Eigensound des Mikros.

    Aber ursprünglich ging es mir nur um den Sound, der an diesen Orten vorherrscht. Dort muss eigenlich immer recht massiv entzerrt werden, wie ich mit der nächsten Zeile deutlich machen wollte:

    Mmh, da ist er wieder der latente Intelligenztest für die Gemeinde. Ich habs kommen sehen. Um ganz direkt die unglaubliche, brutale Wahrheit zu sagen:
    Ja, eine Mehrheit der Anwendergemeinde versteht Dich !!!

    Nein, Herr Doktor, ganz offensichtlich verstehen zumindest Sie mich nicht!
    Dass Du jede Äußerung meinerseits missverstehen möchtest - daran habe ich mich leider schon gewöhnt, genau wie an Deine Unterstellungen ("Intelligenztest...")


    Diese Meinung teile ich überhaupt nicht. Dass es 3 cm von einer Lautsprechermembran ungemütlich sein kann, ist noch lange kein Grund dort kein gutes Mikrofon hinzustellen.

    Au Backe - was ist denn hier wohl ein "besonders gutes" Mikro? Entweder ein objektiv gutes Mikro wie man es z.B. bei einem KM-Modell vorraussetzt: Linear, sehr rauscharm, verfärbungsfrei bei seitlicher Einsprache (wie ein CMC, MKH oder KM1xx) - SO ein Ding wäre hier vergleichsweise gemeint gewesen - - - oder eben ein richtiges Mikro am richtigen Platz. Und da gehört ein SM57 eben ggf. auch dazu.
    Hat schon jemand darüber nachgedacht, was das "Höhengebirge"(siehe Link) z.B. bei Amps für Auswirkungen hat? Bis wohin geht denn der nutzbare F-gang eines Git-Speakers? 4khz? 5khz? Braucht man hier ein Mikro mit linearem F-gang bis 20khz? NEIN. Braucht man das bei Toms? NEIN. Braucht man das bei Snare? EHER NICHT. Braucht man da irgendwo eine nennenswerte Wiedergabe unter 100 hz? BESSER NICHT!
    Was man oft braucht ist ein Mikro mit engem Polar-Pattern (GMs für Amps auf sehr lauten Bühnen? LOL!) und starkem NBE um andere Quellen auszublenden - und genau DAS macht ein SM57 immer noch besser als einige Konkurenten.
    Trotzdem, das SM57 ist absolut betrachtet natürlich ein sehr "schlechtes" Mikro. Genau wie die von einigen hoch gepriesenen Alternativen!

    Das ist zwar wahr, aber muß man es deswegen für alle Ewigkeit genau so machen ???

    Warum denn nicht??
    40 Jahre lang war es gut genug, und jetzt kommen ein paar Neunmalschlaue und behaupten das Gegenteil. Aber bitte.... Ernst nehmen kann ich das wirklich nicht.
    Denn was diese Fraktion immer vergisst:
    Es gibt nicht DAS Mikro weil es nicht DIE Quelle gibt, ebenso wenig wie DEN Geschmack!

    Und ganz deutlich, damit auch Du, Guma, mich mal nicht missverstehst:
    Ich habe überhaupt nichts FÜR oder GEGEN das SM57.
    Es ist mir egal welches Mikro an SM57-typischen Baustellen steht - solange ich das Signal bekomme, was ich am Ende mit EQ und Dynamics dahin kriege wie ich es brauche (Wie viel muss denn wohl EQ-d und Komprimiert werden um einen "CD-Snare-Sound" zu erhalten?).
    Das gilt für mich ebenso für fast alle anderen Positionen, incl. Kick und Vocals usw... Und ich kann versichern: Ich habe sehr hohe Ansprüche an das ERGEBNISS (!) - aber eben weniger an den Weg dorthin.


    Der zweite Teil des Intelligenztests. Ja, einer erschreckend hohen Zahl von Forumsanwendern ist auch dieser Sachverhalt entweder schon bekannt gewesen oder etwa ein dutzend Mal in diesem Forum um die Ohren geschlagen worden, sodass man dieser grausamen Wahrheit kaum entrinnen konnte. Trotzdem gibt es ein trotziges und wachsendes Grüpplein, die das Kupplungspedal des VW-Käfer einfach leid sind.

    Na, wenn Du schon mit diesen grenzwertigen Auto-Vergleichen kommst: Es gibt tatsächlich Leute, die meinen in einem Geländewagen zum Briefkasten in die nächste Strasse fahren zu müssen...

    Für 'überflüssig' legst Du Dich aber mächtig ins Zeug. :wink:

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    Dito, Herr Kollege.
    Ich hätte einfach nur Schreiben sollen "Jedem das Seine." Aber das wäre bestimmt auch wieder schräg bei Dir angekommen. :(

    So, und jetzt ist es an Dir, mir mal mit echter inhaltlicher Kritik zu kommen... :wink:

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  • derautor
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    • 14. Mai 2008 um 03:08
    • #94

    Alles so schön bunt hier.... :D

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • guma
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    • 14. Mai 2008 um 08:58
    • #95

    ... allein die Sprache wars, die mich bewegte... :wink:

    ... nun ist sie schrill und bunt... die Stimme..... :wink:

  • christopher hafer
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    • 14. Mai 2008 um 15:12
    • #96

    You're welcome :D

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  • wora
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    • 16. Mai 2008 um 12:04
    • #97

    zunächst darf auch ich nocheinmal versichern, das ich durchaus mit SM57 arbeiten kann und dies auch öfter praktiziere.
    doch die zeit gaht auch weiter und so gibt es mittlerweile auch ein paar interessante alternativen dazu.

    ich hoffe, ich darf ein wenig inhaltliche kritik an der bunten antwort anbringen?

    Zitat von "Christopher Hafer"


    Was man oft braucht ist ein Mikro mit engem Polar-Pattern ... und starkem NBE um andere Quellen auszublenden - und genau DAS macht ein SM57 immer noch besser als einige Konkurenten.


    kannst du die konkurrenten, die du da im auge hast, einmal nennen?

    ich habe z.b. bei percussionanwendungen die erfahrung gemacht, das ein Beyer M201 deutlich weniger an umgebungsgeräuschen aufnimmt als ein SM57. das nutzsignal mit M201 ist einfach sauberer. das beyer hat natürlich eine engere richtcharakteristik (hyperniere), was deine aussage bestätigen könnte.

    falls du mit NBE den nahbesprechungseffekt meinst: dieser effekt hat nichts damit zu tun, das andere quellen besser ausgeblendet werden.
    es handelt sich lediglich um einen effekt bei druckgradientenempfängern, der die tiefen frequenzen bei annäherung an die schallquelle anhebt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • christopher hafer
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    • 16. Mai 2008 um 14:11
    • #98
    Zitat

    falls du mit NBE den nahbesprechungseffekt meinst: dieser effekt hat nichts damit zu tun, das andere quellen besser ausgeblendet werden.
    es handelt sich lediglich um einen effekt bei druckgradientenempfängern, der die tiefen frequenzen bei annäherung an die schallquelle anhebt.

    Nein, wora. Genau daran liegt es, dass bestimmte Mikros (z.B. M88 - für Voc oder BD) als "druckvoller" oder sogar "lauter" empfunden werden (was ja eigentlich Blödsinn ist).
    Und es ist doch wohl logisch, dass der NBE weiter entfernt liegende Quellen im Resultat "ausblendet". Und zwar im Bassbereich weitaus mehr als die Richtcharakteristik, die eher im Höhenbereich spürbar wird.
    Zur Verdeutlichung: Bei hohem NBE-Effekt muss der Bassanteil oft deutlich zurückgenommen werden (das kennen wir ja vor allem beim Voc-Mikro). Genau dieser Anteil fehlt dann den weiter entfernt liegenden Quellen. Das ist weniger interessant bei einem Gitarrenamp (es sei denn er steht neben dem Bassamp!), aber sehr interessant beim Drum-Close-Miking.

    Zitat

    kannst du die konkurrenten, die du da im auge hast, einmal nennen?


    Ich hatte keine Speziellen im Auge. Aber die Erfahrung lehrt doch, dass sehr oft "bessere" Mikrofone (z.B. GMs) eine "gefühlt" schlechtere Performance liefern als ein Mikro wie das SM57 (oder meinetwegen auch 201/x09/Beta5x - ich bin da ja gar nicht festgelegt). Eben weil die Einschränkungen/Eigenheiten des 57ers (Polarpattern, Frequenzgang, Empfindlichkeit) nützlich sein können.

    Zitat

    ich habe z.b. bei percussionanwendungen die erfahrung gemacht, das ein Beyer M201 deutlich weniger an umgebungsgeräuschen aufnimmt als ein SM57. das nutzsignal mit M201 ist einfach sauberer.

    Ja, wahrscheinlich weil es Hyperniere ist. Anstatt von "sauberer" würde ich eher von "etwas weniger verfärbt" sprechen.
    Bei den meisten Percussion-Aufgaben arbeite ich ohnehin lieber mit KM-Kondensatoren. Wobei sehr "triviale" Instrumente wie Timbales oder Bongos - sogar Tablas und Glockenspiel (!) meistens auch wunderbar mit einem 57er funktionieren.

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  • guma
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    • 31. Dezember 2010 um 14:08
    • #99
    Zitat von "guma"

    Noch eine andere Betrachtungsweise:

    Als ich anfing zu mischen, gabs zum sm57 kaum Alternativen. AKG 1200 wurde noch benutzt und ich habe damals eine Zeit lang ein Sennheiser MD441 an der Snare benutzt, was zwar besser klang aber einfach nicht robust genug war. Das 57, das übrigens auch nicht so robust ist, wie hier behauptet wurde, hat sich damals einfach mangels bezahlbarer Alternativen etabliert. Danach haben die meisten auf diesem Mikrofon "gelernt".

    Heute gibt es ein gutes Dutzend bessere Alternativen. Über ein sm57 klingt eine schlechte Snare immer noch schlecht aber irgendwie gewohnt. Über ein besseres Mic klingt eine schlechte Snare immer noch schlecht aber auch noch ungewohnt. Thats it.

    Der Aspekt "kennen und können alle" ist allenfalls als "Prizip des kleinsten gemeinsamen Nenners" zu sehen, wie andere Dinge auf ridern auch. Das müsste man mal den Musikern so richtig einreiben, dass dieses sm57 eben kein Optimum, sondern ein Minimum darstellt !

    Bei Musikern habe ich noch nie Akzeptanzprobleme mit anderen Snaremics gehabt. Da kann man gut sehen, was der Unterschied zwischen Kreativen ( Musikern ) und Kopisten ( Tonlern ) ist. Ich bringe daher meine Snaremics einfach selbst mit. ( wie einige andere offensichtlich auch :D:D )

    ... und ja, ich habe im Verleih noch einige sm57 für Fremdmixer und freue mich, wenn sie auf Festivals benutzt werden. Dann hört man wenigstens den Unterschied ! :D:D

    Alles anzeigen

    Sodele, ich habe diesen alten Thread wieder hervorgekruschtelt, weil ich doch nochmal nachvollziehen wollte warum das SM57 sich in Deutschland in Laufe der Siebziger gegen die damalige Konkurrenz an der Snare durchgesetzt hat.

    Dazu habe ich mir für ein paar Euro ein altes, aber perfekt erhaltenes, wenig benutztes AKG D1200C ( die Variante "E" hatte dann auch einen XLR Anschluß ) besorgt. Dieses Mikro wurde damals von Günter Zierenberg in seinem ersten deutschsprachigen Mikrofonbüchlein für Anwendungen in der "Populärmusik" und Norbert Pawera ( inzwischen verstorbener ehemaliger AKG Mitarbeiter und deutscher 'Pionier der Drummikrofonie' ) als Snaremodell empfohlen und in dieser Zeit auch von etlichen deutschen Drummerlegenden live benutzt ( Curt Cress, Manni Neumaier u.s.w. )

    Ich finde im direkten Vergleich meine Vermutungen perfekt bestätigt:

    Das D1200 hat definitiv etwas weniger Höhen dafür aber neutralere, "ehrlichere" Mitten und klingt weniger nach "Badewanne" ähnlich wie mir das schon bei etlichen anderen Mikrofonen auch bei Kondensator-Modellen gegenüber dem SM57 aufgefallen war. Sehr gut vorstellbar ist daher, dass ein solches Mikro mit "ehrlichen" Mitten durch etwas wie einen Martin Rasierer oder eine 4560 mit einem JBL K130, wie das damals üblich war, sich einfach zu trötig angehört hat und zuviel "töck" hatte, wofür das Mikro aus heutiger Sicht definitiv nichts konnte ! Eine "Zweiband" - Klangregelung der alten Stramp-Mischer oder selbst die Vierband-Klangregelung des Soundcraft Serie 1 ohne Parametrik konnte daran ebenfalls nichts ändern. Das war das Problem ! Die Nichtlinearitäten der alten PAs vor allem in den Mitten passten einfach besser zum sm57.

    Auf modernen PAs unserer Zeit klingt das D1200 an der Snare richtig gut und lässt sich klasse mit EQ bearbeiten. Das SM57 hatte damals einfach Glück und wurde dann zum meiner Meinung nach heute nicht mehr haltbaren Mythos.

  • wora
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    • 1. Januar 2011 um 12:43
    • #100

    das SM57 übertrug im direkten vergleich (in meinem konkreten fall beyer M201) deutlich mehr umgebungsgeräusche, die man nicht unbedingt mitverstärken will.
    dies führe ich nach meinen, nach dieser einschneidenden beobachtung, gemachten erfahrungen auf eine schlechtere einhaltung der richtcharakteristik dieses mikros gegenüber anderen modellen zurück. die aufnahme unerwünschter schallquellen war mit dem SM57 jedenfalls hörbar problematischer, weshalb ich es heute nur noch selten einsetze.


    es ist gut vorstellbar, das die wahren gründe für die fortlaufende existenz das SM57 auf die erfahrungen der 70er jahre zurückgeht.
    die tatsache, das ein SM57 heute immer noch an der snare benutzt wird, hat IMHO mehrere gründe:
    - gewohnheit
    - gewohnheit
    - gewohnheit
    - sturheit
    ;)

    im laufe der zeit hat sich der hörgeschmack einfach daran angepasst, getreu dem motto: so wie mit diesem mikro muss eine snare über eine anlage klingen.
    für meine anwendungen ist die zeit des SM57 jedenfalls vorbei, aber das hatte ich glaube ich schonmal erwähnt ;)
    und um es gleich vorweg zu nehmen: das SM58 mag ich dagegen immer noch gerne als gesangsmikrofon.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (2. Januar 2011 um 11:59)

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