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das sm57 und seine popularität

  • hardgated
  • 10. Oktober 2007 um 00:56
  • hardgated
    Beiträge
    9
    • 10. Oktober 2007 um 00:56
    • #1

    Was ich mich ja immer frage:
    Sind militante verfechter des Shure Sm57 zur Abnahme von Snare und Gitarre, sowie als Allround-Instrumental-Mikros tatsächlich alle schon über 35 und benutzen und verfechten es aus Gewohnheit oder liegt es an der überragenden Klangqualität, die viele junge Mischer noch nicht zu schätzen wissen?
    Meine Erfahrung zeigt zumindest, dass es VIEL mehr "alte Hasen" gibt, auf dessen Ridern ich dieses Mikro als bevorzugt finde, als jüngere.
    Ich testete also, um mein subjektives Empfinden zum Sm 57 mal etwas zu differenzieren.

    Im akustischen und optischen (Frequenzgang) Vergleich mit Beyerdynamic M201, Sennheiser e905, MD441, MD 421 fiel mir auf:

    Der Frequenzgang des SM 57 sieht ab 3KHZ er aus wie eine Motor-Cross Strecke. Ein rasanter Anstieg von 5db über eine Oktave um alsdann wieder mit einem letzten Aufbäumen abzufallen.
    Keines der anderen Testmodelle hatte Vergleichbare Unregelmäßigkeiten. Das MD 441 kommt dem am nächsten, ist dennoch insgesamt lienearer und auch die Flankensteilheit der Peaks fällt geringer aus.
    Glänzen kann hier das M201 mit einer schönen Linearität.

    Der akustische Direktvergleich ließ bei mir das SM 57 auch als Schlusslicht dastehen.
    Snare:
    Keine echte Tranzparenz. Eher der Eindruck eines knirschig-mittigen Sounds. Den Solo auf den Kanal des e905 geschaltet und es erschien mir als habe man ein dünnes Handtuch zwischen Schlagfell und Stick genommen; Das Rascheln des Teppichs, der natürliche Klang des Kessels, die Ghostnotes - alles da.
    Auch M201 an der Snare exzellent, MD 421 ebenso, auch das 441 hat seinen Charm.

    An der Gitarre eine ähnliche Erfahrung. Da wo das e905 schön Crisp hier etwas Druck vermissen ließ, lieferte das MD421 diesen hier wunderbar. Das M201 reihte sich irgendwo dazwischen ein, setzt man hier den starken Nahbesprechungseffekt ein, ist es ungeahnt druckvoll..
    Md 441 etwas zu hochmittig, eher OK als super.
    Das SM 57 lieferte nichts von dem. Es schien so als hätte man den Amp gegen nen Marshall ValveState getauscht. Mittig-phasig mit einem leicht kreischigem Hochmittenanteil, das ist dann wohl der Peak um 5-6KHZ...
    Naja, ok, dann halt noch mal mit Sprache....und?
    MD 421 exzellent, M201 eigen aber auch sehr brauchbar, MD441 traumhaft, e905 auch ganz OK. Das SM 57 wiederum eher mangelhaft.


    Ich sag mal so:
    Will man für eine bestimmte Anwendung den etwas undiffernzierten Klang des Sm 57 (zum Beispiel bei nem miesem Drummer, wo die Snare nur nicht komplett sein soll) haben, nun gut. Möchte man ein paar Euro sparen, auch gut.
    Aber das ist eigentlich nicht das Thema, denn als Overheads schreiben dieselbem Mischer gerne Mal MKH 40 oder verschiedene Neumann auf den Rider. An Snare und Gitarre dann aber SM 57.
    Mir unerklärlich.
    Wenn mir jemand auf die Sprünge helfen kann, bitte sehr.
    Ich schließe mit einigen Reviews von Steve Albini, von denen ich eins sogleich in meine Signatur übernehme.... http://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Albini

    Shure SM57

    Zitat

    Piece of shit dynamic mic some people are inexplicably crazy about, so we bought one. Sounds equivalently good on everything from snare drum to electric guitar. Unfortunately, not a very high standard of "Good." If you need to record something and there's no microphone available, this will do, I guess.


    Beyerdynamic 201

    Zitat

    Hypercardioid dynamic mic, can handle very high SPL. Useful for snare drum, freak high-SPL situations where you still need good midrange clarity. If the SM57 were a microphone, it would sound like this.


    Sennheiser MD 421

    Zitat

    Versatile, general-purpose dynamic mic. Often used on bass drums, toms, snare, bass guitar, electric guitar, vocals, horns. Can handle extreme SPL. Has high-pass filter variable from flat ("M" for music) to strong hi-pass ("S" for speech).

    http://www.electrical.com/item.php?page=1&pic=pictures/1.jpg

  • wasserkocher
    Beiträge
    477
    • 10. Oktober 2007 um 01:28
    • #2

    Ja, das ist doch mal richtig nett,
    da will ich doch gleich mal antworten:

    als erstes fiel mir ein:

    wers mit 57 und 58 nicht hinkriegt, kriegts gar nicht hin ( stammt glaub ich hier aus dem Forum )

    und nun etwas differenzierter:

    an der Snare

    ein 421 ist zu gross, ein 441 ist zu teuer ( spätestens wenn der Drummer getroffen hat, wirst du mir zustimmen )

    an der Gitarre

    ist das 57 m.E. schon lang kein Standard mehr

    für den ganzen Rest an Instrumenten

    alles, was da ist, und das sind halt meisstens 57

    ausserdem steh ich bei vielen Mikros auf einer Bühne auf möglichst viele gleiche


    wenn ich die Mikros bestellen kann ( Rider ), gerne meine Lieblinge

    wenn ich sie kaufen muss, universell und billig und riderkompatibel


    gute Instrumentalmikros gibts wie Sand am Meer

    604, 609, 905, 906

    D2, D3, D4

    die Kondensatorclips von Beyer, usw


    und als Schlusswort:

    Die guten Mischer sind meisstens über 35


    mit freundlichem Blubb

    solange Fragen nix kostet, sind Antworten nix wert

  • hardgated
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    9
    • 10. Oktober 2007 um 01:56
    • #3

    Noch mal einleitend. Meine Fragestellung bezieht sich darauf warum das SM57 auf nem Rider auftaucht und auch in ner konkreten Situation von nem Band-Mischer, dem ich verschiedenes anbiete, nem MD 421, e905, usw. vorgezogen wird/werden könnte, nicht was abgesehen davon für z.B. die ANSCHAFFUNG dieses Mikros o.ä. spricht.

    Zitat


    wers mit 57 und 58 nicht hinkriegt, kriegts gar nicht hin


    ja, definitiv, aber OT.

    Zitat


    ein 421 ist zu gross


    da geb ich dir recht

    Zitat

    ein 441 ist zu teuer ( spätestens wenn der Drummer getroffen hat, wirst du mir zustimmen )


    siehe oben

    Zitat


    Gitarre
    ist das 57 m.E. schon lang kein Standard mehr


    würd sagen, dass sich da e906 und SM57 immer noch die Waage halten. Zumindest was die Rider angeht, die ich so sehe.
    Beim W:O:A dieses Jahr hatte ich min. 50-60% SM57 auf den Ridern, wenn auch gerne mit 906 kombiniert,

    Zitat


    ausserdem steh ich bei vielen Mikros auf einer Bühne auf möglichst viele gleiche


    Macht in Gruppen bestimmt Sinn, z.B. Holz mit 421, Blech mit 906, Perc. 905 usw.
    Möglichst viele gleiche könnte ich als spitzfindiger Mensch, der ich nicht bin, ja auch wörtlich nehmen und dir von Bassdrum bis Vocals mit allem dazwischen überall nen SM57 hinstellen ^^.
    Aber ist auch ein bisschen OT.

    Zitat


    wenn ich die Mikros bestellen kann ( Rider ), gerne meine Lieblinge


    genau darum gehts....

    Zitat


    gute Instrumentalmikros gibts wie Sand am Meer


    eben! daher meine Verwirrung

    Zitat


    Die guten Mischer sind meisstens über 35


    Die guten Mischer sind meist gute Mischer.
    Können = Zeit x Auffassungsgabe x spezifisches Talent
    Ist einer der Faktoren klein, ist das Ergebnis gering, sind alle Faktoren groß, ist das Ergebnis um so größer...

    http://www.electrical.com/item.php?page=1&pic=pictures/1.jpg

  • wora
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    • 10. Oktober 2007 um 02:20
    • #4

    hmmmm...
    so wie´s aussieht geht es hier um SM57 gegen:
    M201
    MD421
    MD441
    e905

    dazu darf ich, wie wasserkocher, festhalten:
    SM57 wird zwar an der gitarre noch von vielen benutzt, aber so langsam beginnt hier die front zu bröckeln.
    auf dauer werden sich hier vermutlich grossmembran-kondensatoren duchsetzen, da sie immer bezahlbarer und auch stabiler werden.

    das ist übrigens auch gleich eines der richtig großen vorteile des SM57:
    es ist sehr preiswert und geht extrem selten kaputt!


    an der snare kann ich mal wieder nur aus eigener erfahrung sprechen:
    hier habe ich im lauf der jahre einige verschiedene mikros im vergleich ausprobiert.

    darunter auch das M201, das ist tatsächlich eins meiner dynamischen lieblingsmikros.
    am anfang gefiel es mir tatsächlich viel besser als das damals schon olle SM57.
    das komische daran:
    wenn ich mal einen anderen drummer vor der nase hatte, bei dem ich den snaresound nicht so hinbekommen hab wie ich wollte, schraubte ich immer mal wieder ein SM57 dran... und es war plötzlich OK!
    mein umkehrschluss:
    das SM57 geht an der snare irgendwie immer.
    ein M201 kann besser sein, muss aber nicht.
    ich dachte mir: vielleicht liegt das auch an der richtcharakteristik?
    das M201 ist eine superniere, die bei naher aufstellung natürlich nur einen ausschnitt der snare "hört".
    das SM57 hört ja in alle richtungen recht gut mit, als hauptmikrofon an der snare muss das aber keineswegs ein fehler sein.

    ein MD421 an der snare hatte ich noch nicht.
    es gibt für mich jedoch auch einen triftigen grund dafür:
    es ist mir zu groß und der halter ist mir zu unsicher. ich habe schon viele gebrochene clipse erlebt.

    und das MD441 ist mir vieeel zu lang! (schon das SM57 ist oft sehr grenzwertig)

    das e905 kenne ich natürlich überhaupt nicht, denn das ist ja viel zu neu... ;)


    ich möchte natürlich nicht ausschliessen, das ich mich nicht irgendwann mal für ein anderes snare-mikro entscheiden werde.
    aber so lange ich mit dem SM57 zurecht komme und sowohl die zuhörer als auch die musiker den sound als sehr gut empfinden, werde ich daran so schnell wohl nix ändern.


    ich bin natürlich auch ein mischer, der über 35 ist.
    nun, vielleicht liegt es tatsächlich daran... ;)
    unsereiner weiss halt, wie er dieses mikro einzusetzen hat, es sind einfach jahrelange erfahrungswerte.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • treibsand
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    • 10. Oktober 2007 um 07:10
    • #5

    Nundenn, noch knappe 8 Monate bis zu deiner kritischen Grenze und kein sehr guter, aber ein schneller und kompetenter Mischer aus Clubsicht:

    Das 57 geht halt immer - irgendwie.
    Und eben überall (fast). Deswegen leg' ich halt als Clubtech eher eine Handvoll gleiche Micros hin, damit ich flexibel für alles bin.

    Damit finden also die Tourmische nach wie vor überall 57er vor und stellen sich darauf ein.
    Einige "Foreign-Acts" sind natürlich von dem Teil richtig begeistert, viele wissen halt um die "mässige" Klangqualität von 57/58. Aber sie finden sie halt überall wieder und das ist IMHO eine Voraussetzung um einigermassen gleichmässigen Sound auf Tour zu machen.

    Persönlich nutze ich auf Tour gerne auch eigene Mics (906 an der Gitarre / ND168 an der Snare ND408 an den Toms), und ich treffe auch zunehmend Mischermänner, die sich freuen, wenn man ihnen im Club mal was anderes empfiehlt und die Zeit zum Ausprobieren da ist.

    Aber irgendwelche: "hier probier das mal aus"-Mics unter Zeitdruck auf einem Festival testen zu MÜSSEN ist IMHO absolutes NoGo - zumindest, wenn der Tester nicht das erwünschte KnowHow bietet.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • guma
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    • 10. Oktober 2007 um 08:42
    • #6
    Zitat von "wora"

    hmmmm...
    ich bin natürlich auch ein mischer, der über 35 ist.

    ... ich bin auch ein Mischer, der ( ziemlich ) über 35 ist und mag das 57 an der Snare überhaupt nicht und hasse dessen Präsenzanhebungsgebirge

    ich bevorzuge das Audix D1 oder D3 oder e905 und setze sie nach dem jeweiligen gewünschten oder aus dem Natursound erahnten Snaresound ein.

  • Schrumpeln
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    • 10. Oktober 2007 um 09:11
    • #7

    Es kommt auch drauf an wie bekannt die Band ist die den Rider schreibt. Ich schreibe für meine Bands gerne auch das 57 in die technischen Bühnenanweisungen, da ich mir dann relativ sicher bin diese auch zu bekommen. Wenn ich das ND168 reinschreibe weiss ich das das nicht so verbreitet ist und die Gefahr irgend etwas zu bekommen das ich garantiert nicht will ist dann um einiges größer.
    Wenn meine Band so bekannt wäre, dass alles was ich fordere garantieret erfüllt wird dann kann ich auch Exoten wünschen.
    Aber bei mir stehen als FX auch 2 Hallgeräte drin und ein tapbarer Delay. Welches Fabrikat es dann ist wird über die nogo Liste noch etwas spezifiziert. Aber so habe ich die Chance das zu erhalten, mit dem ich auch arbeiten kann.

  • djgolle
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    • 10. Oktober 2007 um 10:03
    • #8

    Und wie immer ist Klang nicht alles. Es gibt doch schlagende Argumente für das SM57: 1. kostet kein Geld und 2. kannst damit auch nen Bolzen aus der Truss schlagen 8)

    Ignoranz ist der Feind des Wissens!

  • foh
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    • 10. Oktober 2007 um 10:24
    • #9

    HY zusammen !

    interessante Diskussion.
    Ich muss mich meinem Vorredner anschliessen.
    Wenn die erfüllung des Riders fraglich ist fährt man mit dem 57 immernoch recht gut da sonst die gefahr besteht ein "noname" Mikroset vorzufinden.
    57 hat irgendwie jeder. An den Gitarren allerdings muss ich sagen is das bei mir auch Tabu. Da bin ich gerne auch im Großmembranlager unterwegs.
    Ansonsten halt auch Sennheiser.

    Aber, ein eigenes Shure beta Set immer dabei zu haben bringt da den größten Spaß :)

    Bis dann

    Grüße
    Jürgen

    http://www.Stahlzeit.com

    Haubssach der sound bassd

    P I A N O M A N N

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    Jürgen Hauke
    0172 81 96 236
    Info@Pianomann-Music.de

    Zur Zeit tätig bei: http://www.BOM.tohttp://www.Moskitos.com

  • gurkendoktor
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    • 10. Oktober 2007 um 13:17
    • #10

    deswegen hab ich immer 3 mikros aufgeführt:

    wunsch / machbar / minimum

    bei minimum stehen dann sm57, d112 und konsorten. mit denen geht es halt immer irgendwie, meistens auch ganz brauchbar.

    allerdings hab ich auch das köfferchen mit, sind auch keine highend-mikros drin, aber ein 609 für die gitarre und die beta87 für den gesang möchte ich schon am start haben.
    manchmal bekomme ich sm57 auf stativen für die toms - dann hab ich auch lieber meine 604 parat.

  • karel noon
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    • 10. Oktober 2007 um 14:03
    • #11

    ach ja, gestern erst wieder eine aufnahmesession gemacht, coverband spielt easy in der faith no more version :D

    im studio auf stativen vorbereitet stehen verschiedene großmembraner, einige bühnenkondensator mikros (auch neumann...) und eben ein einsames SM57.

    ich also zum sänger: für die nummer singst du bitte darüber...

    er: ist nicht dein ernst

    ich: doch

    er: das geht?

    ich: klar :D

    ergebniss: der sound ist so wie ich ihn wollte, dreckig, leicht angerauht und fast ohne EQ in den mix zu integrieren.

    was lernen wir daraus?

    das SM57 ist und bleibt ein gutes mikro wenn man weiß wann man es wofür einsetzen möchte. dazu gehört für mich auch eine snare im livebetrieb, geht halt...
    und für das von einem vorredner vermisste snarerascheln gibt es das untere mikro

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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    • 10. Oktober 2007 um 14:13
    • #12

    Der Wora empfiehlt ein billiges Mikro... ein Brot-und-Butter-Standardding.

    Dass man das noch erleben darf :shock:

    :lol:

  • simonstpauli
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    • 10. Oktober 2007 um 14:21
    • #13

    an der snare ist das sm57 imho das einzige mikro, welches immer funktioniert (gute ergebnisse liefert)

    an gitarren sehe ich lieber m88 z.b., aber wir sind nicht bei "wünsch dir was"

    effektiv ist das 57er jedem bekannt und es ist weit verbreitet, das macht die popularität aus.

    und ganz ernsthaft, wenn etwas funktioniert, scheiß ich auf den frequenzgang!

    siehe:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Betamax

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • karel noon
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    • 10. Oktober 2007 um 17:04
    • #14
    Zitat von "hardgated"


    Die guten Mischer sind meist gute Mischer.
    Können = Zeit x Auffassungsgabe x spezifisches Talent
    Ist einer der Faktoren klein, ist das Ergebnis gering, sind alle Faktoren groß, ist das Ergebnis um so größer...


    um da noch mal was zu zu schreiben, auch wenn es OT ist: der faktor zeit, beziehungsweise die effektive ausnutzung der selben kommt bei vielen erst mit dem alter. daher ist es vielleicht so das man doch ein paar jahre erfahrung braucht bis man zu den wirklich guten zählt.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • guma
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    • 10. Oktober 2007 um 17:29
    • #15

    Noch eine andere Betrachtungsweise:

    Als ich anfing zu mischen, gabs zum sm57 kaum Alternativen. AKG 1200 wurde noch benutzt und ich habe damals eine Zeit lang ein Sennheiser MD441 an der Snare benutzt, was zwar besser klang aber einfach nicht robust genug war. Das 57, das übrigens auch nicht so robust ist, wie hier behauptet wurde, hat sich damals einfach mangels bezahlbarer Alternativen etabliert. Danach haben die meisten auf diesem Mikrofon "gelernt".

    Heute gibt es ein gutes Dutzend bessere Alternativen. Über ein sm57 klingt eine schlechte Snare immer noch schlecht aber irgendwie gewohnt. Über ein besseres Mic klingt eine schlechte Snare immer noch schlecht aber auch noch ungewohnt. Thats it.

    Der Aspekt "kennen und können alle" ist allenfalls als "Prizip des kleinsten gemeinsamen Nenners" zu sehen, wie andere Dinge auf ridern auch. Das müsste man mal den Musikern so richtig einreiben, dass dieses sm57 eben kein Optimum, sondern ein Minimum darstellt !

    Bei Musikern habe ich noch nie Akzeptanzprobleme mit anderen Snaremics gehabt. Da kann man gut sehen, was der Unterschied zwischen Kreativen ( Musikern ) und Kopisten ( Tonlern ) ist. Ich bringe daher meine Snaremics einfach selbst mit. ( wie einige andere offensichtlich auch :D:D )

    ... und ja, ich habe im Verleih noch einige sm57 für Fremdmixer und freue mich, wenn sie auf Festivals benutzt werden. Dann hört man wenigstens den Unterschied ! :D:D

  • guma
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    • 11. Oktober 2007 um 09:32
    • #16

    ... und noch eine Anmerkung zum "vergleichenden Einsatz" von Mics im Allgemeinen:

    Es is ja ok, wenn man zum Vergleichshören "im Labor" den EQ flat oder "gleich" einstellt aber um wirklich die Einsetzbarkeit vergleichen zu können, muß man gerade bei dynamischen, also alles andere als linearen Mics, in der jeweils für das Mic optimierten EQ-Einstellung vergleichshören !

    Das D3 z.B. klingt flat an der Snare etwas dumpf mangels Präsenzanhebung. Dreht man aber Höhen dazu, geht die Sonne auf. Das sm57 kann weit oben eigentlich nichts ( wird daher in Studios meist durch Kondensator bottom ergänzt ). Dreht man obere Mitten auf, wird das besagte Gebirge angehoben, was zwar charakteristisch nach sm57 aber nicht charakteristisch nach der jeweiligen Snare klingt.

  • ADMIN
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    • 11. Oktober 2007 um 15:00
    • #17
    Zitat von "guma"

    was zwar charakteristisch nach sm57 aber nicht charakteristisch nach der jeweiligen Snare klingt.

    Vielleicht ist das ja mit ein Grund für dessen Popularität: Man hat auf Anhieb den gewohnten Sound, egal, mit was für einer Snare der Drummer ankommt...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • wora
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    • 11. Oktober 2007 um 18:28
    • #18
    Zitat von "starstage"

    Der Wora empfiehlt ein billiges Mikro... ein Brot-und-Butter-Standardding.

    Dass man das noch erleben darf :shock:

    :lol:

    was´n daran lustig?
    man muss Schoeps nicht überall empfehlen...

    noch mal zum 57er an der schnarre:
    das es obenrum nix kann ist mir eher recht, so hab ich auch automatisch etwas weniger höhen der hihat mit drin.

    oft benötigt man kein bottom-mikro, das kommt aber auf die musikart, die snare und die spielweise an. aber wenn es klangliche probleme gibt, kommt halt noch ein bottom-mic dazu.

    auch wenn das 57 den klang der snare zu sehr färben sollte:
    sowohl mir als auch den künstlern und dem publikum gefällt es so.
    also warum was ändern?

    dieser thread wird mich aber tatsächlich dazu veranlassen, mal wieder ein paar andere mikros an der snare auszutesten.
    im moment hab ich öfter mal ein KM184 übrig, das wollte ich dafür eh schon lange mal austesten.
    und dann hab ich ja noch dieses ATM450, das mir für snare-bottom auch sehr gut gefällt. mal schauen was es macht, wenn es von oben auf die SN schaut...

    möglicherweise kann ich dann starstage wieder ein teures mikro empfehlen?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • manuela
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    • 11. Oktober 2007 um 19:44
    • #19

    oder den Rasierapparat :wink:

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • slayer
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    • 12. Oktober 2007 um 20:26
    • #20
    Zitat von "wora"


    das es obenrum nix kann ist mir eher recht, so hab ich auch automatisch etwas weniger höhen der hihat mit drin.

    das problem ist das man das obenrum "nix können" leider hört...

    hauptsarre gitarre !

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  6. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

    skippa
    27. September 2026 um 10:16
  7. EU Cyber Resilience Act (CRA)

    alexanderjoseph
    26. September 2026 um 20:14
  8. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  9. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
  10. können das hier (Foto) die original Weichen der KMT CS215 / CM215 sein ?

    phattomatic
    23. September 2026 um 09:12
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