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Prüfstecker 16 A

  • sven(ix) frank
  • 20. Dezember 2007 um 14:33
  • ds-audio
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    • 23. Dezember 2007 um 01:09
    • #41

    @ Christian

    in diesem Falle weiß ich genau, was ich tue!
    by the way: was soll denn so schwer daran sein, einen Kraftstromstecker
    zu öffnen und wieder zusammenzuschrauben. wer es sich nicht zutraut, der muß halt jemanden fragen;wenn niemand da ist, soll er nichts anschließen und die Veranstaltung ausfallen lassen??!!
    Ein paar praktische Fähigkeiten und Grundkenntnisse sollte man in unserer
    Branche schon mitbringen.
    PS: Ich habe schon mehrfach von Elektrofirmen mangelhaft ausgeführte
    Installationen gesehen z.B. vertauschte L1/N, fehlende Erde, völlig unzureichender Querschnitt bei 32A/100m Zuleitungen, Auflegen von N
    auf Erdspieß und so weiter.

    Dieter

    http://www.ds-audiomobil.de
    ___________________

  • christian_thomas
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    • 23. Dezember 2007 um 09:13
    • #42
    Zitat von "ds-audio"

    @ Christian

    in diesem Falle weiß ich genau, was ich tue!
    by the way: was soll denn so schwer daran sein, einen Kraftstromstecker
    zu öffnen und wieder zusammenzuschrauben. wer es sich nicht zutraut, der muß halt jemanden fragen;wenn niemand da ist, soll er nichts anschließen und die Veranstaltung ausfallen lassen??!!
    Ein paar praktische Fähigkeiten und Grundkenntnisse sollte man in unserer
    Branche schon mitbringen.
    PS: Ich habe schon mehrfach von Elektrofirmen mangelhaft ausgeführte
    Installationen gesehen z.B. vertauschte L1/N, fehlende Erde, völlig unzureichender Querschnitt bei 32A/100m Zuleitungen, Auflegen von N
    auf Erdspieß und so weiter.

    Dieter

    Alles anzeigen

    Hallo Dieter,

    vom Prinzip her ist das alles richtig, habe ich auch schon alles gesehen, und jemand, der genau weiss was er tut und vor allem, warum er das tut, zieht beispielsweise vor der Demontage der Kupplung auch den Stecker aus der Dose. Ich glaube Dir auch gerne, daß Du weisst was Du tust!

    Es gibt aber auch absolute Laien, die genau das im Eifer des Gefechts vergessen.

    Beispielsweise haben früher Klempner, wenn sie eine Gasheiztherme ausgetauscht haben, immer das Problem gehabt, die elektrische Pumpe und den elektrischen Raumthermostat ab- und wieder anklemmen zu müssen - dabei geschahen die seltsamsten Dinge und Unfälle.

    Aus diesem Grunde wurde dann die sogenannte EffT - Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten eingeführt - um Unfälle zu vermeiden und eine gewisse Rechtssicherheit für den Ausführenden herzustellen..

    Elektrischer Strom ist bei falscher Handhabung einfach zu gefährlich, würde ich einem Laien sagen "mach das so und so" und der Laie verletzt sich dabei, wäre ich dafür verantwortlich. Und hier im Forum lesen mit Sicherheit auch Kinder und Jugendliche mit, die Kraft Gesetz zur Beurteilung ihres Tuns noch nicht in der Lage sind.

    Ich als Elektrofachkraft darf Dir in einem öffentlichen Forum wie diesem hier aber nur raten: Laie? Finger weg vom elektrischen Strom!

    Nimm diesen Rat bitte als gegeben hin, über diesen Rat diskutiere ich nicht weiter, um den Thread nicht off Topic zu führen.

    Vielen Dank.

    Signatur verloren! Der ehrliche Finder kann sie behalten.

  • mringhoff
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    • 23. Dezember 2007 um 10:37
    • #43

    Na, da ging ja die Diskussion schon seitenweise weiter.
    Ich schweife grad mal wieder ab und komme auf das zweite Thema, das "Prüfen-Sollen":

    Zitat von "Markus Verza"


    Nebenbei sind die SP nicht mehr in Kraft. Unser Fall wird in der BGI 810-1 abgehandelt.


    das war mir neu, zumal diese Schriftenreihe immer noch online so angeboten wird...

    Zitat

    Vor dem Anschließen elektrischer Betriebsmittel in „fremden Häusern“ und im Freien werden die Steckdosen auf richtigen Anschluss der Außenleiter und des Schutzleiters durch eine Elektrofachkraft überprüft. Diese Überprüfung kann mitgeeignetem Prüfgerät auch von elektrotechnisch unterwiesenen Personen durchgeführt werden. Auf die Prüfung kann verzichtet werden, wenn der Betreiber der Anschlüsse den ordnungsgemäßen Zustand bestätigt.

    Bis auf den letzten Satz entspricht es ja der alten Version vom Grundgedanken.

    Um das nochmal zu verdeutlichen, was meine Hinweise eigentlich hier sollen:
    Ich habe ja nirgendwo behauptet, daß hier unbedingt eine Fachkraft vor jeder Nutzung jeden Anschluss überprüfen MUSS. Und in der tägliche Praxis ist das ja auch so wie von Dir beschrieben.

    Diese Regelung wird erst auch nur dann interessant, wenn es zu Schäden kommt. Hier wird nämlich dann immer allzugerne auf denjenigen geschimpft, der die Steckdose installiert hat.
    Als Gewerbetreibende sind wir aber dazu angehalten, diese Anschlüsse selbtverantwortlich vor jeder Nutzung zu prüfen, vor allem, wenn wir wieder neu in eine Location kommen.
    Und seien wir mal ehrlich: Jede gewissenhafte VA-Firma macht das doch auch so. Das lernen ja schon die Azubis im ersten Lehrjahr.

    Und wer das nicht macht, der macht es halt nicht. Das allein ist keine strafbare Handlung. Nur wenn dann hinterher aufgrund 400V irgendwas defekt ist, braucht dann bitte keiner auf andere "Elektrofachkräfte" schimpfen. Hätte man das geprüft, wie es "Stand der Technik" ist, dann hätte man diesen Fehler erkannt und den Schaden vermieden.

    Der neu angefügte Satz in der BG (Auf die Prüfung kann verzichtet werden, wenn der Betreiber der Anschlüsse den ordnungsgemäßen Zustand bestätigt.) finde ich hier interessant für uns.
    Da kann man sich die Haftung "freikaufen". Wichtig ist dabei sicherlich, daß diese Bestätigung schriftlich erfolgt, hinterher ist man sonst gerne dabei, sich herauszureden.


    Wohl gemerkt, ich habe hier nichts dazu gesagt, WER, WOMIT und WIE was zu messen hat.

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  • mringhoff
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    • 23. Dezember 2007 um 10:54
    • #44

    So, hier weiter mit dem anderen Thema (wer darf und soll messen und wer lieber nicht) Extra ein neuer Beitrag, damit das nicht wieder durcheinander gebracht wird.

    Ich frage mal hier so aus der Praxis:
    Eine Musikertruppe mit einem CEE-16er Verteiler kommt neu in eine Location. Keiner von denen ist "Elektrofachkraft"
    Vor Ort befinden sich nur diverse Servicekräfte von der Gastronomie und wenn man Glück hat, weiß einer zumindest, wo der Sicherungskasten ist.

    In Bühnennähe befindet sich ein sichtlich schon mehrfach benutzter CEE-Anschluss.

    Was soll die Musikertruppe machen?
    a) eine "Elektrofachkraft" holen zum prüfen?
    b) einfach einstecken, weil die Servicekräfte vor Ort sagen, daß die Steckdose ok. ist?
    c) einen mitgebrachten Prüfstecker in die Steckdose stecken, der dann mittels Lämpchen "o.k" oder "Problem" anzeigt?
    d) einen Duspol/Multimeter verwenden und selber messen, nachdem sie sich das einmal von einer Elektrofachkraft haben zeigen lassen?

    Sicher, die Version a) kommt so gut wie gar nicht vor und Antwort b) sicher zu 90%
    Was spricht aber gegen c) und d)? Das ist allemal besser als b)

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  • david kammerer
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    774
    • 23. Dezember 2007 um 11:26
    • #45

    Hallo Leute,
    das was mringhoff gesagt hat, war im pPrinzip auch mein Anliegen. Ich muß nur neidvoll zugeben, daß er es deutlich besser auf den Punkt bringt :D

    Viele Grüße

    David Kammerer

  • tufkajaschw
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    • 23. Dezember 2007 um 13:21
    • #46

    Hallo allezusammen,

    das Vorhandensein eines Nulleiters lässt dich im übrigen durch das betätigen der Prüftaste am RCD/FI feststellen, löst der FI nicht aus, ist der N nicht vorhanden/der FI defekt/ fehlt eine Phase, was aber nicht heißt, dass die Phasen beim Auslösen alle vorhanden sind.

  • unimog-heizer
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    • 23. Dezember 2007 um 13:33
    • #47
    Zitat von "Jan Schwarze"

    Hallo allezusammen,

    das Vorhandensein eines Nulleiters lässt dich im übrigen durch das betätigen der Prüftaste am RCD/FI feststellen, löst der FI nicht aus, ist der N nicht vorhanden/der FI defekt/ fehlt eine Phase, was aber nicht heißt, dass die Phasen beim Auslösen alle vorhanden sind.


    Das stimmt so NICHT!!!
    Ein FI Schutzschalter löst sehr wohl bei fehlendem N aus!
    UND:
    Im Stromboard darf jeder Fragen stellen,
    Jeder darf nachfragen,

    Antworten darf nur der, der auch über die Notwendige Sachkunde verfügt !

    Gruß
    Timo

    Wissen ist das einzige Gut das sich vermehrt wenn man es teilt!

  • christian_thomas
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    • 23. Dezember 2007 um 17:20
    • #48
    Zitat von "Jan Schwarze"

    Hallo allezusammen,

    das Vorhandensein eines Nulleiters lässt dich im übrigen durch das betätigen der Prüftaste am RCD/FI feststellen, löst der FI nicht aus, ist der N nicht vorhanden/der FI defekt/ fehlt eine Phase, was aber nicht heißt, dass die Phasen beim Auslösen alle vorhanden sind.

    Hallo Jan,

    die Prüftaste am RCD erzeugt innerhalb des RCD einen Fehlerstrom, durch den der RCD auslösen muss - nicht mehr und nicht weniger. Die Prüftaste holt sich den Prüfstrom auch nur von einer Phase - nähere Angeaben über die Verschaltung der Prüftaste sind auf jedem RCD aufgedruckt. Sie ist ausschliesslich dazu da, um die Funktion des RCD selbst zu prüfen - über an den RCD angeschlossene Geräte oder Kabel gibt das RCD-Prüftaste drücken keinerlei Aufschluss.

    Daher ist Deine Aussage völlig falsch.

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    Einmal editiert, zuletzt von christian_thomas (23. Dezember 2007 um 21:27)

  • christian_thomas
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    • 23. Dezember 2007 um 18:39
    • #49

    Hallo Matthias,

    Zitat von "mringhoff"

    ... Hier wird nämlich dann immer allzugerne auf denjenigen geschimpft, der die Steckdose installiert hat.

    Wenn ein Neutral- oder Schutzleiter nicht angeschlossen oder die komplette Verdrahtung wild vertauscht ist, wird auch zu Recht geschimpft

    Zitat von "mringhoff"

    Als Gewerbetreibende sind wir aber dazu angehalten, diese Anschlüsse selbtverantwortlich vor jeder Nutzung zu prüfen, vor allem, wenn wir wieder neu in eine Location kommen.
    Und seien wir mal ehrlich: Jede gewissenhafte VA-Firma macht das doch auch so. Das lernen ja schon die Azubis im ersten Lehrjahr.

    Richtig. Doch dazu muss man das Messen zuerst gelernt und mehrere Messungen durchgeführt haben, um die Erfahrung zu besitzen, seine eigene Messung richtig zu deuten.

    Zitat von "mringhoff"


    Und wer das nicht macht, der macht es halt nicht. Das allein ist keine strafbare Handlung. Nur wenn dann hinterher aufgrund 400V irgendwas defekt ist, braucht dann bitte keiner auf andere "Elektrofachkräfte" schimpfen. Hätte man das geprüft, wie es "Stand der Technik" ist, dann hätte man diesen Fehler erkannt und den Schaden vermieden.

    Auch das ist prinzipiell richtig. Dann kommt aber der Fall, wo ein Autoverkäufer von seinem Chef den Auftrag bekommt, bei Firma Mringhoff eine Lichtanlage zum Beleuchten der neuen Benzinkutsche zu leihen - Du gibst ihm ein paar PAR-Kannen, eine Lichtendstufe mit CEE-Stecker und ein Steuergerät mit - was macht der Autoverkäufer? Er baut alles auf, steckt den Stecker in die Dose, und es macht "Puff".

    Der Autoverkäufer schimpft dann auf Dich, Du hättest ihm eine kaputte Anlage gegeben... völlig entnervt fährst Du mit Ersatz da hin, misst und stellst fest "Dose falsch verdrahtet" oder "Neutral fehlt" - was nun?

    Ist der Autoverkäufer nun als gewerbliche Fachkraft zu sehen und ihm ein Vorwurf zu machen? Der kann nur Autos verkaufen und hat mit VA-.Technik nichts am Brett.

    (EDIT: Genau den vorstehenden Fall hatten wir nämlich vor etwa einem halben Jahr in einem Autohaus - der Elektromeister wollte sich rausreden mit "Dose für Motoren" (die dann aber hätte 4polig ausgeführt werden müssen, nicht 5polig), da aber der Neutralleiter in der Unterverteilung nicht aufgeklemmt war, musste er den glücklicher Weise geringen Schaden (Steuertrafo der Lichtendstufe durchgebrannt) bezahlen.)

    Genauso gibt es Musiker, die können Gitarre und Klavier spielen - besser als Du es je gehört hast - haben aber von Kochen oder von elektrischem Strom keinerlei Ahnung. Was nun?

    Zitat von "mringhoff"


    Der neu angefügte Satz in der BG (Auf die Prüfung kann verzichtet werden, wenn der Betreiber der Anschlüsse den ordnungsgemäßen Zustand bestätigt.) finde ich hier interessant für uns.
    Da kann man sich die Haftung "freikaufen". Wichtig ist dabei sicherlich, daß diese Bestätigung schriftlich erfolgt, hinterher ist man sonst gerne dabei, sich herauszureden.

    Schriftlich oder unter Zeugen - oder im Vertrag steht "Der Veranstalter stellt eine Stromversorgung... in technisch einwandfreiem Zustand zur Verfügung... Schäden die durch nicht ordnungsgemäße Stromversorgung entstehen, gehen zu Lasten des Veranstalters.

    Lustig bei ner RollDisco - der Veranstalter ist Brautpaar xy, Feier findet in Kneipensaal ab statt, welcher auch Betreiber der Schrottreifen oder gerade kaputtreparierten CEE-Dose ist...

    Übrigens - im Schadenersatzrecht haben die BGV nur dann Bedeutung, wenn es um die Ersatzpflichten der Berufsgenossenschaft wegen eines Arbeitsunfalles geht. Die Berufsgenossenschaften haben die Aufgabe, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu verhüten (Prävention), Versicherte nach einem Arbeitsunfall oder dem Eintritt einer beruflich bedingten Erkrankung zu heilen (Rehabilitation) und sie gegebenenfalls finanziell zu entschädigen (Kompensation). Um diese Aufgaben der Prävention durchzuführen, erlässt die BG die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGV), auch Arbeitsschutzvorschriften genannt.

    Bei zivilrechtlichen Forderungen wegen abgebrannter Technik wird ein Richter es doch wohl eher mit den DIN EN VDE zu tun haben. Und die besagen eindeutig, was Stand der Technik ist, wie etwas beschaffen zu sein hat, und wer an was wie arbeiten darf.

    Zitat von "mringhoff"

    Wohl gemerkt, ich habe hier nichts dazu gesagt, WER, WOMIT und WIE was zu messen hat.

    Und das ist eben das Thema hier. Der Threaderöffner fragte:

    Zitat von "Sven(ix) Frank"

    Hallo zusammen,

    ich bin auf der Suche nach oben genanntem Prüfstecker. Bei Thomann gabs die ganze Zeit so ein Teil aber das haben die nicht mehr im Programm.

    Wir verteilen grundsätzlich 16A Starkstrom mit einem Verteilerstecker auf 3 Schukodosen. Da wir schon einmal den Fall hatten, daß Null nicht angeschlossen war, hätte ich gerne einen Stecker, den ich kurz aufsetzen muß um zu sehen, ob ich dran kann.

    Also: Ist Null vorhanden, sind die Phasen korrekt angschlossen.

    Wer von Euch hat da ein verläßliches Teil im Einsatz?

    Gruß
    Sven

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    Hierauf gab es eine Antwort von HAMA

    Zitat von "HAMA"

    Wäre auch noch eine Alternative! Zu finden bei: http://www.ultralite.de
    Suchbegriff: ULPHTE

    Kostet zwar dann etwas mehr, kann aber auch mehr...

    Gruss
    Martin

    Und Du kamst dann und zitierst die nicht mehr in Kraft befindliche SP 25.1/2...

    Von dem ganzen Hickhack hier ist keinem so richtig geholfen.

    Wenn der von HAMA empfohlene Prüfadapter das hält, was die dürftige Beschreibung im Netz verspricht, dann ist das genau das Tool für den elektrotechnischen Laien, den es in unserer Branche eigentlich nicht geben dürfte, aber trotzdem gibt.

    Für alle anderen Laien mit Vielfachmessgerät oder Stromprüfschraubenzieher aus dem Aldi gilt:

    Finger weg vom elektrischen Strom, da Lebensgefahr besteht!

    Für Laien, die trotzdem messen und ihren Messergebnissen vertrauen schenken möchten gilt:

    Besuche eine Elektrofachkraft, und lasse Dir genau erklären, ob und wenn ja wie man mit Deinem Messgerät so eine Dose prüft.

    Dann gilt der Laie nämlich als EuP (Elektrotechnisch unterwiesene Person) und hat wenigstens schon mal gesehen, wie es richtig gemacht wird.

    Oder: Investiere in so einen Fortbildungskurs EffT (Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten), den eigentlich jedes Berufsförderungszentrum irgendwo anbietet. Wer zufällig arbeitslos ist, holt sich den Kurs eben beim Arbeitsamt...

    Kernaussage meines gesamten Schreibens ist eigentlich folgendes:


      Wer keine Ahnung hat, bleibt mit den Fingern vom Strom weg

      Wer keine Ahnung hat, obwohl er Ahnung haben müsste, bildet sich entsprechend fort.

    Eine entsprechende Fortbildung kann aber nicht hier im Forum erfolgen - man sieht ja nicht, ob der Unwissende verstanden hat, was man ihm gesagt hat - mal ganz davon abgesehen, daß keine Handwerkskammer (HWK) ein entsprechendes Zertifikat ausstellt, wenn man nicht die dafür geforderten 80 Unterrichtsstunden und die Prüfung vor der HWK bestanden hat.

    PS: Ich habe die Lehrgangs- und Prüfungsinhalte bereits ins WWW gestellt - es ist für Leute, die ein bischen rechnen und BGV's und DIN - EN-VDE's... lesen und verstehen können können doch recht einfach, eine solche EffT-Prüfung zu bestehen. Und der Schwerpunkt eines solchen Lehrganges ist Messen, Messen, Messen, und Geräteprüfung nach VDE 0701/0702 - also BGV A3!

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    3 Mal editiert, zuletzt von christian_thomas (24. Dezember 2007 um 12:53)

  • christian_thomas
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    • 23. Dezember 2007 um 19:00
    • #50
    Zitat von "BFZ in Essen"

    Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

    Ziel und Zielgruppen:

    Dieser Lehrgang wendet sich an Fachkräfte aus Industrie und Handwerk, die Instandhaltungsaufgaben im Betrieb wahrzunehmen haben bzw. wahrnehmen sollen oder im Kundendienst/Service tätig sind und wegen fehlenden Abschlusses in einem Elektroberuf nicht als Elektrofachkräfte im Sinne der BGV A3 in ihrem Aufgabenfeld einsetzbar sind. Im Lehrgang Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (HWK) werden fachtheoretische und fachpraktische Qualifikationen in der Elektrotechnik so vermittelt, dass der Teilnehmer befähigt ist, die betriebsspezifisch festgelegten Tätigkeiten als Elektrofachkraft weitgehend eigenverantwortlich durchzuführen.

    Inhalte:

    Voraussetzungen für die Nutzung des elektrischen Stromes
    Grundlagen der Elektrotechnik nach BGI 548 BGV A3
    Erzeugung elektrischer Energie
    Merkmale des elektrischen Netzes
    Elektrische Antriebe Drehstrommotoren
    Schutzklassen und Schutzarten
    Gefahren bei der Nutzung elektrischer Energie
    Schutzphilosophie VDE-Vorschriften
    Bewertung der Sicherheit elektrischer, motorbetriebener und beweglicher Geräte nach VDE 0701 und 0702
    Erlernen der Handhabung des Prüfgerätes für die Messung nach VDE 0701 und 0702

    Abschluss:

    Nach Abschluss dieses Lehrgangs erfolgt eine schriftliche, praktische und mündliche Prüfung. Danach erhält der Teilnehmer ein anerkanntes Handwerkskammer-Zertifikat.

    Dauer: 80 Unterrichtseinheiten (Blockseminare 10 Tage) - 7:30-15:00 Uhr

    einschließlich 1Tag Prüfungsvorbereitung und 1 Prüfungstag
    jeweils durch die Handwerkskammer(HWK)

    Termine: Termine auf Anfrage

    Preis: 920,- € inkl. Prüfungsgebühren +19% MwSt.

    Auf Wunsch können auch betriebsspezifische Lehrgänge geplant und durchgeführt werden.

    Ansprechpartner für weitere Informationen:
    Herr Liesbrock
    Tel.: 0201/3204-564
    Fax: 0201/3204-419
    Mobil: 0175-1810712
    Email: liesbrock@bfz-essen.de

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    Siehe auch Hier

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  • chris neumann
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    146
    • 24. Dezember 2007 um 11:15
    • #51

    schließe mich Christians Ausagen zu 100% an. Mir geht es wie gesagt hier nicht darum mit erhobenem Finger durch die Gegend zu laufen und "du du du " rufen, sondern lediglich darum etwas für die Gefahren des Stroms zu sensibilisieren.
    Wie Christian ebenfalls schon schrieb, bleibt uns als Elektrofachkraft im übrigen auch nichts anderes übrig als uns so zu äussern.
    Zu meiner Qualifikation, ich bin gelerneter Energierelektroniker und seit 4Jahren Elektrotechniker Meister Handwerk. Daher weiß ich denke ich wovon ich spreche.
    Investiert doch einfach den Gewinn Eurer nächstenVeranstaltung in den Fortbildungslehrgang zur "Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten" Diese 400€ werden Euch sicherlich nicht so weh tun und Ihr könnt mit ruhigem gewissen an die Arbeit gehen.

    Wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest.

    Gruß aus Paderborn

    Chris

    Kann mir mal endlich jemand einen Elektriker schicken?! Sonst muss ich heute abend wieder die Kerze nehmen.

    (Orginalauszug aus einem Schreiben einer Mieterin an Ihre Wohnungsbaugesellschaft)

  • tufkajaschw
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    • 24. Dezember 2007 um 15:06
    • #52
    Zitat von "Unimog-HeizeR"


    Das stimmt so NICHT!!!
    Ein FI Schutzschalter löst sehr wohl bei fehlendem N aus!
    UND:
    Im Stromboard darf jeder Fragen stellen,
    Jeder darf nachfragen,

    Antworten darf nur der, der auch über die Notwendige Sachkunde verfügt !

    Gruß
    Timo

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    Die Testtaste des FI erstellt eine Hochohmige Brücke zwischen einem Außenleiter vor dem FI und dem Nulleiter nach dem FI Schalter, das heißt, wenn der jNulleiter nicht am FI Ankommt FI nix Auslösen! Da der Stromkreis nicht geschlossen ist.

    Zitat

    Hallo Jan,

    die Prüftaste am RCD erzeugt innerhalb des RCD einen Fehlerstrom, durch den der RCD auslösen muss - nicht mehr und nicht weniger. Die Prüftaste holt sich den Prüfstrom auch nur von einer Phase - nähere Angeaben über die Verschaltung der Prüftaste sind auf jedem RCD aufgedruckt. Sie ist ausschliesslich dazu da, um die Funktion des RCD selbst zu prüfen - über an den RCD angeschlossene Geräte oder Kabel gibt das RCD-Prüftaste drücken keinerlei Aufschluss.

    Daher ist Deine Aussage völlig falsch.

    Ich habe auch nicht behauptjet, das dieses Möglich ist. Allerdings lässt sich wie gesagt feststellen, dass der Nulleiter am FI Ankommt. Somit lässt dich überprüfen ob bis zu meinem Verteiler der Nulleiter ankommt!

  • christian_thomas
    Verifiziert
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    1.001
    • 24. Dezember 2007 um 15:11
    • #53
    Zitat von "Jan Schwarze"


    Die Testtaste des FI erstellt eine Hochohmige Brücke zwischen einem Außenleiter vor dem FI und dem Nulleiter nach dem FI Schalter, das heißt, wenn der jNulleiter nicht am FI Ankommt FI nix Auslösen! Da der Stromkreis nicht geschlossen ist.

    Falsch!
    Die Testtaste des RCD (FI) erstellt eine Niederohmige Brücke innerhalb des RCD her. Eine Leitung wird dabei durch den Meßkreis des RCD geführt, die andere nicht. Ich benutze nun mal Worte eines anderen Users: Der RCD ist wie ein Kindergärtner - er zählt laufend die Strommännchen, die durch den Meßkreis des RCD raus und wieder rein laufen, fehlt eines, schlägt er Alarm.

    Zitat von "Jan Schwarze"


    Ich habe auch nicht behauptjet, das dieses Möglich ist. Allerdings lässt sich wie gesagt feststellen, dass der Nulleiter am FI ankommt. Somit lässt sich überprüfen ob bis zu meinem Verteiler der Nulleiter ankommt!

    Falsch.

    Der RCD sitzt meistens in der Unterverteilung vor den Sicherungen (Leitungsschutzschaltern) der jeweiligen Steckdose. Bei sogenanntem "Bauernstrom", bei dem nur die drei Außenleiter zum Betrieb eines Motors benötigt werden und der Schutzleiter zum Erden der Gehäusemasse, wird kein Neutralleiter benötigt. es löst auch kein RCD aus, da die Zahl der rein- und rauslaufenden "Strommännchen" gleich ist.

    Nur wenn ein "Strommännchen", welches entweder über die Aussenleiter L1, L2, L3 oder über Außenleiter und Neutralleiter rein- und rauslaufen darf, nicht wieder beim RCD ankommt, weil es über PE (Protection Earth, Schutzerde) oder anderswo abhanden gekommen ist, dann löst der RCD aus!

    Hier im Thema geht es um Schutz vor evtl. fehlendem Neutralleiter in einer CEE-Dose und daraus resultierende Beschädigung angeschlossener 230 Volt-Geräte durch aus Sternpunktverschiebung resultierender Überspannung. In diesem Falle hilft Dir kein RCD, welcher ausschließlich ein Personenschutzschalter ist. Im Gegenteil, in dieser Konstellation schaut der RCD erfreut Deinen abbrennenden Geräten zu. Erst wenn Deine Geräte soweit verbrannt sind, daß eines dieser "Strommännchen" den Weg zum Gehäuse Deines Gerätes nimmt, ist es dem RCD zuviel des Guten und er schaltet ab.

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    6 Mal editiert, zuletzt von christian_thomas (24. Dezember 2007 um 15:52)

  • unimog-heizer
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    123
    • 24. Dezember 2007 um 15:16
    • #54
    Zitat

    Die Testtaste des FI erstellt eine Hochohmige Brücke zwischen einem Außenleiter vor dem FI und dem Nulleiter nach dem FI Schalter, das heißt, wenn der jNulleiter nicht am FI Ankommt FI nix Auslösen! Da der Stromkreis nicht geschlossen ist.


    Auch wenn NACH Dem FI 3 phasen belastet sind? :wink:
    Virtueller Sternpunkt :shock:
    FI löst trotz fehlendem N aus! :roll:

    Gruß
    Timo

    Wissen ist das einzige Gut das sich vermehrt wenn man es teilt!

  • christian_thomas
    Verifiziert
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    • 24. Dezember 2007 um 15:40
    • #55
    Zitat von "Unimog-HeizeR"


    Auch wenn NACH Dem FI 3 phasen belastet sind? :wink:
    Virtueller Sternpunkt :shock:
    FI löst trotz fehlendem N aus! :roll:

    Gruß
    Timo

    Sorry Timo,

    ich war noch am editieren :D

    Signatur verloren! Der ehrliche Finder kann sie behalten.

  • tufkajaschw
    Verifiziert
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    42
    • 24. Dezember 2007 um 18:48
    • #56

    Ich gehe dabei davon aus, dass noch keine Last gezogen wir.

    Sorry, habe ich vergessen zu schreiben.

    Logischerweise kann man das Vorhandensein des Nulls hat nur bis zur Eingangsklemme des FI. Aber in der Regel hat man ja einen FI im Verteiler, so das man den Anschluss damit auch überprüfen kann.

    Wie ein FI funktioniert weis ich im Übrigen auch.

  • markus83
    Beiträge
    36
    • 24. Dezember 2007 um 19:13
    • #57
    Zitat von "Jan Schwarze"

    Die Testtaste des FI erstellt eine Hochohmige Brücke zwischen einem Außenleiter vor dem FI und dem Nulleiter nach dem FI Schalter, das heißt, wenn der jNulleiter nicht am FI Ankommt FI nix Auslösen! Da der Stromkreis nicht geschlossen ist.

    Zitat von "Christian_Thomas"


    Die Testtaste des RCD (FI) erstellt eine Niederohmige Brücke innerhalb des RCD her. Eine Leitung wird dabei durch den Meßkreis des RCD geführt, die andere nicht.


    Bitte etwas genauer, von wo nach wo genau?

    Ich bin der Meinung, dass Jan Schwarze recht hat, dass der FI ne (eher hochohmige) Verbindung zwischen L und N oder zwischen zwei Außenleitern herstellt. Ob zwischen zwei unterschiedlichen Außenleitern oder zwischen L und N ist dem Schaltbild auf dem FI zu entnehmen.
    Fehlt der N, löst der FI nur dann nicht aus, wenn die Prüftaste zwischen L und N liegt. Bei einer Prüftaste zwischen zwei Außenleitern löst er aus.

    mfg. Markus

  • christian_thomas
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    • 24. Dezember 2007 um 19:37
    • #58
    Zitat von "Markus83"


    Bitte etwas genauer, von wo nach wo genau?

    Ich bin der Meinung, dass Jan Schwarze recht hat, dass der FI ne (eher hochohmige) Verbindung zwischen L und N oder zwischen zwei Außenleitern herstellt. Ob zwischen zwei unterschiedlichen Außenleitern oder zwischen L und N ist dem Schaltbild auf dem FI zu entnehmen.
    Fehlt der N, löst der FI nur dann nicht aus, wenn die Prüftaste zwischen L und N liegt. Bei einer Prüftaste zwischen zwei Außenleitern löst er aus.

    mfg. Markus

    Da Du der Meinung bist, sollten wir also einen Mehrheitsentscheid organisieren und abstimmen?

    Geht in der Elektrotechnik jedoch leider nicht, weil Allessandro Volta, Jean-Marie Ampere und Georg-Simon Ohm etwas dagegen haben!

    Einigen wir uns auf folgende Formulierung: Die Verbindung, die über die Prüftaste hergestellt wird, ist so hoch- oder niederohmig, daß der auf dem RCD genannte Fehlerstrom zu Prüfzwecken des RCD in jedem möglichen Fall sicher erreicht wird und einen intakten RCD zum Auslösen bringen wird - und somit das eigenständige Bauteil RCD ohne zusätzliches Messmittel überprüft werden kann.

    Alles andere ist hier off Topic und wird von mir nicht mehr kommentiert - es sei denn, Ihr eröffnet einen eigenständigen Thread im Strom-Brett zur Funktionsweise eines RCD-Personenschutzschalters.

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  • christian_thomas
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    • 24. Dezember 2007 um 19:54
    • #59
    Zitat von "Jan Schwarze"

    Ich gehe dabei davon aus, dass noch keine Last gezogen wir.

    Sorry, habe ich vergessen zu schreiben.

    Logischerweise kann man das Vorhandensein des Nulls hat nur bis zur Eingangsklemme des FI. Aber in der Regel hat man ja einen FI im Verteiler, so das man den Anschluss damit auch überprüfen kann.

    Wie ein FI funktioniert weis ich im Übrigen auch.

    Also,


    ich... äh, sie wissen schon,


    vergesse auch...


    immer einige


    Wörter hinzuschreiben... äh,


    und wundere, äh, ... sie wissen schon,

    mich darüber, wenn dann andere "Falsch" dazuschreiben.

    Jan, entweder, Du schreibst ganz ausführlich und mit allen dazugehörigen Wörtern, was Du ausdrücken möchtest, oder Du lässt es sein.

    Du meintest sicher das Richtige, hast es aber verkehrt ins Forum geschrieben - der Leser mit Sachverstand muss dazu dann "Falsch" sagen.

    Ein RCD ist ein Stromsummenvergleicher - die Summe der Ströme, welche durch den RCD hinausfließen, muß gleich der Summe der Ströme sein, die durch den RCD zurückfließen.

    Ist diese Summe ungleich und somit so groß wie der Fehlerstrom der zum Auslösen führt, löst der RCD aus. Und zwar löst ein 0,03A-RCD bereits ab ca. 0,02 A Fehlerstrom aus - bei 0,03 Ampere muss er spätestens auslösen, sonst ist er defekt. Das Beispiel gilt nur für 30mA-RCDs - andere RCDs haben halt andere sie auslösende Fehlerströme, diese interessieren uns aber hier nicht.

    Aufgrund der unterschiedlichen Hersteller und bei jedem Hersteller unterschiedlichen Belegung der Prüftaste (siehe Post von Markus83) ist dein Posting einfach falsch. Mit der RCD-Prüftaste kann man ausschließlich prüfen, ob der RCD funktioniert, nicht ob ein Neutralleiter vorhanden ist. Denn wenn durch die Prüftaste ein Fehlerstrom zwischen L1 und L3 erzeugt wird, ist der Neutralleiter aussen vor!

    Merksatz: Mit der Prüftaste eines Fehlerstromschutzschalters RCD kann nur der Fehlerstromschutzschalter selbst überprüft werden.

    Jetzt hoffentlich begriffen?

    Signatur verloren! Der ehrliche Finder kann sie behalten.

  • Apostoli
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    • 24. Dezember 2007 um 21:03
    • #60

    Die Testfunktion im FI kann sowohl über Außenleiter/Neutralleiter, als auch über Außenleiter/anderer Außenleiter realisiert werden.

    Das einzige wozu diese Testfunktion taugt ist die Überprüfung, ob der FI mechanisch funktioniert. nichteinmal den korrekten Auslösestrom kann man so kontrollieren denn mittels des Widerstandes im FI wird ein viel höherer Differenzstrom erzeugt, als zum Auslösen nötig.

    Im Übrigen MUSS der Kreis der über den Testtaster geschlossen wird so hochohmig sein, dass nur ein kleiner Strom fließt. (Ich gehe von einigen 100mA beim 30mA FI aus, werde morgen aber mal mein Anschauungsobjekt betrachten und euch den Wert des dort verbauten Widerstandes mitteilen)
    Würde man eine niederohmige Verbindung durch den Taster schaffen käme es zu einem hohen Stromfluss, der unter Umständen das übergeordnete Überstromschutzorgan auslösen, mit sicherheit aber den kleinen Testtaster verschweißen würde.

    Die einzige konkrete Aussage die man treffen kann, sobald der FI durch die Testtaste ausgelöst wird ist: "Aha, da ist wohl schon Spannung drauf. Äh es liegt irgendeine Spannung zwischen zwei Anschlüssen des FIs an" und "Mechanisch scheint der FI in Ordnung zu sein."

    Eine Vertauschung N/L kann mit einem FI auch nicht festgestellt werden da der FI beim druck auf die Testtaste auch auslöst, wenn der Testwiderstand im inneren zwischen zwei Außenleitern anliegt.

    Die einzig wirklich brauchbare Überprüfung eines Drehstromanschlusses ist die Messung der Spannungen der Außenleiter gegeneinander und gegen den Neutralleiter mit anschließender Messung der Netzimpedanzen und Schleifenimpedanzen. Diese Messwerte müssen dann natürlich auch im Anschluss korrekt interpretiert werden.

    Ein Duspol allein reicht somit eigentlich zur Überprüfung auch nicht aus.

    By the Way: Einen Nulleiter (PEN) kann es nach einem FI auf keinen Fall geben.

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