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Stromverteiler ohne VDE???

  • bossjan
  • 2. Februar 2008 um 09:35
  • bossjan
    Verifiziert
    Beiträge
    329
    • 2. Februar 2008 um 09:35
    • #1

    Hi Kollegen,

    ich habe mir neulich einen Stromverteiler für kleinere Gigs etc. gekauft. Der genaue Typ ist Showtec PS-3202 mit 32A CEE Eingang und div. Ausgängen.

    Nachdem ich mir das Teil näher angesehen habe, habe ich festgestellt, dass auf sämtlichen Sicherungen kein VDE-Zeichen vorhanden ist, anstatt dessen ist ein CCC-Zeichen (für China) drauf.

    Meine Frage: Darf ich das Teil für Veranstaltungen in Deutschland einsetzen? Meine Meinung: Nein. Aber wie gesagt, bin mir da nicht ganz sicher und möchte weitere Meinungen dazu hören bzw. lesen...

    Danke.

    Lieben Gruß
    Jan

    jrp-Veranstaltungstechnik :: Ton Licht Bühnen Service - Ihr Erfolg ist unser Erfolg!
    http://www.jrp-veranstaltungstechnik.de

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 2. Februar 2008 um 09:46
    • #2

    Ich bin der Meinung ja. Gibt es eine Vorschrift, dass er den VDE-Bestimmungen entsprechen muss? Er hat sicher als Ganzes ein CE-Kennzeichen, muss er ja eigentlich.

    Einmal editiert, zuletzt von timotimo (2. Februar 2008 um 09:48)

  • maddin[RDH]
    Beiträge
    143
    • 2. Februar 2008 um 09:57
    • #3
    Zitat von "bossjan"


    Nachdem ich mir das Teil näher angesehen habe, habe ich festgestellt, dass auf sämtlichen Sicherungen kein VDE-Zeichen vorhanden ist, anstatt dessen ist ein CCC-Zeichen (für China) drauf.

    Meine Frage: Darf ich das Teil für Veranstaltungen in Deutschland einsetzen? Meine Meinung: Nein. Aber wie gesagt, bin mir da nicht ganz sicher und möchte weitere Meinungen dazu hören bzw. lesen...

    Danke.


    HI

    dann dürfte man auch die ganzen China Steckernetzteile ohne VDE und CE Zeichen nicht verwenden.
    wenn du wirklich schicher gehen willst. lass das teil von einem elektro betrieb nach din VDE 0100 und BGV-A3 überprüfen.
    also elektrische sicherheit, auslösezeiten , verdrahtung , etc..
    wenn das alles ok ist spricht nix gegen einen einsatz des gerätes.


    gruss martin

    Hassu mal Gaffa ?? *Argh*

    Das Aussehen eines Lichtbildes liegt der "optischen Logik" zugrunde!

  • bossjan
    Verifiziert
    Beiträge
    329
    • 2. Februar 2008 um 10:31
    • #4

    Hi Kollegen,

    danke. Ich bin bislang immer davon ausgegangen, dass die Geräte ein VDE-Zeichen haben mussten. Aber naja, man lernt ja nie aus... :D

    Gerät hat zwar ein CE-Zeichen, dieses wird doch aber fast überall (gerade bei den Chinesen) aufgedruckt, obwohl die Richtlinien nicht immer eingehalten werden...

    Lieben Gruß
    Jan

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  • frank kathmann
    Beiträge
    12
    • 2. Februar 2008 um 11:52
    • #5

    Hallo,


    hier ein Link der deine Frage beantworten sollte:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gepr%C3%BCfte_Sicherheit

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 2. Februar 2008 um 12:46
    • #6

    VDE ist ja nur ein Prüfzeichen von mehreren, die es so in Deutschland gibt (TÜV wäre ein anderes). Das sind Prüfungen, die die Hersteller zulassen können, aber nicht müssen. Macht sich natürlich gut, wenn das Logo des renommiertesten deutschen Stromvereins auf dem Ding prangt. Verbindlich vorgeschrieben ist das aber nicht. Woher sollten die ganzen Importgeräte - vom Delay über die Endstufe bis hin zu Haarfön und Eierkocher - auch das VDE-Zeichen bekommen, wenn der Importeur nicht zufällig aus Renomméegründen sowas nachholen lässt?

    Es gibt doch nur diese EU-Vorschrift bezüglich des CE-Signets. Aber was den Wert dieser zwei Buchstaben angeht, darüber wurde ja schon etwas gesagt. Dem Chinesen ist doch das Euronormwerk wurscht. Der will seine in Millionenstückzahl produzierten Teile absetzen, und dann wird das CE dadraufgedrückt, ob das Ding nun nach westlichen Normen funkentstört ist oder nicht! Und es fragt ja auch niemand ernsthaft hier danach, leider. Wäre aber doch auch gar nicht zu realisieren.

    Inwieweit man Chinageräten sein Vertrauen schenkt (sowohl in audio- als auch in sicherheitstechnischer Hinsicht), das muss wohl ein jedermann selbst entscheiden. ;)

  • bossjan
    Verifiziert
    Beiträge
    329
    • 2. Februar 2008 um 14:53
    • #7

    @ starstage

    Das ist keine Frage. Ich habe das Teil mal aufgemacht und manche Leitungen neu eingesetzt (aus 1,5mm² macht 2,5mm²) und einige Schrauben nachgezogen. Wenn dann noch die CEE-Stecker und die Sicherungen getauscht worden sind, kann man damit etwas anfangen. Nach dem Umbau dürfte das Gerät einigermaßen gut gerüstet sein für seine Aufgabe (Stromverteilung bei kleinen Club-Gigs)...

    Lieben Gruß
    Jan

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  • chw
    Reaktionen
    22
    Beiträge
    839
    • 3. Februar 2008 um 14:39
    • #8

    ... und vermutlich in der Summe etwa das Gleiche kosten wie ein richtig gebauter Stromverteiler mit passenden Querschnitten und vernünftigen Automaten.

  • olli78
    Beiträge
    111
    • 3. Februar 2008 um 16:41
    • #9
    Zitat von "chw"

    ... und vermutlich in der Summe etwa das Gleiche kosten wie ein richtig gebauter Stromverteiler mit passenden Querschnitten und vernünftigen Automaten.

    Jap ... genau das hab ich mir auch grade gedacht.
    Ich finde man kauft doch nix ... was man nachher wieder umbauen muss.
    Also ich zumindest nich.

    Lasst es hell werden ;)

  • Markus Verza
    Verifiziert
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.756
    • 3. Februar 2008 um 17:48
    • #10

    Wenn der Verteiler ein CE Zeichen hat muss es eine Konformitätserklärung geben. In dieser Erklärt der Hersteller bzw. Impoteur welchen Vorschriften dieses Gerät entspricht.
    Ich würde diese Erklärung einfach mal anfordern. Bei vielen Geräten ist die auch in der Anleitung mit abgedruckt.

  • jan willmann
    Beiträge
    58
    • 4. Februar 2008 um 13:34
    • #11

    Das Problem bei der Konformitätserklärung:

    Der Hersteller (oder Importeur) bestätigt zwar, dass das Gerät den Bestimmungen entspricht, geprüft ist und wird das aber nicht.
    Wenn dann was passiert, musst du erstmal nachweisen, dass es am Verteiler liegt und dann den Importeur oder Hersteller suchen (und China ist gross...)

    Da du aber für den Veranstaltungbereich sowieso die technischen Betriebsmittel der Widerholungsprüfung unterwerfen musst, sollten die geprüften Geräte ja auch sicher sein.

    Noch ein Wort zu VDE und TÜV: Druckfarbe ist recht billig und geduldig. Der Farbe ist es recht egal, ob damit zu Recht oder Unrecht das entsprechende Logo gedruckt wird.

    http://www.sympuls-aachen.de

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 4. Februar 2008 um 13:43
    • #12

    Wobei nach dem Umbau und dem Tausch der Leitungen die Konformitätserklärung auch kaum noch hilfreich ist.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • jan willmann
    Beiträge
    58
    • 4. Februar 2008 um 14:22
    • #13

    Richtig, und der Hersteller/Importeur untersagt mit Sicherheit Modifikationen am Gerät, womit er sich dann schön aus der Verantwortung zieht...

    http://www.sympuls-aachen.de

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