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  4. Lichttechnik & Effekte

Wie gefährlich ist ein Stroboskop (Epilepsie)

  • thomas kistler
  • 13. November 2010 um 22:24
  • thomas kistler
    Beiträge
    133
    • 13. November 2010 um 22:24
    • #1

    Hallo

    Man liesst ja immer wieder, bzw es ist bekannt, dass Strobos epileptische Anfälle auslösen können. Jedoch werden Strobos ja reihenweise eingesetzt. Nicht nur in Discos, auch in Theatern und diversen Shows / Aufführungen findet man sie vor. Aber noch nie hab ich irgendwas gehört oder erlebt, dass tatsächlich ein Anfall ausgelöst wurde.
    Demnach frage ich mich, ob ein Strobo wirklich so "gefährlich" ist, wie man ständig hört.

    Ich soll eine Turnshow beleuchten, und möchte da bei der Aerobicaufführungung über etwa 30 sec durchgehend das Strobo laufen lassen ohne weiteres Grundlicht. Wir haben es noch nicht getestet, aber sollte es zu heftig wirken könnte man sicherlich noch eine gedimmt Grundbeleuchtung dazunehmen bzw das Strobo dimmen. Aber ich frage mich, ob die Idee umsetzbar ist. Ich will nicht verantworten, dass einer zusammenklappt. Warnhinweise könnte man in der Broschüre und am Eingang anbringen.

  • slaytalix
    Verifiziert
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    1
    • 14. November 2010 um 08:14
    • #2

    Hallo

    in Bethel-Bielefeld im Johanneswerk-Bodelschwingh Hause, eines der anerkannten Zentren für Epilepsieforschung, werden Strobes bei Patienten eingesetzt, um die "Grand Mal" Anfälle auszulösen, um dann EEGs zu erstellen.

    Hier ist aber bekannt, daß die Patienten an Epilepsien leiden & dies geschieht unter ärztlicher Aufsicht.

    Bei Strobes wie MBN T-Rex mit 85 KW, den 15 KW Quasar etc würde ich mich als Veranstalter sehr unwohl fühlen & würde mich fragen, ob dies wirklich nötig ist, einen solchen Effekt zu nutzen.

    Ein Warnhinweis mit länger anhaltendem Strobe-Effekt beim Einlaß ?

    Im japanischen TV gab es wohl mal eine Zeichentrickserie mit ähnlichen Strobe-Effekten, so daß zu Hause Hunderte mit epileptischen Anfällen zusammenbrachen, offenbar wußten die Leute gar nicht, daß sie darunter leiden.

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • Freizeichen
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    322
    • 14. November 2010 um 09:33
    • #3

    Es ist jedenfalls kein Märchen, dass Strobes epileptische Anfälle auslösen können, und sollte auf jeden Fall ernst genommen werden. Wer darunter leidet, weiss es in aller Regel auch. Es gibt aber immer wieder Fälle in denen die Betroffenen erst in verhältnismässig hohem Alter beim Eintreten des ersten Anfalles damit konfrontiert werden.

    Ein 100-prozentige Sicherheit hast du nie und mach das deinem Veranstalter klar. Vielleicht bezieht ihr bei dem Gespräch auch das Saniteam mit ein, dass ihr höchstwahrscheinlich dann vor Ort haben werdet. Wenn alle auf das Thema sensibilisiert sind, kann euch jedenfalls keiner einen Vorwurf machen. Und mehr als so gut zu warnen, wie es eben möglich ist, ist aber kaum machbar und irgendwann auch nicht mehr zumutbar.

    Auf eine gedimmte Grundbeleuchtung im Zuschauerraum würde ich grundsätzlich nie verzichten.

    FREIzeichen

    Bist du deprimiert, weil du einen zu kleinen P**** hast ? Möchtest du dir "PHATE" Boxen kaufen, um die Mädels zu beeindrucken ?
    Dann tu uns bitte allen den Gefallen und lies DAS bevor du dumme Posts erstellst:
    http://www.paforum.de/buecher_index.html

  • rene classen
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    897
    • 14. November 2010 um 10:19
    • #4

    Meine Frau bekommt von schnellen Blitzen zwar keinen epileptischen Anfall, aber sie sie bekommt Kopfschmerzen.
    Führt bei ihr also zu einem Migräneanfall. Man schützt sich selber davor, indem man wegsieht oder z.B. Kinofilme mit den Hinweisen nicht besucht (z.B. Fletcher Visionen).
    Interessant war es einmal bei einer Infoveranstaltung in einem Krankenhaus, deren Beamer hatte eine Macke und flackerte. Man konnte einige Gäste sehen die weggeschaut haben.
    Die Leute die Probleme damit haben, haben gelernt damit umzugehen. Sicher kann man als Veranstalter nie sein.
    Ich würde kurz vor dem Showact daraufhinweisen, kann man ja in der Anmoderation "nett" verpacken.

  • skyworker
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    • 14. November 2010 um 14:18
    • #5

    Morgen - ich kenne die rechtlichen Grundlagen & Verantwortlichkeiten in der Schweiz nicht, ich würde aber auf jedenFall ein ausreichend großes Hinweisschild am Eingang anbringen.

    Sollten Sanis vor Ort sein, dürfte ein Hinweis sicher nicht schaden.

    Best

    SKY

    PS: Man braucht kein 85-Tonnenwatt-Strobe, um Epilepsie auszulösen, der forenübliche Strandard kann bereits ausreichen. Es kommt auch auf die Umgebungsvariablen an (Raumgröße, Anzahl der Personen im Raum, Kontrastverhältnisse)

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Florian genz
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    522
    • 14. November 2010 um 18:33
    • #6

    Ich arbeite schon ewig als LJ, aber "umgeblitzt" hab ich noch keinen... is ja noch anderes licht und man macht ja auch nur kurz, dh. wenn sich jm unwohl fühlt, wird dieser auch keine disco aufsuchen.... kein plan, hat sich noch nie jm beschwert.

    Zu der Trickserie aus japan... das war eine zu schnelle bildabfolge, die die kinder in der zeit nich verarbeiten konnten, ja da war was los^^

    http://www.youtube.com/watch?v=pV00R5D6t0Y

  • DJheini
    Moderator
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    • 14. November 2010 um 19:36
    • #7
    Zitat von "Florian genz"

    Ich arbeite schon ewig als LJ, aber "umgeblitzt" hab ich noch keinen... is ja noch anderes licht und man macht ja auch nur kurz, dh. wenn sich jm unwohl fühlt, wird dieser auch keine disco aufsuchen.... kein plan, hat sich noch nie jm beschwert.


    Was nichts zu sagen hat. Aus medizinischer Sicht KANN ein Strobe einen epileptischen Anfall auslösen.
    Steht ja auch in den meisten Manuals.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Florian genz
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    522
    • 14. November 2010 um 20:09
    • #8

    Naja aber der "normale discogänger" hat ja diese Anleitung nicht :shock:

    Also ich habe bis jetzt noch nix gehört, das jemand in der disco abgeklappt ist...

    http://www.youtube.com/watch?v=pV00R5D6t0Y

  • Andi Groß
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    • 14. November 2010 um 21:40
    • #9

    Ganz einfach:
    Veranstalter fragen und auf die Gefahr hinweisen.
    Die Gäste Einer Turnshow rechnen ja nicht damit das es blitzen wird, vorschlagen Hinweisschider aufzustellen/vorher eine durchsage machen.
    Wenn der Veranstalter keine Sicherheitsmaßnahmen ergreifen will, musst du persöhnlich entscheiden:
    Unterschreiben lassen das du den Veranstalter ausreichend Informiert hast.
    Es nicht blitzen lassen.
    Weitermachen.

  • thomas kistler
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    • 15. November 2010 um 00:03
    • #10

    Das Strobo wird von der Decke auf die Bühne strahlen, die etwa 5x10m gross ist. Es handelt sich um 1.5kW. Die Zuschauer können also nicht direkt in den Blitzgenerator reinschauen. Sicherlich schonmal ein kleiner Vorteil, wenn man das so nennen kann.

    Wie Sky gesagt hat kommts auch stark auf den Kontrast an. Deshalb dachte ich gegebenenfalls an Grundlicht auf der Bühne.
    Ich werde es erstmal am Dienstag testen und schauen wie es wirkt, wie fest man das STrobo dimmen kann, sodass trotzdem noch der Stroboeffekt wirkt, wieviel Bühnenlicht sich dazu addieren lässt usw.

    Wenn ich denke, dass es viel zu heftig ist - oder der Effekt so stark abgeschwächt werden müsste, dass er gar net mehr wirkt, werde ich komplett darauf verzichten.
    Falls es aber wirkt, gleichzeitig nicht so heftig "einfährt", werde ich die entsprechenden Massnahmen (Warnhinweise, schriftlich, akkustisch; Information, Vertrag mit Veranstalter) treffen.

    Schlussendlich soll es ja auch gut ausschauen. DAs Ziel ist ja nicht, dass auch nciht-epilleptiker wegschauen...

  • thomas kistler
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    • 17. November 2010 um 23:57
    • #11

    Also, haben es getestet. Auf voller Leistung (1.5kW) ohne weiteres Licht auf der Bühne kommt der Effekt super rüber und es wirkt in keinster Weise irgendwie heftig oder so.
    Von daher fress ich nen Besen falls da was passieren sollte.
    Warnhinweis kommt über Eingang, Veranstalter ist informiert.

    PS: Wir sind ganz hinte in der Halle. Die DMX Leitung ist so zu verlegen, dass sie nicht gesehen wird. Und ich hab nicht längere als 10m Kabel. Da ist man froh, in ordentliche Kabel & Stecker investiert zu haben. Das Strobo kommt als 7. Gerät dran, und etwa 10 oder 20 Kabel müssen standhalten, sonst kommt das Signal net mehr an....
    Hat alles auf Anhieb funktioniert.
    Nicht auszudenken, wie lustig die Fehlersuche gewesen wäre bei Koreasteckern....

  • waland
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    • 18. November 2010 um 19:54
    • #12

    Hallöchen, falls bei der Turnshow auch geturnt wird, dann sehe ich eine größere Gefahr bei den Turnern, denn sollten die ihre Vorführungen noch nie bei Stroboskop-Licht geprobt haben, dann wird sie ihnen nicht gelingen und auch eine gewisse Verletzungsgefahr halte ich für gegeben.

    Koordination, Räumliches Sehen, Gefühl für Bewegungen,Entfernungen und Geschwindigkeit sind doch bei Stroboskoplicht stark eingeschränkt.

    zum Thema Epililepsie ist nichts mehr hinzuzufügen.

    Andi

  • thomas kistler
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    • 19. November 2010 um 15:23
    • #13

    deshalb haben wir den part ja 2 3 mal geprobt. und sie bleiben da an ort und stelle und tänzeln ein bisschen, ha nix auf der bühne, also keine stolpergefahr usw.

  • djobi
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    • 21. November 2010 um 22:16
    • #14
    Zitat

    dass Strobos epileptische Anfälle auslösen können. .. Aber noch nie hab ich irgendwas gehört oder erlebt, dass tatsächlich ein Anfall ausgelöst wurde.


    Sie froh - ich schon. Der Abigag war damit gelaufen. Zum Glück (wenn man das so sagen darf) ist es erst ganz zum Schluss passiert. Lustig ist es nicht, wenn du jemanden zuckend auf der Bühne liegen hast und nicht weisst was los ist.

    Klartext: es *kann* was passieren - dessen sollte man sich bewußt sein!

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • Jim
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    • 22. November 2010 um 00:22
    • #15

    Ich habs auch schon erlebt, Städtische VA, man, danach war was los...

    so long Jim

  • ddt
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    2.570
    • 22. November 2010 um 09:36
    • #16

    hab sowas auch schon mitbekommen:

    ein gast (mit bekannter! epilepsie) geht auf ein
    festival, bekommt nen anfall, und seine leute
    legen ihn irgendwo auf ner couch ab und gehen
    weiter feiern...

    hätte bös ins auge gehen können, gut daß ihn
    jemand rechtzeitig gefunden & den sanis bescheid
    gegeben hat.

    mfg

    andreas

  • DJheini
    Moderator
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    • 22. November 2010 um 10:24
    • #17
    Zitat von "ddt"


    ein gast (mit bekannter! epilepsie) geht auf ein
    festival, bekommt nen anfall, und seine leute
    legen ihn irgendwo auf ner couch ab und gehen
    weiter feiern...

    hätte bös ins auge gehen können, gut daß ihn
    jemand rechtzeitig gefunden & den sanis bescheid
    gegeben hat.

    Alles anzeigen


    Epilepsie ist hier zwar nicht das Thema, aber so verkehrt haben die sich nicht verhalten.
    Eventuell war denen ja bekannt, das der danach einfach eine lange Entspannungsphase braucht.
    Das ist bei jedem Epileptiker anders, ich kenne das aus meinem (richtigen) Beruf.
    Eine zeitlang hatten wir wöchentlich 1-2 Patienten mit Anfällen.
    Wichtig ist beim Anfall für Sicherheit zu sorgen und NICHTS! in den Mund zu stecken.
    Früher wurde das immer gemacht um den Biss auf die Zunge zu vermeiden.
    Aber leider ist es wohl zu oft passiert, das die Leute die Sachen, die denen zwischen
    die Zähne gesteckt wurden, verschluckt haben. Ein Anfall dauert (meistens) wenige Sekunden,
    nach dem Anfall muss man darauf achten ob die Atmung sich normalisiert, für Ruhe sorgen.
    Manche Epileptiker sind 10-20 Minuten nach dem Anfall wieder bei vollem Bewusstsein,
    andere schlafen den ganzen Tag durch die Anstrengung beim Krampf.
    Ist bei jedem anders (und mehr als eine engmaschige Vitalzeichenkontrolle machen die Sanis oft auch nicht).

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Seibel
    Beiträge
    2.184
    • 22. November 2010 um 10:28
    • #18

    Ich habe schon mehrmals mitbekommen das Blitze durch Stroboskope oder auch Scannern <250 Watt im Strobe Modus jemanden zu Boden gebracht haben. Damit ist wirklich nicht zu spaßen, wer die Gefahr unterschätzt wird das auch früher oder später am eigenen Körper verspüren müssen. Unübersichtliche Va´s sind nicht wirklich gut für die Gäste & den Veranstalter

    http://www.sodiumsound-eventtechnik.de

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