1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Professionelle Veranstaltungstechnik
  4. Veranstaltungstechnik AUDIO
  5. Konzert-Sound Praxis

Musiker - und ihre teils seltsamen Vorstellungen vom Sound

  • wora
  • 11. März 2008 um 19:51
  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.426
    Beiträge
    27.264
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 11. März 2008 um 19:51
    • #1

    ich möchte jetzt nicht alle musiker über einen kamm scheren, es gibt natürlich auch welche die es anders sehen (hören)!

    aber ich muss jetzt doch mal was ansprechen, das ich seit vielen jahren beobachte.

    da gibt es doch tatsächlich musiker, die sich sehr viel zeit beim auswählen ihres instruments lassen und dann ein schweineteures instrument für viele hundert oder viele tausend euro kaufen - wegen das tollen klangs natürlich!!
    und dann kaufen sie sich ein 50,-€ mikrofon dazu, um es über billigste lautsprecher zu senden...
    und dann sagen sie: "wieso, klingt doch gut!"


    muss man sowas verstehen???
    sind die denn in der lage, ihre ohren "umzuschalten", so das sich auch billigtröten nach high-end anhören??
    und wieso kann ich das nicht??? das würde mir viel stress ersparen!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.286
    Beiträge
    14.961
    Marktplatz Einträge
    6
    • 11. März 2008 um 20:29
    • #2

    Was hast Du denn schreckliches erlebt ?

  • sebastian
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.078
    Marktplatz Einträge
    2
    • 11. März 2008 um 20:35
    • #3

    Da kommt man glaube ich ohne philosophische Ansätze nicht weiter.

    Neustes Keyboard bedeutet --> "ich bin hier der Checker"
    Engagements bedeuten --> "ich bin der Größte, ich habe Erfolg, ..."

    Daraus folgt --> der Rest muss auch gut sein.

    Man kommt also ohne hören aus. Das kann man sogar oft hören. :cry:
    Andererseits kenne ich Musiker - und sehe immer mal wieder Threads
    in denen ich Parallelen sehe.- wo die Anlage auf Grund des Firmenschildes gut klingt.
    Da übernimmt die Anlage die Funktion des Keyboards.

    Vielleicht sollte man die Frage stellen mit welcher Berechtigung Musiker
    oder auch Beschaller auf das Publikum losgelassen werden.

  • skyworker
    Profi
    Reaktionen
    968
    Beiträge
    5.892
    Marktplatz Einträge
    2
    • 11. März 2008 um 20:58
    • #4

    N´ Abend zusammen - ich würde da auch ganz gerne etwas Senf dazu geben:
    Der philosophische Ansatz hilft da nur bedingt weiter, das Problem liegt meiner Meinung nach in einer unsäglichen Kombination von penetranter Ignoranz und grenzenloser, an kriminelle Energie grenzende Selbstverherrlichung. Tiefenpsychologisch betrachtet wird das Ich (gesunder Menschenverstand und vertretbare, nachvollziehbare Selbsteinschätzung) von dem sch... verlängernden Es (Neue Gitarre, neuer Amp, neues Keyboard...) dominiert - das Überich (Vertrieb, Marketing:"Boah ist die neue Klampfe der Hammer", Freundin:"Schatz, du klingst echt geil", Homey:"Jo man alder krass phatter Sound"...) tut seinen Teil dazu und nicht mal Freud kommt damit mehr klar...

    So - jetzt meine Meinung: "Qualität" wird immer billiger, jeder kann sich dank verschiedener Imprteure, Vertriebe, Hersteller mittlerweile alles anschaffen, was das Tontechnikerherz begehrt. Zu kleinen Preisen natürlich, den nach dem Kauf eines neuen Instruments hat man nicht mehr viel auszugeben.
    Nur keinen Plan von der Sache, wie man damit umgeht - sowas gibt es nicht zu kaufen. Tools hat jeder, nur sie richtig einzusetzen ist halt die Kunst - wie die letzten Seiten des HK-Audio Threads exemplarisch deutlich zeigen.
    Dummerweise setzt man "Besitz" und "Wissen" allerdings mittlerweile viel zu oft gleich und verzichtet lieber darauf, die Leute machen zu lassen, die ihr Geschäft verstehen. Dann wirds arg!
    Sinngemäß würde ich damit dem Gitarristen seine Klampfe aus der Hand nehmen, schließlich hat er ja auch mikrofone in seiner Tasche...

    So immer wieder und leider meist mit jungen, "aufstrebenden" Bands erlebt.

    Tapfer bleiben - SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • schallereignissortierer
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.578
    • 11. März 2008 um 21:16
    • #5
    Zitat von "wora"

    ...
    und wieso kann ich das nicht??? das würde mir viel stress ersparen!


    Eigentlich würde es ja reichen, wenn Du in der Lage wärest, jeden Zuschuer mental so zu beeinflussen, das er glaubt, nie in seinem Leben etwas besseres und schöneres gehört zu haben.

    Sozusagen die soundtechnische Ausgabe des "Parfüms" :)

    Wobei die Autosuggestion nicht nur in von Dir genannten Fällen recht zuverlässig funktioniert, der ein oder andere nölige Musiker lässt sich auch gerne mit einem: "Stimmt, was Du sagst, ich ändere das jetzt mal" und einem Dreh an irgendeinem wirkungslosen Poti davon überzeugen, das man ihn sehr wichtig nimmt und in der Folge "hört" er auch, das es jetzt besser ist.

    Ich hab auch schon während einer Vorstellung (Theater, nicht auf Tour und ohne Instrumenten Soundcheck) am Klang von irgendeinem Instrument geschraubt, den dann besser gefunden und wenig später festgestellt, das der EQ auf "bypass" stand.

    Vor Autosuggestion ist wohl niemand sicher.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • troebbe
    Beiträge
    50
    • 11. März 2008 um 21:33
    • #6

    Diesen Placebo-Effekt mache ich mir immer dann zunutze, wenn Künstler nach einem ewigen Monitorcheck folgendes meinen: "Klingt schon ganz gut, vielleicht die Gitarre noch ein kleines kleines bisschen lauter."

    In diesem Fall greife man irgendeinen Aux-Poti an, drehe überhaupt kein bisschen und schaue mit möglichst überzeugendem, fragenden Blick zum betreffenden Künstler auf die Bühne.

    Wer nach alle Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein.

  • songe creux
    Profi
    Beiträge
    626
    • 11. März 2008 um 22:54
    • #7

    Oh, hier bin ich ungefragt gefragt, da ich ´wora´ in allen Punkten nicht nur Recht geben sondern auch unterstützen muss in seinem Nichtverständnis.

    geg.: Jazz-Band in der Besetzung Drums, Bass, Paula, Piano, Altsax, Bar.-Sax, Gesang

    ges.: Möglichkeit der Verstärkung dieser Besetzung, um dem geneigten (manchmal Eintritt zahlenden) Jazz-Liebhaber auch auf größere Entfernung die Klangsphären und einzigartigen, vorher nicht abgesprochenen, da improvisierten, Soli nahe zu bringen.

    Lös.: Wir kaufen (passend zur 99er Bariton-Yanagisawa-Serie für 9.000,- EUR) (irgend-) ein Mikrofon, dessen saxophonophile Eigenschaft darin besteht, sich am Trichter desselben problemlos, da vom Musiker selbst zu tun, und dauerhaft befestigen zu lassen. Nun finden wir irgendwo ein XLR-Kabel, das in das entsprechende axialsymmetrische Pendant des schon immer vorhandenen Mixers eingesteckt wird.
    Die finale Vollkommenheit der so entstanden Klangkette kumuliert in der (von allen Bandmitgliedern zusammengesparten) Anschaffung und dem Anschluss zweier Schallwandler im PVC-Kleid, die für zusammen, weil ´da waren ja gleich zwei Ständer nebst Kabel bei´, 199,- EUR als Schnäppchen auf der Heimfahrt von der Musikhochschule im einschlägigen MUSIKER-Fachhandel heimgeholt wurden.

    Nun philosophieren diese Musiker nächtelang über den tollen Ton und Ansatz des Baritonsaxophonisten. Niemand dieser Gilde nimmt den Unterschied zwischen dem naturellen, direkten Klang des Instruments und dem unanhörbaren der Plaste- & Elastekübel war.

    WARUM IST DAS SO?

  • deep-house
    Verifiziert
    Reaktionen
    8
    Beiträge
    798
    Marktplatz Einträge
    3
    • 11. März 2008 um 23:51
    • #8
    Zitat von "songe creux"

    Nun philosophieren diese Musiker nächtelang über den tollen Ton und Ansatz des Baritonsaxophonisten. Niemand dieser Gilde nimmt den Unterschied zwischen dem naturellen, direkten Klang des Instruments und dem unanhörbaren der Plaste- & Elastekübel war.

    WARUM IST DAS SO?

    Ich würde sagen, sie würden es schon wahrnehmen, aber sie hören sich ja nie selbst von vorne. Man müßte sie schon geziehlt nach dem Unterschied fragen.
    Es geht den (meisten) Musikern um ihre eigene Technik, die Interpretation, den Ausdruck. Natürlich möchten sie selbst ein für sie passendes Instrument (Gitarre, Keyboard, Trompete). Aber es sind eben Künstler, und keine Technikfreaks. Ein Künstler kann die Fähigkeiten (gerade Anderer Kollegen) auch ohne optimales Licht oder Ton beurteilen, ein Tontechniker würde sagen, toller Sound, aber z.B. die Intonation war weniger gut, den Künstler würde der Sound weniger stören als die schmale Leistung eines Sängers.
    Natürlich gibt es auch Künstler die ohne technische Mindeststandards gar nicht anfangen.

    Gruß UweS.

  • andreas grossmann
    Beiträge
    286
    • 12. März 2008 um 00:48
    • #9

    Ich finde es immer nur lustig, wenn die Musiker von der Bühne kommen und sagen "Boh' war das ein geiler Bühnensound - geiler Gig..."
    Gehen weiter und interessieren sich nicht für das was vor der Bühne war...

    Leute gibts...

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.426
    Beiträge
    27.264
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 12. März 2008 um 00:49
    • #10
    Zitat von "deep-house"

    ...
    Es geht den (meisten) Musikern um ihre eigene Technik, die Interpretation, den Ausdruck. Natürlich möchten sie selbst ein für sie passendes Instrument (Gitarre, Keyboard, Trompete). Aber es sind eben Künstler, und keine Technikfreaks. Ein Künstler kann die Fähigkeiten (gerade Anderer Kollegen) auch ohne optimales Licht oder Ton beurteilen, ein Tontechniker würde sagen, toller Sound, aber z.B. die Intonation war weniger gut, den Künstler würde der Sound weniger stören als die schmale Leistung eines Sängers...

    ich denke genau hier liegt der hund begraben.
    denn nur wenn man gute spieltechnik, gute tontechnik und gutes umgehen des mischers mit den angebotenen signalen verknüpfen kann, wird man ein optimales ergebniss erzielen können.
    hierzu gehört natürlich auch die überzeugungsarbeit, getreu dem motto: "was nützt denn deine tolle intonation, wenn sie das publikum nicht richtig hören kann?"


    guma:
    mir ist da aktuell nix schlimmeres übern weg gelaufen, bin nur durch eine diskussion mit freunden wieder daran erinnert worden, das ich diese frage mal in die welt tragen sollte...

    mein heftigstes erlebnis diesbezüglich hatte ich mit dem musikalischen leiter (seines zeichens ein wirklich sehr guter keyboarder) einer rock/pop produktion, die auch 6-12 streicher auf der bühne dabei hatte.
    die band war laut, so das ich ohne heftigstes filtern die celli und die geigen nicht in den mix integrieren konnte (damals arbeitete ich nur mit mikrofonen, keine tonabnehmer).
    ich und die streicher(!) baten ihn, in zukunft doch besser elektronische geigen einsetzen zu dürfen.
    sein gegenargument: "nein, die klingen einfach nicht so gut wie naturinstrumente"...
    wenn er einfach mal hingehört hätte, was nach dem feedbackfiltern von seinem tollen klang übrig geblieben war... aber nein, es klingt ja besser.
    ich war dagegen leider machtlos und fügte mich meinem schicksal. darauf hin eröffnete ich übrigens einen thread zu diesem thema.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 12. März 2008 um 01:45
    • #11

    Ich kenne giterristen,die sitzen imStudio/Proberaumund tüfteln Sounds.

    Und kommen mit wirklich geilen Sounds daher.
    Denkt man WOW

    Bie zu dem Moment,wo sie gemeinsam mit der Band spielen.

    Plötzlich passt dieser "geile" Sound überhauptnicht mehr zumMix.

    Schade auch.
    Ist aber Bandsache,auch wenns weh tut.
    Ich hab da schon oft versucht,das mit Musikern zu klären, und oft geht das sogar.
    Wenn Verständniss dai st.
    Und jemand zuhört.

    Das läßt sich auch auf Keyboarder übertragen :D

    Aber das von WORA kenn ich.
    5000 Euro Instrumente aber Mics um50 Euronen :shock:

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • schallereignissortierer
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.578
    • 12. März 2008 um 01:55
    • #12
    Zitat

    ich und die streicher(!) baten ihn, in zukunft doch besser elektronische geigen einsetzen zu dürfen.


    Das kenne ich in ähnlicher Variante, Pianist eines Theaters möchte für ein paar Einspielungen während eines Schauspiels einen Flügel aufnehmen.

    Der einzig greifbare ist ein alter Flügel im Chorsaal (wahrlich alt, knarzt und knackt), was er natürlich nicht so hört, aber er hat ja auch Noten und sonstwas vor sich...im Gegensatz zu den zwei Schoeps Mikrofonen. Die und ich hören das Knarzen ganz wunderbar.

    Auf meinen Vorschlag hin, doch lieber das Ganze per gewichtetem Masterkeyboard mit Klaviermechanik in den PC einzuspielen und dann Ivory als VST Instrument zu nehmen, entgegnete er auch nur voll Entsetzen:

    "Einen Synthesizer???? Niemals, wie soll das denn klingen????"

    Er hat sich auch nicht die Mühe gemacht, mal eben ein paar MIDI Files über Ivory anzuhören, weil ein Synthesizer KANN nicht wie ein Flügel klingen.

    Was willste machen...

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 12. März 2008 um 08:22
    • #13
    Zitat von "skyworker"


    So - jetzt meine Meinung: "Qualität" wird immer billiger, jeder kann sich dank verschiedener Imprteure, Vertriebe, Hersteller mittlerweile alles anschaffen, was das Tontechnikerherz begehrt. Zu kleinen Preisen natürlich, den nach dem Kauf eines neuen Instruments hat man nicht mehr viel auszugeben.

    So - und jetzt ersetzt Du Deinen virtuellen Musiker durch einen handelsüblichen VA Techniker und lässt beide Komponenten aufeinanderprallen.
    :D
    Die beschriebenen Dissonanzen entstehen schwerpunktmässig dadurch, das die Techniker nicht in der Lage sind, die Vorstellungen der Musiker nachzuempfinden.

  • sebastian
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.078
    Marktplatz Einträge
    2
    • 12. März 2008 um 08:40
    • #14

    Ausgehend von sehr guten Musikern, wird darauf in der Ausbildung
    hingewiesen? Ich behaupte mal, dass ein studierter Kapellmeister
    oder Pianist merkt, wenn die Streicher nicht durchkommen, weil
    er sich den Mix über Kopfhörer anhört, spätestens wenn der Tonmeister
    ihn drauf aufmerksam macht. Ein Pianst wir auch merken, wenn er eine
    klangliche Möhre vor sich hat.

    Im semiprofessionellen Bereich werden noch gerne historisch begründete
    Oberflächendiskussionen vom Zaun gebrochen, ohne dabei zu denken,
    welche Lösung für ein optimales Ergebnis sorgen könnte. Hierbei fehlen
    meist Grundlagen für eine technische Betrachtungsweise.
    Hier knüpft der von mir focusierte Bereich der Cover- Musiker an.
    Vorher sollen aber auch gute Musiker im Technischen fit sein?
    In der Ausbildung wird das (glaube ich) nicht vermittelt.
    Da hat man dann eventuell schon eher extremen Respekt vor der
    Kategorie "Gehörbildung" bei der Aufnahmeprüfung, obwohl das musikspezifisch ist.

    Das Argument, "überleg mal, ob das Sinn macht nur 1 % deines
    Instrumentenpreises in einen Schallwandler zu investieren, der
    dein Elaborat an das Auditorium weiterleitet" ist meiner Meinung
    nach zu offen gestellt. Selbst für technisch interessierte Laien.
    Zu technische Argumente sind wahrscheinlich aber auch nicht optimal.
    Wenn es also schnell gehen muss --> Zaubern, Suggestion.
    Wenn man etwas mehr Zeit hat analytisch ran gehen und ein Buch schreiben.

    Zitat

    und wieso kann ich das nicht??? das würde mir viel stress ersparen!


    Wahrscheinlich weißt du zuviel.

    Zitat

    Die beschriebenen Dissonanzen entstehen schwerpunktmässig dadurch, das die Techniker nicht in der Lage sind, die Vorstellungen der Musiker nachzuempfinden.


    Das kann gut sein, obwohl beide eigentlich über die Musik verbunden sein sollten. Klingt schleimend, wenn es aber als generelles Problem angesehen wird, stimmt irgendetwas in der Ausbildung nicht.

  • terrine
    Reaktionen
    5
    Beiträge
    541
    • 12. März 2008 um 10:10
    • #15

    Das Auge hört mit :wink:

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 12. März 2008 um 10:18
    • #16

    1. Gute - auf ihren Instrumenten professionell agierende - Musiker interessieren sich nur in Ausnahmefällen für Tontechnik.
    Sie erwarten und hoffen einfach, daß die Techniker mit der gleichen Professionalität wie sie selbst auf ihren (z.T. teuren) Instrumenten agieren. Und der einzige, der es von den Musikern merkt, ist meist sowieso nur der Dirigent.

    2. Die meisten "Tontechniker" haben von Musik und den Klangeigenarten verschiedener Musikinstrumente* wenig Ahnung und verblüffen die wenigen Zuhörer, die es vielleicht überhaupt merken, nicht nur mit einem immer gleichen Schlagzeugsound ... ganz unabhängig davon, ob eine Metalband oder eine Jazzcombo auf der Bühne steht (schließlich gibt es ja Gates, Compressoren und EQing ... und Tempotaschentücher mit Gaffa ...).

    3. Besucher eines Stadtfestes und auch Konzertes interessieren sich weniger für die Musik oder deren Qualität. Sie wollen ein "Event" haben.
    Eine mittelmässige Band mit besch... Sound, die auf Stadtfeste AC/DC oder/und W.-Petry-Mucke spielt, wird beim mit diversen Alkoholika abgefüllten Pöbel erfolgreicher sein als eine Prog-Rockband mit erstklassigen Musikern und einem professionellen Sound.
    Auch bei klassischen Konzerten interessieren sich die meisten Besucher eher weniger für die Musik, zumal sie sich sowas zuhause auch nie anhören würden (sondern eher Hansi Hinterseher und Konsorten).


    * Ausnahmen: "Bratgitarre" (bedingt ... je nach eigenem Resthörvermögen), E-Bass (bedingt), Schlagzeug (bedingt, da sie nur diesen einen "richtigen" Drumsound im Ohr haben), Gesang (bedingt - und immer mit gleicher Filterung ála SM-58 ).

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 12. März 2008 um 12:10
    • #17

    @s-k: böse aber es trifft schon irgendwie den Kern.

    Ich finde daß es auf beiden Seiten viele Vorurteile gibt, die oft auch noch von der jeweils anderen Seite perfekt bedient werden.

    Der Tonkutscher schüttelt den Kopf über Gitarrensounds, Schlagzeugstimmungen, Instrumente mit "Nebengeräuschen" usw.
    Und in der nächsten Sekunde legt er eine übernatürliche Ignoranz gegenüber dem was auf der Bühne passiert an den Tag.

    Müssen wir uns da über Musiker wundern, die etwas "eigen" sind?

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Seven
    Profi
    Reaktionen
    321
    Beiträge
    4.376
    • 12. März 2008 um 12:36
    • #18

    Ich kenns dummerweise ja auch von beiden Seiten.
    Viele grade technisch weniger bewanderte Musiker denken, dass die Technik heutzutage

    1. schon alles gradebiegen wird und ALLES möglich macht (Szenario: 2 Fullstacks voll auf in nem 100 Mann Club und dann differenzierter, runder Sound. Wie geht nicht?)
    2. Technik dank China und Thomann (stellvertretend) ja nichts mehr kostet.

    Die Herangehensweise einiger Techniker hat S-K ja schon dargestellt. Eine einfache Kommunikation zwischen Musiker und Techniker würde da viel weiterhelfen.
    "Hier ich hab das und das Instrument und würde gerne das es so und so klingt? Was soll ich tun und wie kannst du mir dabei helfen?"

    "Genau so wie du das willst ist es technisch nicht möglich, wir könnten aber ..."

    --> Ist sicherlich keine Festivaltaugliches Vorgehensmodell, würde aber viel weiterhelfen, dass Jazz Bassdrums eben nicht nach Metallica klingen und das das FullStack auch mit 20% schon ordentlich Dampf macht.

    An beide Seite nur der Appell:
    Mädels macht den Mund auf und sagt was ihr wollt und was euch stört.

  • Campfire
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    1.356
    • 12. März 2008 um 12:49
    • #19

    wobei sich hier ja aber 2 Fragestellungen/Themen vermischen:
    1. Das von Wora beklagte Phänomen dass es bei manchen Musikern zu einem deutlichen Missverhältnis zwischen Bewertung und Beurteilungsfähigkeit von Naturinstrument sowie der elektrischen Wiedergabe desselben kommt
    2. Die nötige Kommunikation zwischen Musiker und Techniker (oder die oft fehlende :) ) um gemeinsam ein optimales Ergebnis zu erzielen dass den Klangvorstellungen des Musikers soweit nahe kommt wie möglich und auch dem Publikum gefällt....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.426
    Beiträge
    27.264
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 12. März 2008 um 12:53
    • #20
    Zitat

    ...Die beschriebenen Dissonanzen entstehen schwerpunktmässig dadurch, das die Techniker nicht in der Lage sind, die Vorstellungen der Musiker nachzuempfinden.


    das kann man auch genau anders herum sehen.
    ich kenne tatsächlich einen profimusiker, der ausschliesslich behringer equipment kauft und sich partout nicht davon überzeugen lässt, das es wirklich besseres material gibt. so was ignorantes habe ich selten erlebt. (aber wir können uns dennoch gut leiden)

    dazu kann man nur eines sagen:
    "die wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo in der mitte".
    8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 13. Oktober 2026, 21:00 – 23:00

Letzte Themen

  1. IHOS DSP 6.4 / Kingray GPA415 FIR Designer .txt Dateiformat?

    ThomasA
    5. Oktober 2026 um 19:16
  2. Neuer Mixer in Sicht: Behringer FLOWCASTER

    funkbrother
    5. Oktober 2026 um 16:21
  3. VI400/600 - Steuerung Local Rack über Mixing Station und Virtual VI ohne Surface?

    robert müller
    4. Oktober 2026 um 23:18
  4. Leatcon 2026 Forumstreffen

    skyper
    3. Oktober 2026 um 10:00
  5. Eminence Kappa 15 (LF) Bauvorschläge für Bassreflex oder Horn

    soundralf
    2. Oktober 2026 um 12:44
  6. Kleine PA und nur Fragen!!!

    Alex Bundschuh
    1. Oktober 2026 um 18:47
  7. Welche DI-Box/Line-Übertrager für Laptop/Kopfhörerausgang?

    wusel123
    30. September 2026 um 12:29
  8. Ersatzteilversorgung Lautsprecher (speziell Seeburg A3 MKII)

    Hanseat
    29. September 2026 um 18:25
  9. Neues Online-Simulationstool für Treiber / Gehäuse / Leistung / Filter

    Blancblue
    29. September 2026 um 13:16
  10. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™