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Kommunikation mit der band

  • martin
  • 13. März 2008 um 09:04
  • martin
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    3.234
    • 13. März 2008 um 09:04
    • #1

    Morgen,

    Ja, siehe Threadtitel...
    Guma hat in seinem Seminar dem Thema ja sogar einen eigenen bereich gewidmet. Es scheint also Defizite zu geben und das beruhigt mich auch ein wenig, denn ich muss gestehen, das ist wohl meine grösste Schwäche.
    Ein monitorcheck lässt mir je nach Auftreten der band schon die eine oder andere Schweissperle auf der Stirn erscheinen :)

    Mir ist klar, dass man jetzt hier nicht den ganzen Stoff vom erwaehnten Seminar abhandeln kann, aber eventuell den einen oder anderen Wink, woran man arbeiten sollte? Wo liegen da ueblicherweise die grössten Probleme und wie geht man es an?

    Vielleicht hat ja jemand den einen oder anderen Tipp, bzw wuerds mich durchaus interessieren, wo andere bei dem thema so ihre Probleme haben. So sie welche haben...

    danke
    martin

  • Seven
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    4.373
    • 13. März 2008 um 09:46
    • #2

    Ich versuche es folgendermaßen zu machen / bin als Musiker froh wenn ein Techniker mir so gegenübertritt:

    - Nette Begrüßung per Handschlag mit einem Lächeln im Gesicht.
    - Mein Name ist...baut erstmal auf...hierbei hilft euch der x oder der y...wenn ihr fragen habt.... euer rider ist aktuell?...sollte ich jetzt schon irgendwas besonderes über euch wissen?
    - in der regel bin ich in der glücklichen lage den monitor vom foh zu machen.
    also vor dem check zumindest jeden musiker mal grob gefragt was er auf seinem monitor möchte.
    - bei check und bei der arbeit immer den blickkontakt zu den musikern suchen.
    - und nach der show nett verabschieden

    so im groben...

  • Campfire
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    • 13. März 2008 um 10:20
    • #3

    was ich dann gerne noch frage obs spezielle Soundvorstellungen gibt (gerade Bassdrum und Bass) oder obs klare Aufteilungen Lead/Backing Vox oder Lead/Backing-Gitarre gibt...
    Ebenso wies mit effekten aussieht (Hall, auch ein Delay wenns reinpasst oder irgend was spezielles)

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • martin
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    • 13. März 2008 um 10:27
    • #4

    Hallo,

    Im Groben geh ich es eh so an, habe vermutlich eher das Problem dass ich fast ZU freundlich bin, versuche jeden Wunsch zu erfuellen und wenn was nicht geht, versuche das zu erklären. Wobei ich dann den Eindruck hab, die Musiker wollen das garnicht hoeren und ich red fuer nix :)

    Grad bei Monitor hab ich immer wieder Situationen, wo ich dann hochgradig nervoes werd. Da will der Drummer Bass, Bass und nochmal Bass auf seinen Drumfill, ich sag irgendwann das geht nimmer, versuch ihm noch zu erklären warum, da schmeisst der die Sticks weg, haut ab und bleibt 2 Stunden verschwunden...
    OK, offenbar ne Diva, ich such dann trotzdem immer auch bei mir nen Fehler. Vielleicht haett ich es ihm ja anders vermitteln koennen.

    Die Frage, was wollt ihr auf die Monitore brauch ich fast nicht stellen, da heisst es immer "alles".
    Und dann fangen wir mal an, der erste ist fertig und hoert sich erstmal selbst, mit jedem Instrument das dazukommt hoert irgendwer irgendwas nicht, alle reden durcheinander, jeder will jetzt und sofort dass das behoben wird, die Supportband baut sich mit umgehängten Instrumenten demonstrativ neben der Buehne auf, deren Techniker hüpft neben mir beim Pult ungehalten rum - Chaos.

    Generell hab ich oft den Eindruck, Techniker und Musiker reden voellig aneinander vorbei. Zumindest bei mir. Da wird bei einer auf 93db peak limitierten Anlage die Backline aufgerissen, dass einem die Nase blutet. Mir wars unmöglich, denen klarzumachen, dass man die Vocals nicht hoert. Sie haben wohl alle genickt, nur passiert ist nix. Das war denen voellig egal.

    Und das sind nicht nur irgendwelche frisch dem Proberaum entstiegene bands, da sind auch regional bekanntere dabeigewesen, mit denen ging es zwar tendenziell besser, aber im grossen und ganzen muss ich sagen, speziell Monitor mach ich oft mit flauem Magen.
    Und hab immer mehr den Eindruck, dass das zu 99% ein Kommunikationsproblem ist.

    cu
    martin

  • sebastian harnau
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    51
    • 13. März 2008 um 10:42
    • #5
    Zitat von "martin"


    Und hab immer mehr den Eindruck, dass das zu 99% ein Kommunikationsproblem ist.

    Sorry, wenn ich dir da teilweise widersprechen muß. Ich denke, dass es nur zu 44,95% ein Kommunikationsproblem ist, die anderen 44,95% basieren auf Hörproblemen seitens der Musiker.
    Leider haben viele Musiker ein definitives Hörproblem durch jahrelanges Dauerbrett ihrer Amps und Monitore. Anstatt, dass diese versuchen, einen möglichst leisen, transparenten Sound zu produzieren, wird alles durch Lautstärke wettgemacht. So kommt es immer mal wieder vor, dass die Monitor-Amps zum Ende eines Gigs am Limit laufen, während das Front-Holz sich langweilt, da man verständlicherweise die Lautstärke zugunsten der Zuschauer im Limit halten muss. Leider wird es dabei immer schwieriger, die Stimmen noch durch das Gitarrengemulm durchzusetzen...

  • billbo
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    • 13. März 2008 um 12:40
    • #6

    Alles Schnickschnack! :D

    Zunächst mal die wirklich wichtigen Punkte abklären: hier ist der Nightlinerstrom, dort die Duschen. Hier geht’s zum Cateringbereich, Kaffee ist gerade frisch. Dort sind die Garderoben, mit W-LAN und Satelliten – TV für deutschen und/ oder englischen Fußball. Folgende Biersorten stehen heute Abend zur Verfügung: ....

    Über Nebensächlichkeiten wie Bühne, PA, Monitor, Licht, usw. verhandelt's sich anschließend bedeutend entspannter.

    Klingt albern – ist aber tatsächlich so.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • bwaack
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    • 13. März 2008 um 12:40
    • #7

    Am besten lernt man, sich in Musiker hineinzudenken, wenn sich man immer wieder dicht neben ihn stellt und sich anhört, was der dort zu hören bekommt.

    Ein Kommunikationsproblem besteht in der Tat, wenn man so Sätze zu hören bekommt wie: "klingt komisch". Das hilft niemandem und so muss man sich selbst mal an Ort und Stelle bemühen, um zu erfassen, was gemeint ist. Ich biete oft (auch unbemerkt) Dinge im Monitormix an, die nicht angefordert werden - die ich mir aber zum spielen wünschen würde. Das kann eine Prise Hihat sein oder ähnliches - eben alles, dessen Fehlen nicht sofort auffällt, die Bandmitglieder aber einander näher bringt, ohne zu nerven.

    Mindestens ebenso schwerwiegend ist jedoch ein mentales Problem der Musiker: Manche Hobbymusikanten hören mehr mit der Phantasie als mit den Ohren und spielen Metallica auf einer Ukulele und bemerken keinerlei Soundunterschied zum Original. Solche Leute stellen sich mit einer Piccolo-Flöte auf die Bühne und wünschen sich einen "voluminöseren Klang" - Ist das noch ein Kommunikationsproblem?

    Auch häufig bei "Kommunikationsproblemen" ist unentwegtes korrigieren von Lautstärkeverhältnissen. Das ist dann meist kein Kommunikationsproblem, sondern schlicht und einfach ein nicht funktionierendes Setup von Gitarren- und Keyboardsounds. Wenn sowas schon nicht im Probenraum aufgefallen und ausgemerzt worden ist, steht zu befürchten, dass diese Band nicht ein Kommunikationproblem hat, sondern eben einfach nicht weiß, was sie tut, und eben auch erst recht nicht weiß, was sie hören will und muss.

    Ich habe tatsächlich schon zur allgemeinen Begeisterung eilig V-Drums umprogrammiert (welcher Schlagzeuger weiß schon, was die Geräte können?), Gitarrenamps hinter Perser-Teppichen versteckt und Monitoranfragen bewußt ignoriert. Nur um auf der Bühne erträgliche Verhältnisse zu schaffen.

    Zur Kommunikation mit der Band muss man eigentlich nur 5 Wörter kennen: Bässe, Mitten, Höhen, Lauter, Leiser. Das habe ich schon sehr schön im voll arabischen Soundcheck ausprobiert und das ist ganz einfach, wenn die Leute wirklich wissen, was sie wollen.

    Ein weiteres Problem kann sein, dass die Leute das Maul nicht aufkriegen, weil sie eben noch ganz andere Probleme haben: "Habe ich ein Hotelzimmer, wo ist meine Freundin, fängt der Refrain wiklich auf G an?"
    Deshalb: in der Setpause oder auch, wenn dramaturgisch möglich, während des Gigs ruhig mal die Runde machen und fragen, ob alles genehm ist und sich erst dann zufrieden geben, wenn es heißt:" Ich habe noch nie so einen guten Monitorsound gehabt".

    Grüße
    B.

  • Sound-Klinik
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    • 13. März 2008 um 13:05
    • #8

    Ich finde einige Beispiele hier schon arg übertrieben.

    Als Hauptproblem siehe ich gegenseitige Ignoranz (d.h. sowohl der Mucker als auch der "Techniker"). Professionell agierende Mucker sind für Tontechs sehr pflegeleicht .. ein erfahrener Tontech, der mit etwas Ruhe und Gelassenheit (was auch Vertrauen bei den Musikern schafft) an die Sache herangeht, erreicht oft mehr als dogmatische ("das-machen-wir-immer-so"-) Hektiker am Mixer.

    Und wenn ein profilneurotischer Gitarrero partout in einem kleinen Club nicht leiser spielen will, dann sollte man dem Rest der Band die Sachlage klar machen ("dann habt ihr eben keinen optimalen Gesamtsound") und basta.
    Tontechs werden für ihre Arbeit und nicht für das Vollbringen von Wundern bezahlt.

    Und wenn ich als Mucker mal auf der Bühne stehe, dann mache ich meinen Gitarren- oder Bassamp gerade nur so laut, daß ich eine einwandfreie Kontrolle hab ... weiterhin beschalle ich bei Gitarrenjobs mit meinem DSL-401 nicht meine Kniekehlen, sondern bringe ihn auf "Arbeitshöhe". :wink:

  • Jeremy
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    1.491
    • 13. März 2008 um 13:27
    • #9
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Und wenn ein profilneurotischer Gitarrero partout in einem kleinen Club nicht leiser spielen will, dann sollte man dem Rest der Band die Sachlage klar machen ("dann habt ihr eben keinen optimalen Gesamtsound") und basta.

    Schade ist nur, dass dann nicht der Gitarrero, sondern Du als Tonmensch die Prügel abbekommst. Dass Du keine Wunder vollbringen kannst, das weißt Du, das weiß ich, das wissen alle hier im Forum. Bloß interessiert das weder den Veranstalter noch das Publikum.

    Also bleibt alles wieder daran hängen, ob Du in der Lage bist, mit den Divas vernünftig zu kommunizieren und den Strang, an dem die Veranstaltung hängt, so auszulegen, dass auch alle in der gleichen Richtung dran ziehen können. Einen einzelnen Musiker vor versammelter Mannschaft oder gar vor Publikum für die misslungene Soundsituation verantwortlich zu machen, das kann ganz bös nach hinten losgehen.

    Bei allem Respekt: Niemand ist davor gefeit, auch mal selber an der Situation schuld zu sein, und wenn einem das vor Ort nachgewiesen wird, ist das mehr als peinlich. Drum: Bitte kein Fass aufmachen, das man im V-Fall nicht zur Not alleine trinken kann.

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • martin
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    • 13. März 2008 um 14:08
    • #10

    Hm, ich wollt hier garnicht so die Musiker kritisieren, das läuft meist sehr freundlich ab (bis auf die eine Sache mit dem Drummer).
    Ich denke eher an Fehlinterpretation, oder was weiss ich.
    Ich weiss nur, mit 2-3 bands hintereinander die ich nicht klenne, wirds etwas stressig. das faengt damit an, dass ich mir keine 12 Namen einfach so merken kann, und endet damit, dass oft etwas nachgefragt wird, aber eigentlich was anderes gemeint oder zielfuehrend ist.

    Noch ein Beispiel, weil ich mir schwer tue, das abstrakt in Worte zu fassen. Schon wieder so ein Kommunikationsproblem :D

    Mit den 2-3 bands, mit denen ich schon länger unterwegs ist klappt das mit einem Augenzwinkern. Auch da hatte ich am Anfang das Problem, dass der Solosänger immer maximalen Pegel auf seinem monitor gefordert hat. Und trotzdem war er nie ganz zufrieden. Nach 2-3 Gigs stellte sich heraus, dass ein relativ schmalbandiges Anheben am EQ rund um 2khz fuer ihn die perfekte Lösung war und der Monitorpegel plötzlich garnimmer so wichtig. Haette er gleich gesagt, "ich versteh mich schlecht", oder "irgendwie hoer ich keine Konsonanten", anstatt "ich bin viel zu leise", dann waer das sofort klar gewesen.
    Eine Kleinigkeit, aber das nur so als Beispiel wie man in der Hektik aneinander vorbeireden kann. Und ja auch mein Fehler. Dass er bereits sehr laut war wusste ich ja, hab aber offensichtlich das Problem nicht erkannt und erst nach ein paar Gigs mal genauer nachgefragt.

    cu
    martin

    edit: Profilneurotiker, speziell an der Gitarre sind ja eher ein Problem, das sich mit zunehmender Buehnenerfahrung wieder gibt. Da waren bisher die Leute die schon länger auf der Buehne stehen immer sehr kooperativ.

  • Sound-Klinik
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    • 13. März 2008 um 14:46
    • #11
    Zitat von "Jeremy"

    Schade ist nur, dass dann nicht der Gitarrero, sondern Du als Tonmensch die Prügel abbekommst.


    Kommt darauf an, wie man damit umgeht ...

    Zitat von "Jeremy"

    Einen einzelnen Musiker vor versammelter Mannschaft oder gar vor Publikum für die misslungene Soundsituation verantwortlich zu machen, das kann ganz bös nach hinten losgehen.


    ... in einem ruhigen Tonfall und mit großer Sachlichkeit der Band (!) und in Härtefällen ggf. dem Veranstalter auf die Problematik hinweisen, dann kurz (!) die Zusammenhänge erklären und ohne devote Körperhaltung deutlich machen, wie die Veranstaltung bei Uneinsichtigkeit ablaufen wird. :)

    Ich weiß aus eigener Erfahrung (als Musiker), daß viele "Techniker" mit sehr großer Überheblichkeit die Mucker als Deppen hinstellen. Und sowas mögen Mucker überhaupt nicht gern. :wink:

  • treibsand
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    1
    • 13. März 2008 um 15:04
    • #12
    Zitat von "Sound-Klinik"

    daß viele "Techniker" mit sehr großer Überheblichkeit die Mucker als Deppen hinstellen. Und sowas mögen Mucker überhaupt nicht gern.


    Jetzt darf man hier schon keine Wahrheiten mehr aussprechen... :?

    btt: Die Kommunikation fängt nicht erst auf der Bühne an: BillBo sprach da schon wichtiges an - ich bemühe mich z.B. vor Eintreffen der Musiker mit der PA fertig zu sein, dann diesen beim Eintreffen das Wichtigste zu zeigen, ein wenig zu scherzen und Smalltalk zu betreiben.
    Sobald du mit Ihnen einigermaßen auf einer Wellenlänge liegst und für den Abend ein Team bildest, fallen auch viele Nebensächlichkeiten weg.

    Klar gibt's auch da immer wieder Missverständnisse, aber wenn die Stimmung gut ist, spielen die Musiker viel besser und viel selbstständiger.
    Dann entfallen z.B. auch schnell solche Feinheiten im Monitorsound.

    Sobald man (Tech & Musiker) sich aber nicht völlig entspannt ans Arbeiten machen kann, stören einen haufenweise Kleinigkeiten.

    Auch Soundmänner sind Teamsportler. (im Gegensatz zu den Deppen...)

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Sound-Klinik
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    • 13. März 2008 um 15:12
    • #13
    Zitat von "treibsand"


    Jetzt darf man hier schon keine Wahrheiten mehr aussprechen... :?


    Was glaubst du, wieviel Prozent der "Tontechniker" auf Zelt- und Stadtfeste ihr Handwerk beherrschen (hier im PA-Forum sind es natürlich 100 % ... :wink: ) ?

    Die gleiche Frage könnte man auch bei den Top40-"Sängern/-innen" und "Schlagzeugern" (ähhh ... die Felle stimmen ... wie geht das ?) stellen ... :D

    Mit professionellen Muckern und professionellen Technikern gibt es (abgesehen von Mimosen) kaum Probleme.

  • simonstpauli
    Profi
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    • 13. März 2008 um 15:17
    • #14

    Im Umgang mit Musikern kann man wunderschön das Prinzip der "Lowered Expectations" anwenden ;)

    Psychologie sollte ein Pflichtfach in der Ausbildung werden.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Sound-Klinik
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    • 13. März 2008 um 15:31
    • #15
    Zitat von "simonstpauli"

    Im Umgang mit Musikern kann man wunderschön das Prinzip der "Lowered Expectations" anwenden ;)


    Ich rechne nach über 30 Jahren in diesem Business weder bei Technikern noch Muckern nur mit Spitzenleistungen und freue mich jedesmal umso mehr, wenn es gut läuft. :wink:

  • bernhard storr
    Beiträge
    97
    • 13. März 2008 um 15:48
    • #16
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Was glaubst du, wieviel Prozent der "Tontechniker" auf Zelt- und Stadtfeste ihr Handwerk beherrschen (hier im PA-Forum sind es natürlich 100 % ... :wink: ) ?

    Ich meine mal: man lernt NIE aus, und jeder von uns hat mal klein angefangen.
    Es gibt zwar einiges an Theorie, aber Live-mixen ist hauptsächlich PRAXIS!
    Oder gibt es irgend jemanden unter uns, der gleich beim ersten FoH einsatz den besten sound seiner Karriere gemacht hat?
    (Falls doch -> Gratulation)

    Denkt mal nach, wie es euch bei euren ersten (größeren) Technikereinsätzen gegangen ist...
    Mit viel Glück ist ein erfahrener FoH Mann hinter euch gestanden und hat euch in Notfällen geholfen.
    Bei Stadtfesten sind auch oftmals Amateurgruppen, die teilweise noch nie auf großen Bühnen gestanden sind (und vermutlich verdammt nervös sind). Denen muss man als Techniker eben helfen, damit wir mit dem Sound, der von der Bühne kommt etwas ordentliches anfangen können.

    Wie schon gepostet, ist da Psychologie und viel Kommunikation notwendig.
    Bei "Anfängerbands" hilft es sicher, sich mal neben dem Musiker hinzustellen und mal selbst zu hören, wie es auf der Bühne klingt. Ein Musiker muss sich ja zumindest gut hören können um gut spielen zu können. (Wir sind ja auch am FoH um den PA Sound gut hören zu können)

    Umso professioneller die Bands sind, desto einfacher läuft das Ganze.
    Aber wenn Musiker und Techniker nicht gut miteinander auskommen, wird es schwierig, dass beide Seiten perfekte Leistungen erziehlen können.

    lg Bernhard

    Powersounds Eventtechnik --- Ton / Licht / Multimedia

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
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    • 13. März 2008 um 15:58
    • #17
    Zitat von "Bernhard Storr"

    Bei Stadtfesten sind auch oftmals Amateurgruppen, die teilweise noch nie auf großen Bühnen gestanden sind (und vermutlich verdammt nervös sind). Denen muss man als Techniker eben helfen, damit wir mit dem Sound, der von der Bühne kommt etwas ordentliches anfangen können.


    Stimmt. Und wenn die dann noch merken, daß man Erfahrung hat und eher hilft als belehrt, kommt man gut miteinander aus. :)

    Zitat von "Bernhard Storr"

    Wie schon gepostet, ist da Psychologie und viel Kommunikation notwendig.


    ... und mit dem Alter wird man auch ruhiger und gelassener. :D

    Zitat von "Bernhard Storr"

    Umso professioneller die Bands sind, desto einfacher läuft das Ganze.


    Stimmt. Wirklich erfahrene und professionell agierende Bands bepissen sich auch nicht gleich, wenn mal ein ganz bestimmtes Gerät oder Mikro (lt. Rider) nicht am Start ist. Das Ergebnis zählt.

  • Kracky
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    • 13. März 2008 um 16:42
    • #18

    Fakt, und deswegen vollkommen richtig von Guma dem einen ganzen Bereich zu widmen. Mit der Komunikation zum Künstler steht oder fällt der Auftritt.

    Zwei Unbekannte, ich gehe jetzt einfach mal davon aus, treffen aufeinander. Um miteinander arbeiten zu können ist es wichtig nun zum einen den Kontakt her zu stellen um dann zweitens die für dich wichtigen Informationen vom Gegenüber zu erfahren. Funktioniert das, ist eigentlich der größte Teil des Jobs gelaufen, vorrausgesetzt du bist in der Lage das umzusetzen was der Künstler dir gegeben hat.
    Fall zwei ist einfach, die Kommunikation ist gestört oder garnicht da. Zwei Individuen machen jeder Ihr Ding und sollte es der Zufall wollen, passt es einigermaßen, meißt geht es aber mehr oder weniger in die Hose, weil dann noch 2 min. vor Auftritt, ein Helfer kommt der dir Plötzlich Informationen über Einsätze oder weiß der guguck was reindrücken will.

    Ich kann nur jedem empfehlen, wenn Ihr nen Job macht. Gebt euch natürlich, geht auf die Musiker zu, verwickelt sie in ein Gespräch in dem ihr dann beiläufig alle Informationen abfragt die für euch und für den gewünschten Klang notwendig sind. Meißt sind diese ganz ok, den sie wollen ja auch ne gute Show, aber es gibt auch Typen da ist gleich klar, hier ist Schluß mit Kommunikation, leider bekommt der dann halt nur die Standartwäsche, ich weiß ja nicht was er sonst gerne gehabt hätte.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • LC2412
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    1.186
    • 14. März 2008 um 09:41
    • #19

    Das Ganze beginnt doch schon früher. Wenn ich eine Band, die ich noch nicht kenne, machen soll, begrüße ich die Leute erst mal, kläre, in welcher Reigenfolge die Band den Soundcheck mag (das muss nicht immer nach meiner Nase gehen, wenn die Band eine andere Vorgehensweise hat), kläre, wer wie heißt (auch wenn ich manche mit "Gitarre" anrede), frage, wer was auf seinem Monitor braucht (wenn ich "alles" höre, entscheide ich, sonst der Musiker).
    Und vor allem sollte man sich gegenseitig klarmachen, dass man nicht gegeneinander antritt, sondern die Band mit dem Techniker das Maximum an Leistung der zahlenden Meute präsentieren will. Das macht dann eigentlich auch immer Spass und gefällt Techniker und Band.

    Carsten

  • Insomnia
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    460
    • 14. März 2008 um 10:52
    • #20

    Die Kommunikation ist ja schon mehrfach angesprochen worden. Und da gilt halt auch: der Ton macht die Musik :D
    Will sagen, ich geh als Tech nicht auf eine unbekannte Band zu und mach einen auf dicke Hose, was ich alles kann und wenn ich schon alles gemischt habe..blabla. sondern profiliere mich durch fachliche Kompetenz.
    Das ist leider nicht selbstverständlich. Ich glaube jeder der länger im Geschäft ist weiß was für Typen ich meine.
    Wenn ich das von Martin lese, habe ich den Eindruck, das er sich sehr viel Mühe gibt es Ihm aber noch ein bißchen an Erfahrung mangelt.
    Du bist aber auf dem richtigen Weg Dir diese Erfahrung anzueignen. Schon allein deshalb weil Du nicht einfach sagst, das ist halt so vorgegeben, sondern nach einer alternativen vorgehensweise/lösung suchst.
    Deine Unsicherheit im Monitoring kommt vielleicht daher, das Du Dir nicht sicher bist was deine Monitoranlage kann und wo ihre Grenzen sind.
    Da heißt es üben und probieren.
    Bei 2-3 Bands merke ich mir nicht alle Namen, sondern beschrifte das Pult mit Instrumenten, und die Vocals mit Pfeilen (stageleft/stageright) oder leadvoc..... Eselsbrücken die universell einsetzbar sind.
    wenn ich denn Namen weiß ist es natürlich netter, die Musiker beim Soundcheck mit Namen anzusprechen, aber bei der Pultbeschriftung verlasse ich mich darauf nie!

    Insomnia

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