Hallo zusammen,
mich interessiert schon lange wie diese Sero oder Motorboxen genau aufgebaut sind. Sie sollen ja quasi von 0 bis 100 Hz irre Schalldruck bringen. Soweit ich weiß haben sie sich nicht durchgesetzt, weil sie zu störanfällig waren.
Ich barauche Input!
Das wäre mal ein Projekt, welches ich interessant finde. Ich habe selbst sehr viel Erfahrung im Servomotorbereich und habe schon in der Servoumrichterentwicklung gearbeitet. Vileicht kann man ja sowas sehr zuverlässig aufbauen? :roll:
Servobox?! Wer weiß was?
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Hallo Norbert,
die Dinger haben einen Gleichstrommotor als Antrieb der mit Wechselspannung angesteuert über eine Hebelmechanik an zwei Passivmembranen "rumwackelt"...... :D.
Gab da auch verschiedene Bauweisen.
Selbstbau dürfte wegen den speziellen Passivmembranen und dem speziellen "Antrieb" wohl Sinnlos sein :roll:.Grüz
Schotte
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norbert: Gutgemeinter, geradezu "liebevoller" Rat: Lass es. Nimm ein paar gescheite Bassboxen, ein paar gescheite Endstufen und ein bisschen Verstand, und werde damit glücklich. Das Thema "Motorboxen" ist seit Jahren gegessen in der Branche... Und keine Angst: Sooo blöd ist die Branche nicht. Wenn da irgenwas sinnvolles, praktikables, nützliches dran wäre, dann gäbe es sowas schon lange. Gibts aber nicht (mehr), und das ist auch sehr, sehr gut so....

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So wie ich die Sache sehe waren das prinzipiell gute Boxen, nur leider zu exotisch für den Massenmarkt (im Prinzip findet man ja große Hornansammlungen mit konventionellem Antrieb schon selten, und dann noch ein Elektromotor?) und kaum einer hate den Verstand, sie richtig einzusetzen. Dazu noch die mechanische Anfälligkeit der "Übersetzung" von Drehung auf lineare Bewegung....
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Das System bzw. der Hersteller hat sich nicht durchgesetzt weil
- sehr teuer auch für damals
- Sehr geringer Wirkungsgrad
- Verzerrungen stark vorallem im unteren PegelbereichMit den heute erhältlichen Lautsprecherchassis ist sowohl Pegel als auch untere Grenzfrequenz von Motorbässen schon zu erreichen.
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Es gab neulich einen Thread über eine Servodrivebox: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=68358&highlight=%2Adeap%2A
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@ Jack: Das mit dem geringen Wirkungsgrad kann ich bei sachgerechter Anwendung in der untersten Oktave ganz und garnicht bestätigen.
Und so ein System setzt keiner ein, um dann 100dB rauszuholen. Grade im oberen Pegelbereich sind die Verzerrungen nämlich fast schon phänomenal niedrig... was von vielen TonTechs sogar als Nachteil empfunden wird, weil die Lowmids plötzlich so schwach sind.
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Hab die Dinger bis jetzt nur einmal zu Gesicht bekommen und kann deswegen sagen, die hauen schon raus, aber nur in einem ehr schmalen, tiefen Frequenzbereich, sind also nur als Infra sinnvoll nutzbar.
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Zitat von "Jens Droessler"
So wie ich die Sache sehe waren das prinzipiell gute Boxen, nur leider zu exotisch für den Massenmarkt (im Prinzip findet man ja große Hornansammlungen mit konventionellem Antrieb schon selten, und dann noch ein Elektromotor?) und kaum einer hate den Verstand, sie richtig einzusetzen. Dazu noch die mechanische Anfälligkeit der "Übersetzung" von Drehung auf lineare Bewegung....
Lieber Jens, ich beziehe mich auf Messungen, die ich gesehn habe, da ist der Wirkungsgad nunmal sehr niedrig, es braucht viele und sie waren schweineteuer. Wenn ich jetzt zu blööd bin, um sowas sachgerecht anzuwenden, dann soll es so sein. Wenn du hier wiedermal gegen Windmühlen kämpfen willst, dann tus. Ich kann mich noch an die Zeiten hier erinnern, als du noch sachlich und kompetent Beiträge geschrieben hast, zu Themen, wo du Wissen und Erfahrung hast.
Jetzt haben sich Motorbässe halt nicht durchgesetzt, weil die Anwender zu doof sind. Nicht weil das Prinzip durch sein hohe Masse und Trägheit nicht schnell genug sind und auch nicht effizient. Der einzige Vortel wäre, dass keine Probleme mit irgendwelchen Hubgrenzen existieren.
Als Infra waren sie schon immer gedacht. -
Hi Jack,
also das mit dem Schlechten Wirkungsgrad kenne ich auch anders.Für den Basstech7 gilt
Sensitivity
Spectrum (28-125Hz)
(1/2 space, groundplane)
2 units - 107.5dB (1W, 1m)
4 units - 110.0dB (1W, 1m)Sollten die Werte stimmen, dann ist das doch schon mal ne Ansage.
Gruß Wolf
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@ Jack: Du scheinst wirklich irgendwelche persönlichen Probleme mit mir zu haben.
Die Kisten sind ANDERS anzuwenden als normale Boxen, man muss da anders denken, und das war vielen Anwendern nicht bewusst. Nur als Beispiel: Bei einer gewissen Leistung ist einfach Schluss, weil die Mechanik bei Überschreitung sofort hin ist. Wenn man da rangeht wie an normale Boxen, also einfach mal noch x dB Headroom bei den Amps lässt, wirds böse enden. Und das ist öfters mal passiert!
Aus einem persönlichem Gespräch mit Tom Danley, dem Konstrukteur der Kisten, weiß ich, dass Masseträgheit entgegen meiner damaligen Meinung KEIN Problem ist. Defakto kann der Antrieb bis 900Hz mithalten! Begrenzut wurde es auf 125Hz, und das klappt mit gewissen Abtrichen, die durch die Länge des Horns verursacht werden.
Für das, was vier BT7 raushauen in der untersten Okatve braucht man einen riesigen Sack voll Doppel-18er, die deutlich mehr Leistung fressen und auch mehr Truckspace. Was soll daran ein schlechter Wirkungsgrad sein? Die Kiste wurde damals mit dem d&b B2 verglichen, allerdings war das ein Apfel mit Birnen-Vergleich, dennoch stand BT7 nicht schlecht da.
Zu den Gründen des Fehlschlags am Markt kommt noch, dass die Kisten zu einer Zeit auf den Markt kamen, als Infras noch nicht modern und auch DSP-Controller noch selten waren. Mittlerweile kann man ähnlichen Output mit normalen Chassis erreichen (nicht aber die niedrigen Klirr-Werte unter Pegel), daher sind sie heute immernoch nicht gefragt, wegen der mechanischen Anfälligkeit und den hohen Anschaffungskosten.
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Ist sicher o.k., aber 2 Subs, halbraum, schmalbandiger Bereich, Ich bin jetzt nicht direkt euphorisch.
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Über zwei Oktaven sind bei dir ein schmalbandiger Bereich?
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Zitat von "Jens Droessler"
Mittlerweile kann man ähnlichen Output mit normalen Chassis erreichen (nicht aber die niedrigen Klirr-Werte unter Pegel), daher sind sie heute immernoch nicht gefragt, wegen der mechanischen Anfälligkeit und den hohen Anschaffungskosten.
nichts anderes sagich ja.
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Ja, aber weder in kleineren Kisten, noch mit dem Bisschen Leistung, noch mit der niedrigen Verzerrung. Wer diese Vorzüge will, braucht diese Boxen auch heute noch, oder andere exotische Alternativen. Aber für nötig halten das nur ganz wenige.
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Zitat von "Norbert Süß"
Hallo zusammen,
mich interessiert schon lange wie diese Sero oder Motorboxen genau aufgebaut sind. Sie sollen ja quasi von 0 bis 100 Hz irre Schalldruck bringen. Soweit ich weiß haben sie sich nicht durchgesetzt, weil sie zu störanfällig waren.
Ich barauche Input!
Das wäre mal ein Projekt, welches ich interessant finde. Ich habe selbst sehr viel Erfahrung im Servomotorbereich und habe schon in der Servoumrichterentwicklung gearbeitet. Vileicht kann man ja sowas sehr zuverlässig aufbauen? :roll:
Ende der achtziger (is 20 Jahre her - ich weiß) gab es ein Buch in dem Expotentialboxen gemessen wurde. Unter anderem auch die Intersonic Motorbox zum Vergleich. Schalldrucktechnisch gabs da nichts zu meckern. Gehört habe ich die aber nie. Mir haben es damals die Jumbos angetan
Auf alle Fälle gabs diverse Berichte in diversen Zeitschriften. Vielleicht kennst Du ja jemanden der sowas sammelt.
Das grösste Problem ist halt die Mechanik - wie bei jeder Konstruktion / Lautsprecher die / der in diesem F-Bereich ordentlich ran muss :lol:Grüsse Holger
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Wende dich mal an "Gerald1".
MfG Mirko
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wow.
man beachte impedanz- und phasengang
wobei 2 Ohm für damalige amps natürlich eine echte herausforderung waren!ich hab anfang der 90er mal ein rudel 7er gehört.
hat mich aber nicht vom hocker gehauen...dann hatten wir mal eine kleinere box (mit einer passivmembran) im lager zum testen.
zwar konnte man damit wunderbar tiefe orgeltöne produzieren, einem bassdrum-impuls konnte sie aber einfach überhaupt nicht folgen. somit war das thema dann für uns gegessen. -
Oh je, oh je ...
Halbwissen und Halbwahrheiten helfen bei so einer Motorbox nicht weiter. Irgendwo hier in diesem Forum oder evtl. im 2sound-Forum (Admin möge mir verzeihen, ich hoffe, ich darf das so schreiben) habe ich mal eine Abhandlung für die Motorbox (technische Hintergründe) geschrieben. Sowas läßt sich nicht in 2 - 3 Sätzen erklären oder schreiben. Wer sucht wird fündig werden.
Einige Sachen hat der Jens schon so halbwegs auf den Punkt gebracht.
Mal so ein paar Punkte reineweg aus Anwendersicht BT7:
1. Es ist kein Ersatz für konventionelle Basslautsprecher.
2. Sehr aufwendiges Handling
3. Über Sinn und Geld sollte da nicht mehr diskutiert werden
4. das restliche Umfeld sollte sich nahtlos integrieren
5. lasse ich mal aus
6 ja es ist die Zahl da vorne dranne :wink:Zuletzt noch ein Punkt, den Wora angesprochen hat: Hier hat er völlig recht. Eine Endstufe, die eine BT7 anschubst (anschubsen kann), sollte eine ganz besondere Endstufe sein. Man benötigt zwar nicht viel Leistung, aber diese Leistung in Bereichen, wo 95% aller Endstufen, welche heute auf dem Markt angeboten werden, da unten einfach kollabieren. Die Stufe sollte labortechnische Eigenschaften mit sehr kräftigen überdimensionierten Netzwerken besitzen.
Noch ein kleines Nachwort:
Nein, wir wollen sie nicht verkaufen!Gerald1
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