Hallo,
ich wollte mal fragen ob jemand mit der Sennheiser e901 Erfahrungen hat. In der Bassdrum hat Sie mir sehr gut gefallen, die Frage ist nur ob man damit auch mal nen Flügel abnehmen kann oder ob sie dafür eher ungeeignet ist.
Gruß
Sebastian
Hallo,
ich wollte mal fragen ob jemand mit der Sennheiser e901 Erfahrungen hat. In der Bassdrum hat Sie mir sehr gut gefallen, die Frage ist nur ob man damit auch mal nen Flügel abnehmen kann oder ob sie dafür eher ungeeignet ist.
Gruß
Sebastian
Ich hatte sie 2x in einem Flügel, ging sehr gut.
Da das 901 einen, für Bassdrum-Anwendungen erwünscht, sehr ausgeprägten Nahbesprechungseffekt hat, braucht man natürlich einen wirklich effektiven Pulteq, um gegen tieffrequente Feedbacks anzugehen, ohne den Grundton des Flügels zu zerstören.
Mhhh ... ich hatte ehrlich gesagt damit keine Probleme ich hatte nur einen Hochpass drin und ein wenig EQ´ing wg. geschlossener Flügel. Allerdings musste es auch nicht wirklich laut gehen, daher auch keinerlei Feedbackgefahr.
Ja, für 'Laut' wäre das aber sicher das erste Problem.
Es gibt doch auch das e912 welches ohne Bassdrum-Kurve daher kommt. Ein Bekannter hat das getestet bevor es auf den Markt kam und hat es im Flügel für gut empfunden.
Eben, deshalb gibt es ja dieses zweite Modell. Das 901 ist ein "Spezialist", den man zwar zur Not auch für eine andere Grenzflächenanwendung benutzen kann, aber eben nicht als erste Wahl.
Zitat von "guma"Da das 901 einen, für Bassdrum-Anwendungen erwünscht, sehr ausgeprägten Nahbesprechungseffekt hat, braucht man natürlich einen wirklich effektiven Pulteq, um gegen tieffrequente Feedbacks anzugehen, ohne den Grundton des Flügels zu zerstören.
Da meine Erfahrung genau das Gegenteil ergibt, wäre ich um Erläuterung dieser Aussage dankbar.
Beste Grrüße
Können wir uns zur weiteren Erörterung dieses Sachverhalts auf folgende Punkte einigen ?
1. Es macht keinen Sinn, sich darüber auseinandersetzen, wenn man mit seiner Meinungsfindung schon abgeschlossen hat.
2. Es gibt grundsätzlich das Problem 'tieffrequentes Feedback', wenn man einen Flügel auf mittels einer PA laut machen will.
3. Es gibt weiterhin das Problem 'Übersprechen in die Flügelmikrofonie', wenn es auch auf der Bühne laut ist.
4. Man kann es nur beurteilen, wenn man schon etliche verschiedene Mikrofonien in unterschiedlichen Positionen im Flügel ausprobiert hat.
5. Es gibt vom selben Hersteller eine äusserlich gleich aussehende Grenzfäche mit einem lineareren Frequenzgang und weniger Naheffekt.
Wenn wir uns in diesen fünf Punkten einig sind, können wir das gerne weiter diskutieren, andernfalls würde ich gerne lieber darauf verzichten wollen.
Zitat von "guma"1. Es macht keinen Sinn, sich darüber auseinandersetzen, wenn man mit seiner Meinungsfindung schon abgeschlossen hat.
Wäre dem so, hätte mein Post sicherlich anders ausgesehen!
Zitat von "guma"2. Es gibt grundsätzlich das Problem 'tieffrequentes Feedback', wenn man einen Flügel auf mittels einer PA laut machen will.
Ist mir durchaus bekannt.
Zitat von "guma"3. Es gibt weiterhin das Problem 'Übersprechen in die Flügelmikrofonie', wenn es auch auf der Bühne laut ist.
Auch das durfte ich schon miterleben ![]()
Zitat von "guma"4. Man kann es nur beurteilen, wenn man schon etliche verschiedene Mikrofonien in unterschiedlichen Positionen im Flügel ausprobiert hat.
Auch ich bin nicht erst seit gestern dabei!
Zitat von "guma"5. Es gibt vom selben Hersteller eine äusserlich gleich aussehende Grenzfäche mit einem lineareren Frequenzgang und weniger Naheffekt.
Auch dieses hab ich schon gesehen.
Zitat von "guma"Wenn wir uns in diesen fünf Punkten einig sind, können wir das gerne weiter diskutieren, andernfalls würde ich gerne lieber darauf verzichten wollen.
Wie Du bemerkst sind wir uns durchaus einig. Dann kannst Du mir ja jetzt sicher die Frage beantworten, warum ein Mikrofon mit höherem Nahbesprechungseffekt in den Tiefen früher koppeln soll, als eines mit weniger Nahbesprechungseffekt? Das ist nämlich die Frage, die ich stellte!
Beste Grüsse
Zitat von "djgolle".Dann kannst Du mir ja jetzt sicher die Frage beantworten, warum ein Mikrofon mit höherem Nahbesprechungseffekt in den Tiefen früher koppeln soll, als eines mit weniger Nahbesprechungseffekt? Das ist nämlich die Frage, die ich stellte!
Du bist sicher das du die Frage wirklich ernst meinst ?
Ein Tipp:
In diesem Fall ist der "Resonanzkörper Flügel", in dem das Mikrofon liegt oder hängt, das rückkopplungsbestimmende Glied in der Übertragungskette und nicht der weit entfernte Lautsprecher. Für die Strecke Flügel-Grenzfläche spielt der Naheffekt eine ganz erhebliche Rolle.
Was ich übrigens nicht weiß: ( kann eigentlich nur der Hersteller wissen )
Wieviel Anteil der Bassanhebung tatsächlich über den Nahbesprechungseffekt und wieviel über die nötige Mittendämpfung b.z.w. Resonatoren zur Bassanhebung für die Membran läuft. Jedenfalls ist der Frequenzgang dieses Mikros eher zur besagten Rückkopplung geneigt, als die von mir schon probierten SM91A, ATM87R, e912, BLM 03Cg ( welches überhaupt keinen Naheffekt hat, da (Halb-)Kugel ), und BLCg mit eingesetzter MK4, was mit Abstand am Besten funktioniert hat. Was klanglich die absolute Katastrophe ist aber laut geht, ist der C-ducer, ein Pickup System. Sollte aber in Zeiten von Inear auf TOP-Bühnen nicht mehr nötig sein.
Zitat von "oTon"
Du bist sicher das du die Frage wirklich ernst meinst ?
Jepp, mein vollster Ernst. Mir ist das nämlich nicht ganz klar. Vielleicht steh ich ja auch furchtbar aufm Schlauch. Aber ich bin mir sicher, dass mir hier geholfen wird. Danke.
Beste Grüsse
Äh ja da waren wir wohl gleichzeitig. Antwort siehe oben.
Hallo,
legt ihr denn zwei Grenzflächen in einen Flügel oder macht Ihr das mit einer?
Gruß
Sebastian
2 Grenzflächen
1. Sind alle mir bekannten Grenzflächen Halbkugeln - Ein Irrtum: s.u.
2. Haben GF wenig bis gar keinen NB-Effekt (zumindest Kugeln haben keinen).
3. Davon ab hätte der "NBE" absolut keinen Einfluss auf die Rückkopplungsempfindlichkeit!
Und viertens ist das e901 nun wirklich keine gute Wahl für einen Flügel.
a) weil es einen sehr unlinearen Frequenzgang hat, optimiert für Bassdrum
(speziell im Bassbereich, was hier falsch als NBE bezeichnet wird...)
b) weil es wie das 91er zu unempfindlich ist. Das heißt bei kritischen Anwendungen >Rauschen
c) weil GF generell einen eher unnatürlich Klang im Flügel produzieren, es sei denn sie sind bei aufgeplapptem Deckel in selbigen montiert - was sich bei Beschallungsaufgaben allerdings auch schnell relativiert...
In den Flügel gehören eher zwei Kleinmembran (KM-) Mikros, im besten Falle zwei Druckempfanger.
Bei extrem lauten Monitorsituationen helfen im Grunde nur Kontaktmikros.
Nachtrag:
Es gibt tatsächlich auch "gerichtete" Grenzflächen, die mit Halbnieren/Superhalbnieren arbeiten, und somit auch einen gewissen NBE haben können. Das e901 gehört tatsächlich dazu ("half-cardioid"), fürs Beta91 gibt es sogar wechselbare Halb-Nieren/Supernierenkapseln (Aha!).
Dies ändert aber nicht viel an den anderen Punkten, im Gegenteil, das Disqualifiziert sie noch weiter für den geschlossenen Flügel.
Zitat von "Christopher Hafer"1. Sind alle mir bekannten Grenzflächen Halbkugeln - Ein Irrtum: s.u.
Schön, dass Du das bemerkt hast. Im live Bereich werden sogar überwiegend "halb"-Nieren verwendet.
Zitat von "Christopher Hafer"2. Haben GF wenig bis gar keinen NB-Effekt (zumindest Kugeln haben keinen).
Die Halbnieren haben natürlich einen und zwar nicht gerade 'wenig'.
Zitat von "Christopher Hafer"3. Davon ab hätte der "NBE" absolut keinen Einfluss auf die Rückkopplungsempfindlichkeit!
oh doch, und zwar genau in dem vom Threadstarter erfragten Anwendungsfall. Hier hat bei dem geringen Abstand Flügel zu darin liegender oder am geschlossenen bis halb geöffneten Deckel klebender Grenzfläche der Naheffekt für die Verstärkung von Resonanzfrequenzen, die dann wiederum feedbacks transportieren, eine ganz erhebliche Rolle.
Zitat von "Christopher Hafer"b) weil es wie das 91er zu unempfindlich ist. Das heißt bei kritischen Anwendungen >Rauschen
Man merkt, dass Du mit Beschallung nicht so viel zu tun haben kannst, denn selbst ein ruhiges Konzertpublikum rauscht um Zehnerpotenzen mehr als ein SM91
Zitat von "Christopher Hafer"In den Flügel gehören eher zwei Kleinmembran (KM-) Mikros, im besten Falle zwei Druckempfanger.
... und dito... Kleinmembrandruckempfänger sind schön zum Aufnehmen aber nix zum Beschallen.
Ich schlage also vor, Du bleibst beim Aufnehmen und bei der Theorie und verschonst uns mit auf die Beschallungspraxis übertragenen Vorschlägen.
Oh, jetzt wirds lustig - ein fachliches Streitgespräch ![]()
ZitatChristopher Hafer hat Folgendes geschrieben:
3. Davon ab hätte der "NBE" absolut keinen Einfluss auf die Rückkopplungsempfindlichkeit!
oh doch, und zwar genau in dem vom Threadstarter erfragten Anwendungsfall. Hier hat bei dem geringen Abstand Flügel zu darin liegender oder am geschlossenen bis halb geöffneten Deckel klebender Grenzfläche der Naheffekt für die Verstärkung von Resonanzfrequenzen, die dann wiederum feedbacks transportieren, eine ganz erhebliche Rolle.
Ich glaube Du hast die Situation nicht zu Ende gedacht. Denn niemand wird so ein Mikro flat fahren. Bässe sind sowieso durch den geringen Abstand überbetont, also wird man sie filtern. Mehr Bässe wird man noch mehr filter... Unterm Strich spielt es daher keine Rolle...
Ich hoffe Du verstehst diesen Zusammenhang in Gänze...
ZitatChristopher Hafer hat Folgendes geschrieben:
b) weil es wie das 91er zu unempfindlich ist. Das heißt bei kritischen Anwendungen >Rauschen
Man merkt, dass Du mit Beschallung nicht so viel zu tun haben kannst, denn selbst ein ruhiges Konzertpublikum rauscht um Zehnerpotenzen mehr als ein SM91
Es geht ja nicht darum das es nicht geht. Aber Du kannst auch wunderbar zwei SM58 verwenden. Die Frage ist doch eher: Was ist technisch die sauberste Lösung. Ein Kickdrum-Mikro sicher nicht!
ZitatChristopher Hafer hat Folgendes geschrieben:
In den Flügel gehören eher zwei Kleinmembran (KM-) Mikros, im besten Falle zwei Druckempfanger.
... und dito... Kleinmembrandruckempfänger sind schön zum Aufnehmen aber nix zum Beschallen.
Ich schlage also vor, Du bleibst beim Aufnehmen und bei der Theorie und verschonst uns mit auf die Beschallungspraxis übertragenen Vorschlägen.
Und ich schlage vor, Du verschonst mich mit Deiner Arroganz - wenn Du mich kennen würdest hättest Du Dir solche Kommentare ganz sicher erspart! Nicht jeder mit fundiertem Hintergrundwissen muss gleichzeitig eine Niete in der Praxis sein (und Aufnahme ist nicht meine Haupttätigkeit!).
KM-Kugeln funktionieren wunderbar in einem geschlossenen Flügel, das wüsstest Du, wenn Du es je versuchst hättest, für mich ist das regelmässige Praxis...
Natürlich ist das keine R&R-Lösung, aber das habe ich bereits angemerkt.
Du kannst also gerne weiter behaupten dass das "nix zum Beschallen" sei, ich weiß es dann besser. ![]()
Es ist übrigens ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Kugeln immer schneller koppeln als Nieren - bestes Beispiel sind da Lavaliermikros.
Befindet sich eine Kugel im Diffusschallbereich (also PA, nicht Monitor) koppelt sie nicht mehr als eine Niere.
:idea:
Zitat von "Christopher Hafer"(...)
Es ist übrigens ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Kugeln immer schneller koppeln als Nieren - bestes Beispiel sind da Lavaliermikros.
Befindet sich eine Kugel im Diffusschallbereich (also PA, nicht Monitor) koppelt sie nicht mehr als eine Niere.
:idea:
Der GBF ist bei einem Kugel-Lavalier deutlich geringer als bei einer Niere. Du wirst eine Kugel niemals so laut bekommen wie eine Niere. Zumindest nich bei gleichbleibender Abnahmequallität. Mit sicherheit wird man anfangen Feedbacks über den Kanal-EQ zu töten ![]()