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Voc & Git in Kirche: Reichen zwei Meyer UPM-1/2p ?

  • frankie01
  • 29. März 2008 um 21:26
  • frankie01
    Beiträge
    82
    • 29. März 2008 um 21:26
    • #1

    Hallo Zusammen,

    für eine hochwertige Gesangs-Einlage bei einer Hochzeit in einer 400PAX Kirche soll die Stimme und eine Konzertgitarre verstärkt werden. Der Weg zur Empore ist steil, eng und geht in den "2. Stock". Habe mit Beschallung in Kirchen bislang selbst leider keine Erfahrung!

    Habe zunächst an 2x Meyersound UPM-1p oder die 45Grad Version UPM-2p gedacht. Wäre leicht und wäre wenig Aufwand. Würde das reichen, um eine typische Messe zu untermalen. Bringt es etwas die 45Grad Versionen zu verwenden? Wäre es besser, die Künstler ebenerdig statt auf der Empore zu platzieren?

    Bitte um Erfahrungen und Tipps aus der Praxis.

    Grüße

    Frankie01

  • hermste
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    • 29. März 2008 um 23:43
    • #2

    Hallo Frankie,
    ja es wäre besser, die Künstler im Altarbereich zu platzieren. Ich beschalle seit Jahren für eine Adventbeschallung (Chor, Streichquartett, Gitarrentrio, Theaterstück, ...) je 800 Personen (Fassungsvermögen der Kirche - bei etwa je 15 Aufführungen pro Saison). Das einzige, was hilft, wenn es um Sprachverständlichkeit und Direktschall geht ist ein dezentrales Beschallungskonzept.

    Ich würde von der Empore vermeiden, weil Du schon am Weg von der Empore zu den Ohren durch die vielen Wände noch viel mehr Diffusschall anregst, als wenn sie im Altarbereich wären (Das wäre ein extrem diffuses Klangbild, das im Hauptschiff ankommt ...). - Und selbst der Diffusschallanteil wird noch bei Platzierung im Altarbereich hoch genug sein. Raumresonanzen (je nach Länge, Höhe, Breite) gibt es in Mengen. Auch solche, die man bedämpfen muss, damit es halbwegs klingt.
    Gerade die Konzertgitarre braucht schon einiges an akustischer Verstärkung, damit es passt. Mit einem Kondensatormikrofon ist man da schneller als man glaubt im Bereich der Feedbacks zwischen etwa 100 und 400 (je nach Raum).

    Also mit 45° Modellen zu arbeiten würde ich für Vernünftig halten.
    Ich würde als Hauptsystem zwei UPM-1p nehmen und dann als Delay die 45 gradigen, damit Du im vorderen Bereich auch alle Ohren erwischst und dann mit den zwei UPM-2p nur noch nach hinten mit Direktschall auffüllst.
    Die würde ich schon relativ nahe zum Hauptsystem, je nach Gegebenheit mit einer Entfernung um die 10 Meter aufstellen, damit Du eine gute Pegelverteilung, gute Direktschallverteilung und den positiven Effekt der enger abstrahlenden Delaylautsprecher nutzen kannst, die sich in die 100°igen Hauptsysteme einfügen.

    Natürlich ist für diesen Zweck ein Line-Delay nötig, wenn es um Qualität geht (und davon gehe ich aus, wenn es um Meyer Lautsprecher geht ;) ).

    So würde ich es machen.

    Gutes Gelingen und viel Spaß,
    Hermann

  • frankie01
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    82
    • 30. März 2008 um 11:50
    • #3

    ... ist ne "blöde" Frage, aber:

    Wo sind in den Kirchen eigentlich Steckdosen?

  • tufkaklto
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    • 30. März 2008 um 11:53
    • #4

    In der Sakristei.

    Oder ev gibt es eine Heizung, dann gibt es auch Starkstrom

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • frankie01
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    82
    • 30. März 2008 um 13:13
    • #5

    Hm. Habe mich grade mal mit den Künstlern kurzgeschlossen. Die wollen -wenn möglich - nicht die ganze Zeit von der Hochzeitsgesellschaft angegafft werden und würden einen Platz auf der Empore bevorzugen :( . Ist natürlich bezüglich dem Schleppen nicht so toll. Habe ihnen grade mal erzählt, dass es da mit dem Strom schlecht aussehen könnte ... ':twisted:'

    Wie müsste man denn die Beschallung von oben planen? 45Grad statt 100grad UPMs? Ist ja im Prinzip wie ne geflogene mini PA? Oder macht es Sinn, mit Funk zu arbeiten, so dass die Boxen dann doch unten bleiben könnten? Wie würde denn so was wirken - Künstler unsichtbar - Sound von vorne? Sind UPM eigentlich schon laut genug?

  • daniel wilhelm
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    • 30. März 2008 um 13:42
    • #6
    Zitat von "Frankie01"

    ... ist ne "blöde" Frage, aber:

    Wo sind in den Kirchen eigentlich Steckdosen?

    Steckdosen gibt es meißt zu genüge auch wenn man sie selten sieht.
    Das Problem ist dann nur dass diese Dosen oft mieserabel beschaltet sind.
    Damit meine ich zB. dass alle auf einer Phase liegen und teils mit alten Stegleitungen verdrahtet sind. Somit muss man Angst haben dass einem bei höherer Belastung die Bude abbrennt.
    In Heizräumen findet man mit viel Glück nen 16er Ceekon aber immer vorher messen^^
    Bei größeren Veranstaltungen sollte also immer vorher angefragt werden dass ein seperater Anschluss (Baustellenverteiler vor der Tür etc.)
    Alles nich so einfach in den Gotteshäusern....

    Grüße Daniel Wilhelm

    Meister für Veranstaltungstechnik
    -FoH / Monitor Ton
    -d&b Systembetreuer
    -Elektrofachkraft

  • JS-Sound
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    • 30. März 2008 um 15:50
    • #7

    Hallo!
    Also ich würde dir nicht empfehlen, die Künstler oben sitzen zu lassen, und die Beschallung von vorne zu machen. Allein wegen der Schalllaufzeit dürfte das auch den Künstlern nicht so viel Spaß machen...

    Wenn Beschallung von Oben, würde ich versuchen die Tops etwas nach unten zu neigen (Schwenkbügel, Schrägstelladapter oder ähnliches...) dass nicht der Hauptteil deines Direktschalls gerade an die Wand, bzw. Richtung Decke geht, sondern doch eher Richtung Zuhörer. Daher dürften Schwenkbügel auch die bessere Alternative sein, da man mit den Schrägstellern ja meist doch nur 15Grad Neigung erreicht.

    Falls es doch möglich ist die Künstler nach vorne zu setzen, würde ich auch die 100Grad Version vorne nutzen, und je nach Länge der Kirche eine oder zwei Delaylines stellen. Hierfür nutze ich meist aber nur kleine Topteile wie 8"1" Tops.

    Gerade bei Konzertgitarre und Gesang ist es vielleicht auch nicht sooo schlimm, wenn etwas mehr Raum angeregt wird, als wenn du jetzt Schlagzeug dabei hättest. Daher würde ich auch die 100 und nicht die 45Grad Tops nehmen.

    Mit Steckdosen hatte ich auch noch nie Probleme, irgendwo findet man immer etwas.

    Gruß Jürgen

  • tufkaklto
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    • 30. März 2008 um 15:58
    • #8

    ich sag es mal halt so, eine 100° Box würde ich persönlich in einer Kirche eher auslassen.
    Das ist auch für Gesang und Konzertgitarre schlimm


    Und Du solltest Dir auch Gedanken darüber machen, das die Sänger usw auch ein Monitoring brauchen.
    Wenn Monitoring und Boxen zu weit weg sind, wird ein Singen in der Kirche mit dem zeitverzögerten Signal und Diffusschall ein Problem.
    Überlegt Euch ev ein In Ear !!!!!!!!

    Einfachster Weg:
    Sie bleiben im Altarbereich.

    Wenn Die Anfngen, da was zu machen auf der Empore, wirds halt schon sehr schwierig.

    Weil selbst mit eng strahlenden Boxen bist Du dann von den Zuhörern schon weit weg mit Direktsignal.
    Und dann viel Spaß :D

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  • hias.h
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    • 30. März 2008 um 16:22
    • #9

    Altarbereich würde ich sein lassen, geht in den meisten Kirchen die ich kenne nicht gut. Der Altarbereich ist meist "auf Laut" optimiert, damit die Gemeinde den früher unverstärkten Pfarrer hört, damals wurde die mangelnde Sprachverständlichkeit durch das Singen der Priester kompensiert, die maximale Geschwindigkeit wird durch die Nachhallzeit limitiert.
    Auf der Empore ist die Situation eine andere, eine Orgel ist relativ laut, und der Organist muss sein Instrument deutlich höhren.
    Emporen waren auch für die "gehobenen Gäste" da, und daher häufig akustisch trockener.
    Bei einer VA in einer Kirche, bei der ich als Hand dabei war (Band im Altarraum), war der Sound oben vieeeeel besser als unten, obwohl nicht direkt beschallt, die LS waren auf die Leute unten ausgerichtet.
    Die Musiker werden auf der Empore auf jeden Fall bessere Karten haben, als im Altarraum.
    Von vorne Beschallen geht dann aber nicht, ich würde die LS (sofern überhaupt benötigt!) ebenfalls auf die Empore stellen.

    Probier doch die Verschiedenen Speaker-Positionen aus.
    Geh mit jemand anderm in die Kirche und lass ihn an den verschiedenen Stellen sprechen, während du selber irgendwo mitten zwischen den Bänken stehst und den Klang beurteilst.

  • tufkaklto
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    7.116
    • 30. März 2008 um 17:23
    • #10

    Das funktioniert schon im Altarbereich.

    Generell kämpfst Du in Kirchen überall mit demn Diffusschall.

    Es stimmt schon, das der Altarbereich "sprachoptimiert " gebaut wurde.
    ( genau genommen früher mal für diese lateinischen Gesänge, die waren dann schön mit Hall versetzt :D )
    Aber man hat trotzdem den besten Imagebezug zum Geschehen.

    Und die "besseren " Stellen sind nur unwesentlich besser.

    Selbst, wenn man auf der Empore trockener hört, ist es doch so, das man nach unten beschallt.
    Und damit geht es wieder los.

    Ach ja, hab in den letzten jahren übrigens ein paar Sachen gemacht, wo sich Künstler vorgestellt haben, von den Emporen performen zu müßen.
    kam eigentlich nie gut an, Publikum dreht sich max. kurz mal um, und wartet dann, bis es vorbei ist :?
    Und akustisch auch komisch.

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  • hias.h
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    • 30. März 2008 um 17:40
    • #11

    Sicher ist es ungewöhnlich, die Musiker Im Nacken zu haben,
    aber bei einer Hochzeit könnte genau dass auch ein vorteil sein, es geht ja schließlich ums Brautpaar.

  • MatzeRockt
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    • 31. März 2008 um 00:53
    • #12

    Kann Klauston nur zustimmen - Altarbereich ist die "saubere" Lösung. Ich hatte am WE einen Tenor mit Piano und Gitarrenbegleitung in einer Kirche - als Frontbeschallung standen sowohl ebenerdig als auch auf der Empore 90° Systeme (2x8"/1") und als 1. und 2. Delayline 4"/1" ebenfalls auf beiden Etagen. Das war von der Sprachverständlichkeit her eine runde Sache. Die Leute in der vollen Kirche haben sogar so viel Schall geschluckt, das ein dezenter künstlicher Hall angebracht war.

    Grüße
    Matze

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Sound-Klinik
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    • 31. März 2008 um 07:51
    • #13
    Zitat von "hermste"

    ja es wäre besser, die Künstler im Altarbereich zu platzieren.


    Stimmt - ist sicher unproblematischer (kürzere Distanz Schallquelle <-> Zuhörer).

    Zitat von &quot;hermste&quot;

    Das einzige, was hilft, wenn es um Sprachverständlichkeit und Direktschall geht ist ein dezentrales Beschallungskonzept.


    Nein. Auch eine dezentrale Beschallung vergrössert den Schalleintrag "insgesamt" - d.h. jeder weitere Lautsprecher sorgt an anderen Hörpositionen für eine Vergrösserung diffuser Schallanteile.

    Gerade bei Frequenzen mit längeren Nachhallzeiten (bei Kirchen i.d.R. besonders bei tiefen Frequenzen) ist eine dezentrale Beschallung mit vielen kleinen (und im Grundtonbereich UNGERICHTET abstrahlender LS-Systeme) problematisch.
    Auch längere Schallzeilen sind aufgrund ihrer ungerichteten Schallabgabe in horizontaler (!) Richtung nur eine Krücke ... wenngleich sie seit "anno duck" überall 'reingeschraubt werden.

    Zitat von &quot;hermste&quot;

    ... ist man da schneller als man glaubt im Bereich der Feedbacks zwischen etwa 100 und 400 (je nach Raum).


    Stimmt - und die einzige wirklich wirksame Abhilfe ist eine gerichtete Schallabgabe möglichst schon unterhalb von 200 Hz - alles andere (parametrisches Ausfiltern von Problemfrequenzen oder Hochpassfiltern bei einigen hundert Hz ... oder gar "Feedbackkiller" ...) sind nur Schadensbegrenzung und verschlechtern die Klangwiedergabe (d.h. quakiger Bahnhofsklang ... wie in sehr vielen Kirchen "üblich" ...).

  • tufkajck
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    • 31. März 2008 um 08:07
    • #14

    SK
    Ging aber lang, bis du auf "Kirche" reagierst. (hihi)

  • Sound-Klinik
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    • 31. März 2008 um 10:20
    • #15

    Jack
    Mein Tipp für gesunde Ohren in halligen Kirchen: Cardioistrahler (nach Interferenzprinzip) ... für alle anderen "Zuhörer": Induktionsschleifen ... :D

    @Moderatoren
    Und da es vermutlich nicht nur Cardioidstrahler von SK gibt, handelt es sich hier nicht um Eigenwerbung. :)

  • tufkajck
    Profi
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    3.334
    • 31. März 2008 um 10:27
    • #16

    Ja. Dann sag aber, dass handelsübliche 2x8"er oder 2 x 6.5er auch schon etwas richten in der vertikalen und sicher schon etwas helfen, den Mittetonbereich etwas weiter ins Publikum zu bringen.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 31. März 2008 um 14:02
    • #17
    Zitat von &quot;Jack&quot;

    Ja. Dann sag aber, dass handelsübliche 2x8"er oder 2 x 6.5er auch schon etwas richten in der vertikalen und sicher schon etwas helfen, den Mittetonbereich etwas weiter ins Publikum zu bringen.


    ... was schätzt du: ab welcher Frequenz ? :D

  • Mechwerkandi
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    • 31. März 2008 um 17:05
    • #18

    Bei der letzten Meisterfeier im Hamburger "Michel" (Hauptkirche St. Michaelis), die ist nicht gerade klein und recht verwinkelt, hat Fa. Amptown das Problem der Übertragung (hier: Rednerpult plus 1x Gesang plus Klavier) aus dem Altarraum mit einer dezentralen Beschallung sehr gut gelöst.

    Man sollte vor allem nicht vergessen, das so was wie Pegel in diesem Umfeld nicht gefragt ist und das an und für sich ein Pastor ohne jegliche Verstärkung hinkommt.

  • ton-thorsten
    Verifiziert
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    205
    • 31. März 2008 um 17:15
    • #19

    Hallo,

    ich bin recht regelmäßig in Kirchen, mit allem von Solo-Vocals über Chor, bis hin zu kleineren Instrumental Ensembles und kompletten Bands. (Kürzlich noch innerhalb einer Woche erst Gospel - Chor, dann Gitarrenquartett und nächster Tag Jocelyn B. Smith mit ganzer Band).

    Ich habe bisher auch immer recht gute Erfahrungen mit der Beschallung aus dem Altarraum heraus gemacht. Ich bevorzuge hierbei auf jeden Fall die Lösung mit Delaylines. In der Regel stelle ich zwei Delaylines mit jeweils 8"/1" Bestückung. Die Front richtet sich nach dem Act. Bei kleinen Sachen die gleichen Boxen wie in der Delayline. Ansonsten größere Tops bis hin zu 15"/2".

    Die Delays gerne auf Stativen, möglichst unauffällig an Säulen seitlich des Mittelgangs. Sehr wichtig ist halt die Anpassung der Delyzeiten, da sollte man sich ein wenig Zeit nehmen und es sorgfältig machen. Die Tops für die Front gerne geflogen, falls es möglich ist. Ansonsten halt auch auf Stativen. Bei Jocelyn B. Smith z.B. gab es die Maßgabe des Veranstalters, das die Fronttruss nicht in Sichthöhe sein darf...da kamen wir dann auf 5 Meter Höhe. Da wird es dann auch mit engabstrahlenden Tops schon knapp in einer halligen Kirche über die ersten Reihen hinauszukommen......

    Sehr wichtig sind halt auch disziplinierte Künstler, die wissen was sie tun und nicht allzu sehr "hämmern"....

    Gruß,
    Thorsten

    Laut kann jeder................!

  • tufkaklto
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    7.116
    • 31. März 2008 um 17:44
    • #20

    Sound - klinik hat geschrieben :

    Zitat

    hermste hat Folgendes geschrieben:
    Das einzige, was hilft, wenn es um Sprachverständlichkeit und Direktschall geht ist ein dezentrales Beschallungskonzept.

    Nein. Auch eine dezentrale Beschallung vergrössert den Schalleintrag "insgesamt" - d.h. jeder weitere Lautsprecher sorgt an anderen Hörpositionen für eine Vergrösserung diffuser Schallanteile.

    Gerade bei Frequenzen mit längeren Nachhallzeiten (bei Kirchen i.d.R. besonders bei tiefen Frequenzen) ist eine dezentrale Beschallung mit vielen kleinen (und im Grundtonbereich UNGERICHTET abstrahlender LS-Systeme) problematisch.
    Auch längere Schallzeilen sind aufgrund ihrer ungerichteten Schallabgabe in horizontaler (!) Richtung nur eine Krücke ... wenngleich sie seit "anno duck" überall 'reingeschraubt werden.

    hermste hat Folgendes geschrieben:
    ... ist man da schneller als man glaubt im Bereich der Feedbacks zwischen etwa 100 und 400 (je nach Raum).

    Stimmt - und die einzige wirklich wirksame Abhilfe ist eine gerichtete Schallabgabe möglichst schon unterhalb von 200 Hz - alles andere (parametrisches Ausfiltern von Problemfrequenzen oder Hochpassfiltern bei einigen hundert Hz ... oder gar "Feedbackkiller" ...) sind nur Schadensbegrenzung und verschlechtern die Klangwiedergabe (d.h. quakiger Bahnhofsklang ... wie in sehr vielen Kirchen "üblich" ...).

    So, dann werd ich mal deutlicher:

    Ich geb als Erstes Hermste mal R ( zum einen ist er auch Ösi, zum Anderen hat er wirklich Recht :D )

    Ganz konkret:
    Ich habe in der letzten Zeit einiges an Kirchenbeschallungen gemacht, und ich kann jedem nur den Tip geben, ein dezentrales Konzept mit vernünftigen Lautsprechern.

    So wenig wie möglich den raum anregen !!!!
    Deswegen sind auch engstrahlende Lautsprecher viel sinnvoller als breitstrahlende.


    Und es ist nicht so, wie behauptet, das dezantral problematisch ist !!!!!
    Hall muß nicht nur im Grundtonbereich passieren, und gerade wenn ich die einzelnen Boxen leiser fahren kann, tu ich mir dann auch viel leichter.
    Das wiederum geht sehr gut mit vielen Boxen 8)

    Und ich habe in den letzten Jahren einiges an Kirchengigs gehabt, mit Band, mit Orchester und so weiter

    Ich weiß ganz definitiv, das das geht

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