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Theater Beschallung

  • niiiidie
  • 20. September 2008 um 17:09
  • niiiidie
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    94
    • 20. September 2008 um 17:09
    • #1

    Hallo zusammen,
    folgendes Problem, jedes Jahr an Weihnachten findet bei uns im Dorf eine Theaterveranstaltung statt. Location ist die örtliche Sporthalle in der dann ca. 500 Leute sitzen. Diese werden mit insgesamt 4 Fullrange Lautsprechern beschallt(Endstufe ist ein PowerMixer von Dynacord). Soweit kein Problem.
    Nun hat nicht jeder Akteur auf der Bühne ein eigenes Mikrofon (headset oder so) sondern es hängen 8 Kondensatormikrofone von der Decke herunter. Die sind also gleichmäßig über den Schauspielern verteilt. Das Problem: Diese Teile koppeln extrem. Man bekommt keine angenehme lautstärke hin! das gröbste regelt schon so ein feedback destroyer von behringer aber die Rückkopplung ist immer noch sehr ausgeprägt. Es muss immer ganz leise in der halle sein, damit man das wenige was aus den lautsprechern kommt, überhaupt versteht.(Bin nicht für das Equipment verantwortlich und Headsets wollen sie nicht anschaffen)
    Wie kriegt man dieses Problem in den Griff?

    Grüße

    Patrick

  • tufkaklto
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    • 20. September 2008 um 17:52
    • #2

    Auch wenns eine blöde Antwort ist, wird verdammt schwer werden mit dem Material.

    Aber such mal, da gibt es einige interessante Beiträge im Forum hier.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • MRspeaker
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    • 20. September 2008 um 18:09
    • #3

    Das Problem bekommt man am ehesten in den Griff, wenn man sich einen Tontechniker an Land zieht, der sich mit sowas auskennt.

    Dieser wird euch dann schon helfen.

    Ohne genaue Angaben kann ich nur dazu raten sich hier im Forum schlau zu lesen und mal ein Buch zu kaufen.
    Das Problem kann man auf jedenfall zu 99% in den Griff bekommen.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • tufkaklto
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    • 20. September 2008 um 18:15
    • #4
    Zitat von "MRspeaker"

    Das Problem bekommt man am ehesten in den Griff, wenn man sich einen Tontechniker an Land zieht, der sich mit sowas auskennt.

    Dieser wird euch dann schon helfen.

    Ohne genaue Angaben kann ich nur dazu raten sich hier im Forum schlau zu lesen und mal ein Buch zu kaufen.
    Das Problem kann man auf jedenfall zu 99% in den Griff bekommen.

    500 Leute mit einem Powermischer, 4 Boxen und 8 abgehängten Kondensatoren ???? :shock:

    Ich würd solche Jobs ablehnen, aber das nur so nebenbei.
    ( weil ich die Erfahrungen schon vor langer Zeit machte )

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  • fabio hermann
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    • 20. September 2008 um 18:17
    • #5

    Den Behringer gegen nen Equalizer tauschen, ich hatte das Ding auch schonmal unter den Fingern und habe lange mit gespielt, am Ende stellte ich jeodhc fest, dass das Ergebniss wesentlich besser ist, wenn vernünftig eingepfiffen wird. Wenn man dann noch zustäzlich den Behringer reinhängt ok, wobei ich mich spontan jetzt auch dagegen entscheiden würde.

    Aber wenn die Veranstaltung nur Jährlich ist, fährt man wohl günstiger wenn man sich dann mal Vernünftiges Material mieten und auch jemand der sich damit auskennt.

    Von Headsets würde ich euch eher abraten, wird bei euch keine so große Verbesseung bringen und preislich naja....

    Eventuell hilft es auch wenn ich die Boxen anders positioniert, bzw anders ausrichtet, und die Halle ein wenig mit Molton zuhängt, würde der Akustik auch nicht schaden.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • schallereignissortierer
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    • 20. September 2008 um 18:20
    • #6
    Zitat

    (Bin nicht für das Equipment verantwortlich und Headsets wollen sie nicht anschaffen)


    Aber vielleicht leihen, wenn nicht gerade das halbe Dorf auf der Bühne steht?

    10 Headset Funkstrecken zu leihen kostet nicht die Welt und die vorhandenen Mikros -bzw. einen Teil davon- als zusätzliche Stütze geschickt verteilt macht das Ganze deutlichst besser.

    Dann noch die 4 Boxen auf zwei Paare aufteilen, 1 Paar an der Bühne und das zweite Paar entsprechend verzögert in der hinteren Hälfte des Saals hilft auch, die erforderliche Lautstärke reduzieren zu können.

    Alles andere wird bestimmt Gefrickel ohne Ende und in einer höchstwahrscheinlich halligen Sporthalle bekommst Du kein schönes Ergebnis.

    Was Dich nicht davon abhalten sollte, mal in den entsprechenden Threads zu stöbern.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • elektrikus
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    • 20. September 2008 um 19:20
    • #7

    Hallo Zusammen,

    es gibt da einen schönen Artikel auf der Shure-Homepage:
    http://www.shure.de/ProAudio/TechL…_pro_ea_ceiling

    Auch hilfreich:
    http://www.shure.co.uk/ProAudio/Products/us_pro_ea_criticial

    Leider sind die Artikel nur auf englisch.
    shure: Ihr solltet das mal übersetzen. Danke im Voraus...

    Mein Fazit: Nimm Headsets oder laß es bleiben.


    Gruß
    Elektrikus

    Wer amtliche Signaturen nachmacht oder verfälscht,
    oder nachgemachte oder verfälschte amtliche Signaturen in den Umlauf bringt
    wird mit Ohringer nicht unter 2 Jobs pro Woche bestraft.

  • yamaha4711
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    • 20. September 2008 um 21:20
    • #8

    Tacho!

    Das was schallereignissortierer geschrieben hat entspricht auch meiner Meinung. Deswegen einfach mal die Frage: wo stehen denn die Boxen?

    Eine solche Problematik kann man auf 2 Wegen begegenen:
    a) die Quelle möglichst nahe an das Mikro bringen -> Lavalier oder Headset
    b) mehrere Zonen definieren und diese mit getrennten und zeitlich angepassten Lautsprechern versorgen.

    Beide Varianten sind mit Kosten verbunden und wenn das nicht akzeptiert wird oder nicht bezahlt wird, dann muss man damit eben leben.
    Ein Auto mit 50PS ist eben auch kein Sportwagen.

    Die Powermate (ich nehme mal an dass dies der Powermixer ist) hat eigentlich recht gute Filter und auch einen MasterEQ. Wenn man das Teil bedienen kann und eben eine Delayline setzt, dann ist da schon was zu machen. Man muß eben das Know-How dazu haben. Aber das gibt es eben auch nicht umsonst.
    Den Behringer würde ich in keinem Fall im Automode betreiben. Hier würde ich die parametrischen Filter manuell einstellen - zum Eliminieren der Feedbacks.

    Was für Mikros werden denn verwendet, welche Richtcharakteristik haben die? Evtl. die Mikros von vorne her eindrehen und nicht von der Decke hängen lassen (Reflexionen). Im seltesten Fall reden die Darsteller nach oben.

    Ansonsten in den sauren Apfel beißen und sich für ein oder zwei Events mal jemanden buchen der dir das alles dann auch zeigt und die notwendige Technik stellen kann.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • mringhoff
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    • 20. September 2008 um 23:56
    • #9

    Schau mal folgenden Thread durch, da liegen die Probleme ähnlich. Hier wurde schon mal fleissig über div. Maßnahmen diskutiert:
    http://www.pa-forum.de/phpBB/viewtopic.php?t=65467

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  • tufkadib
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    • 21. September 2008 um 09:43
    • #10
    Zitat von "klauston"


    500 Leute mit einem Powermischer, 4 Boxen und 8 abgehängten Kondensatoren ???? :shock:

    Ich würd solche Jobs ablehnen, aber das nur so nebenbei.


    Wieso? Für Theateraufführungen ist die Lautsprechergeschichte völlig ausreichend. Nicht günstig ist lediglich die Anordnung der Mikrofone.

    MfG

    DirkB

  • tufkaklto
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    • 21. September 2008 um 10:25
    • #11

    Stimmt, Hauptproblematik sind die 8 Kondensatoren.

    ich habe in alten Tread sschon beschrieben, ich habe sowas früher ( Anfang der 90er ) öfter gemacht, wo die Menge der Funks oft noch nicht so einfach jeder Verleiher hatte und das auch nocht Geld kostete.

    Ich mußte lernen, das viele Kondensatoren oft kontraproduktiv sind, weil man durch die Laufzeitunterschiede sich wieder probleme schafft.

    Da muß man dann ziemlich viel mitfahren, wenn man im Ansatz was rausbringen will.

    Wenn wenig Budget da ist, sind dann auch oft die Microfone die falsche Wahl, weil nicht nachgedacht beim kauf ( ist nicht böse gemeint ).
    Ist ja eeh ein Kondensator :roll:

    Ich habe früher mitden Alten Generrationen dieser Powermischer nie meine Freude gehabt, zugegebenerweise kenn ich die neueren Modelle n icht, deswegen möglicherweise ein Vorurteil.

    Wegen der Boxen:

    Nicht mal so unerheblich.
    Ich hatte diese Woche einen direkten Vergleich über Unterschiede bei einer Veranstaltung.

    Erste Veranstaltung mit 12 Headsets DPA, 2 Boxen HK Elias mit Sub in einem Theater ein Firmenevent.

    Zweite Veranstaltung, ebenfalls Firmenevent, gleiches Theater, Gleiche Headsets, Gleiche Positionen ( der Redner und der Boxen, war ja die selbe Kundenveranstaltung )

    Ich war selber über den Unterschied überascht, den ich nur auf Grund der Boxen hatte ( obwohl ich von den Unterschieden weiß).

    Deshalb:
    Viele Boxen werden oft für Ihren Klang als "gute Box " beurteilt, und niemand macht sich die Mühe, auch nach echtem Abstrahlverhalten zu urteilen, vor Allem auch dem, was wo rauskommt, wo es von der Richtung nicht so hinsoll.

    Möglicherweise kann uns ja der Treadstarter noch wirklich die Boxen und Microtypen nennen, da wäre viel geholfen.

    Ich bleibe trotzdem dabei, das dies eigentlich "Notlösungen" sind , die nur sehr begrenzt funktionieren.

    Wenn man ein Techniker ist, den niemand kennt, dann kann man ja gerrne noch.
    Wenn einen aber jeder kennt, da kann man auf sowas ganz schön blöde Nachrede haben.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • wetbf
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    283
    • 21. September 2008 um 10:43
    • #12

    niiiidie:

    ...Headsets...löst 90% der Probleme...Mikrofone eben möglichst nahe an die Sprecher bringen...dann geringste Rückkopplungsneigung bei gewünschter/grösstmöglicher Lautstärke.

    Mit abgehängten Mikros bekommst du das nie in den Griff, ganz egal welche anderen Massnahmen du noch vorsiehst.

    wetbf

  • ww
    Verifiziert
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    • 21. September 2008 um 12:17
    • #13

    Hallo Patrick,

    uraltes Problem...mit dem vorhandenen Equipment wird das vermutlich nicht wirklich schön...aber:
    1. es ist nun mal da
    2. Investitionen in Headsets/Lavalier wirds nicht geben
    3. Zumietung will auch keiner bezahlen
    4........

    Du hast also nur die Möglichkeit das vorhandene Verbesserungspotential zu nutzen!
    Nimm den Behringer raus...ist ein schönes Spielzeug (die vielen LED's).
    Positioniere die Mikros anders...vermutlich hängen diese gerade von der Decke runter...also anwinkeln in Richtung Bühnenrückseite (kein Schauspieler spricht zur Decke hoch...und alles was aus Richtung Saal übertragen wird stört..)
    ....eine Skizze des Istzustandes sowie Info's zu den Mikros und Boxen wäre hier hilfreich...
    Positioniere ggf. die Lautsprecher besser......

    Gruß Wolfgang

  • florian bensch
    Gast
    • 21. September 2008 um 22:56
    • #14

    Als Schultechniker kenn ich diese Probleme wirklich nur zu gut...

    Meine Erfahrungspunkte sind hier:
    1. Den Behringer hatte ich einmal und dann nie wieder - raus damit.

    2. Wie auch schon gesagt - ein EQ und ein paar geschulte Ohren köntnen Wunder wirken, da man bei dieser Art von Beschallung Frequenzen wirklich krass ziehen kann, ohne dass es groß Auswirkungen haben soltle, da die Beschallung ja meiner Ansicht nach nur als "unterstützung" dient(en sollte)

    3.Wie auch schon gesagt - Kondensatoren von der Decke lasse ich mitlerweile fast vollkommen bleiben. Sehr viele Leute finden das immer ganz toll ("Wir brauchen Raummikors von der Decke") und meckern dann, dass man nichts hört. Lieber probieren Micros in Sprechrichtung anzubringen. Vielleicht gibts ja die Möglichkeit sie in Kulissen etc. zu verstecken - bei 8 Stück hat man ja dann doch Möglichkeiten.

    4. Es müssen ja nicht gleich 10 Headsets sein. Oft musste ichs chon Kompromisse eingehen wie "ihr 2 kriegt n headset - nach der pause kriegen es x und y, a b c und d teilen sich 2 handfunken, der rest muss mit anderen auskommen.

    Sei experementierfreudig - bei low-budget-va's darf und MUSS man das sein. es muss nicht immer alles nach scheme f gehen.

    es grüßt ein verständnisvoller schultechniker.

    flo

  • Mechwerkandi
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    • 22. September 2008 um 08:59
    • #15

    8 Mikrofone?
    Wie gross ist denn die Bühne? :shock:

    Wenn die alle auf sind, tät's mich ob der Rückkopplung auch nicht wundern...
    Diese Geschichte mit den abgehängten Mikros ist auf kleine Bühnen durchaus üblich, erprobt und funktioniert.

    500 Gäste bestuhlt, das ist gerade mal ein bisschen grösser, wie ein normaler Gemeindesaal.
    Steck die Boxen am PM so um, das Du die Balance nicht rechts-links, sondern vorne-hinten regeln kannst.
    Dann kannst Du die vorderen Boxen etwas drosseln, die Akteure auf der Bühne reden ja auch noch, und von den Mikros machst Du die Hälfte zu.

    Die Anlage ist garantiert mal von einem VA Techniker installiert worden.
    Drei Grundregeln:
    1) Das Pult muss voll
    2) Viel hilft viel
    3) Lärm kann nur durch mehr Lärm kompensiert werden.

  • tufkaklto
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    • 22. September 2008 um 09:08
    • #16
    Zitat von "Mechwerkandi"

    8 Mikrofone?
    Wie gross ist denn die Bühne? :shock:

    Wenn die alle auf sind, tät's mich ob der Rückkopplung auch nicht wundern...
    Diese Geschichte mit den abgehängten Mikros ist auf kleine Bühnen durchaus üblich, erprobt und funktioniert.

    Das in etwa meine ich auch mi den Micros oben.

    Deswegen wäre es schön, wenn der Treadstarter mal eine Ansage machen würde, WAS Für Micros und sonstiges Material da hängt.


    Das ist ja wie einen Knochen vor eine Meute Hunde werfen und warten was passiert, und selbst in sicherem Abstand zusehen :D

    Und es muß nicht eine VT Firma gewesen sein, die sowas installiert hat.
    Ich kenne die Instalationen, die der (örtliche ) Elektriker macht und dann meint " Jetz kann man alles damit machen "

    Und schon beim Ersten Konzert muß ma neine Anlage zumieten
    :shock:

    Aber das nur nebenbei.

    Her mit den Infos :!:

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  • tufkadib
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    • 22. September 2008 um 09:41
    • #17
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Diese Geschichte mit den abgehängten Mikros ist auf kleine Bühnen durchaus üblich, erprobt und funktioniert.


    Man könnte das Abhängen ja evtl. so ändern, daß die Mikros auf die Theatergruppe zeigen (Richtmikrofone mal vorausgesetzt).

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Steck die Boxen am PM so um, das Du die Balance nicht rechts-links, sondern vorne-hinten regeln kannst.
    Dann kannst Du die vorderen Boxen etwas drosseln, die Akteure auf der Bühne reden ja auch noch, und von den Mikros machst Du die Hälfte zu.


    Gute Idee. M.E. wird Stereo generell überschätzt.

    MfG

    DirkB

  • mringhoff
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    • 22. September 2008 um 11:18
    • #18

    Es ist immer wieder mal interessant, mit gegebenen Mitteln, das beste herauszuholen. Wir gehen jetzt also mal davon aus, daß wir technisch nur wenig (budgetmässig) ändern dürfen, richtig?
    Also viele Funkmikrofone fallen schon mal weg.

    Fassen wir mal zusammen:

    8 "Kondensator"-Mikrofone, die von der Decke hängen:

    leider wissen wir hier nichts von der Richtcharakteristik, weitere Infos (Produktname genügt ja meist) wären hilfreich. Ebenso eine kleine Skizze, wie sie denn hängen.
    Gehen wir mal von Nierencharakteristik aus, das dürfte am wahrscheinlichsten sein. Hier ist es eher nicht optimal, wenn die Mikros einfach nur hängen. Sie sollten schon auf die Schallquellen ausgerichtet sein.
    Die vorderen Mikros mittels einer Drahtkonstruktion am Kabel so aufhängen, daß sie schräg nach hinten zeigen.
    Die hinteren Hängemikros können somit eigentlich alle abgehängt werden.
    Oft erzielt man bessere Ergebnisse, wenn diese entweder in Kullissen mit eingearbeitet werden oder auf Stative rechts und links (etwa auf Kopfhöhe) aufgestellt werden.
    Ebenso kann man das für den vorderen Bühnenbereich machen. Kleine Stative an der Bühnenkante (oder größere vor der Bühne) mit Mikros, die schräg von unten den vorderen Bereich der Schauspieler erreichen.

    Wenn ein paar Euros übrig sind, kann man hierfür auch Grenzflächenmikrofone einsetzen. Die sind mehr oder weniger unsichtbar und können je nach Mikro auch noch etwas mehr herausholen.

    Die Schauspieler reden meist nach vorne und eher nach unten als nach oben. Mikros (mit Nierencharakteristik), die nur von oben nach unten hängen bringen nicht viel.

    Hinzu kommt, daß mit jedem offenen Mikro die Rückkopplungsgefahr steigt. Ein Mitsteuern der Mikros durch einen (sehr) aufmerksamen und mit dem Theaterstück vertrauten Techniker ist unabdingbar. Es sollten also immer nur die Mikros offen sein, die gerade besprochen werden.

    Wenn man noch ein paar Euros übrig hat, kann man überlegen, ob man sich noch ein (oder mehrere) Lavallier-Funkmikrofon(e) gönnt, die man in Requisiten einarbeitet. Wenn z.B. in der Mitte ein Tisch steht, an dem sich auch die Schauspieler mal hinsetzen, kann man dort ein Lavalliermikrofon einbauen, den Sender darunter fixieren und man hat sogar beim Umbau keine Probleme mit dem Kabel.

    Dann ist es wichtig, daß sich der Techniker mal das Stück ansieht und sich Mikrofonpositionen überlegt. Die Mikros müssen natürlich da aufgebaut werden, wo gesprochen wird. Wenn alles steht, dann sollte der Techniker Markierungen auf der Bühne anbringen und mit den Schauspielern vereinbaren, daß sie sich an diese Positionen halten sollen.


    4 Lautsprecher auf Stative:
    ich gehe mal davon aus, daß es zwei vorne und zwei weiter hinten sind.

    Gut wäre es, wenn diese relativ weit hoch stehen und dann nach unten geneigt werden. So, daß das Publikum beschallt wird und nicht über die Köpfe hinweg auf die Rückwand der Halle - was zu Reflexionen und zu Rückkopplungen führt.
    Ein normales Boxenstativ ist hier also eher nicht geeignet. Besser wären also Lichtstative (mit einem Adapter von TV-Zapfen auf Boxenständerflansch - http://www.k-m.de/TV-Zapfen.3+M541ddf4d2b4.0.html) und einem Schrägsteller http://www.k-m.de/Boxenschraegsteller.3+M50195650a0f.0.html

    Die Aufstellung sollte auch so erfolgen, daß die Frontboxen auch wirklich rechts und links vor der Bühnenkante und den Mikros stehen.
    Für die Frontlautsprecher würde ich für jede Seite einen EQ-Kanal zur Verfügung stellen, da es hier sehr oft unterschiedliche Feedbackfrequenzen gibt.

    Für die hinteren Lautsprecher muss unbedingt eine Verzögerung des Signals erfolgen (Delay). Für die meisten ist das selbstverständlich, wurde aber hier noch nicht erwähnt.
    Damit der Schall von vorne und den Delayboxen gleichzeitig auf die hinteren Zuhörer eintrifft, muss man hier unbedingt das Signal entsprechend verzögern. Und wenn man hier noch etwas mehr verzögert als ausgerechnet, dann trifft der Schall von den vordere Lautsprechern um wenige ms zuerst ein, was den Eindruck erweckt, daß der Schall von vorne kommt.
    Unter dem Strich erhöht das alles die Sprachverständlichkeit.

    Bei einem Powermixer ist man da natürlich etwas begrenzt. Vielleicht hier einfach separate Endstufen organisieren und den Signalweg aus dem Mischer herausnehmen, EQ / Delay einschleifen und dann auf die Endstufen gehen.

    Das wichtigste ist natürlich das Einpfeifen - also das Ziehen der Feedbackfrequenzen. Es genügt schon, wenn Du vom Mischpult die eine Seite des Summenreglers für vorne und die andere Seite für hinten hast, aber dann sollte es man zumindest für vorne wieder auf zwei Wege für rechts und links aufteilen (Y-Stecker o.ä.)
    Hier würde ich die vorderen 3-4 Mikros als Referenz nehmen, das sollte auch ungefähr die maximale Anzahl der offenen Mikros entsprechen und gleichzeitig auch die wichtigsten Mikros sein.

    Wenn man hier auch noch Geld übrig hat, kann man überlegen, ob man nicht statt preiswerten Party-Allroundboxen, etwas höherwertige und vor allem definiert abstrahlende Lautsprecher nimmt. Je genauer der Schall auf das Publikum trifft, desto weniger Reflexionen, desto weniger Feeback.

    Also, mit etwas technischem Verständis (und etwas Erfahrung) kann man hier schon etwas verbessern. Noch besser wirds halt erst mit etwas professionellerem Material....

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  • tufkaklto
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    • 22. September 2008 um 12:00
    • #19

    Schön beschrieben.

    Es gibt noch die Möglichkeit, doch die vorderen Boxen auf Summe L/R laufen zu lassen und die hinteren über einen Post fade Aux zu realisieren.

    Und dann kann man sich eventuell auch so helfen :

    Wenn zB ein Redner auf der Bühne Links steht, kann man das Micr leicht nach Rechts pannen.
    links hat man sowieso originalsignal und mit demn nach Rechts holt man sich noch mehr Gain before Feedback raus.

    Es steht ja nirgendwo geschrieben, das man das nicht darf.

    Klar, bei einer Echten Theaterproduktion wär das nix, aber wenn das Budget begrenzt ist, dann darf das kein Thema sein.

    Auch wenn immer wieder das Arument kommt, das geht schon.
    Stimmt, auch in kleinen Theatern durchaus eine Variante.
    ABER:
    Dort wird die Sprache gestützt, weil die Theater in der Regel selbst schon eine gute Akustik haben.

    Das ist in einer Schule/Turnhalle/Gemeindesaal so nicht der Fall.

    Hier hat man von Haus aus Probleme, die man in einem kleinem Theater nicht hat.

    In einem Theater kann man im Regelfall auch mit wenig Equipment doch etwas beim Einbau mitreden, und hat dann zwar wenig, aber vernünftig ausgesuchtes Equipment.


    Das sind schon mal Grundlegende Unterschiede.

    Und auch wenn man es hinbekommt, es wird schwer sein, ein wirklich brauchbares Ergebnis abzuliefern.

    Aber wie Mringhoff schon richtig geschrieben hat, es ist da und damit muß man wohl.

    Was wirklich notwendig wäre, ein Guter EQ !!!!!!!!!!

    Und eventuell mal die probeversion eines Meßprograms runterladen und genau schauen, was passiert.

    man kann da schon noch etwas genauer arbeiten.

    grenzflächen sind nicht so blöd, kann man auf Wände, Tische etc montieren.

    Die Micros so nahe wie möglich an die Darsteller.

    usw.

    Aber immer noch:
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  • mringhoff
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    • 22. September 2008 um 12:16
    • #20
    Zitat von "klauston"


    Es gibt noch die Möglichkeit, doch die vorderen Boxen auf Summe L/R laufen zu lassen und die hinteren über einen Post fade Aux zu realisieren.


    nur, wenn der Powermixer eine Einschleifmöglichkeit für den EQ hat...

    Ach ja: manche Powermixer haben einen eingebauten Grafik-EQ. Der ist natürlich nicht gemeint, da der ja meist nur zwischen 5 und 15 Bänder hat. Hier sollte schon ein 31-Band EQ her...

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